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                   im Ziel!

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Umrechnungsformeln:

(teilweise* nach Manfred Steffny, dem bekannten Spiridon-Laufmagazin-Herausgeber [s.a.Ulinks],teilweise selbst entwickelt)

200 m zu 400 x 2,18
400 m zu 800 x 2,25

800 m zu 1000

x 1,3

800 m zu 1500*

x 2,0

1500 m zu Meile

x 1,08

1000 m zu 10000*

x 12

1000 m zu Marathon*

x 56

1500 m zu 3000*

x 2,12

3000 m zu 5000*

x 1,72

5000 m zu 10000*

x 2,066

5000 m zu Marathon*

x 9,644

10000 m zu Halbmarathon*

x 2,2

Halbmarathon zu Marathon*

x 2,11

10000 m zu Marathon*

x 4,666

Beispiel: 800m/1500: 2 Min x 2= 4 Min.

Top-Links:

Top-Tipp: Bestzeitberechnung nach Wolfgang Bronner- LG Sulzburg

***  

Runner's World: Die wahre Bestenliste 2011

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Alterklassenrechner in überschaubarer Form

Umrechnungstabellen in überschaubarer Form

06.08.2007

1000-Meter-Zeiten im Vergleich

In diesem Jahr wurden und werden verstärkt 1000-Meter-Wettkämpfe angeboten, die 800 Meter als deutsche Paradedisziplin findet man leider kaum im Angebot. In den letzten Wochen wurden daher zwangsläufig von den Läufern und Läuferinnen aus dem Umkreis viele 1000er-Zeiten abgeliefert. Wie sind nun die Zeiten einzustufen? Wer war relativ am stärksten?

Die anliegende Tabelle, von oben nach unten nach Alter aufgebaut, vergleicht die erzielten Leistungen absolut und relativ. Dabei bringt die Umrechnung nach der bekannten Umrechnungstabelle, die einen Altersklassen-Bonus einrechnet, interessante Ergebnisse zu Tage. Der oder die vermeintlich absolut Stärkste ist es am Ende nach Umrechnung relativ eben nicht.

Name

Verein

Alter

Zeit absolut

Umrechnungsfaktor

Zeit relativ

%*

 

 

 

 

 

 

 

Thorsten Kramer

LG Eder

40 J.

2:46,61

0,9450

2:36,9

83,19

Ulrich Theunißen

LG Eder

40 J.

3:03,20

0,9450

2:52,9

75,46

Harald Theis

TSV Sachsenhausen

43 J.

3:16,20

0,9191

3:00,1

72,44

Jürgen Schmidt

TSV Korbach

44 J.

2:56,77

0,9105

2:40,2

81,44

Friedrich Knipp

TSV Korbach

45 J.

3:09,40

0,9019

2:50,5

76,56

Winfried Stede

TSV Korbach

47 J.

3:11,51

0,8861

2:49,2

77,11

Gerd Peters

TSV Twiste

49 J.

3:01,34

0,8704

2:37,5

82,83

Uli Schalk

TSV Korbach

51 J.

2:57,21

0,8553

2:31,4

86,20

Heinz Jandik

TSV Korbach

58 J.

3:10,40

0,8065

2:33,2

85,16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Yvonne Conrad

TSV Obervorschütz

30 J.

3:07,40

1,0000

3:07,1

78,34

Bärbel Kiel

TSV Korbach

44 J.

3:11,10

0,9289

2:57,4

82,57

Monika Wöhleke

PSV G-W Kassel

50 J.

3:31,20

0,8771

3:05,1

79,16

Die jeweils absolut und relativ besten Leistungen:

Platz

Name

Verein

Alter

Zeit absolut

Zeit relativ

 

 

 

 

 

 

1

Uli Schalk

TSV Korbach

51 J.

2:57,21

2:31,4

2

Heinz Jandik

TSV Korbach

58 J.

3:10,40

2:33,2

3

Thorsten Kramer

LG Eder

40 J.

2:46,61

2:36,9

4

Gerd Peters

TSV Twiste

49 J.

3:01,34

2:37,5

 

 

 

 

 

