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                   im Ziel!

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Spaß in der Leichtathletikabteilung des TSV 1850/09 Korbach

Abteilung.: Verstehen Sie Spaß?!

Nimm's mit Humor/ Nicht böse sein!

07.12.2010

Schöne Bescherung

Läufer haben es so leicht nicht dieser Tage,
der Winter gibt ihnen wirklich Grund zur Klage.

Ein Läufer hat dadurch die Seuche im Gesicht,
ein anderer kriegt's am Magen und erbricht.

Ein weiterer erfriert sich das beste Stück,
Los Oma  - einen Wärmer strick!

Bitterkalt, wo isser denn,
wenn ich mich jetzt nicht mal verrenn'?!

Manche nennen es auch Pimpelgicht,
besser ist, man kriegt es nicht.

Nun, die Glücklichen, die überhaupt noch können,
mussten beim Cross gegen eine Eiswand rennen.

Wer in dem Zustand vor 'ne Eiswand rennt, 
der weiß wie lichterloh die Kerze brennt.

Außenstehende wissen gar nicht wie weh das alles tut,
aber zieht wenigstens vor uns den Hut.

Wir gehen raus bei Eis und Schnee,
laufen nicht nur im Sommer auf grünem Klee.

Nein, Wind und Wetter können wir trotzen,
so schnell kriegen wir nicht das große Rotzen.

Wir sind hart, nichts und niemand hält uns zurück,
Weicheier sind wir nun wirklich nicht.

Hartgekocht sind jedoch auch wir nicht immer,
ok, dann bleiben wir eben auf'm Zimmer.

Kurz auskurieren, ab ins Bett,
aber nicht zu lang, sonst werden wir fett.

Schöne Bescherung, das kostet Sekunden,
lang muss man arbeiten an den zusätzlichen Pfunden.

Also nix wie raus aus der Kiste,
Laufschuh an und ab auf die Piste.

Aber Vorsicht: Nichts ist so schnell versaut,
wie empfindliche Schleim- und Bindehaut. 

© U. Schalk

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"Extrem-Cross ... gegen eine Eiswand laufen"

WLZ-Bericht über HM-Cross

25.11.2010

Es wird kalt, Männer - packt euch warm ein!

"Peniserfrierung, eine unvorhergesehene Gefahr des Joggens"

Von Prof. Dr. Holger Strunk, Uni Bonn

"Diese Zuschrift verdient es, ungekürzt zitiert zu werden: Peniserfrierung, eine unvorhergesehene Gefahr des Joggens. 

Ein 53jähriger Arzt, beschnitten, Nichtraucher, mäßiger Trinker (einen Highball vor dem Dinner), 1,78 m groß, 70 kg schwer, ohne Krankheiten, seit vielen Jahren ein tüchtiges körperliches Training absolvierend, begann seinen gewohnten 30-Minuten-Lauf in einem nahe gelegenen Park am 3. Dezember 1976 um 19.00 Uhr abends. Er trug eine ausgestellte Polyester-Trikot-Hose, Boxer-Shorts aus einem Dacron-Baumwoll-Gemisch, ein baumwollenes T-Shirt und ein baumwollenes Hemd, einen leichten Wollpullover, eine Nylon-Offiziersjacke über dem Pullover, Handschuhe und tiefgeschnittene Pro-Ked-Turnschuhe. Die Nylonjacke fiel leicht über die Gürtellinie.

Die Wetterberichte im Radio meldeten für die Gegend eine Außentemperatur von minus 8 Grad Celsius sowie strengen Frostwind. Von 19.00 bis 19.25 Uhr verlief alles wie gewohnt. Um 19.25 Uhr bemerkte der Jogger eine unangenehme, schmerzvoll brennende Empfindung an der Spitze seines Penis. Von 19.25 bis 19.30 Uhr wurde dieses Unbehagen intensiver, der Schmerz nahm mit jedem Schritt zu, als sich das Training seinem Ende näherte. Um 19.30 Uhr endete der Lauf, und der Patient kehrte nach Hause zurück.

Eine körperliche Untersuchung um 19.40 Uhr in seiner Wohnung bei komfortabler Raumtemperatur ergab ein frühes Stadium von Peniserfrierung. Die Eichel war frostig, rot, weich bei Manipulation und gefühllos bei leichter Berührung. Sofortige Therapie wurde in Angriff genommen. Die ausgestellte Polyester-Trikot-Hose und die Unterhose aus Dacron-Baumwolle wurden entfernt. Stehend, die Beine gespreizt, formte der Patient ein Bettchen zur raschen Erwärmung der Penisspitze, indem er sie mit der Innenfläche seiner hohlen Hand bedeckte. Die Reaktion war rasch und umfassend. Die Symptome legten sich 15 Minuten nach Beginn der Behandlung, und der körperliche Befund wurde wieder normal.

Nebenwirkungen: Um 19.50 Uhr kehrte die Ehefrau des Patienten vom Einkaufen zurück und beobachtete ihren Mann während der Behandlungsprozedur. Sie sah ihn mit gespreizten Beinen im Schlafzimmer stehen, von der Taille an abwärts nackt, die Spitze seines Penis in der rechten Hand haltend und mit der linken im «New England Journal of Medicine» blätternd. 

Die ehefrauliche Beobachtung dieser Therapie hatte rasche, zahlreiche, vielfältige und heftige Nebenwirkungen zur Folge (persönliche Mitteilung). Die Pathogenese des Syndroms wurde bestimmt als Gewebereaktion auf hohe Zufuhr von Luft bei minus 8 Grad Celsius, welche die Zwischenräume der ausgestellten Polyester-Trikot-Hose durchdrang und sich ihren Weg bahnte durch die vordere Öffnung der Dacron-Baumwoll-Unterhose, wo sie auf die Rezeptoren des Zielorgans einwirkte und die beschriebenen Veränderungen hervorrief. Der Patient joggt auch weiterhin, doch trägt er ein Suspensorium und alte, enge, baumwollene Wärmehosen, die 1939 im College bei Querfeldein-Rennen benutzt wurden. Rückfälle sind keine zu erwarten."

Weitere verrückte Geschichten von Prof. Strunk vom Risiko der Fitness

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Was bekommen nackte Männer, die sich in den Schnee legen?

Schneeglöckchen!


Foto von Heinz Jandik zur Verfügung gestellt. 

Auch Heinz muss sich warm anziehen! Der nächste Winter kommt bestimmt. Die Handschuhe wurden ihm beim Seniorentreffen überreicht, weil er immer so kalte Hände hat. Von Peniserfrierungen bei ihm ist allerdings bisher nichts bekannt. Die Handschuhe wurden von "Kumpel" Karl-Heinz Pschera persönlich mit den Initialen "H" handbestickt. 

05.11.2010

Schalk wird alt - M65


Quelle: HNA/DPA

Beim Blick in die Zukunft hilft mir Keith Richards von den Rolling Stones. So in etwa werde ich in der M65 aussehen.

Viel fehlt ja heute schon nicht mehr. Muss mir nur noch mal ordentlich die Spikes durchs Gesicht ziehen.


Sportlerehrung vor ein paar Jahren - heute sehe ich wesentlich jünger aus!!!

Einfach irre, diese beiden Typen!

31.10.2010

Bärbel Kiel reizte mich

Mein Weg zum Einkaufen führte mich gestern am "Pauli" vorbei. Zwei "Gazellen" drehten ihre Runden. Tatsächlich, es war Bärbel Kiel mit Tochter Jessica. Ich hielt kurz an. "Was macht ihr hier?" "Jessica muss für die Schule trainieren", sagte Bärbel. 800 Meter spulten sie in etwa 3 Minuten ab.

Das erinnerte mich an eine Abmachung mit Bärbel Kiel. In vielen gemeinsamen Trainingseinheiten auf dem Weg zu ihren Meistertiteln sagte ich ihr mal: "Wenn du jemals schneller bist als ich, höre ich auf zu laufen."

Im Jahr nach meiner Knieverletzung wäre es beinahe so weit gewesen. Doch der Auftritt Bärbels reizte mich. In einem Anfall von Euphorie und Wahnsinn packte es mich heute, ich lief "schnurstracks" zum Pauli. Diese 3 Minuten über 800 Meter müssen doch noch irgendwie drin sein. Einmal im Leben wollte ich noch mal die Übersäuerung spüren. 

Um es kurz zu machen: Ohne Einlaufen haute ich nach einer 81er-Runde eine 75er drauf und kam nach 2:36 Min. ins Ziel. Stiche in der 2. Kurve erinnerten mich an meine Knieverletzung. Jetzt verdrehten mir die Endorphine vollständig das Hirn. Nach einer Gehpause knallte ich eine 68er-Zeit über 400 Meter hintendrauf. Na Bärbel, was sagst du nun? Noch muss ich also nicht aufhören zu laufen. Noch dazu von Übersäuerung keine Spur. Und das Knie hielt auch, mehr oder weniger.

Müssen die M55er im nächsten Jahr Angst vor mir haben? Wohl kaum. Das war ein einmaliger Husarenritt. Jedenfalls hab ich keine Wettkampfambitionen mehr. Auf der Bahn schon gar nicht. Oder Bärbel, wollen wir es noch einmal versuchen? Mir ist schon klar, dass du mehr als 3 Minuten drauf hast. Aber die 2:36 musst du erst mal unterbieten. Dann höre ich auf.

19.10.2010

Völlig ausgelaugt - Trainingslager auf Zeeland

Als ich vor ein paar Wochen mein "Trainingslager" in Holland beendete, war ich leer und ausgelaugt. Da musste ich mich erst mal setzen. Mein linkes Knie hatte sich, wie auf dem Foto zu sehen, völlig aufgelöst, der Knorpel war vollständig degeneriert. Auch die Füße waren abgewetzt. Wenigstens hatte ich keine Schmerzen mehr. Mein Oranje-Schädel war hohl, voller Stroh. 

Gut, dass Halloween nicht mehr weit ist. Mit der Verkleidung hätte ich gute Chancen, noch einmal auf dem Treppchen zu landen.

24.09.2010

Sandra Ricke zum "Jammerlappen-Artikel"

Im Gästebuch

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"Der Wundermann"

Sollten Läufer mal mal wieder verschnupft sein, hilft vielleicht ein Besuch in Völksen beim "Wundermann".

"Der Wundermann"

Gedicht der Woche von Hermann Löns, gesehen in HNA 

"In Völksen wohnt ein Wundermann, 
der jede Krankheit heilen kann: 
Zahnweh und Friesel und den Mumps, 
die Schwindsucht und den Fuß des Klumps.

Er hat nicht Medizin studiert, 
hat nicht zum Doktor promoviert, 
mit einer Flasche Fliedertee 
kuriert er jedes Ach und Weh.

Kolik und Infaulentia, 
die Wassersucht, das Podagra, 
für Gallenstein, für Hüfteweh, 
für alles hilft der Fliedertee.

Das heißt, dem Wundermann hilft er, 
bisher war seine Börse leer, 
jetzt ist stets voll sein Portemonnaie, 
so sehr hilft dieser Fliedertee.

Für kalten Brand und dickes Blut
 ist Fliedertee vorzüglich gut, 
für Krätze, Krebs und auch für Gicht, 
Bloß gegen Dummheit hilft er nicht."

22.09.2010

Sind Läufer Jammerlappen?

Jammern gehört zum Geschäft. Das große Jammern ist im Laufsport besonders ausgeprägt. In keiner anderen Sportart erlebt man das so. Die größten Jammerlappen sind aber Läufer. Besonders vor Wettkämpfen. Irgendwas haben sie immer. Leiste, Knie, Hüfte, Zerrung, Erkältung,... 

"Ihr Männer seid immer am Jammern", so oder so ähnlich sagte es mal Bärbel Kiel zu den Männern des TSV. Ganz Unrecht hatte sie sicher nicht. Meister werden die Männer aber dann doch, trotz beidseitiger Lungenentzündung.

Schongang?

Da läuft Herbert Wilke mit fast 50 Jahren in Heiligenrode eine 17:59 Min. auf 5000 Meter. Und was liest man in der Zeitung: "...im Schongang".

17:59 im Schongang? In dem Alter? Das muss mir mal einer erklären. Wenn ein 50-Jähriger Läufer nach den Formeln der Trainerlegende Lydiard mit 1/4 Krafteinsatz (Schongang!) eine starke 17:59 anbietet, dann müsste er bei vollem Krafteinsatz mindestens eine 16:40 laufen können. Das wäre wohl selbst für den Topläufer seiner Altersklasse, Herbert Wilke, viel zu hoch gegriffen. 

Aber Zahlen sind eben relativ. Ebenso die gesundheitlichen Probleme im Vorfeld einer Meisterschaft. Herbert Wilke ist ohnehin ein besonderes Phänomen. Ohne Erkältung geht er ja fast nie an den Start (s.o.). Hessenmeister wird er dann aber doch, wie kürzlich am Berg. Nicht auszudenken, wenn Herbert mal nicht im Schongang und ohne Erkältung an den Start gehen würde. Der Weltmeistertitel wäre ihm sicher. 

Übrigens: Frauen sind dann doch noch einen Schritt weiter als die Männer. Die können sogar mit stärkster Bronchitis Titel bei der EM und WM holen. Ich bin mal mit 48 Jahren eine 2:13 über 800 Meter mit gebrochenem Wadenbein gelaufen. Das ist kein Witz. Mit Schnupfen hätte ich das allerdings wohl nicht hingekriegt. Läufer und Läuferinnen sind eben wie Torhüter oder Linksaußen. Verrückt.

23.08.2010

Gib Gas, Lars - so feuert man an

Hol dir Platz 1, Heinz

Nicht ausruhn, Heidrun

Keine ist so schnell, Bärbel

Gib ihm, Joachim

Zeig dich, Heinrich

Hau ihm auf die Nuss, Hubertus

Komm nicht zu spät, Manfred

Trink ein Pils, Nils

Geh ran da, Sandra

Im Schnellgang, Wolfgang

Es ist noch alles drin, Tim

Ist doch kein Drama, Tatjana

Mann bist du fit, Schmidt

Hol dir den Sieg, Winfried

Der Sieg ist deiner, Rainer

Du bist viel wert, Herbert

Da vorn ist dein Amtsbezirk, Dirk

Du bist 'n Schelm, Wilhelm

Beschleunige wie'n Bulli, Uli

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Gib Gas, Lars

Hau rein, Hein

Hau raus, Klaus

Machs gut, Knut

Hör auf mit dem Gezeter, Peter

Du bist so fit, Britt

Nach vorn da, Nora

Quäl dich, Erich

An die Spitze, Fritze

An die Linie, Christine

Hau auf die Glatze, Atze

Liste beliebig erweiterbar. Wer hat Vorschläge?

20.08.2010

Ich gehe ins Kloster

Da staunte ich nicht schlecht. Eine Anfrage, wer bei den deutschen Meisterschaften über 10 Km teilnehmen wolle, ereichte auch mich. Meine ironische Antwort: "Wenn es da auch einen Geher-Wettbewerb gibt, bin ich dabei."

Mein Knie ist alltagstauglich, reicht zum Rad fahren, für leistungssportliches Laufen nicht mehr. Da müsste ich mich einer erneuten Op unterziehen, was ich vorläufig ablehne. Nur kurz war die Euphorie, das Knie ließ halbwegs normales Laufen mit Einschränkungen wieder zu. Neuerdings macht es schon nach 2-3 Kilometern wieder dicht, außer Gehen geht dann nichts. Bevor ich aber zum sportlichen Geher werde oder gar am Stock gehe, gehe ich lieber ins Kloster.

Unser SB Heinz Jandik hat aber noch 'ne bessere Idee: "Nee, das wohl nicht, aber vielleicht werden ja noch Darsteller für die historische Aufarbeitung des Indianer-Massakers bei "Wounded Knee" von 1890 gesucht. Da wärst du an Authentizität ja nicht zu übertreffen!"

Anmerkung: Heinz Jandik ist ebenfalls wieder an Rücken/Hüfte verletzt. Wie heißt es so schön: Alter hat nicht Gutes.

10.08.2010

Gnadenbrot für Korbachs "alte Hengste"

Hilfe, Pflege und Versorgung bis ins hohe Alter, das haben wir alten erfolgreichen Läufer uns verdient. Wie die nicht mehr leistungsfähigen Pferde, die aufgrund ihrer bisherigen Lebensleistung vom Besitzer das Gnadenbrot in Form von Pflege und Versorgung im Alter bis zum Tode bekommen.

Im TSV Korbach tummeln sich einige altgediente Läufer, pflegen ihre durch unzählige Wettkämpfe geschundenen Körper jeder auf seine Weise. Der Verein selbst kann naturgemäß solche Aufgaben nicht auch noch übernehmen. 

Es ist aber schon erschreckend, dass von den 10 - 15 Wettkämpfern der letzten Jahre nur noch 2 - 3 regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen. Die anderen "alten Kämpen" holen sich ihr "Gnadenbrot" notgedrungen durch Joggen, Walken oder Rad fahren.

Immerhin besteht die kleine Chance, dass ein paar Jahre Erholung auf der Sommerweide mit saftigem Grün und der Zufütterung von Heu, Silage und Kraftfutter für die nötige Regeneration sorgen. Dann kann durchaus auch ein alter Hengst wieder in der Lage sein, am Turniersport teilzunehmen. Die Hindernisse müssen eben nur niedriger gesetzt werden.

05.07.2010

Glosse

"Högschde Gefahr für die Toreros"

Vor ein paar Wochen nominierte unser Jogi den Grobmotoriker und Flankengott Arne Friedrich ins WM-Team. Fast jeder Fußballfan stellte sich vor der WM entrüstet die Frage: "Was will er denn mit dem schon wieder?" 

Jogi Löw und Arne, es tut mir leid. Ich wurde wie so viele eines Besseren belehrt und muss Abbitte leisten. Wenn auch mit fön- und gelgewelltem Haar, Arne Friedrich hat genau seine Position in der Innenverteidigung gefunden und spielt so stark wie nie. Super.