 

1

Bärbel Kiel

TSV Korbach

44 J.

3:11,10

2:57,4

2

Monika Wöhleke

PSV G-W Kassel

50 J.

3:31,20

3:05,1

3

Yvonne Conrad

TSV Obervorschütz

30 J.

3:07,40

3:07,1


*Anmerkung:

Prozentangaben können wie folgt interpretiert werden:

100 % = Weltrekordniveau
über 90 % = Weltklasseniveau
über 80 % = nationale Spitze
über 70 % = regionale Spitze
über 60 % = lokale Spitze

10.06.2007

Abstriche im Alter

"Enkel und Opa laufen ungefähr gleich schnell"

Der "Spiridon-Chef" Manfred Steffny berichtet in seinem neusten Magazin über die Age-Graded-Tables. Die Leser dieser Homepage wissen, was gemeint ist. Die Korbacher Finnenbahnmeister werden seit Jahren nach diesen Tabellen ermittelt.

Steffny bezieht seinen Artikel auf den 10-Km-Lauf: "Wie man an der Tabelle sieht, laufen Enkel und Opa ungefähr gleich schnell...Man kann nicht nur die maximale Leistung im jeweiligen Lebensjahr feststellen, sondern auch sich selbst anhand früherer Leistungen in jüngeren Lebensjahren (dann 100 %) einstufen."

Steffny weiter: "Voraussetzung für den Vergleich ist ein adäquates Training. im Schnitt wird der Seniorenläufer ab 40 Jahren über 10 Km pro Jahr um 15 Sek. langsamer, später sind es jährlich 20 Sek. und ab 60 Jahren öffnet sich die Schere weiter. Das gilt nur für die Spitze, die langsameren Läufer müssen mit einem größeren Malus rechnen, der sich bei guter Gesundheit und geschicktem Training aber in Grenzen hält.

Training anpassen - frühere Wochenpläne zu wiederholen ist falsch

Viele Läufer strecken sich vergeblich nach ihren alten Leistungen und wenn sie schon einsehen, dass sie langsamer werden, so blättern sie in ihren alten Trainingstagebüchern und versuchen frühere Wochenpläne zu wiederholen. Das ist falsch, denn nicht nur die Leistungsfähigkeit im Wettkampf erleidet Einbußen, sondern auch das Training muss angepasst werden.

Was früher in einer Woche an Quantität trainiert wurde, kann Jahre später nur noch in 10 Tagen gelaufen werden. Die Erholungsfähigkeit dauert länger, besonders nach Tempotraining. Dieses sollte nur im gewünschten Renntempo absolviert werden. Bei der Länge der Dauerläufe sollte man sich nicht an den Km, sondern an der gelaufenen Zeit orientieren. Es bringt nichts, die Trainingszeiten zu verlängern, um auf frühere Km zu kommen."

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26.07.2008

Rechner aufgepasst

Beim Abendsportfest in Melsungen sprach mich Alexander Kirchherr vom TSV Obervorschütz auf die Umrechnungstabellen und -formeln an. Man könne hin- und herrechnen, sie stimmen fast auf die Sekunde. Allerdings seien die Zeiten nach Hochrechnungen auf die 10 Km schwierig zu erreichen. 

Gestern wollte Top-Langstreckler Heinrich Kuhaupt (67 Jahre) vom LC Bad Arolsen eine Berechnung seiner aktuellen Möglichkeiten über 800 Meter. Das war nach der Steffny-Formel relativ einfach: Heinrichs aktuelle 1500-Meter-Zeit von 5:38 geteilt durch 2 = 2:49 Min. 

Beides bedarf Erläuterungen: 

Bei den Hochrechnungen auf 10 Km ist zu beachten, dass man optimal ausdauertrainiert sein muss, dann lässt sich relativ annähernd von 1000 auf die 10000-Meter Zeit hochrechnen. Wer keine Erfahrung oder keinen Unterbau über Jahre hat, sollte besser ein gewisses Polster einberechnen. 

Auf den Mitteldistanzen ist ein Intervalltraining zwingend erforderlich. Auch 800-Meter-Läufer sollten allerdings 15 Km locker im Griff haben (Steffny spricht gar von 20 Km). Steffny: "Der 800-m-Läufer braucht einen Anteil von 50% Tempoläufen, aber auch 50% Dauerläufe. Und das wird häufig vergessen. Es werden Tempoläufe geknüppelt und wenn dann im Sommer noch Wettkämpfe hinzukommen, geht die Form buchstäblich flöten." Lange Ausdauereinheiten sind daher genauso wichtig wie kurze knackige Intervalle bis hin zu den Sprints an die 100 % des Leistungsvermögens.

Weiter zu beachten sind die unterschiedlichen Läufertypen: Es gibt Läufer, die schaffen die 1000 nicht mal in 3 Minuten, sind aber in der Lage unter 35 Minuten über 10 km zu laufen, obwohl sie rein rechnerisch nur auf 36 Minuten kommen dürften. Umgekehrt gibt es die schnellkräftigen Typen, die 2:40 über 1000 laufen, aber über 10 nicht unter 35 kommen, weil ihnen die Ausdauerfähigkeiten und/oder -einheiten fehlen. 

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Jetzt kann sich jeder die Wertigkeit seiner eigenen Leistung selbst umrechnen; die Texte/Tabelle (am Ende der Seite) wurden von der google-Suchmaschine per Computerprogramm übersetzt.

Zum Verständnis der Leistungs-Relationstabellen:

"Age Graded Time" ist die Zeit, welche mittels Altersfaktor ermittelt wird. Vergleicht man die gelaufene Zeit mit einem Standard für das Geschlecht und Alter, stellt man die PLP (performance level percent) fest; Prozentangaben können wie folgt interpretiert werden:

100 % = Weltrekordniveau
über 90 % = Weltklasseniveau
über 80 % = nationale Spitze
über 70 % = regionale Spitze
über 60 % = lokale Spitze

Beispiele für den Kreis Waldeck aus 2001:

Heinrich Kuhaupt (LC Bad Arolsen): 10 Km (36:50 ) = 88,92 %
Heidrun Leithäuser (TSV Korbach): 100 m (13.40) = 88,17 %
Uli Schalk( TSV Korbach): 800 m (2:16,14) = 82,51%

Heinrich Kuhaupt und Heidrun Leithäuser kratzen damit am Weltklasseniveau; 

Meine Werte 2002:

800 m: 87,74 %
1000 m: 86,00 %
1500 m: 82,70 %
Meile: 82,11 %
10 Km: 79,67 %

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Für alle Mehrkämpfer - Mehrkampfrechner online

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05.10.2006

Straßenlauf in Marienhagen aus anderer Sicht

Was fiel auf?

Werner Hoffmann schreibt in seinem Zeitungsbericht, dass der 21-jährige Johannes Thiele vom TSV Bottendorf den Kurzstreckenlauf über 3,5 km in 12:39 Minuten souverän mit 23 Sekunden Vorsprung auf Jörg Pebler (Edertal) gewann. Für die beste Leistung dieses Laufes sorgte jedoch Gerhard Peters vom TSV Twiste. Ganze 27 Jahre älter als der Sieger, kam er nur 35 Sekunden später ins Ziel.

Werner Hoffman lag mit seiner Einschätzung goldrichtig. Analysiert man den Lauf nach der anerkannten Umrechnungstabelle, ergibt sich folgendes Bild:

Die ersten drei relativ stärksten Läufer im Feld nach Umrechnung waren demnach:

1. Gerhard Peters (48 Jahre) 11:45 Min.
2. Uli Schalk (50 Jahre) 11:48 Min. 
3. Heinz Jandik (57 Jahre) 12:02 Min.

Der 21-jährige Gewinner Johannes Thiele würde wie alle anderen im Feld relativ weit hinterher hinken. Seine absolute Siegerzeit von 12:39 ist auch relativ nicht mehr wert. Die "alten Hasen" sind heutzutage eben einfach eine Klasse besser als die "Jungfüchse".