Aber nun zum Bundes-Jogi. Toptrendy kommt er daher. Taubenblauer Baby-Kaschmir-Wunder-Pulli, DER WM-Glücksbringer schlechthin. Hei jei jei. Und Co Hansi im Partnerlook. Von den Socken über Anzug und Uhr bis zum mythischen Pulli gleichen sie wie ein Ei dem anderen. Man traut seinen Augen nicht. "Högschde Gefahr" strahlt das Outfit für die Gegner aus. Um im Löw-Badischen zu bleiben: "Sagn mer mal so, das isch ja schonn au e Schtück weit e heißer Schtoff."

Kaum ausgesprochen, da treffen sich die Spieler am freien Tag mit den Spielerfrauen, während Jogi und Hansi gemeinsam auf Safari gehen, wie Pressesprecher Harald Stenger versichert. Ihre Frauen bleiben zu Hause. Der Stenger wiederum kriegt in der Pressekonferenz von Miro Klose ein unmoralisches Angebot. Klose: "Da meine Frau nicht da ist, muss ich heute mit Harald Stenger kuscheln." Das sorgt für hochexplosiven Sprengstoff, so dass Klose doch besser gleich mal nachschiebt: "Nee, nee, da kann ich mir dann doch was Schöneres vorstellen." 

Mit Jogi und Hansi durfte der arme Miro nicht, mit Sprenger will er dann doch nicht. Und nun? Tore schießen und mit Männern im Rudel freuen, das kann "au högschde" Emotionen freisetzen.

Wäre ich jetzt "Furia Roja", wie die Spanier bezeichnet werden, würde mir "Angscht" und Bange. Wie soll die rote Furie gegen diese Deutschen gewinnen? Aber "högschde" Vorsicht ist geboten. Schließlich haben die heißblütigen spanischen Matadore doch "au", um in der Löw-Sprache zu bleiben, einen heißen Stoff entgegenzusetzen. Muleta gegen Baby-Kaschmir, wir werden sehen, ob sich der tauben- oder kornblumenblaue Pulli gegen das rote Stierkampf-Tuch durchsetzen kann. 

Vamos amigos oder wie die Deutschen sagen würden: Elf Freunde müsste ihr sein. Das Runde muss immer noch ins Eckige.

 Was hat das alles jetzt mit Laufen zu tun? Weiß ich auch noch nicht.

"Warum Löw nie über seine Frau redet"

WM-Mode: Joachim Löws blaue Stunden

02.07.2010

Haurekord

Wilhelm Hofmann reagiert im Gästebuch

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"Hau den Lukas"

Hofmann bricht "HAUREKORD"

Abseits der deutschen Seniorenmeisterschaft in Kaiserslautern hat Wilhelm Hofmann auch einen neuen HAUREKORD aufgestellt. Auf einem kleinen Jahrmarkt in der Pfalz brach der Berndorfer den Weltrekord der M45 im "Hau den Lukas".

"Ein Lukas (umgangssprachlich auch Hau den Lukas) ist eine Jahrmarktattraktion, bei der der Teilnehmer mit einem Hammer auf einen gefederten Kopf schlägt. In Abhängigkeit von der hierbei aufgebrachten Schlagkraft wird ein in einem Rohr befindlicher Metallkörper beschleunigt, welcher in einem durchsichtigen Rohr oder einer Schiene nach oben steigt. Je mehr Kraft man beim Schlag aufwendet, umso höher steigt der Körper. Sollte der Körper genug Geschwindigkeit haben, das obere Ende des Rohres/der Schiene zu erreichen, so löst er entweder auf mechanischem oder elektrischem Weg ein Klingelsignal aus."

Ist natürlich alles Blödsinn. Der Schreibteufel hat bei meinen News vom 29.06.2010 ordentlich zuge"hauen". Wilhelm brach natürlich seinen HAUSREKORD. Die findigen Heinz Jandik und Bärbel Kiel haben's gemerkt (s. Gästebuch). Ja, ja, haut auf mich drauf, aber bald, bevor ich abhaue.

Übrigens: Jetzt weiß ich auch, weshalb der "Flippo" immer auf der Korbacher "Hauer" trainiert. Er hat mir mal gesagt: "Das Training auf der uralten Asche "haut" richtig rein." 

Mal sehen, was die Hauptfigur der ganzen Geschichte zu sagen hat. Die soll nämlich kürzlich beim Berndorfer Dorffest so richtig einen rausgehauen haben. Hatte ja auch schließlich nach seinen Hau- und Hausrekorden genug Grund zum Feiern.

14.05.2010

"KR"

Wir leben in einer Welt der Abkürzungen, auch in unserem Sport. "SB" ist ja mittlerweile jedem bekannt, der diese Seite besucht hat. Heinz Jandik, der Seniorenbeauftragte der TSV-Leichtathleten, ist gemeint.

Bei "KR" muss man schon ein wenig überlegen. Was könnte es sein? Kraut und Rüben, Kontrollrat, kann's richten oder doch komplett ratlos?

Nun, es muss natürlich ein Begriff aus der Laufszene sein. Kreisrekord würde nahe liegen, ist aber in diesem Fall nicht gemeint.

"KR" = K...reiz befällt 99% der Läufer, wenn der Wettkampf bevorsteht. Manche kriegen ihn schon nur beim Durchblättern der Meldelisten. Ein erfahrener Läufer weiß, nur vollständig erleichtert lässt sich unbeschwert laufen. Wer vorher nicht k.. kann, kann den Wettkampf vergessen. Ich kenne einen Läufer, der hat den Sieg beim Twisteseelauf vergeigt, weil er wenige 100 Meter vorm Ziel in die Büsche musste.

Wer also vorm Wettkampf vom KR befallen ist, kann auf ein gutes Rennen hoffen. Der KR kann aber noch viel mehr leisten. Unter Verstopfung Leidende sollten sich schleunigst für einen Wettkampf melden, dann kommen mit ziemlicher Sicherheit alle Sünden raus. "Schiss" ist dann gewiss - sozusagen.

Die Ausmaße eine Seuche nimmt unter Läufern und Läuferinnen der sogenannte "PR" an. Beide können ein Lied vom P...Reiz vorm Wettkampf singen. Das ist auch ein Grund, weshalb immer mehr Städtemarathons angeboten werden. Städteplaner sollen nach wochenlanger Trockenheit in den Innenstädten beobachtet haben, dass nach einer Baumbewässerung durch die Marathonis das Grün innerhalb weniger Stunden wieder zu sprießen beginnt. Das spart das kostbare Trinkwasser.

Zugegeben haben es die Männer leichter. Die letzten Tropfen hat man(n) schnell mal an den Baum geschüttelt. Frau dagegen ziert sich, muss sich in aller Regel weiter hinten im Unterholz eines Parks verkrümeln. Wer will schon auf ein ekliges Dixi-Klo.

PS: Auch SB leidet stark unter KR und PR vor einem Wettkampf, ebenso wie der Schreiber schon beim Verfassen dieser Zeilen. Der hatte vor einiger Zeit einen MDV*, da kam der BR von vorne oben noch dazu. 

Da breche ich doch jetzt lieber mal ab. Ich muss mal. In diesem Sinne: Lasst es laufen an diesem WKWE (Wettkampfwochenende)!

*MDV: Magen-Darm-Virus

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Revolution - Rechtskurve

Kürzlich traf ich den oben zitierten SB. Ich mutmaßte, dass ich keine Bahnwettkämpfe mehr machen kann, weil durch die vorgeschriebene Linkskurve der Druck auf das geschundene Knie zu groß werden würde. "Du darfst rechtsrum laufen", meinte er. 

Da kam uns die zündende, beinahe revolutionäre Idee. Um den Kniekranken eine Chance zu geben, werden zukünftig Bahn-Wettkämpfe rechts herum angeboten. Z.B. wird in geraden Jahren linksrum, in ungeraden Jahren rechts herum gelaufen. Jahrhunderte alte Traditionen werden damit über Bord geworfen.

Ständig sucht man nach neuen Konzepten, um unsere Sportart wieder attraktiver zu machen. Im Biathlon oder Skilanglauf wird es uns vorgemacht. Deshalb hier der Vorschlag, auch Staffelwettbewerbe in der Leichtathletik ab 4x400-Meter neu zu konzipierten. Über die kürzeren Distanzen macht es wegen des Durcheinanders keinen Sinn. 

Also: Kniegesunder läuft normal die Linkskurve, der Kniekranke läuft nach dem Wechsel die Rechtskurve. Das erleichtert im Übrigen die Übergabe des Staffelstabes um ein Vielfaches, weil die Läufer beim Wechsel Sichtkontakt haben. Pendelstaffeln werden häufig in der Halle praktiziert, warum nicht auf der Bahn? Ein Versuch ist es wert. Ein genaues Konzept müsste noch erarbeitet werden. Vorschläge erwünscht.

10.05.2010

Durchhalten, auch wenn's mal wieder beschissen läuft

Bitte erst nach dem Frühstück öffnen!

06.05.2010

Glosse

Zur Glosse von gestern mehr im: Gästebuch

05.05.2010

Laufschuhneonfehlfarbenentwickler

Von flinkpink bis milieurosa

Der alte Nike Pegasus in den 1980er-Jahren kam in dezentem grau-blau daher. Ein genialer Lightweight-Laufschuh mit der damals unschlagbaren Waffelsohle. Ein Waffeleisen soll damals die Idee für die Sohle geliefert haben, das ist tatsächlich wahr.

Doch die Sohle soll nicht das Thema sein, an den derzeitigen Sohlenkonstruktionen ist in aller Regel nichts auszusetzen. Die Farbgestaltung der neuen Laufschuhgeneration liegt dagegen oft hart der Schmerzgrenze. Man könnte meinen, dass die heutigen Laufschuh-Konstrukteure zu tief ins Glas oder besser in die Farbpalette geguckt haben. Neon überwiegt in allen Fehlfarben-Schattierungen: grellgelb, blutorange, rotzgrün, flinkpink, milieurosa...

Unerträglich wird’s, wenn diese grellen Farben auch noch alle gemischt an einem Schuh verarbeitet werden. Das tut erstens meiner chronischen Bindehautentzündung gar nicht gut, nach einem Besuch im Laufladen muss ich nun auch noch jedes Mal gleich anschließend den Augenarzt aufsuchen und mir die abgerissene Netzhaut lasern lassen.

Eigentlich bin ich ein modebewusster Typ, habe kein Problem mit den neuen Farben, wenn ich selbst entscheiden kann. Im Laufschuhsektor sieht das anders aus, da werden sie mir quasi aufgezwungen. Notgedrungen muss ich in diesen Farbkästen laufen, weil es ja kaum noch andere gibt.

Der seltsame Blick meiner Nachbarin gibt mir dann doch zu denken. "Wie ist der denn jetzt drauf, die Seiten gewechselt?", kann ich in ihren Gedanken förmlich lesen. Keine Angst Frau Nachbarin. Nicht ich, sondern die Laufschuhkonstrukteure sind in Wattepuschel gefallen, zu warm gepudert worden oder haben sich beim letzten Christopher-Street-Day gehörig am oben erwähnten Waffeleisen verbrannt. Ich dagegen bin noch ganz normal gepolt.

Da meine sportresistenten Nachbarn das jedoch nicht wissen können und nicht wieder die Nase unnötig rümpfen müssen, schleiche ich lieber erst mal möglichst ungesehen mit meinen rotzgrünen Farbeimern an den Füßen aus dem Keller und hintenrum aus dem Garten Richtung Laufstrecke von dannen. Dort werde ich die neuen Treter einmal ausgiebig durch den Schlamm ziehen. Dann sehen sie aus, wie richtige Laufschuhe gefälligst auszusehen haben, liebe Laufschuhneonfehlfarbenentwickler. 

Meine Nachbarin unterbricht auf dem Rückweg ihre Gartenarbeit nur noch mit einem kurzen lächelnden Blick, erdbraun getüncht hat damit klar die Nase vor rotzneongrün. Naturfarbe sei dank, alles wieder im Lot im Wohngebiet.

Was falsche Farben alles anrichten können, hat man ja auch kürzlich bei Bayerns Fußballstar Ribery gesehen. "Sein Mercurial Vapor Rosa ist vollständig in Pink gehalten, nur der große Swoosh auf der Vorderseite ist weiß." Allein diese Formulierung aus der Werbung löst schon Allergie aus. 

Dass diese grauenvolle Farbe nun sein Blut nicht wie geplant in sondern zwischen den Beinen in Wallung brachte, ist allseits bekannt. Wo landete die über den Spann gerutschte Flanke mit seinem dritten Schussbein? Richtig - im Rotlicht-Milieu. Da wären wir wieder bei den Neonfehlfarben. Darüber sollten sich die Bayern-Bosse mal Gedanken machen, dass allein die falsche Farbe seiner Schuhe Schuld an Riberys Unter(Ab)gang gehabt haben könnte. Schwarz-weiß wie früher ist eben doch besser als milieurosarote Puschelfarbe. Back to the roots heißt das auf Neudeutsch, nicht black to the rot.

01.05.2010

Laufen pur

20 - 25 Grad, wunderbarer Frühlingstag, kaum Wind, herrliche Luft, die warme Sonne blinzelt durch die frischgrünen Baumkronen. Weicher Waldweg, es raschelt im Unterholz, Rehe kreuzen den Weg, Bussarde kreisen, Vögel zwitschern.

Die Natur lebt, der Läufer erlebt sie. In kurzer Hose, ein minimales Laufshirt lässt Luft an den Körper. Frühlingshauch umsäuselt die nackten Beine. Nichts stört. Im viel zitierten Barfußschuh nimmt der Läufer den Boden unter die sockenlosen Füße.

Das Blut zirkuliert ungehindert in den Beinen, das Herz pumpt Blut wie von der Natur gewollt in den Kreislauf des Lebens. Der Schweiß rinnt und macht das, was ihm vor Millionen Jahren aufgetragen wurde: Körperkühlung. Die natürliche Atmung pumpt intuitiv die frische Luft bis in die letzten Winkel der Bronchien. Das Wunderwerk Mensch funktioniert, frei und fast völlig ohne Hilfsmittel ist er eins mit der Natur. Alle Sinne arbeiten auf Hochtouren, die Gedanken fließen, Laufen pur.

Szenenwechsel. Abrupt zurück in die raue Wirklichkeit. Jetztzeit. Die gleichen Bedingungen, aber ein anderes Szenario. Aus der Traum.

Eine festgezurrte Schlauchbinde namens Stirnband stört den Blutfluss im Gehirn, Gedanken werden gebremst. Eine seltsam orangegetönte Sonnenbrille lässt das frische Blattgrün verblassen. Im Ohr sind die Töne der Natur ausgeschaltet. Hightech-Ohrstöpsel verstopfen den Gehörgang, Musik dröhnt aus dem MP3-Player mit 105 dBA im Pegel einer Kettensäge aus 1 m Entfernung.

Eine Etage tiefer ist der Läufer angeschnallt, mit dem Brustgurt des Pulsmessers. Darüber trägt er die neue Kompressionswäsche, der Oberkörper steckt in einer Zwangsjacke, freies Atmen nicht erwünscht. Schweiß kann nicht mehr kühlen, er wurde mit Mikrofasern abtransportiert.

Die gleichen Schraubzwingen an den Beinen, das Blut in den Venen wird durch Kompression am natürlichen Fließen gehindert. Ganz unten angekommen steckt der Fuß im Schraubstock, schreit um Hilfe, weil er sich durch den Stabilschuh nicht mehr rühren kann. 

In der Sohle des multifunktionellen Megaschuhs schließlich versteckt sich ein Chip. Hochgeladen guckt sich der moderne Läufer später, GPS machts möglich, seine gelaufene Strecke im PC an. Virtuell erlebt er die Natur, von der wahren Schönheit hat der Läufer der Moderne nichts mitbekommen.

05.04.2010

Wer hat denn da "geklaut"?

Da staunte ich nicht schlecht. Auf der Homepage des SV Blau-Weiß Dodenhausen finden sich auch einige Porträts. Man hat sich's leicht gemacht und einfach meine Tabellen auf die Vereinshomepage kopiert und kurzerhand das Plagiat mit eigenen Inhalten gefüllt. Sogar die Schreibweise "Porträt" nach den neuen deutschen Rechtschreibregeln wurde übernommen.

Rechtlich zwar nicht einwandfrei, aber tröstet euch liebe Läufer aus Dodenhausen, es ehrt mich, wenn meine Ideen Anklang finden und übernommen werden. Ein kleiner Hinweis "nach der Idee von Uli Schalk" im Rahmen der guten Zusammenarbeit wäre dennoch nicht verkehrt gewesen. Immerhin ist ein Link zu meiner Seite gesetzt. Das ist ja auch schon was. 

Und in Anspielung auf meinen April-Scherz: Auf eurer Seite tummelt sich auch noch einer mit Stirnband. Sind denn die Dinger nie auszurotten? Dazu noch die langen Kompressionsstrümpfe, wenn das mal kein neuer Modetrend ist. Fehlt nur noch die Wiedergeburt des Nasenpflasters.  

Porträts Korbach

Porträts Dodenhausen

02.04.2010

April, April, alles frei erfunden!

Jedenfalls fast. Die "Stirn-Band" ist tatsächlich mal aufgetreten, nämlich als Trainer Manfred Hamel 40 Jahre wurde. Das ist 10 Jahre her. So schnell vergeht die Zeit. Es war der erste und letzte Auftritt dieser "legendären Band". Ich hoffe, dass alle Beteiligten Spaß verstehen. Vielleicht konnte ich bei einigen statt der Beinmuskeln mal wieder ein paar Lachmuskeln stimulieren (s. a. Gästebuch).

Trotzdem lohnt sich ein kurzer Blick zurück in die große weite Welt der Stirnband-Historie zum besseren Verständnis. Dursti und ein Artikel des NDR über die größten Modesünden brachten mich auf diesen Aprilscherz. Nena wurde kürzlich im Interview zum 50. Geburtstag zu ihrer größten Modesünde gefragt. Spontan kam die Antwort: "Das Stirnband".