Auch Bärbel Kiel eine Klasse für sich

Bei den Frauen sticht der Leistungsunterschied noch gravierender ins Auge. Ohne die Leistung der 22-jährigen Alina Schiefelbein schmälern zu wollen, an die Klasse einer Bärbel Kiel kommt sie noch lange nicht heran. 

Die 43-jährige Bärbel Kiel, die nach ihrer Verletzung im Frühjahr zudem noch nicht einmal ihr volles Leistungsvermögen erreicht hat, war nach 14:40 Minuten im Ziel und lief damit 23 Sekunden schneller als die 22-jährige Alina Schiefelbein. 

Noch deutlicher wird die Stärke einer Bärbel Kiel nach der Umrechnung:

1. Bärbel Kiel (43 Jahre) 13:47 Min.
2. Alina Schiefelbein (22 Jahre)    15:03 Min. 
3. Gerti Müller (70 Jahre) 15:12 Min.

Die 70-jährige Müller ist damit ähnlich leistungsstark wie die 48 Jahre jüngere Schiefelbein. 

Auch renntaktisch muss Alina Schiefelbein noch dazu lernen. Wie eine Sprinterin ging sie das Rennen an, lag zunächst sogar in der Männerspitze. Die erfahrene Bärbel Kiel sah sich das Treiben gelassen von hinten an, ging erst im Laufe des Rennens an der immer mehr abfallenden Schiefelbein vorbei und zeigte dem Jung-Star am Ende deutlich die Grenzen auf.

Das Niveau sinkt weiter - der eiserne Wille fehlt

Überhaupt beobachtet man nun schon seit Jahren, dass das Niveau insgesamt und noch eklatanter in den Hauptklassen immer weiter sinkt. Vor 20 Jahren liefen gleich 10 - 15 Läufer bei einem Volkslauf 33-34er Zeiten über 10 km. Wer gewinnen wollte, musste manchmal sogar eine 32er Zeit auspacken. In Marienhagen schafften es gerade mal ganze 6 Läufer unter 40 Minuten zu bleiben, die Siegerzeit betrug 36 Minuten.

Ein "Flippo" Heinemann lief diese Zeit im Training aus der kalten Hose auf der altehrwürdigen Korbacher Aschenbahn. So ändern sich die Zeiten. 

Die Bereitschaft, sich schinden zu wollen - der eiserne Wille - scheint den heutigen vermeintlichen Talenten abhanden gekommen zu sein. Kommen sie in die Hauptklassen, verschwinden sie leider meist im Mittelfeld oder gar ganz in der Versenkung, aus welchen Gründen auch immer. 

Talent allein genügt eben nicht. Wer was reißen will, muss sich im Training schinden, ein "Schmusekurs" macht keine Sieger.

Umrechnungstabellen

Überwinde deinen inneren Schweinehund

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30.04.2009

Mittelstreckler gegen Langstreckler

Wilke gegen Schalk

Es gibt sie, die typischen Mittelstreckler und die typischen Langstreckler. Nach den bekannten Umrechnungsformeln müsste Herbert Wilke nach seinen starken 35:47 Minuten über 10 Km über 800 Meter eine Zeit von mindestens 2:16 auf die Bahn zaubern können. Kann er aber nicht. Seine Zeit von Bad Wildungen (2:29) ist dabei sicher kein Maßstab einen Tag nach dem Zehner. 

Dagegen dürfte ich mit meinen 38:30 Min. von Paderborn allenfalls umgerechnet eine 2:28 Min. über 800 laufen. Diese Zeit schaffe ich aber schon im Training, könnte deutlich schneller. Andersherum: Mit 2:20 über 800 müsste ich eine 36er Zeit über 10 Km laufen, das schaffe ich nicht (mehr). Diese 36er-Zeit holte ich gerade mal in meiner Glanzzeit aus mir heraus, als ich 2:09 Min. über 800 Meter lief, obwohl damit rein rechnerisch eine tiefe 34er-Zeit hätte rausspringen müssen.