Die größten Modesünden (NDR-Artikel)

"Nie sah man Björn Borg "oben ohne": Sein Markenzeichen war das Stirnband. Zwar sind Männer nicht frei von Eitelkeit, aber wir wollen dem Tennisspieler mal unterstellen, dass er es als Schutz gegen herunterlaufenden Schweiß benutzt hat. Warum die Hippies den Schweißstopper dann allerdings vom Center Court auf die Straßen trugen, wird wohl ihr ewiges Geheimnis bleiben. Doch weder die schwedische Tennislegende noch die Blumenkinder können für sich die Erfindung des Stirnbandes in Anspruch nehmen. Denn ein schmales Band zum Zusammenhalten der Haare kannte man bereits in der Antike. Die textile Variante des Stirnbandes wurde dann in den 70er-Jahren zum untrüglichen Zeichen der Hippies, bevor es sich in den 80er-Jahren zum lässig-coolen Zubehör in der Disco wandelte - keine unbedingt vorteilhafte Wandlung.

Sängerinnen wie Heidi Brühl, Nena, Ina Deter und Olivia Newton John wollten wohl irgendwie cool wirken und auch wagemutige Männer wie der Künstler Gottfried Helnwein, der Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards und Sylvester Stallone alias Rambo schlangen sich farbige und glitzernde Bänder und Tücher um den Kopf. Heute tritt bei ihrem Anblick so manchem Zuschauer der Schweiß auf die Stirn. Womit wir wieder beim Anfang wären - und hoffentlich am Ende der Stirnband-Geschichte." (Quelle: Die größten Modesünden)

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Blick zurück in den Herbst 2006

Heinz, das Stirnband - eine wahre Geschichte

Heinz ohne Stirnband ist wie Hund ohne Halsband. Vor 20 und mehr Jahren waren Stirnbänder groß in Mode. Kaum ein Läufer war ohne Stirnband unterwegs. Heute trifft man die Relikte aus der Flower-Power-Zeit kaum noch an, die Spezies "Stirnbandläufer" sind Auslaufmodelle. 

Heinz Jandik ist ein "Stirnbandläufer". Traditionsbewusst lässt er sich nicht beirren, läuft niemals "nackt". Ohne sein Stirnband ist er nur ein halber Mensch. An diesem Ding hängt sein Herz. Es ging mit ihm durch dick und dünn. Ein Wettkampf "oben ohne" ist für Heinz schon im Vorfeld verloren.

Und nun ist es passiert. Beim Berglauf in Veckerhagen kommt das gute Stück irgendwie in den Duschräumen abhanden. Wie konnte das passieren, war es doch über all die Jahre quasi eins mit dem Körper geworden? Verzweifelt ruft Heinz den Veranstalter Marco Berger an. Der macht sich sofort auf die Socken, nimmt 50 Km Fahrt in Kauf und findet das Stirnband tatsächlich. Feierlich soll es Heinz beim Lauf im November in Ippinghausen überreicht werden. Danke Marco Berger, so werden Läuferherzen glücklich gemacht. Nur hält es Heinz bis dahin aus? Kein Problem, er hat ja noch mehr von diesen Dingern (Original vom 23.10.2006: Spaß im TSV Korbach).

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Heinz und Tatjana haben ihr Stirnband. Und die Stars?

Von Mystikern, Talismanen und Fetischisten 

"Eigentlich ist die Leichtathletik ja eine relativ objektive, rationale Sportart. Da wird in Metern und Sekunden gemessen und das machen unparteiische Uhren und Maßbänder und keine beeinflussbaren Wertungsrichter wie beim Turnen und Tanzen oder bestechliche Schiedsrichter wie beim Fußball.

Darüber hinaus muss sich der Leichtathlet – außer vielleicht in der Staffel – nicht über schlechte Leistungen seiner Teamkollegen ärgern, weil er ganz allein für sein Abschneiden verantwortlich ist. Wirklich ganz allein? Oder hängt der Ausgang eines Rennens noch von anderen – gar irrationalen – Faktoren ab? 

leichtathletik.de hat sich erkundigt, wie wichtig Glücksbringer und Accessoires für die Psyche der Athleten sind..."

mehr: Nicht ohne mein Stofftier!

01.04.2010

Oben ohne?

"Dursti" gibt heute Konzert auf'm Pauli

Seit ein paar Wochen laufen die Drähte heiß. Nun ist das Mega-Event in Absprache mit seinem neuen Management in trockenen Tüchern: Christian Durstewitz, kurz "Dursti", unser Star für Oslo aus dem beschaulichen Altenlotheim, gibt heute um 20.00 Uhr unter Flutlicht ein Gratiskonzert für die Leichathleten des TSV Korbach auf dem Korbacher Pauli.


Dursti

Wie kam es zu diesem sensationellen Deal? Von meinem Fußballkumpel aus Bezirksklassenzeiten, Volker Backhaus, der heute den Altenlotheimer Volkslauf organisiert, erfuhr ich, dass "Dursti" sich Hals über Kopf in Korbachs Leichathletik-Star Tatjana Schilling verliebt hat.


Tatjana Schilling

Schnell waren die Kontakte geknüpft. Dursti im ersten Vorgespräch, an dem auch TSV-Vollblutmusiker Heinz Jandik teilnahm: "Diese Frau mit dem Stirnband beobachte ich seit Monaten in der Zeitung. Ich fühle mich von ihr magisch angezogen. Die hat etwas ganz Besonderes. Wir sind nicht nur optisch, sondern auch seelenverwandt. Tatjana scheint auf dem gleichen Trip zu sein. Als ich sie kürzlich wieder in der Zeitung sah, hat es sofort Klick gemacht. Um Tatjana auch persönlich kennen zu lernen, würde ich ihr und dem TSV gerne ein Privatkonzert geben."

Natürlich macht ein Stirnband noch keinen Sommer, auch wenn in Anlehnung an das Sprichwort die Schwalben bereits Liebe von den Dächern trällern. "Ich gebe für Tatjana und ihre Vereinkollegen allerdings nur ein Konzert, wenn ihr mir die Begleitband stellen könnt", fordert Dursti unmissverständlich.

Das ließ sich Hobby-Musiker Heinz Jandik, ebenfalls ein Stirnbandfetischist,


Heinz Jandik

nicht zweimal sagen. Zwei, drei Telefonate des "Managers" und die "Stirn-Band" stand:

Uli Schalk treibt's wie immer mit der Querflöte, Jürgen Schmidt wird wie hier zu sehen zugekifft auf das Schlagzeug eindreschen und Helmut Heine soll sich wie gewohnt in Ekstase an der Leadgitarre vergehen.

Was sagt Tatjana zu der verrückten Geschichte: "Dursti ist mir schnurzi, der ist ja 20 Jahre jünger. Seit ich Sport treibe, ob Fußball, Fechten oder Leichtathletik, ist das Stirnband mein Markenzeichen und Glücksbringer. Da war Dursti noch gar nicht geboren. Oben ohne wird mich im Sport niemand sehen. Trotzdem freue ich mich auf das Konzert heute Abend, besonders auf die "Stirn-Band". Ich wusste gar nicht, dass unsere Männer so cool drauf sein können."

Was Tatjana nicht weiß, dass der TSV noch einen Überraschungsgast in petto hat. Manager Heinz Jandik wäre nicht Seniorenbeauftragter, wenn er nicht ein Meister des Organisierens wär. Einen weiteren Knüller hat er sich bis zum Schluss der Veranstaltung aufgehoben. Speerwurf-Weltmeisterin und Sportlerin des Jahres 2009, Steffi Nerius, soll kurzfristig eingeflogen werden. Damit ist die "Stirnband-Connection" komplett. 


Weltmeisterin Steffi Nerius

Nerius und Schilling kennen sich seit vielen Jahren, bei gemeinsamen DLV-Trainingslagern war das Stirnband ein nicht wegzudenkendes Utensil. Nerius, deren Markenzeichen in ihrer Aktivenzeit ein Stirnband mit ständig wechselnden launischen Sprüchen war, beendete ihre Karriere 2009 mit dem Spruch: "Das Stirnband, ein Relikt aus der Flower-Power-Zeit, kommt jetzt in die Mottenkiste. Es hat ausgedient. Ich mach's jetzt oben ohne."

Nach Ende des Konzerts wollen Steffi Nerius und Dursti eine Autogrammstunde geben. Der Abend soll mit einem kleinen Feuerwerk ausklingen und wird wohl in die TSV-Geschichte eingehen.

30.03.2010

Bin ich jetzt Geher oder Schleicher oder was?

Frage: "Und, wie läuft's?" Antwort: "Danke, es geht!"

7:30er Schnitt auf 1000, ist das laufen oder gehen? Wenn ich in diesem Tempo mit Gehpausen durch die Gegend schleiche, komme ich mir neuerdings wie ein Geher oder Schleicher vor. Wenn ich dann noch die Brille absetze, bin ich quasi eine Blindschleiche, so weit ist es schon gekommen. Ob ich jemals wieder zum Läufer werde, weiß ich nicht. Bastian Sick erklärt im Folgenden die entscheidenden Unterschiede. Echt lesenswert.

Vom Fliegen, Fahren, Gehen und Laufen

von Bastian Sick

"Die Sprache steckt voller Ungereimtheiten, gerade das macht sie so spannend und verführerisch. Wer hinter ihre Geheimnisse kommen will, muss tief in sie eindringen. Das Wort "laufen" hat unterschiedliche Bedeutungen, die sich zum Teil sogar widersprechen. Einerseits definieren wir laufen als schnelle Fortbewegung: Beim 100-Meter-Lauf wird nicht getrödelt, sondern gerannt. Wenn Babys lernen, sich auf ihren wackeligen Beinchen fortzubewegen, dann sagt man, sie würden laufen lernen. Laufen kann auch einfach nur "zu Fuß gehen" bedeuten. "Soll ich dir ein Taxi rufen?" - "Nein danke, ich laufe lieber!" Und beim Wandern kann man sich die Füße plattlaufen. Nirgends offenbart sich das Paradoxon zwischen gehen und laufen schöner als in dieser uralten Wendung. Frage: "Und, wie läuft's so?" Antwort: "Danke, es geht!"...

...Der Reichtum unserer Sprache offenbart sich auch dann, wenn es darum geht, die Fortbewegung von Tieren zu beschreiben: Löwen trotten, Giraffen schreiten, Elefanten trampeln, Pfauen stolzieren, Kaninchen hoppeln, Katzen schleichen, Käfer krabbeln, Enten watscheln und Robben robben. Pferde können zwar "Schritt gehen", "Pass gehen" und "Tölt gehen", bisweilen können sie auch durchgehen, aber man würde niemals sagen: "Schau mal, da drüben geht ein Pferd!" Auch bei Hunden ist das Gehen nur in Verbindung mit einem Hauptwort möglich, nämlich wenn sie Gassi gehen. Das reine Gehen ist dem Menschen vorbehalten...

Artikel in voller Länge - echt lesenswert

18.03.2010

Der kürzeste Läuferwitz der Welt

"Treffen sich zwei gesunde Läufer."

17.03.2010

"Wie Juhnke ohne Saufen!"

von Heinz Jandik

Ein Vierteljahr war Uli krank,
jetzt schreibt er wieder, Gott sei Dank!
Spielt das Knie auch noch nicht mit,
weil`s noch zwickt bei jedem Schritt,
und nur Fahrrad fahren geht,
was zur Notlösung gerät,
kann der Lauffreund happy sein,
schaut bei "Top News" er jetzt rein.

Denn, nun schon seit ein paar Tagen,
muss er endlich nicht mehr klagen,
weil die Homepage, die er wählte,
ihm nix Neues mehr erzählte.
Keine Meldung von der Bahn,
kein Ergebnis, Trainingsplan.
Keine Läuferanekdoten
wurden ihm mehr angeboten.

Keine Tipps von Orthopäden,
und auch nix von Laufschuhläden.
Achilles` Verse, gern gelesen,
waren plötzlich weg gewesen.
Kurz, wenn man die "Top News" suchte,
fand man nischt, weshalb man fluchte.

Und die Frage ward gestellt:
Wann, um alles auf der Welt,
werde endlich ich belohnt,
und ich finde wie gewohnt
hier an alt vertrauter Stell`
News und Infos, aktuell? -
Gott sei Dank, sie ist vorbei,
die so lange Warterei!

Und der Läufer ist entzückt,
Freudentränchen wird verdrückt.
Und er sieht die Homepage an,
erkennt das neue Outfit dann,
wünscht beim Neuigkeiten Lesen:
Uli, sei ganz schnell genesen!
Damit, wie es dein Logo zeigt,
es wieder auf die Bahn dich treibt.
Denn der Uli ohne Laufen,
ist (verzeih, Harald!) wie Juhnke ohne Saufen!

In diesem Sinne: Werd schnell gesund, wir alten Säcke brauchen Dich!!!

Heinz

11.03.2010

Der Geist des Heinrich Heine schwebte über dem Waldecker Berg

"Mag da draußen Schnee sich türmen"

Heinrich Heine lebt? Zumindest schwebte sein Geist über dem Waldecker Berg in Korbach. In den Zeitungsberichten hat "Heinrich" Heine die Cross-Piste im Waldecker Berg hervorragend präpariert. Gemeint war natürlich Helmut Heine, Trainer des TSV Korbach und nicht der große deutsche Dichter des 19. Jahrhunderts. 

Es passieren Fehler wenn man schreibt, kein Problem. Auch mir. Gerade im letzten Artikel. Da wurde aus "Manche" "Mache". Ist schon korrigiert. Bei Joachim Peters wurde aus Bronze Pronze. Auch schon bereinigt.

Heinrich Heine schrieb in einem Gedicht: "Mag da draußen Schnee sich türmen". Helmut Heine hat sich gedacht, dem Neuschnee rücke ich mal schnell zu Leibe und hat die Crossstrecke wie immer in einen Topzustand gebracht.

Nun reicht es aber mit dem Schnee, voller Frust
 er seine Gedanken in den Wald rausschreit.
 Als er so räumte kam jedoch die Frühlingslust,
 ganz wie der Dichter es beschreibt.

Heinrich Heine* schrieb im 19. Jahrhundert dieses Gedicht:

Mag da draußen Schnee sich türmen

Mag da draußen Schnee sich türmen,
 Mag es hageln, mag es stürmen,
 Klirrend mir ans Fenster schlagen,
 Nimmer will ich mich beklagen,
 Denn ich trage in der Brust
 Liebchens Bild und Frühlingslust.

*Anmerkung: "Christian Johann Heinrich Heine, gebürtig: Harry Heine, (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts" (aus Wikipedia).

10.02.2010

Lauflose Zeit

Die Zeit der Büttenreden ist angebrochen,
ich komme eher auf allen Vieren dahergekrochen.
Mein Knie ist einfach noch nicht richtig ausgewuchtet,
der Arzt hat wohl zu wild drin rumgefuchtelt.

An alle Pappnasen auf dieser Welt,
ich habe meine Knieverletzung nicht selbst bestellt.
Zu groß war der Verschleiß über Jahre hinweg,
nun hab ich den Salat, ich liege erst mal im Dreck.

Es ist schon zum Schmunzeln, was da geredet,
einige scheinen mehr zu wissen als der Betroffene selbst.
So ist das immer, wenn man nicht redet,
und man sich sagt: Gerüchteküche, hilf!

Kurzum - Kreuzband, Meniskus und Knorpel sind hin,
bisher kriegten die Ärzte das Knie nicht hin.
Jeder Joggingversuch scheiterte mit Schmerzen,
vielleicht hilft wie dem Bauer der Frühling ab Märzen.

Die lauflose Zeit gab mir viel Zeit zum Denken,
musste die Gedanken nur in die richtigen Bahnen lenken.
Nicht jedem ist klar, drum sei es dick unterstrichen gesagt:
Gesundheit ist das Wichtigste und nicht die Jagd.

Die Jagd nach Ehrung, Titel, Bestzeit oder Rekord auf der Bahn,
auch ich verfiel in der Vergangenheit oft diesem Wahn.
Diese Jagd verklärte all zu häufig die richtigen Blicke,
selbst wenn im geschundenen Körper eine Zeitbombe tickte.

Mir ist schon einiges widerfahren,
ob Bänderriss, Ermüdungsbruch oder Herz-Op.
Lag ein Fluch auf mir in den letzten Jahren?
Alles überstand ich, nun auch das Knie?

Von einer auf die andere Sekunde scheint alles vergessen,
kannst dich nicht mehr mit den Gegnern messen.
Körper und Kopf sagen, wir wolln unsere Ruh,
sie hängen wie Blei an den Füßen, die Wettkampfschuh.

Wir lernen: Man sollte sich nicht immer so wichtig nehmen,
wir alle sind letztendlich nur kleine Krümel im großen System.
Zu schnell verblasst der Ruhm, aus den Augen aus dem Sinn,
auch bei Läufern ist nicht immer da wo Gesundheit drauf steht auch drin.

Genesungswünschen aus ganz Deutschland konnte man entnehmen,
ich sei eine Legende, meine Homepage sei Kult und für die Szene ein Segen.
Ich dürfe sie nicht aufgeben, solle unbedingt weiter schreiben,
aber auch hier gilt, das Fehlen dieser Seite würde nur kurz eine Lücke reißen.

Trotzdem an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank,
für die vielen Wünsche und Worte,
wenn der Läufer nicht laufen kann ist er krank,
da hilft auch keine leckere Torte.

Ob und in welcher Form es hier schließlich weiter geht,
hängt noch von vielen anderen Faktoren ab.
Auch wenn das in den Sternen steht,
zunächst hält mich mein Knie weiter auf Trab.

Der Heilungsprozess steht erst mal im Vordergrund,
wie oben gesagt, das Wichtigste, man ist gesund.
Zumindest kann ich aber schon mal gehen,
im Notfall hilft dann die gute alte Ibuprofen.

28.07.2009

"Versorgt mit frischen Impulsen und blitzsauberen Schuhen"

Gegendarstellung zum Beitrag in den News vom 24.07.2009

von Heinz Jandik

"Sollte durch den Laufbericht der Eindruck entstehen, ich wäre ein Weichei, so muss ich dem vehement widersprechen. Nur - wenn ich die Wahl habe zwischen einem tatsächlich knöcheltief verschlammten Feldweg oder einer, wenn auch nassen, aber doch relativ sauberen Wiese, welche Wahl trifft da der besonnene Läufer...? Eben! Was macht schon ein mickriger Weidezaun? 

Wenn auch nicht hürdenerprobt, so im Hinterkopf doch mit den alten Hochsprungtechniken ausgestattet ist der doch kein Problem! Nicht einsehbar wegen des hohen Grases war allerdings, dass die andere Seite des Zauns, nämlich die Wiese, ca. einen halben Meter tiefer lag. So war es unvermeidbar, dass trotz stilistisch einwandfreien Scherenschlags mein Nachzugbein Kontakt mit dem, warum auch immer, Strom führenden Zaun bekam. Auch die Haltungsnote bei der Landung war so schlecht nicht. 

An dieser Stelle möchte ich jedwede Spekulationen des Betreibers dieser Homepage beenden, an welcher Stelle mich der Blitz getroffen hat: Es war definitiv der linke Oberschenkel und sonst nüscht! Versorgt mit frischen Impulsen und blitzsauberen Schuhen - wie sah wohl mein Laufpartner aus? - konnte ich frohgemut meine Runde fortsetzen."

mehr: Gästebuch

26.07.2009

"Vorne laufen die Bleistifte, hinten die Radiergummis"

Dieser Spruch von Manfred Steffny hat nichts von seiner Richtigkeit verloren. "Mann siehst du schlecht aus", wenn man das als Läufer hört, ist es ein gutes Zeichen, die Topform ist nicht mehr weit. Als Läufer fasst man es als Kompliment auf, wenn man hören muss, so wie ich heute, wie dünn man ist.

Meistens werden ja ohnehin nur die Dünnen direkt auf ihren Körper angesprochen. Bei den dicken Speckböcken traut man sich nicht so recht, die werden oft geschont. Aber gerade hier wäre es manchmal angebracht. Für den Körperbau kann man nichts, wohl aber für angefressene Pfunde. 

Unten starke Muskulatur, oben dünn wie Bohnenstange, so muss ein Mittelstreckler aussehen. Ich bin guter Dinge, habe mir in den letzten Wochen durch hartes Training fast mein ideales Bestzeiten-Wettkampfgewicht wieder erarbeitet. Jetzt muss nur noch der passende Wettkampf her. Der August kann kommen. "Was bin ich froh, dass ich kein Dicker bin,..."

24.07.2009

Gegen den Strom

Ich liebe ja Menschen, die ein wenig gegen den Strom schwimmen, nicht das machen was alle machen. Heinz Jandik ist so einer, aber auf einer ganz anderen Ebene. Kürzlich joggte ich mit ihm um die Holzhäuser Teiche. Durch den Regen war der Weg knöcheltief aufgeweicht und schlammig. Für einen hartgesottenen Läufer gibt’s nur eins, Augen zu und durch. Heinz dagegen: "Da laufe ich nicht durch."

Kaum ausgesprochen, hüpfte er über den Weidezaun. Besser, er versuchte es. Hürdenlauf war ja noch nie seine Stärke, so kam was kommen musste. Heinz blieb am Kabel hängen, bekam so dermaßen einen gejodelt, dass er in voller Breitseite auf der angrenzenden Weide zur Notlandung ansetzen musste. Ich will gar nicht weiter ausführen, wo ihn der Schlag getroffen hat.

Ja, manchmal ist es eben besser das zu tun was alle machen und nicht gegen den Strom zu schwimmen. Heinz hatte noch Glück im Unglück, konnte gerade noch einem Kuhfladen ausweichen und unverletzt seinen Lauf fortsetzen. Und ich hätte mich so gern gekrümmt - aber in dem Fall vor Lachen - durfte aber nicht und musste mit ernster Miene so tun, als täte er mir leid.

18.07.2009

Unser Heinz - oder: Mit 60 hat man noch Träume

Wer mit Heinz Jandik unterwegs ist, erlebt die unglaublichsten Dinge. Er ist lange Jahre im Geschäft, lässt sich aber immer wieder was Verrücktes einfallen. 

Der Starter in Borken ruft "Auf die Plätze", da geht unser Träumer in aller Seelenruhe auf die Wiese und zieht seine lange Trainingshose aus. Auf mein Zeichen brach der Starter kopfschüttelnd den Startvorgang ab, die anderen Läufer mussten ihre Startposition erst mal wieder verlassen. 

Ja, so ist er, unser Heinz. Immer für eine Geschichte gut. Aber alles halb so schlimm. Heinz, der Sänger, hat doch nur einen einen Schlager von Peggy March abgewandelt: Mit 60 hat man noch Träume, da wachsen noch alle Bäume in den Himmel ... der Kreisrekorde.

17.07.2009

Schamgefühle auf dem "Pauli"

Es passieren doch immer wieder mal seltsame Dinge. Ganz aufgeregt kam kürzlich der Platzwart des Korbacher Pauli-Zimmermann-Sportplatzes auf uns zu: "Ihr dürft hier nicht duschen, das ist jetzt eine Damen-Einzel-Dusche. Ich musste extra ein Schild montieren."

Seit Jahr und Tag duschen wir in dieser Kabine. Die Frage hatte sich nie gestellt, in der Dusche duschten nur Männer. Nach Hintergründen befragt, gab der Platzwart zu Protokoll: "Hier dreht gelegentlich eine Frau ihre Runden, die angeblich nicht mal aus dem Kreis kommt und auch nicht Mitglied eines Vereins ist. Vor kurzem fauchte sie mich an, sie wolle eine Einzeldusche, dies habe sie bei der Bundeswehr auch durchgesetzt. Vermutlich schämt sie sich." Der Platzwart habe sie an die Stadt Korbach verwiesen, er könne das nicht entscheiden.

Kurz danach erhielt er von der Behörde den Auftrag, den Gemeinschaftsduschraum, der für eine komplette Mannschaft vorgesehen ist, als Damen-Einzeldusche auszuweisen. Umbauaktionen, die tatsächlich eine Einzeldusche auswerfen, waren wohl zu kostspielig. Da legt man kurzerhand für eine einzige Person, die angeblich nicht von hier kommt, nicht Mitglied eines Vereins sein soll und nur alle paar Wochen ihre Runden dreht, einen ganzen Duschraum lahm. Ein Raum mit vier Duschen für eine Person. Selbst in der Gemeinschaft dürften Frauen diesen Raum nicht mehr benutzen, wenn man die Entscheidung der Behörde eng auslegen würde. "Das kommt einem Schildbürgerstreich nahe", lautete der Kommentar eines Läufers.

Wer muss sich den nun mehr schämen, die Frau oder derjenige, der im Amt diese Entscheidung getroffen hat? Jedenfalls erntete die behördliche Entscheidung bei vielen nur Kopfschütteln. Das letzte Wort scheint wohl in dieser Sache noch nicht gesprochen zu sein.

23.05.2009

Sportlerehrung einmal anders - so geht's auch

Spruch von Wolfgang Heinemann in Friedberg: "Ich trainierte im Februar auf der Hauer. Als ich aus dem Stadion kam, wunderte ich mich: Was ist denn in der Stadthalle los, weshalb stehen da so viele Autos? Hinterher fiel es mir ein. Ich hatte die Sportlerehrung verpasst."  

07.05.2009

"SB"

Wer oder was ist das?

Da wir nicht in Saarbrücken leben, fällt das Autokennzeichen schon mal aus dem Raster. Handelt es sich um einen Servicebus, ein Warenhaus einer gewissen Union? Voll daneben. Sonderbericht, Sachbearbeiter, Sonderband, Saldenbestätigung, Schutzbereich, Schaubild, Schülerbund, passt alles nicht. 

Über Begriffe aus dem Sport wie Schachbund und Sportbund kommen wir der Richtung schon näher. Laufsport ist schließlich auf dieser Seite das Thema. Nimmt man Servicebüro, Schadenbestimmung und Selbstbeteiligung mit in den Topf, wird’s klarer.

Es handelt sich um den "Versicherungs-Rentner" Heinz Jandik, der seit geraumer Zeit zum "SB", also zum Seniorenbeauftragten der Korbacher Leichtathleten ernannt wurde. Er nimmt seine neue Aufgabe als "SB" sehr ernst. Neuerdings tummelt er sich im feinen Zwirn bei Sportlerehrungen "rum", ohne freilich selbst geehrt zu werden. Durch irgendwelche dunklen Kanäle war SB aber (in)offiziell eingeladen, da darf ein SB nicht nein sagen.

Aber eigentlich hatte sein dortiges Erscheinen einen ganz anderen Grund. Insgeheim wollte der SB schon seit längerer Zeit das Bogenschießen erlernen. Bei der WLZ-Sportlerehrung im Wildunger Kurpark gab es einen kostenlosen Einführungskurs. Leider hat der neue Bogenschütze kein Talent, hat obendrein die Buchstaben verdreht und im nahen Wald einen Buntspecht (BS) abgeschossen. Kann ja mal passieren. 

Kostenloser Einführungskurs? Da fällt doch einem sofort SB wie Selbstbedienung ein. Wie man hört, hat er sich den Bauch bis zum Stehkragen vollgeschlagen. Kost ja nix. Doch damit nicht genug. Wer steht auf dem Sportbild (SB) in der Zeitung in der ersten Reihe? Richtig, unser SB. Ja, der weiß wie's geht. Oh je SB, da tun mir die Augen weh.

Und bevor jetzt wieder einer Zweifel anmeldet, so was kann man doch nicht schreiben, dem sei gleich der Wind aus den Segeln genommen. Der Saubursche (SB) Schalk kann, weil der richtige SB schon BS (Bescheid) weiß und keine Spaßbremse (SB) ist.

22.04.2009

Windschattenspiele auf dem "Pauli"

Korbachs Sportplatz "Pauli" ist doch immer wieder eine "Reise" wert. Nach zwei Runden Einlaufen traf ich auf Heinrich Stracke und Eckhard Hiemer. Frage an Heinrich: "Warst du nicht in Altenlotheim?" Heinrich in seiner bekannt humorvollen Art in Anspielung auf sein Windschattenrennen in Twiste: "Ich bin doch noch gesperrt." 

Um sich nicht erneute "Vorwürfe" anhören zu müssen, nutze er die Zeit der "selbst auferlegten Sperre" für harte 1000er und 800er auf dem Pauli, damit er seinen Konkurrenten Joachim Peters und Herbert Wilke bei den nächsten Wettkämpfen auch mal Windschatten bieten könne. Einen 800er lief ich mit. (mehr: Gästebuch Joachim Peters)

Dann tauchte Tim Henning Förster auf. "Ich bin der Neue." Sagte es und machte spontan Tempo für Heinrich Stracke.

Wer ist Tim Henning Förster? 

Auf der Homepage seines derzeitigen Vereins LC Nordhorn sind interessante Dinge über den Allgemeinmediziner, der seit geraumer Zeit in der Arztpraxis seines Vaters in Medebach mithilft, zu erfahren: 

"Den Weg zum Langstreckenlauf fand der gebürtige Münsteraner, der im Sauerland aufwuchs, in Gießen studierte, seit Anfang 2006 als Stationsarzt in einer Klinik in Nordhorn tätig ist und im LCN seine sportliche Heimat gefunden hat, während seiner Ausbildung. Gewichtsprobleme veranlassten einen Kommilitonen und ihn, die Lebensweise zu ändern und ab Januar 2003 regelmäßig zu laufen. Beide machten jedoch einen Anfängerfehler, sie rannten voller Elan zu schnell los. "Nach einem Kilometer waren wir reif für das Krankenhaus", erzählt Tim Henning Förster rückblickend. 

Diese Erfahrung war wirksam: Ein erster Trainingsplan mit drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche wurde aufgestellt, eine Gewichtsreduzierung von 20 kg angepeilt und die Teilnahme am Berlin-Marathon im September war beschlossene Sache. "Berlin war ein Wahnsinns-Event", weiß er zu berichten. Zwei Wochen später verbesserte er sich sogar auf der anspruchsvollen Strecke in Bad Arolsen um fünf Minuten auf 3:59 Stunden. Seitdem absolvierte er jeweils zwei bis drei Marathonläufe im Jahr, unter anderem in Amsterdam, Bremen, Hamburg und Stockholm. Mittlerweile ist er in der Woche bei 120 Trainingskilometern angelangt, die sich auf sechs bis sieben Trainingseinheiten erstrecken. 

Großes Vorbild ist für ihn der legendäre Emil Zatopek. Dessen Maxime hat Tim Henning Förster für sich umgesetzt: "Wenn du laufen willst, lauf eine Meile; wenn du ein neues Leben kennen lernen willst, lauf einen Marathon." Tim Henning Förster bekennt: "Ich liebe die Herausforderung im Sport und im Beruf. So macht er eine Zusatzausbildung als Sportmediziner und auch in der manuellen Therapie als Chiropraktiker. Ich komme mit vier bis fünf Stunden Schlaf aus, brauche positiven Stress und habe immer gute Laune."

Na, wenn das kein Mann für den TSV Korbach ist! Inzwischen sei er schon 34er-Zeiten über 10 Km und Marathon weit unter 3 Stunden gelaufen, ergänzt Förster auf dem Pauli. Noch während des Trainings bekundet der in Korbach wohnende Läufer starkes Interesse an einem Wechsel zum TSV nach Ablauf der Wechselfrist. Seit Monaten schon hole er sich alle Infos von dieser "tollen Homepage" (Danke Tim). Und er habe heute sofort gemerkt, in diesem Kreise fühle er sich wohl. Das Training habe ihm Spaß gemacht. 

Es tut sich also wieder was auf dem Pauli im Seniorenbereich. Auch Heinrich Stracke scheint nicht abgeneigt, im nächsten Jahr die M50 des TSV Korbach zu verstärken. Was Windschattenspiele alles bewirken können!

07.04.2009

Aprilscherz 2009

Es kamen Zweifel zum Aprilscherz auf (s. News vom 01. und 02.04.2009). Heinz Jandik: "Du bist doch nie im Leben Tina Turner gewesen. Das hätte ich dir nicht zugetraut." 

Doch Heinz, ich habs gemacht. Und noch viel mehr.

Wozu die Läufer des TSV Korbach noch fähig waren, zeigten sie im Jahre 2000 auf der Geburtstagsfete von Trainer Manfred Hamel (40):


Uli Schalk (Jethro Tull, später Mick Jagger - im Hintergrund "Schmiddi")


Jürgen Schmidt alias Charlie Watts "zugekifft" am Schlagzeug mit "Joint" im Mund


Helmut Heine alias Keith Richards

So was hatte das TSV-Heim bisher noch nicht erlebt - The Rolling Stones in concert. Der Saal stand Kopf. Mick Jagger rockte über die Tische, Schlagzeuger Charlie Watts drosch in Ekstase auf die Trommel ein und Keith Richards zertrümmerte nach mehreren Zugaben die Gitarre.

02.04.2009

April, April

Ich denke mal, die meisten haben's gemerkt. Natürlich lässt sich die Zeit nicht zurückdrehen, aber für mein Alter bin ich körperlich doch noch einigermaßen fit. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Wochen auch wieder bei einem Wettkampf zeigen kann.

"Hormone im Mineralwasser" sind allerdings kein Scherz. Kürzlich wurde berichtet, dass Mineralwässer mit Hormonen belastet sind. Der Artikel brachte mich auf den Aprilscherz.

Wahr ist auch, dass ich auf einer Fete der TSV-Trainerin Gudrun Hamel vor einigen Jahren "Tina Turner" mit dem Song "Cose della vita" parodierte. Mein Partner "Eros Ramazotti" wurde übrigens vom früheren Altenlotheimer Fußballer Bernd Huthwelker gespielt.

Tatsächlich ist auch kein Scherz, dass Grüner Tee Alzheimer stoppen soll. Ich gehe aber davon aus, dass ich bisher nicht genug davon getrunken habe, sonst würde ich mich nicht manchmal selbst vergessen. 

Zum guten Schluss wollte ich nach den letztjährigen Missstimmungen beweisen, dass ich mich sehr wohl auch selbst auf den Arm nehmen kann und vor nichts zurückschrecke. Selbst auf die Gefahr hin, dass mich demnächst einer mit "Ulrike" anspricht. Wehe!

Wahre Geschichten:

 Hormone im Mineralwasser

Grüner Tee stoppt Alzheimer

01.04.2009

Unfassbar: Schalks Leistungseinbruch durch Sexualhormone im Mineralwasser

Seit geraumer Zeit zweifele ich an meinen Leistungen. Ich trainiere hart und oft, wie ich es seit Jahren mache. Trotzdem gingen meine Leistungen überproportional zurück. Für den extremen Leistungsrückgang innerhalb weniger Jahre konnte jedoch das fortschreitende Alter nicht der alleinige Grund sein. 

Ich grübelte, ging meine Trainingspläne durch, rechnete, probierte. Motivationsprobleme machten sich breit. Ich konnte mich drehen und wenden wie ich wollte, fand einfach das Ei des Columbus nicht, den alles entscheidenden Hinweis. Dass in letzter Zeit mein Bartwuchs zurückging und ich auf einer Fete unbedingt den Part der Tina Turner übernehmen wollte, wie auf dem Bild zu sehen, waren erste dezente Hinweise, die ich aber nicht zu deuten wusste.

Dann wurde ich aufgeschreckt. In einem Artikel der Frankfurter Rundschau war kürzlich zu lesen: "Mineralwasser ist teilweise mit erheblichen Mengen an Sexualhormonen belastet. Forscher der Frankfurter Goethe-Universität konnten bei zwölf von 20 untersuchten Marken eine erhöhte Belastung nachweisen. Wir haben im Mineralwasser die gleiche Konzentration an hormonähnlichen Stoffen gefunden wie im Abwasser von Kläranlagen", sagt Martin Wagner, der Autor der Studie. Die Substanzen wirkten im menschlichen Körper ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Bei Männer könnte das zu Verweiblichung und Unfruchtbarkeit führen."