Was sagt uns das? Es gibt sie, die typischen Langstreckler, die überspitzt gesagt von 1000 Meter bis Marathon fast ein Tempo durchlaufen, während die schnellen Mittelstreckler über die langen Kanten deutlich an Boden verlieren. Sicher kann man durch spezielles Training einiges auffangen, das Talent in die eine oder andere Richtung aber ist bis zu einem gewissen Grad in die Wiege gelegt. Jeder muss für sich die richtige Strecke suchen und finden. 

In einem Gespräch mit Thorsten Kramer, Blaugelb Marburg, kürzlich in Paderborn sprudelte es aus ihm heraus: "Die für mich ideale Strecke wird nicht angeboten, sie liegt irgendwo zwischen 3000 und 5000 Meter. 10 Km sind eigentlich zu lang für mich."

Langstreckler gegen Mittelstreckler - Wilke gegen Schalk: Irgendwo in der Mitte zwischen 1500 und 3000 Meter werden sich die unterschiedlichen Stärken und Schwächen kompensieren und egalisieren.

11.05.2009

Korbacher Langstrecken-Asse im relativen Vergleich

2009: Hofmann klar vor Wilke über 10 Km

Bei der kürzlich veröffentlichen Berechnung ist dem Programm bei der Google-Übersetzung und mir ein Fehler unterlaufen. Das ist dem „amtlichen und öffentlich bestellten Vermessungsingenieur“ Wilhelm Hofmann natürlich sofort aufgefallen. Seine Nachberechnung ergab völlig zu Recht, dass er im Jahre 2009 über 10 Km nicht nur absolut, sondern auch relativ klar vor Wilke liegt. Sorry Wilhelm. Herbert muss also noch ein wenig zulegen, wenn er die Klasse von Wilhelm Hofmann in diesem Jahre erreichen will. 

Allerdings: Wilke über 21,1 km knapp vorn

Anders sah es jedoch in 2008 aus, da hatte Herbert mit seinen absoluten 35:19 klar die Nase vorn. Auch im Jahre 2009 zieht Wilhelm über 21,1 Km (noch) den Kürzeren. Hier liegt Herbert Wilke relativ 5 Sekunden vor Wilhelm Hofmann. Unter dem Strich sind die beiden "Kontrahenten" jedoch die absolut und relativ stärksten Korbacher Langstreckler auf fast identischen Niveau.

Die Wertigkeit der erzielten eigenen Leistung zieht immer mehr Altersklassenläufer in den Bann. Am Rande des Meilenlaufs wollte ein Läufer wissen, wie die Leistungen von Herbert Wilke und Wilhelm Hofmann in den letzten Wochen über 10 km einzustufen sind. Hier die neue korrekte Berechnung für das Jahr 2009:

Hofmann: 45. Lebensjahr: 33:44 Min. x Faktor 0,9266 = 31:15 Min.

Wilke: 49. Lebensjahr: 35,47 Min. x Faktor 0,8856 = 31:47 Min.

Wer selbst rechnen will: Umrechnungstabellen

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05.08.2009

Leistungsabfall im Alter eher auf den langen Strecken

Die Umrechnungstabellen fördern Erstaunliches zu Tage

Hubertus Henning konstatierte in Uslar, dass er früher die Altersklassenläufer überhaupt nicht ernst genommen habe, wenn sie Minuten hinter ihm herliefen. Heute müsse er sich beinahe dafür entschuldigen, er wisse jetzt durch seine eigenen Rennen im Alter einzuschätzen, wie stark die Routiniers waren.

Es ist ein Naturgesetz, dass die Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt. Nach Steffny verliert ein Seniorenläufer ab 40 über 10 Km pro Jahr etwa 15 Sekunden, später sind es 20 und ab 60 öffnet sich die Schere weiter. Das gelte aber nur für die Spitze, langsamere Läufer müssten mit einem größeren Malus rechnen.

Der Abfall im Sprint- und Mittelstreckenbereich ist dabei am deutlichsten spürbar. Auf den langen Strecken kann man das Niveau länger halten. So glaubte ich bisher, habe mich aber gewaltig getäuscht. 