Das musste des Rätsels Lösung sein. Leistungseinbruch durch weibliche Sexualhormone. Unfassbar. Oh Mann.

Weil es doch so gut für Läufer sein soll, trank ich seit Jahren literweise Mineralwasser einer ausgerechnet am stärksten belasteten Marke. Ein schwerwiegender Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte. Ich setzte das Wasser sofort ab. "It's teatime", war umgehend mein Motto und ging postwendend zum Arzt.

Prompt kam nach verschiedenen Untersuchungen die Bestätigung. Ich war übermäßig kontaminiert mit weiblichen Sexualhormonen, insbesondere mit Östrogen. Einen Besuch beim Frauenarzt konnte ich gerade noch abwenden.

Mein Arzt erklärte mir: "Ihr Leistungsrückgang ist nun plausibel. Trinken sie weiter ihren Tee, der schwemmt den weiblichen Hormonüberschuss schnell aus. Insbesondere Grüner Tee ist als wahre Testosteronbombe dafür bekannt, dass er bei Männern Alzheimer verhindern kann. Und ein hoher Testosteron-Spiegel wiederum senkt das Alzheimer-Risiko beträchtlich. Ihr ansonsten toptrainierter Körper wird sich dank des Tees schnell regenerieren."

Danke, Herr Doktor, jetzt bin ich guter Hoffnung, dass ich schnell zu alter "männlicher" Stärke zurückfinde und sie noch rechtzeitig in der Saison abrufen kann. Und ich bin richtig froh, dass ich wenigstens in einem Alter bin, in dem Unfruchtbarkeit keine Rolle mehr spielt.

Ich will jetzt keinem zu nahe treten, aber ich musste in letzter Zeit feststellen, auch bei einigen Vereinskollegen weibliche Züge entdeckt zu haben. Ich werde da demnächst mal genauer hinschauen. Sollten sich diese Veränderungen bei dem einen oder anderen bestätigen, weiß ich genau, da ist wieder einer, der trinkt zu viel Mineralwasser. Eine Sammelklage gegen die Getränkefirma sollten wir uns vorbehalten.

In diesem Sinne, liebe Läufer, hoch die Teetassen, auf eine gute Saison. Frauen dagegen sollten Tee eher nicht im Übermaß genießen, sonst wachsen ihnen noch mehr Haare an den Beinen als ihnen lieb ist, vom Männerbart ganz zu schweigen.

21.03.2009

Vom Renntier zum Rentier?

Herzlichen Glückwunsch Heinz Jandik

Heinz Jandik hat's geschafft. Fast zeitgleich zum heutigen 60. Geburtstag geht oder besser läuft er ins Rentenleben über. Aber keineswegs wird er jetzt zum antriebslosen "Rentier" (Rentner; nicht zu verwechseln mit dem nordischen Hirsch), sondern hat nun alle Zeit der Welt, täglich dreimal zu trainieren .

 Wenn denn der Körper mitspielt, wird er es allen zeigen, zu welchen Leistungen ein M60er noch fähig ist. 

Also "Renntier" Heinz, viel Glück auf diesem Weg, vor allem Gesundheit und weiterhin großen sportlichen Erfolg.

Zitat aus Wikipedia: "Ein Rentier [...tje?] (von gleichbed. frz. rentier [...tje]) ist eine Person, die von regelmäßigen Zahlungen aus in Obligationen angelegtem Kapital oder der Verpachtung von Land lebt. Die (selten gebrauchte) Bezeichnung ähnelt inhaltlich und sprachlich dem Rentner, wobei dieser (nach bundesdeutschen Sprachgebrauch) in der Regel den Großteil seiner Zahlungen aus der staatlichen Rentenversicherung, und nicht überwiegend oder ganz aus Privateinkünften bezieht..."

Rentier (Person)

Hirschart

12.03.2009

Sind Läufer Schnarchhähne?

Wenn du heute Nacht wieder so schnarchst, wandere ich aus. Diesen Satz müssen sich Läufer oft von ihren Partnern anhören. Dramen spielen sich in Läuferschlafzimmern ab, ganze Wälder werden abgesägt. Der Schnarcher weiß von nichts. Ich soll auch ein Schnarchhahn sein, angeblich. Kann ich zwar nicht bestätigen, wenn ich schnarche schlafe ich ja schließlich.

Warum schnarchen Läufer? Tun sie das wirklich? Durch das größere Lungenvolumen holen sie doch nur tiefer Luft als Untrainierte, oder? Das verursacht eben diese komischen Geräusche.

Wie erklärt das der Fachmann: "Schnarchen entsteht in den Atemwegen. Irgendwo dort kommt es bei Schnarchern zu Vibrationen - und die machen Krach. Manchmal pfeift es in der Nase, weil die verstopft oder zu eng ist. Oft aber ist das Gaumensegel schuld. Es ist der rosafarbene Schleimhautlappen, an dessen unterem Ende das Zäpfchen hängt. Ist das zu lang oder zu schlaff, flattert das Segel nachts im Wind des Atems - der Mensch schnarcht."

Aha. Schleimhautlappen. Jetzt weiß ich auch, weshalb Männer häufiger schnarchen als Frauen. Der Schleimhautlappen muss beim Mann wesentlich ausgeprägter sein. Schon beim Laufen spucken und schleimen Männer was das Zeug hält. Frauen sieht man kaum - schleimen. Manche Männer rutschen dagegen oft schon auf ihrer eigenen Schleimspur aus.

Spaß bei Seite, das Thema ist ernst. Läufer schnarchen auch am Tag. Beim Wettkampf verpennen manche die entscheidende Phase, manchen Schnarchhähnen kann man beim Laufen die Schuhe besohlen. Es gibt auch solche, die an den Start kamen, während das Rennen schon seit 10 Minuten lief.

mehr: Start verschlafen

18.02.2009

"Der auf dem Eis tanzt"

Laufen in Fußballschuhen

Joachim Peters ist nicht der Filmheld, "der mit dem Wolf tanzt", aber der, der auf dem Eis tanzt. Nachdem bei mir einige Statements zu Joachim Peters' Ritt auf dem Eisparkett eingetroffen sind, will ich das Thema noch mal sachlich aufgreifen.

Kann man einen Crosslauf mit Fußballschuhen absolvieren? Joachim Peters hat's geschrieben und gezeigt, natürlich kann man. Wie oder wie erfolgreich ist eine andere Frage.

Ich muss zugegeben, im ersten Moment dachte auch ich an einen vorgezogenen Aprilscherz und musste wohl wie viele fast laut losbrüllen. Mein erster Gedanke: Warum hat er nicht seine alten Schlittschuhe aus dem Keller geholt? Auch Joachim ist klar, dass man mit ordentlichen Cross-Spikes bessere Ergebnisse erzielen würde. Das schreibet er ja auch: "Ich habe das Feld vor mir hergetrieben" und sieht seine Fehleinschätzung ein.

Überhaupt auf die Idee zu kommen, bei einer Lauf-Meisterschaft in Fußballschuhen anzutreten, dazu gehört schon eine gehörige Portion Mut. Gut, ich weiß ja nicht, ob es Samba-, Nocken- oder Stollenschuhe waren. In "Sambaschuhen" hätte sein Tanz auf dem Eis ja sogar noch sprichwörtlich Sinn gemacht. 

Wie auch immer, ich denke, Joachim wird seine Lehren daraus ziehen und sich ein paar ordentliche Cross-Spikes zulegen. Was die Nordhessenmeisterschaft in Baunatal betrifft, wird er wohl seinen Tanz auf dem Eis als einmalige Schnapsidee abhaken.

Laufen und Schuhe, das ist ein Kapitel für sich. Da gibt es die verrücktesten Dinge. Nur ein Beispiel: Stiletto-Run in Berlin - Sprint auf Stöckelschuhen

24.12.2008

Wenn der dicke Weihnachtsmann,
kraftlos kaum noch laufen kann,
dann wird's Zeit wieder was zu tun
 und nicht immer auszuruhen.

Geschenke besorgen und verteilen,
aber nicht zu lang verweilen,
ein guter Läufer schnürt die Schuh,
gönnt sich und Körper wenig Ruh.

Große Pausen sind nicht drin,
denn Läufer hat nur eins im Sinn
im neuen Jahr nichts zu versäumen,
Bestzeit und den Sieg abräumen.

Feiertage nutzen und Kilometer sammeln
bloß nicht anfangen rumzugammeln.
In diesem Sinne ab die Post,
in den nächstgelegen' Forst.

23.12.2008

Prognosen

"Weißt du wie viel Sternlein stehen?"

Mit Prognosen ist das so eine Sache. Klimaforscher wollen die nächsten 50 Jahre voraussagen, sind aber oft genug schon mit dem Wetter fürs nächste Wochenende überfordert. 

Wirtschaftsinstitute überbieten sich zurzeit mit schlechten Prognosen, nach einer Analyse von "Heute-Journal" lagen aber sämtliche Vorhersagen in den letzten 10 Jahren allesamt gehörig daneben.

In der lokalen Presse steht zu lesen, dass ein amerikanischer Biologe 9,48 Sek. über 100 Meter als Ende der Fahnenstange prognostiziert. Andere sprechen von 9,29. 

Ende der 1970er Jahre sagte Manfred Steffny, anerkannter Trainer, voraus, dass bis Ende der 1980er Jahre die Marathonweltrekorde bei 2:06 (Männer) und 2:17 (Frauen) stehen. Zeiten unter 2 Stunden seien irreal. Der sich auskennt weiß, dass wir heute schon bei 2:03 und 2:15 angekommen sind.

Nun, warum soll ich da nicht auch eine Prognose für 2009 wagen, die Aussichten auf den richtigen Tipp sind ja gar nicht so schlecht: 50/50 oder so ähnlich. Ich prophezeie, dass Nils Milde wieder Deutscher Meister wird und auch Bärbel Kiel ihren DM-Titel verteidigt. 

Außerdem sage ich gekonnt voraus, dass 2009 für alle Läufer ein gutes Jahr wird. Wenn nicht, standen die Sterne eben schlecht oder der große Po-Muskel machte einen Strich durch die Rechnung.

"Weißt du wie viel Sternlein stehen?", heißt es in einem Kinderlied. Nee, weiß ich nicht. Nicht einmal die Forscher können sie genau zählen, sondern nur schätzen. Früher war die Erde ja auch eine Scheibe. Scheibenkleister, nun habe ich mich verzettelt.

Zurück zu Prognosen, Weissagungen, Prophezeiungen. Wie sagt Komiker Dr. med. Eckart von Hirschhausen: "Lesen Sie so lange Horoskope, bis Ihnen eins richtig gut gefällt, und erklären Sie das dann für gültig für das laufende Jahr - egal, für welches Tierkreiszeichen es eigentlich geschrieben wurde, da muss man nicht so pingelig sein."

Ex-Kopfballungeheuer Horst Hrubesch voller Überzeugung: „Ich sage nur noch ein Wort: Vielen Dank“. Hätte er vorher mal einen Forscher gefragt, der hätte ihm vorhergesagt, dass er mit seiner Aussage mit hoher Wahrscheinlichkeit zu 100 % daneben liegen wird. Vielleicht hätte er aber besser Rudi Völler zu Rate ziehen sollen: "Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!" "Zwei Chancen, ein Tor - das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung."

Oh ha. So ist das. Kräht der Hahn auf der Mist, ändert sich's Wetter oder's bleibt wie's ist. Prognosen treten ein, oder eben nicht.

©Forsche Hellseher-Satire von Uli Schalk

11.12.2008

Talente

Talente, was ist das? Eine Sportschule? Nein, die heißt Malente. Die deutschen Fußballer wurden früher dort zu Weltmeistern geformt. Oder ist Talente einfach eine Ente, die im Tal lebt? Kleiner Scherz.

Jedenfalls ist es eine Ente, dass es keine Talente mehr gibt. Ich hab sie nämlich gesehen, vorgestern Abend auf dem Pauli. Seit ein paar Wochen joggen zwei Jungs da so vor sich hin. In meiner bekannt liebenswürdig-ironischen Art hab ich sie angehauen: "Hey Jungs, was trabt ihr hier so rum, könnt ihr nicht schneller?" "Och, wir joggen einfach ein bisschen", kam es fast schüchtern aus ihnen heraus. "Finde ich gut, besser als rauchen, saufen, abhängen", war meine Antwort. Der Ältere sei 17, habe nach Knieproblemen vor ein paar Jahren seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt, erfuhr ich.

Kurz vor Trainingsende forderte ich den "Großen" heraus, "Na, Lust aufn 100-Meter-Sprint?" "Ja, ok". Mein Tipp noch kurz zuvor: "Aber nicht ganz 100 %, es ist zu kalt und mit deinen Samba-Latschen zu rutschig. Zerrungsgefahr." Fertig, los. Nach 50 Metern ging der Junge plötzlich ab wie eine Rakete. Ich hatte keine Chance. Nach 80 Metern krümmte er sich und stoppte abrupt. Talent schüchtern: "Sie hatten Recht, hab mir Hüfte gezerrt." Schade, hoffentlich hab ich ihn jetzt nicht verprellt.

Noch eine Rakete zeigte auf dem Pauli sein Talent. Langsprinter Kai Kraus, der, wenn ich es richtig verstanden habe, von Twiste nach Baunatal wechselte, spulte sein Programm ab. 8 x 150 Meter in 95 %. Das heißt bei ihm in 17/18 Sekunden, in langen "Klamotten" bei -1 Grad und leicht schneebedecktem Boden. Meine Güte, hat der ein Talent. Nur mit seinen Pausen bei diesen eisigen Temperaturen kam ich nicht ganz klar. Nach jeder Powereinheit kam die "Kauer-Einheit". 8 Minuten! kauerte Kai Kraus fast regungslos auf einem Hocker. Kai, das Power-Kauer-Multitalent.

Bleiben noch die Abwesenheitstalente. Die Korbacher Senioren-Laufgruppe glänzte wieder mal durch kollektive Abwesenheit und hat damit die Talent-Show "PSDS"* verpasst.

*"PSDS" = Pauli sucht den Superstar

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10.09.2008

"Die große Flatter"

Aua, die letzten Meter taten weh! 

"Die große Flatter" - in Anlehnung an den berühmten Film ließ ich über 800 Meter Frank Wrasmann (Twiste) und Herbert Wilke (TSV Korbach) bei den Kreismeisterschaften in Frankenberg förmlich stehen.

Sie waren aber auch von vornherein chancenlos. TSV-Kult-Flattershirt und -Flatterhose anno 1850/09 ließen mir Flügel wachsen. Ich flog meiner Konkurrenz einfach davon. Obendrein sorgte das Kult-Shirt mit seiner Bauchkühlung sogar für leichte Schmerzlinderung. 

Und nach was: Deutlich zu sehen, dass mir Frank Wrasmann vor dem Lauf mein rechtes Bein geklaut hat. Er wollte einfach mal so schnell sein wie ich. 

Oder waren es einfach nur Lichtspiele, weil der bedeckte Himmel kurz vorm Lauf aufriss? Jedenfalls schwöre ich, dass Franks rechtes und mein linkes Bein unsere wahre Bräune zeigen. 


Foto: Marco Hoffmann

10.07.2008

Eine "Hörnchenlänge" vorn

Dass Doping leider auch im Amateurbereich seit Jahren eine Rolle spielt, ist bekannt. Selbst im näheren Umkreis geriet kürzlich jemand in Verdacht, dass da was nicht stimmen könnte. 

Wie pervers muss ich sein, wenn ich mir als Hobbyläufer, wie heute in der lokalen Presse zu lesen, ein paar blaue Kügelchen 'rein schiebe, um beim 10Km-Jogging-Lauf erst ab 5 Km "faule Muskeln" zu bekommen? Das ist einfach nur krank.

Ist Viagra jetzt auch das neue Wundermittel im Amateursport? Doping-Hobby-Läufer, geht "hart" mit euch ins Gericht und trainiert einfach ein bisschen "härter", dann lauft ihr auch ohne Pillen schneller und ausdauernder. Wer sich im Amateurbereich an seiner durch Betrug erzielten Leistung erfreut, den kann man nur bedauern. Er bleibt trotz Viagra ein armes Würstchen.

Im Profisport dagegen geht’s um Millionen. Daher waren Doper den Fahndern bisher immer eine Nasenlänge voraus. Bei der heutigen Zielfototechnik kommt es auf jeden Zentimeter an. Liegt der kommende Olympiasieger nun mit einer "Hörnchenlänge" vorn, weiß man künftig gleich wo der Hammer hängt. Der Sieger erlebt dann ein anderes blaues Wunder, wird disqualifiziert und bleibt nur noch im Regen stehen.

 
(Fotos: gefunden im Netz)

Was lernen wir daraus: Finger weg von den blauen Pillen, ob Amateur oder Profi. Viagra macht nicht alles möglich. 

27.05.2008

Dichter und Denker

Geniale Gästebucheinträge von Heinz Jandik und Bärbel Kiel

Heinz zum "Epos" vom 22.05.:

Liebe Bärbel, bitte sehr,
forsch in deinem Ahnenheer
doch mal nach und lass mich wissen,
wie die Herren da so hießen.
Denn für mich ist ziemlich klar,
dass in deiner Ahnenschar
sich nicht Westmeiers nur fanden,
sondern dort auch Namen standen,
deren Werke heut noch grüßen,
und die Schiller, Goethe hießen.
Denn nur so ist zu verstehn,
dass `ner Frau, adrett und schön,
mit Familie, Job und Haus,
Lauftraining tagein, tagaus,
dazu soviel Zeit noch bleibt,
dass sie solch` Gedichte schreibt.
Ich hab`s wirklich sehr genossen,
Lachtränen sind mir geflossen!
Und ich hoffe, so geht`s weiter:
Les ich "Bärbel", bin ich heiter.
Vieles ist heut richtig mies,
viele Menschen richtig fies.
Ist die Welt auch grau in grau:
Spaß gibt`s nur im TSV!