Die Umrechnungstabellen fördern Erstaunliches zu Tage

Beispiel 10 km

Flippo Heinemann lief mit 32 Jahren 29:42 Min, damit erreichte er nach den Umrechnungstabellen ein Niveau von 89 % seiner AK (damals erweiterte nationale Spitze). Mit 62 Jahren schaffte er 43,10 Min., was nach Umrechnung relative 34:07 Min. bedeuten. Absolut verlor er in 30 Jahren über 13 Minuten, relativ errechnen sich immer noch 77 % seiner AK M60, auch das ist erweiterte nationale Spitze.

Ähnlich sieht's bei Karl-Heinz Pschera aus. 30:35 Min. (86 %) lief er mit 28 Jahren, 43,07 mit 60. Umgerechnet mit 60: 34,41 (77 %). Sowohl das absolute als auch das relative Niveau ist damit im Alter bei beiden auf den langen Strecken erheblich gesunken.

Über 1000 Meter sieht anders aus

Beispiel Heinemann: In der Hauptklasse lief er 2:27 (89 % dieser AK), mit 61 Jahren gelangen ihm 3:11,5 Min., welche umgerechnet 2:30,3 wert sind (86 % der AK M60).

Schalk: Die mit 47 Jahren gelaufenen 2:50 sind umgerechnet relativ 2:30,6 wert (86 % M45). 3:02 mit 53 ergeben rechnerisch relativ 2:33 (85 % M50). Das Niveau liegt damit bei Heinemann nur 3 Punkte niedriger, bei Schalk sogar nur 1.

Beispiel 3000 m

Wilhelm Hofmann gelang über 3000 im Alter von 21 Jahren eine Zeit von 8:57 Min. Mit 45 lieferte er eine 9:29 ab. Die in jungen Jahren gelaufene Zeit bedeutet umgerechnet 8:55 (82 %), die mit 45 angebotene Zeit ist sogar eine 8:37 wert. Wilhelm verbesserte sich sogar relativ im Alter (84 %).

Fazit

Der Leistungsabfall ist auf den Mittelstrecken rein rechnerisch wesentlich geringer als auf den langen Strecken. Durch hartes und gezieltes Training hält sich die absolute Leistungsminderung in Grenzen, relativ gesehen sind sogar bis zu einem gewissen Grad noch Steigerungen möglich.

mehr: Umrechnungstabellen

14.10.2010

Unter 2:40 - eine "enge Kiste"

Unter 2:40 Std. über Marathon, das ist das berechtigte Ziel von Tim Henning Förster. Nach der anerkannten Umrechnungsformel (Steffny) würde sich eine 2:38er Zeit bei der vorgegebenen Halbmarathonzeit errechnen (1:15,11 x 2,11). Da muss aber alles passen. Nichts darf schief laufen. Von den äußeren Bedingungen über die innere Einstellung bis hin zur punktgenauen Topform ohne gesundheitliche Probleme. Also eine "enge Kiste", rein rechnerisch.

In der Praxis haben sich die Steffny-Formeln seit Jahrzehnten bewährt, sie bieten echte Anhaltspunkte. Zeigen was drin ist, wenn man ausreichend austrainiert ist. Eher muss man in der Realität wegen der genannten Unwägbarkeiten ein paar Minuten drauf packen. 

Aber Tim Henning scheint in der Form seines Lebens zu sein. Stetig geht es in den letzten Wochen bergauf. Mit der Euphorie und den Endorphinen der Halbmarathonbestzeit im Rücken ist alles möglich. Vielleicht zündet sein persönlicher Kracher beim Zieleinlauf in Frankfurt am 31.10. genau 8 Wochen vor Silvester mit einem Vorlauf von 2:38 Std.!

24.11.2010

Kaum Leistungsverluste vor dem 55. Lebensjahr 

"...Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter entstehen also nicht primär durch biologische Alterung sondern durch eine inaktive Lebensweise...

...Die Analysen von über 900.000 Laufzeiten zeigen, dass vor dem 55. Lebensjahr keine signifikanten Leistungsverluste auftreten. Etwa ein Viertel der 60- bis 70-jährigen Seniorensportler/innen ist sogar schneller als die Hälfte der 20- bis 50-Jährigen..."

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Stand: Montag, 27. August 2012