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Bärbel am 22.05.2008 :

"Es scheint vertrackt ein Mann zu sein,
denn täglich grüßen Zipperlein.
Der Eine will starten, ihn lässt man nicht,
den Anderen die Wade sticht.
Ihn trifft man auf der Finnenbahn,
trainiert mal schnell, dann wieder lahm.
Der Physio weiß keinen Rat,
den er so oft um Hilfe bat.
Selbst Kompressionsstrumpf war kein Segen,
kann keinen Gegner von der Strecke fegen.
Doch aufgeben kommt nicht in Frage,
er wartet stets auf bessere Tage.
Aus gutem Grund tun auch wir das mit Geduld,
seine Heinz Erhardt Gedichte beim Laufen sind Kult.

Der Erstgenannte hat sich aus dem Staub gemacht,
Trainingslager in Italien, wer hätte das denn gedacht?
Neue Trainingsstrecken in mediterraner Umgebung
führen zur körperlichen Fitness und geistiger Belebung.
Doch jetzt hört keiner sein Stöhnen und Lamentieren,
muss seine Wehwehchen allein kommentieren.
Es zwickt immer und überall.
Aber das ist ja bei Männern stets der Fall.
Die Mittelstrecke doch nur auf ihn wartet,
wenn die Funktionäre auch zulassen, dass er startet.
Auf seiner Homepage ist er stets der Schnellste von allen,
sogleich nachzulesen, kaum ist der letzte Startschuss gefallen.
Berichte, Ergebnisse und Fotos hochaktuell,
dazu Tipps und Ratschläge professionell.
Bei ihm gibts Antworten auf sämtliche Fragen,
Zeit, an dieser Stelle mal "Danke" zu sagen.

Doch wo sind die vielen Läufer aus unserem Verein?
Ich trainier ja fast nur noch allein!
Was ist mit den Schmittis und Knippis der letzten Jahre los?
Einzig Wilhelm zeigt Leistung rigoros.
Bis Marathon er alles unter die Füße nimmt,
gezieltes Solotraining bis die Form absolut stimmt.

Auch bei Flippo die Leistungskurve nach oben geht,
doch hoffentlich nicht nur, weil er allein die Hauerrunden dreht.

Dirk, aus Berufsgründen, kaum noch auf der Bahn,
kommt aber regelmäßig sonntags zum Wipper-Berg-Clan.

Auch Karl-Heinz ist immer mit von der Partie,
mit ihm verlaufen wir uns garantiert nie.
Kennt dort jeden noch so schmalen Weg,
immer neue Strecken sind der Beleg.

Herbert und Joachim sind Vielstarter, jedoch mit unterschiedlicher Philosophie.
Tempo macht Herbert im Training grundsätzlich nie!
Das hebt er sich für Wettkämpfe auf,
und wie man sieht, er hat was drauf.
Joachim beim LT Medebach trainiert,
dort dagegen auf Tempoverschärfung prompt reagiert.
Formhoch, Formtief, seit Sonntag gehts wieder bergauf,
warten wir ab den Saisonverlauf.

Und wen man auch endlich wieder sieht,
ist aus Schmillinghausen der Stede, Wilfried.

So zieht jeder für sich allein seine Runden.
Was ist mit den gemeinsamen Trainingsstunden?
Dienstags und donnerstags der Pauli wartet,
egal wann oder ob ihr überhaupt noch mal startet.

Jetzt hab ich genug gereimt und gedichtet,
warte gespannt, was ihr so berichtet.......

Bärbel"

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Heinz: Anmerkung zu den "Top News" vom 14.05.08:

"Leider blieb das Wunder aus,
und der Jandik bleibt zu Haus.
Fährt nach Kassel heut nicht hin,
bleibt in seiner Bude drin.
Denn die Wade, die vertrackte,
die seit langem ihn schon zwackte,
hat ihn schier dahin gerafft:
Nix Nordhessenmeisterschaft!"

14.04.2008

Mit alten "Romika-Tretern" fing alles an

oder: Wie Karl-Heinz Pschera 1969 zum Läufer wurde

Kürzlich beim Sonntagslauf erzählte Karl-Heinz Pschera, wie er zum Laufen kam. In der Jugend Rad gefahren und ein wenig gelaufen, kam er zur Bundeswehr. Da standen 5000 Meter auf dem Programm. Bei einer Zeit unter 20 Minuten gab's Sonderurlaub. Er lief gleich eine 17er-Zeit, überrundete den Truppführer mehrfach. 

Und jetzt kommt das Außerordentliche: in alten ausgelatschten Romika-Schuhen. Das Talent zum Laufen war entdeckt, ordentliche Laufschuhe mussten her, damals gingen sie noch als Turnschuh über den Ladentisch. Ein paar Adidas waren sein ganzer Stolz. Aber schon nach wenigen Tagen gingen die Probleme los. Fußbeschwerden an der Ferse, ein Arztbesuch war unumgänglich. Der "Doc" hat sich seinen Fuß angesehen. "Was machen sie, laufen? Das können sie vergessen, bei ihren Füßen wird das nie was."

Nach einem Tag Depression besann sich Karl-Heinz, holte seine alten "Romika-Treter" wieder aus dem Schrank. Und siehe da, nach kurzer Zeit verschwanden alle Beschwerden. 

Aus dieser Geschichte habe er zwei Dinge fürs Läuferleben gelernt: 1.: Man sollte die alten Schuhe nicht gleich in die Tonne "kloppen", dem Fuß Zeit geben, sich durch einen ständigen Wechsel von alt und neu an die neuen Schuhe zu gewöhnen und 2.: Vorsicht ist geboten bei Ärzten, die Läufern das Laufen ausreden wollen."

Anmerkung: Die Geschichte ist wahr und wurde mit freundlicher Genehmigung ins Netz gesetzt. Karl-Heinz: "Du kannst dieses Anekdötchen von 1969 gerne veröffentlichen." Zum Glück hat Karl-Heinz sich nicht beirren lassen, seine tollen Bestzeiten wären nie gelaufen worden. 

Zum Genießen: 

Marathon: 2:20:59 Std., 10000 m: 30:35,5 Min.

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Pschera und die Schuhe - ein Kapitel für sich

34 Jahre später war Karl-Heinz der Schuhindustrie dankbar. Sein Laufschuh hielt im Jahre 2003 dem massiven Angriff aus dem Unterholz gerade so Stand. Ein Ast mit Widerhaken vom groben Belag der Finnenbahn hatte sich tief in den Schuh gebohrt. Kurz vorm Innenleben des Schuhs kam der "Bohrer" zum Stehen. Zum Glück für die ohnehin arg gescholtenen Füße des ehemaligen deutschen Mannschafts-Marathonmeisters. Zusätzliche Schmerzen sind ihm dank der starken Innensohle des Laufschuhs erspart geblieben.

Karl-Heinz dankt der Schuhindustrie, 
aua, das tat beinah weh. 
Holzstück, du bleibst draußen, 
ich will noch viele, viele Jahre laufen!



Anmerkung: Auch diese Geschichte entspricht den Tatsachen.

07.04.2008

Humor

Man muss den Menschen zugestehen, dass sie keinen oder nicht den gleichen Humor besitzen wie der Autor. Das muss ich akzeptieren, habe die Situation wohl falsch eingeschätzt. Ich werde künftig sehr sorgfältig abwägen, was ich über wen schreibe. Mein April-Scherz fand bei fast 100 % großen Anklang, bei ein paar wenigen scheinbar leider nicht. Das tut mir leid.

Ich habe allerdings mehrfach und sogar noch am gleichen Abend aufgeklärt, dass es sich um einen Aprilscherz handelt, nicht mehr und nicht weniger.

02.04.2008

April, April

"Der Humor ist der Regenschirm der Weisen", sagte Erich Kästner.

Wie jedes Jahr seit es diese Homepage gibt, wurden und werden die Leser in den April geschickt. Die meisten werden es sicher bemerkt haben, dass es sich bei den News vom 01.04.2008 auch in diesem Jahr nur um Aprilscherze handelte. "Deutscher Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht", meint Sigismund von Radecki. Manche besitzen Humor, andere gehen zum Lachen in den Keller.

Udo Leithäuser bleibt natürlich "unser" Boss, Reinhard Jassmann wird sich weiter mit dem Boxverband "rumboxen" müssen. Udo versteht Spaß, sein Statement auf dem Pauli beweist Humor: "Heidrun und ich haben uns beim Lesen köstlich amüsiert. Wir bilden demnächst mit der Boxabteilung eine Fusion."

Auch eine Umbenennung des LT Medebach gehört natürlich ins Reich der Fabeln. "Stirb langsam" kann Bruce Willis in seinen Filmen besser. Die Läufergarde aus Medebach sind sicher harte Kämpfer, gehen wie viele andere auch an die absolute körperliche Grenze. Jeder gestandene Läufer hat die Situation bestimmt schon erlebt, dass ein Lauf im roten Bereich war, die Drehzahl quasi kurzzeitig überschritten war. 

Und jeder, auch ich gehöre dazu, der über seine Verhältnisse ein Rennen zu schnell anging, hat die Höllenqual und das Martyrium für den Rest der Strecke durchlaufen müssen. Oder ist gar, wenn die Schmerzen und der Frust zu groß waren, einfach ausgestiegen. Auch das habe ich selbst schon durch.

"Es ist unmöglich, witzig zu sein ohne ein bisschen Bosheit. Die Bosheit eines guten Witzes ist der Widerhaken, der ihn haften lässt", lautet ein Zitat von Richard Brinsley Sheridan. 

In diesem Sinne, auf ein Neues am 1. April 2009.

01.04.2008

Personalkarussell beim TSV Korbach dreht sich

Sensation: Reinhard Jassmann soll Udo Leithäuser ablösen

Hinter den Kulissen drehte der Vorstand des TSV Korbach seit Monaten das Personalkarussell. Heute wurde offiziell bekannt, was schon lange hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde: Reinhard Jassmann wird neuer Boss der Leichtathleten des TSV Korbach.

Die beinahe sensationelle Entscheidung des Vorstandes entpuppt sich nach näherem Hinsehen als geschickter Schachzug. Reinhard Jassmann, bisher Abteilungsleiter "Boxen", steht seit Monaten im Clinch mit dem hessischen Boxverband, wurde kürzlich sogar gesperrt. Mit dem Wechsel in die "Leichtathletik" wird er aus der Schusslinie genommen. 

Erstes Statement von Jassmann: "Ich hatte schon während meiner Karriere als Boxer immer einen guten Draht zu den Leichtathleten, insbesondere zu den Langstrecklern, hab richtig gute Zeiten über 10 Km und Halbmarathon stehen. Der Wechsel wird mir nicht schwer fallen. Im Herbst und Winter trainierten meine Boxer ja schon gemeinsam mit den Korbacher Läufern auf dem Pauli, die Truppe ist mir also nicht fremd. Ein wenig bedaure ich allerdings, dass ich nun nicht mehr die Gelegenheit bekomme, dem Boxverband mal richtig eins auf die Fresse zu geben, wie wir Boxer sagen."

Udo Leithäuser indes hat die Entscheidung des Vorstandes locker weggesteckt. Nach seiner anstehenden beruflichen Pensionierung wollte er ohnehin auch in der Leichtathletikabteilung kürzer treten, um endlich mal dem Stress an der Front zu entkommen, mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben. Sein "Kronprinz" Manfred Hamel stand schon als Nachfolger in den Startlöchern, muss jetzt seine Ambitionen erst mal zurückschrauben und kleinere Brötchen backen.

Mit dem Wechsel Jassmanns wurde natürlich der Posten des Abteilungsleiters "Boxen" vakant. Doch der Vorstand machte schnell Nägel mit Köpfen und fand mit dem Geschäftsführer Werner Bitzer den idealen Nachfolger. "Mädchen für alles" Bitzer, der neuerdings auch noch die Fußballjugend trainiert, bewies bei seinen Beitragseintreibungen im letzten Jahr eine harte Hand. Mit eisernem Besen wird er auch in der Boxabteilung kehren und die Querelen mit dem Verband schnell auf seine Art lösen.

Eine Frage bleibt noch zu klären: Wer wird den Posten des Geschäftsführers übernehmen? Ein Vorstandsmitglied brachte den scheidenden Leichtathletik-Boss Udo Leithäuser ins Gespräch. Leithäuser: "Die Entscheidung ist noch nicht getroffen, ich muss meine Frau Heidrun unbedingt in die Entscheidungsfindung mit einbinden, zumal ich mich eigentlich als Funktionär in vorderster Front zurückziehen wollte. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht abgeneigt wäre und an dem Job Gefallen finden könnte. Seit geraumer Zeit fällt es mir schwerer und schwerer, mit dem Rad bei Wind und Wetter "meine" Leichtathleten zu erreichen. Als Geschäftsführer säße ich im warmen Kämmerlein, was meinen geschundenen Gelenken sicher gut tun würde."

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"Stirb langsam" - Lauftreff Medebach ändert Namen

Vereinsmotto: "Laufen bis der Arzt kommt"

Der Lauftreff Medebach wird sich zum 01. April umbenennen. Ab sofort treten die "Mannen" um Joachim Peters unter dem Logo "Stirb langsam" an.

Vorgestern bei den nordhessischen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km wurde schon mal dem neuen Namen alle Ehre gemacht. Während der "Vereinsvorsitzende" Joachim Peters noch als relativ schlechtes Beispiel voranging und es "nur" auf einen 5 Kilometer langen Leidensweg brachte, zeigte Eckhard Hiemer schon eher, wie's gemacht wird.

Die ersten 1000 Meter ging Hiemer in superschnellen 3:40 Minuten an, um den folgenden Leidensweg so richtig ausgiebig auskotzen - 'tschuldigung - auskosten zu können. "Stirb langsam" dauerte jeden Kilometer danach fast eine ganze Minute länger, nach unendlich langen 44 Minuten kam die Erlösung.

Peters kleinlautes Statement: "Eckhard war am Ende nicht zufrieden." Wie auch? Hatte Vorsitzender Peters doch eigentlich die Devise ausgegeben, glatte 3 Minuten für den ersten 1000er anzupeilen. Erst dann wäre das anschließende lange Siechtum dem neuen Vereinslogo "Stirb langsam" vollends gerecht geworden.

Gerhard Kupjetz indes hat den neuen Vereinsnamen getreu dem Motto "Laufen bis der Arzt kommt" am besten verinnerlicht. Im Gästebuch der "Vereinshomepage" schreibt er: "Nachdem ich mich in den ersten beiden Runden völlig übernommen habe, musste ich mich über 3 Runden ins Ziel schleppen und habe sogar die Ziellinie nicht mehr richtig getroffen."

So soll es sein, liebe Freunde, wenn man bei "Stirb langsam" Mitglied werden will.

Das Schlusswort soll Joachim Peters vorbehalten bleiben. Peters sagt auf seiner Seite: "Das muss ich jetzt erst mal verdauen." Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Anmerkung: Wenn die derzeitigen Verdauungsprobleme behoben sind, denken auch Harald T. und Uli S. an einen Wechsel zu "Stirb langsam". Zurzeit erfüllen sie allerdings noch nicht die strengen Aufnahmekriterien des neuen Vereins.

Mehr bei: Joachim Peters und in seinem Gästebuch

noch mehr: Laufen bis der Arzt kommt

21.02.2008

Die Granaten von Medebach

In Medebach wird scharf geschossen, besonders im Training des Lauftreffs und im Gästebuch der Homepage von Joachim Peters. Heute schreibt ein "Kultivator", den Eintrag möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten. 

"Beobachter, Observierer, Observator,

ist ja erstaunlich, wer sich in diesem Gästebuch alles so tummelt und lümmelt.

Demnächst tauchen vielleicht noch der Konservierer, Demonstrierer, Senator, Terminator, Dominator oder gar Vibrator auf.

Ich halte es ein wenig kultivierter, ich bin nämlich der Kultivator.

In diesem Sinne observiere ich euer Training schon eine geraume Zeit und bin erstaunt, welcher "Trainator" euch solch "irre" Trainingspläne an die Hand gegeben hat. Irgendwann wird man noch hören, dass aus dem Lauftreff Medebach die neue Kaderschmiede der deutschen Leichtathletik hervorgegangen ist. 

Der Schuss kann aber auch nach hinten los gehen und ihr im Lauftreff Medebach werdet zum Rohrkrepierer. Während eure Wettkampfsaison ganzjährig ist, wartet der Kraft-Konservierer im Winter ruhig ab, schlägt vielleicht in der Hauptsaison zu und wird zum Triumphator.

Eins scheint ihr jedenfalls nicht zu brauchen, nämlich einen Motivator. Ihr habt ja gleich zwei namens Heinrich und Joachim, die euch auf Trab bringen. Eher benötigt ihr einen Organisator, der euer Härtetraining mal in die richtigen Bahnen lenkt. Wie heißt es aber bei euch: Nur die Harten kommen in den Garten.

Wenn ich irgendwann mal hören sollte, dass ihr am Stock geht, dann ist das nicht schlimm. Es sollen tatsächlich auch schon 1000-Meter-Wettkämpfe im Nordic-Walken absolviert worden sein. Ich bin sicher, ihr werdet auch da volle Kanne gehen (neudeutsch walken).

In diesem Sinne, konserviert eure Kräfte und demonstriert Stärke, dann dominiert ihr auch im Sommer.

Bin gespannt, was der Observierer dazu sagen wird.

Euer Kultivator"

Joachim Peters

Gästebuch von Joachim

02.02.2008

Spaß im TSV - Mann ist der alt

Über Nacht wurde Julian Vitasek mehr als 30 Jahre älter und konnte so der Korbacher M-50-Mannschaft zum Sieg bei der Nordhessenmeisterschaft verhelfen. Natürlich ist schnell klar, dass hier der Druckfehlerteufel zugeschlagen hat. Das kann passieren, Julian hat's mit Humor genommen. 

20.12.2007

Jubel, Trubel, Heiterkeit

Am Jahresende ist es Zeit,
Bilanz zu ziehen, es ist soweit.
Im Jahre Zweitausendundsieben,
wurden die Rekordlisten neu geschrieben.

Ob nun 27 oder einer mehr,
bei diesen Zahlen fällt es nicht schwer,
TSV-Läuferinnen und Läufer zu loben,
die sich in die Listen schoben.

Kiels Bärbel stieß in neue Sphären,
musste auf 10000 Metern klären,
dass es nur eine Frau im Kreise gibt,
die 25 Runden unter 40 Minuten hinkriegt.
Und bei den Deutschen im Silberglanz,
da strahlte Bärbel, "ja ich kann's."

Gemach, gemach, die Irmgard sprach,
dem stehe ich in gar nichts nach.
Wenn eine Runte ins Laufen kommt,
dann fallen die Rekorde prompt.
Hatte 3 und 10 km im Visier,
und dazu noch Titelgier.

Auch eine Sandra Ricke gab richtig Gas,
über Marathon bestimmte sie das Maß,
Sprinterin Ingrid Peters dagegen flitzte,
über 60 Meter in die Spitze.

Einer, der ist Läufer-Kult,
Flippo hatte jahrelang Geduld,
Heinemann ist nun wieder da,
Seriensieger, Rekordjäger, das war wunderbar.

Seit Jahren schon ein Dauerbrenner,
Hofmanns Wilhelm ist der Renner.
In diesem Jahr eher 21 km lang,
aber auch am Berge war er vorne dran.

Ein Jan-, der ist nicht -dik,
fand über 1000 Meter sein großes Glück.
Am Ende des Jahres verschwand er,
nach der Kur ist der Heinz noch schlanker.

Der harte Peters fiel vom Rad,
danach war Joachim richtig stark.
Selbst nach der Laufbandanalyse,
stürzte er nicht in die Krise.
3x10, auch hier war er dabei,
für Mannschaftsrekorde braucht man schließlich drei.

Herbert Wilke ist oft angeschlagen,
muss sich mit Erkältung plagen,
dennoch ist er unverwüstlich,
"unter 10 auf drei genieß ich."
Und noch nen Mannschaftsrekord dazu,
für 2007 hat die Seele Ruh.

Friedrich Knipp und Jürgen Schmidt,
wenn es dann mal ging, waren sie der Hit.
Vor hohem Tempo, das ist nicht neu,
haben Schmiddi und Knippi keine Scheu.
Was soll man sonst noch sagen,
auch 2007 mussten sie sich mit Verletzungen plagen.

Auch beruflicher Stress haut ihn nicht um,
Winfried Stede nimmt's nicht krumm.
die ganz großen Zeiten sind vorerst vorbei,
trotzdem waren's über 1000 ne glatte 3.

Manfred Heide, Helmut Trachte und Dirk Wenner,
waren auf Nordhessenebene die Renner.
Am Jahresende, wer hätte das gedacht,
Karl-Heinz Pschera wieder lacht.

Mittelstrecke ist und bleibt sein Jagdrevier,
Rekorde waren's mindestens vier.
Über 1000 haute M50-Schalk 2:57 raus,
damit ist das Gedicht nun aus.

Auf ein Neues im nächsten Jahr!

© Uli Schalk

02.11.2007

Spaß im TSV - Otto hat's gemerkt

Der Autor hat was Außergewöhnliches vollbracht. Gestern bei der Sportlerehrung wurde ich u. a. für meinen 2. Platz bei den hessischen Meisterschaften über 8000 Meter geehrt. Ich bin damit der erste und einzige Läufer, der schon mal über 8000 Meter auf der Bahn zu Meisterehren kam. 

Ehrenvorsitzender Otto Lange hat den Schreibfehler jedoch sofort bemerkt und eine Korrektur der Urkunde versprochen. So werde ich leider nur für eine kurze Zeit ein einzigartiger Läufer bleiben.

27.10.2007

Staffelsalat

Kürzlich beim Sonntags-Jog kam die Frage auf: "Was ist eigentlich eine olympische Staffel?"

Die Antwort liefert Wikipedia:

Olympische Staffel 

"Die Olympische Staffel ist eine Staffellauf-Disziplin in der Leichtathletik mit den Strecken 800 Meter, 200 Meter, 200 Meter und 400 Meter. Bei Olympischen Spielen wurde sie nur einmal, 1908 in London, innerhalb der Männerwettbewerbe gelaufen. Dort siegte die USA-Mannschaft  vor Deutschland und Ungarn.

Inzwischen ist die Olympische Staffel bedeutungslos, da für sie kein Weltrekord bei der Internationalen Leichtathletik-Föderation geführt wird.

Gelegentlich werden unter dem Namen Olympische Staffel noch Wettkämpfe mit anderen als den ursprünglichen Teilstrecken ausgetragen, z. B. 100 m-200 m-400 m-800 m.

Schwedenstaffel

"Bei der "Schwedenstaffel" laufen vier Läufer (oder Läuferinnen) insgesamt 1000 Meter. Diese Gesamtstrecke wird in vier unterschiedliche Strecken (400m - 300m - 200m - 100m) aufgeteilt, die in der genannten Reihenfolge gelaufen werden."

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Staffeln fördern den Mannschaftsgeist

Die Korbacher Senioren hatten und haben große Erfolge, auch in diesem Jahr, in Staffel- und Mannschaftswettbewerben. Deutsche und Hessische Meistertitel sowie zahlreiche Podestplätze wurden in den letzten Jahren gefeiert. Mannschaftliche Wettbewerbe machen großen Spaß, fördern den Teamgeist, sind fast immer die Höhepunkte einer Veranstaltung.

07.09.2007

Hasenjagd


Foto: Werner Hofmann

"Komm ran", schreit der Hase (Startnummer 200). Am Ende läuft der Zeitenjäger Heinz Jandik (Startnummer 214) bei den Kreismeisterschaften eine neue Saisonbestzeit über 800 Meter.

01.09.2007

Kreismeisterschaften Frankenberg

Vergessliche "alte Hasen"

Dass Heinz Jandik immer irgendetwas bei Wettkämpfen liegen lässt, ist inzwischen bekannt. Dass mich nun auch die Vergesslichkeit erwischt hat, ist relativ neu. Meine Tätigkeit als Hase für Heinz hat wohl ein paar graue Zellen absterben lassen.

Zu Hause angekommen, fand ich weder Spikes noch T-Shirt in der Tasche. Ein Anruf bei Werner Hoffmann bestätigte, alle Klamotten wurden gefunden und können beim Platzwart abgeholt werden. Also erneut auf nach Frankenberg. Nett wurde ich gleich in Empfang genommen. Kofferraum auf - da lagen sie. Die guten alten Spikes, die so viele Bestzeiten mit mir gelaufen sind. Für sie fährt man durch den halben Landkreis, man lässt sie einfach nicht im Stich.

Aber ich traute meinen Augen nicht. Ein weiteres Paar mit der gleichen Tasche suchte sein "Herrchen". Sind das etwa die Spikes von Heinz? Ein kurzer Anruf brachte die Bestätigung. 

Fazit: 

Alte Hasen, die sind schlau, 
wissen sie doch ganz genau,
wichtig ist das schnelle Rennen,
dann darf man auch mal was verpennen.

Dank an die Frankenberger.

29.08.2007

Hofmann, der alte Knochen

"Von aufmerksamen Lesern deiner Topnews wurde festgestellt, dass Wilhelm Hofmann bei der HM auch über die 10.000 m an den Start geht.

Auf die berechtigte Frage, warum Wilhelm Hofmann in der M 80 gemeldet wurde, gibt es auch eine Antwort. Bei der Meldung wurde angegeben, dass es sich hierbei um gefühlte 80 handelt. Wegen Arthroseknie und leichter Formschwäche hofft Wilhelm Hofmann wenigstens in der M 80 auf einen Hessentitel, zumal er der einzige Starter ist.

Oder liegt hier doch eine Verwechselung vor?"

Anmerkung: Wilhelm hat die Mail unter dem Motto "Spaß im TSV" selbst verfasst. Gemeldet wurde: M80 Hofmann, Wilhelm TV 1924 Gammelsbach.

20.08.2007

Hofmann schnell wie die Feuerwehr

Auch beim Waldeck-Frankenberger Feuerwehrlauf in Viermünden ließ Wilhelm Hofmann vom TSV Korbach nichts "anbrennen". Er gewann den 5-Km-Lauf mit großem Vorsprung in 16:26 Minuten.

Hofmann rennt, wenn's brennt

Feueralarm - es brennt, 
der schnelle Wilhelm rennt. 
Denn läuferisch ist er ja spitze, 
stets als Erster an der Spritze. 
Nimmt sein Herz in beide Hände
und hilft beim Löschen aller Brände.

Der schnelle Wilhelm erster Mann an der Spritze

07.08.2007

Namensalat "Kramer"

Kramer heißen sie beide, mit Familiennamen. Fliegen können sie auch beide. Der eine - Dirk - flog einst über die Ski-Schanzen dieser Welt, ist heute Trainer in Willingen. Der andere - Thorsten - rennt und zwar sehr schnell, fliegt sozusagen über die Laufbahnen dieser Welt.

In meiner Statistik über die 1000-Meter-Läufer kann somit natürlich nur der Läufer Thorsten Kramer von der LG Eder gemeint sein. Ein aufmerksamer Leser wies mich auf den Lapsus hin. Die Statistik ist schon korrigiert. Das ändert aber nichts daran, dass Thorsten noch ein bisschen Gas geben muss, wenn er die "Alten Säcke" Jandik und den Autor relativ übertrumpfen will.

12.04.2007

"Alzheimer des Monats"

von Heinz Jandik

Anregung zu neuer Rubrik auf Uli Schalks Homepage

Diese nun im fünften Jahr präsente Homepage erreicht ja mittlerweile eine große Zahl von Laufbegeisterten, in erster Linie aber doch Sportlern im Seniorenbereich. Dem sollte meiner Meinung nach Rechnung getragen werden durch Einrichtung einer neuen Rubrik, die sinngemäß heißen könnte "Alzheimer des Monats" oder vielleicht auch "Verfallsdatum abgelaufen" oder "Von nun an gehts bergab" oder ähnlich. Sollte der Preisträger bereits für den Monat April gekürt werden, möchte ich mich hiermit offiziell um den Titel bewerben. Der Grund ist schnell erzählt und garantiert von keinem Konkurrenten zu toppen:

Am Karsamstag war ich, wie viele andere auch, mit zwei Schützlingen (Julia Boving und meine Tochter Mirjana) in Paderborn, um am Osterlauf teilzunehmen. Wir hatten uns schon früh übers Internet angemeldet für den 5 km-Lauf.

Um halb zehn fuhren wir von Korbach los, um ohne Zeitdruck die Startunterlagen in Empfang zu nehmen, uns einzulaufen und ohne Hektik an den Start zu gehen. Dieser sollte, nach unserem Kenntnisstand, um 12 Uhr erfolgen. Alles verlief auch problemlos, wir konnten alle Vorbereitungen in Ruhe treffen, begegneten in der Halle dem "Tiefstapler" Helmut Heine und draußen "Zweckpessimist" Uli Schalk, mit denen wir kurz fachsimpelten und verließen gegen Viertel vor Zwölf in Wettkampfkleidung die Halle, um uns zum Start zu begeben. 

Wer schon mal in Paderborn war, weiß, dass der Weg dorthin schon etwas Zeit in Anspruch nimmt, aber zehn Minuten später waren wir an Ort und Stelle. Ideal! Noch fünf Minuten bis zum Startschuss! Komisch war nur, dass so viele am Start Anwesende mit so seltsamen Stöcken ausgerüstet waren. Gehbehinderte? Oder was? Noch zwei Minuten. Ich fragte nach: Stehen die Läufer weiter vorne und hier nur die Nordic-Walker? Die Antwort war niederschmetternd: Start für die 5 km-Läufer war um 11.50 Uhr, um 12 sind die Walker dran!

Tränen flossen keine, aber viel hat nicht gefehlt. Julia und Mirjana waren gut vorbereitet und wollten persönliche Bestzeiten laufen, was bei den Bedingungen auch denkbar gewesen wäre. Leider ist ihr Traum durch, ja, wie soll man`s nennen: falsches Lesen, falsches Merken, Nicht-nochmal-nachlesen, Nicht-nochmal-informieren oder schlicht Konfusion?, wenn auch nicht geplatzt, aber zumindest verschoben. 

Merke: Es gibt immer etwas noch nicht da Gewesenes, zumindest im Seniorenbereich!

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Déjà-vu mit Claudia Gesell

von Heinz Jandik

Im Rahmen des Paderborner Osterlaufs findet in der Halle regelmäßig auch eine Laufmesse statt, bei der sicherlich der eine oder andere Laufteilnehmer schon manches Schnäppchen ergattern konnte. Zahlreiche Aussteller bieten Aktuelles und Auslaufendes überwiegend zum Thema Laufsport an. Ein Aussteller war die Firma e - on, und als Zugpferde für ihren Messestand präsentierte sie die Topläufer Claudia Gesell und Tobias Unger. Diese schrieben für die zahlreichen Besucher nicht nur bereitwillig Autogramme, sondern waren auf erfrischend natürliche Art für jedermann für Fachsimpeleien gesprächsbereit.

Da konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen, die Claudia anzusprechen, und es ergab sich in etwa folgender Dialog:

"Hallo Claudia, dir habe ich schon mal im Kasseler Auestadion über die Barriere geholfen." - "Ja, weiß ich, das war ungefähr bei 600 Metern." -"Nein, das war vor dem Lauf." - "Ja, klar, aber an der Stelle, an der im Lauf 600 m absolviert sind, und das muss beim Askina-Sportfest in 2004 gewesen sein."

Eine halbe Minute Stille. Mir hatte es die Sprache verschlagen. Das sagte ich ihr dann auch. Sie strahlte aber nur und setzte noch einen drauf: "Ja, und da war noch einer dabei, und du hast doch auch in mein Gästebuch geschrieben." Dies bejahte ich, obwohl das leicht geflunkert war, denn der Gästebuchschreiber war nicht ich, sondern der, der "noch dabei" war, nämlich Uli Schalk. Aber darauf kam es überhaupt nicht an, in Erinnerung bleibt eine wiederholte Begegnung mit einer Sportlerin, die beim Déjà-vu genauso sympathisch auftrat wie beim ersten Mal.

02.04.2007

April, April

Weder "Knippi-Shuffle" noch "Speerwurf-Schmiddi"

"Schmiddi" wird wohl niemals mehr ein Speerwerfer werden. Da nutzen auch die besten Aufwinde nichts. Jürgen Schmidt läuft und läuft, wenn auch mit immer längeren Verletzungsunterbrechungen. Zurzeit ist er jedenfalls wieder gut drauf, wie sein M40-Sieg über 5 km letzte Woche beweist.

Und natürlich waren auch die revolutionären Aufwärmtechniken der TSV-Senioren nur ein Aprilscherz, obwohl sich der ekstatische Tanz des Friedrich Knipp am Rande der Kunststoff-Bahn durchaus als "Knippi-Shuffle" durchsetzen könnte.

01.04.2007

Vom Läufer zum Speerwerfer

"Schmiddi" Jürgen Schmidt beendet seine Läuferkarriere

Seit Jahren anhaltende Muskelprobleme gaben den Anlass, die Laufschuhe heute endgültig an den Nagel zu hängen. Ein letzter viel versprechender Versuch am vergangenen Wochenende scheiterte, seine alte Wadenverletzung ist im Laufe der Woche wieder aufgebrochen.

Doch ganz ohne Sport kann Schmiddi nicht. Bereits vor zwei Jahren versuchte er sich mit dem Speer, damals scheiterte er noch kläglich. Jetzt scheinen seine seine Träume wahr zu werden...


Erste Trainingsversuche auf dem Pauli

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Senioren vom TSV Korbach bekommen Patent auf revolutionäre Aufwärmtechniken

Korbacher Senioren mit Weitblick

Lockeres Traben, Dehnen, Warmlaufen vor sportlichen Einsätzen war gestern. Wissenschaftler haben festgestellt, dass bewegungslose Methoden eindeutig die besten Techniken zum Aufwärmen sind. Dies klingt revolutionär.

Die Korbacher Senioren hatten schon immer Weitblick, waren oft der Zeit voraus. Eilig wurden Patente auf die Korbacher praxiserprobten Aufwärmübungen beantragt. Heute morgen nun wurden die Patente endlich erteilt...

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13.03.2007

Läuferscherze

Kurz vorm Crosslauf in Sachsenhausen Schalk zu Hofmann und Wrasmann (TSV Twiste): " Ihr ward doch sicher im Winter mehrfach im Sonnenstudio, so braune Beine habt ihr schon. Frank Wrasmann scherzhaft: "Als du vorhin deine lange Hose auszogst, hab ich gedacht, ob er sie nicht besser anlässt, bei den weißen Beinen."

18.02.2007

Randnotiz

Wilhelm Hofmann hatte am Rande der Nordhessischen Crossmeisterschaften in Veckerhagen für Helmut Trachte ein ganz besonderes Geschenk im Gepäck. In seinen Unterlagen fand Wilhelm eine Urkunde vom Burgwaldlauf Anfang der 1980er Jahre. Mehrere Umzüge von Berndorf nach München und zurück machte das gute Stück mit. 

Nach fast dreißig Jahren wurde die Urkunde nun endlich Helmut Trachte "feierlich" überreicht. Helmut scherzte: "Die habe ich schon seit Jahren gesucht. Endlich ist meine Sammlung wieder komplett."

05.02.2007

Sensation: Heinz Jandik läuft Weltrekord über 10000 Meter

Heinz Jandik läuft einen unglaublichen Weltrekord über 10000 Meter. Die neue fantastische Bestmarke: 25:30 Minuten! Kleiner Wermutstropfen: Die Topzeit erzielte er leider nur auf einem Crosstrainer. Heinz nutze dieses Trainingsgerät, um trotz seiner Wadenverletzung halbwegs fit zu bleiben.

27.12.2006

Funktionshemdenhersteller und Fettverbrennungs-Wissenschaftler

von Uli Schalk

Es gibt Hightech-Funktionshemden, es gibt isotonische Getränke und Kohlenhydratgels, es gibt Hydro-Flow und Air in den Laufschuhsohlen. Es gibt hochmoderne Pulsuhren, neuerdings auch noch mit eingebautem GPS. Es gibt Ernährungswissenschaftler, die predigen den Lauf oder gar Spaziergang im "Fettverbrennungs-Puls", um Pfunde zu verlieren und fit zu werden.

Es gab Apfelsaft und Mineralwasser, harte Trainingsläufe in normalen Laufschuhen ohne Uhr. Es gab Brot, Obst, Gemüse, Nudeln. Zu diesen Zeiten waren die deutschen Läufer Weltklasse. Sie trainierten einfach volle Kanne, waren trotz klatschnassem Baumwollhemd bei minus 20 Grad (oder gerade deswegen?) topfit.

Und es gibt auch heute noch manchmal Praktiker, Trainer und Läufer, die das erkennen. Gerade gestern lief ich mit einem so genannten Funktionshemd. Nach ein paar Kilometern war kein Unterschied mehr zum Baumwollhemd zu spüren. Es war kalt und triefend nass. 

Nach dem harten langen Lauf trank ich köstliche Apfelsaftschorle. Ich hätte allerdings auch das Funktionshemd auswringen können, dann hätte ich einen kostenlosen Mineralcocktail gehabt.

 Mein klatschnasses Hightech-Funktionshemd war also demnach nicht in der Lage, mir Mineral- und Nährstoffe direkt über die Haut zurückzuführen. Warum eigentlich nicht? Das muss doch möglich sein, liebe Wissenschaftler!

Man kann fast sicher sein, dass eines Tages auch ein solches Funktionshemd auf den Markt gebracht wird. Die Hersteller erfinden alles, um die Kasse klingeln zu lassen. Sie werden es sogar schaffen, ein Hemd zu kreieren, das für automatische Fettverbrennung sorgt, ohne dass man einen Schritt machen muss. 

Und mit ausgeklügelten Werbefeldzügen wird es die milliardenschwere Industrie wieder hinkriegen, die Massen zu überzeugen und zu mobilisieren. Wie sie es auch geschafft hat, den Menschen zu erklären, dass sie nur mit teuren Walkingstöcken- und Schuhen locker im Fettverbrennungspuls spazieren gehen müssen, um fit zu werden und Pfunde zu verlieren. 

Gewiefte Praktiker, Trainer und Sportler werden sich allerdings an graue Vorzeiten erinnern. Sie werden trotz Suggestion der Industrie noch wissen, dass man fit nur durch hartes Training wird und Pfunde nicht durch Spaziergänge in Funktionshemden verliert. Aus diesem Stamm könnten sich dann wieder Weltklasseläufer entwickeln.

12.11.2006

"Sehr geehrte Herren Bergläufer"

In einem Schreiben an den TSV Korbach gratuliert der Herr Landrat Eichenlaub den "Herren Bergläufern" Hofmann, Jandik, Peters, Schalk und Trachte zu ihren Nordhessenmeisterschaften im Berglauf. 

Diese Meldung ist real, wird aber später in der Rubrik "Spaß im TSV" einsortiert. Der Herr Bergläufer J. hat sich jedenfalls köstlich über die Anrede amüsiert. 

31.10.2006

Läufer - Halloween

Beißer SchmidtBeißer JandikDoppelbiss Stede/SchalkBeißer Schröder

23.10.2006

Das Stirnband

Heinz ohne Stirnband ist wie Hund ohne Halsband. Vor 20 und mehr Jahren waren Stirnbänder groß in Mode. Kaum ein Läufer war ohne Stirnband unterwegs. Heute trifft man die Relikte aus der Flower-Power-Zeit kaum noch an, die Spezies "Stirnbandläufer" sind Auslaufmodelle. 

Heinz Jandik ist ein "Stirnbandläufer". Traditionsbewusst lässt er sich nicht beirren, läuft niemals "nackt". Ohne sein Stirnband ist er nur ein halber Mensch. An diesem Ding hängt sein Herz. Es ging mit ihm durch dick und dünn. Ein Wettkampf oben ohne ist für Heinz schon im Vorfeld verloren.

Und nun ist es passiert. Beim Berglauf in Veckerhagen kommt das gute Stück irgendwie in den Duschräumen abhanden. Wie konnte das passieren, war es doch über all die Jahre quasi eins mit dem Körper geworden? Verzweifelt ruft Heinz den Veranstalter Marco Berger an. Der macht sich sofort auf die Socken, nimmt 50 Km Fahrt in Kauf und findet das Stirnband tatsächlich. Feierlich soll es Heinz beim Lauf im November in Ippinghausen überreicht werden. Danke Marco Berger, so werden Läuferherzen glücklich gemacht. Nur hält es Heinz bis dahin aus? Kein Problem, er hat ja noch mehr von diesen Dingern.

Heinz hat sein Stirnband. Und die Stars?

Von Mystikern, Talismanen und Fetischisten 

"Eigentlich ist die Leichtathletik ja eine relativ objektive, rationale Sportart. Da wird in Metern und Sekunden gemessen und das machen unparteiische Uhren und Maßbänder und keine beeinflussbaren Wertungsrichter wie beim Turnen und Tanzen oder bestechliche Schiedsrichter wie beim Fußball.

Darüber hinaus muss sich der Leichtathlet – außer vielleicht in der Staffel – nicht über schlechte Leistungen seiner Teamkollegen ärgern, weil er ganz allein für sein Abschneiden verantwortlich ist. Wirklich ganz allein? Oder hängt der Ausgang eines Rennens noch von anderen – gar irrationalen – Faktoren ab? 

leichtathletik.de hat sich erkundigt, wie wichtig Glücksbringer und Accessoires für die Psyche der Athleten sind..."

mehr: Nicht ohne mein Stofftier!

03.06.2006

Hofmann lüftet Geheimnis

Wilhelm Hofmann schreibt per Mail: "Hallo Uli, vielen Dank für Deinen lieben Geburtstagsgruß auf deiner Internetseite.

Ich wurde ja schon gefragt, wie es denn möglich sei, als Mittelstreckler 2 Kreisrekorde auf den langen 10 km u. auf 21,1 km zu laufen. Du sprichst sogar von einem Jungbrunnen.

Jetzt möchte ich unter deiner Rubrik "Spaß im TSV" das Geheimnis lüften"

Hofmann lüftet Geheimnis

"Der Grund für die Verbesserung der Kreisrekorde und der allgemeinen Fitnesssteigerung ist in einem Geheimtraining zu suchen. Abgeschirmt von der Öffentlichkeit und fern von der Trainingsgruppe der Senioren des TSV Korbach hat Hofmann unter der Regie der auf dem Photo abgebildeten 4 Spezialistinnen hart trainiert.

Erstmals treten diese an die Öffentlichkeit und geben ihre Funktionen in diesem Zusammenspiel aller relevanten Fachbereiche bekannt. Nur durch den ganzheitlichen Ansatz war eine Leistungssteigerung bei Hofmann möglich.

von links nach rechts: Bettina (Trainingspläne Ausdauersteigerung/Langstrecke), Margit (Entspannungsübungen und -massagen), Sabine (Ernährungspläne), Hannelore (Krafttraining)

Die Spezialistinnen wollen jedoch anonym bleiben. Sie befürchten nämlich, dass sie sich nach Veröffentlichung dieser Meldung vor Anfragen (von vor allem männlichen Sportlern aus dem Seniorenbereich des TSV Korbach) kaum retten können."

20.05.2006

Spaß im TSV - Aua, das tut weh!

Wilhelm Hofmann quält sich im Sponsoren-Lauf bei der Einweihung der neuen Zeitmessanlage und muss erkennen, dass "Gelegenheitssportler" auch schnell sprinten können.

Hofmann, auf dem Foto an 2. Position liegend, ging an seine Sprintgrenzen und pfiff aus dem letzten Loch. Aua, das tat weh.

"Sprinter" Hofmann (2. Position) erleidet Höllenqualen

Uuuhhh, elektronische Uuuhren gehen anders! 

09.05.2006

Eine Berndorfer Schnapsidee oder ein "Verrückter" in Berlin

Die Story beginnt mit einem Rätsel

Frage: "Warum feuern 7 Berndorfer, die im Rahmen einer Wochenendtour in Berlin weilen, im Berliner Olympiastadion einen Läufer an, der gerade den 25-km-Lauf von Berlin beendet?"

Antwort: "Weil im Rahmen einer regelrechten Schnapsidee das achte Mitglied dieser Reisegruppe, ebenfalls ein Berndorfer (der ja eigentlich nur ein Mittelstreckler ist), zur Teilnahme überredet wurde und gerade als Gesamt 32ster (bei immerhin 5000 Teilnehmern) durchs Olympiastadion saust."

Wer ist der verrückte Läufer, der damit in diesem Lauf gleich 2 neue Kreisrekorde über 21,1 und 25 km aufstellte?

Richtig. Wilhelm Hofmann vom TSV Korbach. Er berichtet weiter: "Ich bin ziemlich gleichmäßig gelaufen, nicht zu schnell angegangen und es hat einfach nur Spaß (ganz tolle Strecke) gemacht. Das Knie hat gehalten und ich konnte heute schon wieder locker auslaufen. Allzu schnell war das Rennen ja auch nicht. Dazu fehlt mir einfach der Umfang, um so eine Strecke richtig scharf anzugehen."

Ergebnis:

Hofmann, Wilhelm Jahrgang: 1964 Nation: GER 
21.1 km Netto: 01:20:44; Brutto: 01:21:11 
AK-Platz: 6
Ziel 25 km: Brutto: 01:36:28 M40 Netto: 01:36:02

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02.04.2006

Wunder vom "Pauli"

Wie durch eine Wunder konnten über Nacht doch alle Löcher und Risse auf dem Korbacher Sportplatz "Pauli" gestopft werden, sodass ab sofort wieder ein reibungsloser Sportbetrieb möglich ist.

Wer immer noch nicht verstanden hat, dem sei gesagt, dass es sich bei der gestrigen Nachricht um einen Aprilscherz handelte.

01.04.2006

"Pauli" für komplette Saison gesperrt

Korbacher "Pauli"  für komplette Saison gesperrt      Korbacher "Pauli" gesperrt 

Harter Winter - Kunststoffbahn löst sich auf

Kraterähnliche Löcher bildeten sich in den letzten Tagen auf dem Korbacher Paul-Zimmermann-Sportplatz, in Athletenkreisen kurz "Pauli" genannt. Was sich in den Vorjahren andeutete, eskaliert nun. Der harte Winter hat der Korbacher Kunststoffbahn endgültig den Exitus verpasst. Die in die Jahre gekommene "Orangenhaut" der Bahn löst sich regelrecht auf. Schnee und Eis trennte die Verbindung zwischen Kunststoff und Untergrund. 

Ein "Flickwerk" wie in den Vorjahren ist nicht mehr möglich. Die Bahn muss vollständig erneuert werden. Auch der Untergrund ist wie nach einem Erdbeben rissig und brüchig geworden, wie auf den Bildern zu sehen ist. An einer Stelle hat sich die Bahn um fast einem Meter abgesenkt.

Korbacher "Pauli": Wie nach einem Erdbeben!
"Pauli": Detailaufnahme nahe des Wassergrabens

Doch nicht nur die Kunststoffbahn ist betroffen: Auch die Kugelstoßanlage wurde vom starken Frost in diesem Winter um mehr als einen halben Meter angehoben.

Sofortmaßnahme: Bürgermeister sperrt den Sportplatz

Als Sofortmaßnahme wird der "Pauli" umgehend gesperrt, in diesem Jahr wird der Sportbetrieb wohl nicht mehr möglich sein. Bürgermeister Friedrich in einem ersten Statement: "Diese Entscheidung mussten wir treffen. Hier kann vorläufig keiner mehr Sport treiben. Zudem fehlen der Stadt bekanntlich finanzielle Mittel, um die Sportstätte zeitnah wieder aufzubauen."

Manfred Hamel, Schülertrainer des TSV Korbach, trifft diese Entscheidung hart: "Gerade jetzt beginnt die Freiluftsaison. Ich hatte mit den Kindern dieses Jahr Großes vor. Das kann ich nun vergessen."

Hamel fassungslos: Pauli gesperrt!!!

Manfred Hamel, wie angewurzelt hier an der gesperrten Kugelstoßanlage, sichtlich um Fassung bemüht: "Anfangs glaubte ich an einen Witz. Doch als ich mir den Schaden ansah, war klar, hier geht vorläufig nichts mehr."

Auch Dieter Schröder, Trainer und Projektleiter "Zeitmessanlage" des TSV Korbach, eilte herbei und musste mit Tränen in den Augen feststellen: "Mühsam haben wir für eine neue Zeitmessanlage gesammelt. Da die Stadt pleite ist, werden wir das Geld wohl oder übel zur Instandsetzung des Platzes einsetzen müssen."

Abteilungsleiter Udo Leithäuser war zu keinem Statement bereit, der Schock sitzt bei ihm einfach zu tief. Wenn der frühere Hindernisläufer könnte, würde er am liebsten in seinem "Wassergraben" abtauchen. Aber leider ist auch dieser durch die Eismassen undicht geworden.

Otto Lange wütend: "Wer hat das meinem Baby angetan?"

Otto Lange, der viele Jahre für die Errichtung der Kunststoffbahn kämpfte, fragte dagegen wutentbrannt: "Wer hat das meinem Baby angetan?" Otto kämpferisch: "Wer mich kennt, der weiß, dass ich den Schuldigen finden werde, und wenn ich den Sand in der Weitsprunganlage dreimal umgraben muss!"

Nur einer konnte die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. "Flippo" Wolfgang Heinemann: "Ich trainiere sowieso nur auf der "Hauer". Ich wühle mich lieber durch die alte Aschenbahn. Das macht hart."

Der Autor schließt wie so oft mit einem Vierzeiler:

Armer "Pauli", wir lieben dich, 
auch wenn du bist jetzt löcherich. 
Musstest den ganzen Winter frieren, 
wir werden dich sicher bald sanieren.

28.03.2006

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

So kennt man ihn, den Herbert Wilke. Oft erscheint er bei Wettkämpfen auf den letzten Drücker, hat kaum noch Zeit sich warm zu laufen. 

Wie sagte er einmal vor einem Bahnwettkampf in Heiligenrode: "Ich muss die Rundenzeiten meditativ verinnerlichen." 

Am Sonntag beim Frankenberger Straßenlauf hat dieses Ritual wohl einen Moment zu lang gedauert. Herbert kam zu spät, lief dem Feld hinterher. Und was macht der Herbert? Denkt sich: "Wer zuletzt lacht, lacht am besten" und gewann seine Altersklasse. 
Ja, so "isser", der Herbert.

Herbert Wilke, TSV Korbach
Herbert Wilke lächelt (Foto: Uli Schalk)

WLZ-Bericht Frankenberger Straßenlauf

28.02.2006

Die TSV-Zwillinge haben Geburtstag

Manfred Hamel und Uli Schalk, auch die Zwillinge werden älter. Der eine rundet, dafür sieht der jüngere etwas älter aus.

Gut, dass sie in den Schaltjahren 1956 und 1960 (Hamel) nicht am 29.02. auf die Welt kamen, sonst müssten die alten Säcke in dieser Saison in den männlichen Schüler- bzw. Jugendklassen starten.

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27.02.2006

Laufen wir eigentlich noch?

Von Uli Schalk

Wo ist der schöne deutsche Wald in unseren Gefilden geblieben? Hat man ihn abgeholzt? Erging es ihm wie der Deutschen Sprache? 

Jedenfalls gibt es Waldläufe heutzutage nicht mehr, es finden Cross-Läufe statt. Vorher ist das Equipment auf Vollständigkeit zu prüfen. Ausrüstung klingt doch langweilig. Wettkämpfe sind schon lange passé, wir fahren zum Meeting, manchmal wird gar ein Event daraus. 

Vorm Race steht das Warm-Up an. Wer sich einfach nur warm macht, muss aufpassen, dass er sich plötzlich nicht in einer anderen Ecke wieder findet. 

Hat man nun seinen Run hinter sich, kommt man nicht etwa ins Ziel, nein, man ist Finisher. The Winner bekommt den Cup. Pokale gibt’s vielleicht noch beim Kegeln. Nach dem Cool-Down lockt die warme Dusche. Shower-Gel, danach ist man wieder fresh. 

Sind wir noch ganz frisch? Ich weiß es nicht, i don't know. Jedenfalls geht man noch am gleichen Tag online. Im World-Wide-Web (www) holt man sich unter Top-News die aktuellen Results aus dem Net. Ergebnisse hört sich aber auch zu simpel an. 

Wenn die müden Knochen am Next Day noch ein wenig schmerzen, gingen wir an einem solchen Tag früher einfach nur mal spazieren. Heute gehen wir walken, joggen, neuerdings sogar nordic-walken. 

Auf unser Runners high kommen wir bei diesen Schlurfschritten allerdings nicht mehr. Es wird einem vor lauter Englisch höchstens schwarz vor Augen - Black eye makes me high. My English is not so good, sagte schon Lothar Mätthaus. Well done. Es ist doch alles so easy. 

Keep cool, Mister Schalk. Hätte ich nicht ein kaputtes Runners Knee, würde ich heute einen Waldlauf machen. 

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23.12.2005

Läufer sind doch auch nur Menschen,
sowohl im Fühlen als im Denken.

von Uli Schalk

Das Läuferjahr neigt sich dem Ende,
gibt es im neuen Jahr die Wende?
Noch einmal schneller als im letzten Jahr, 
wird 'ne neue Bestzeit wahr?

Man weiß es nicht was kommt, 
es kann schneller gehen als man denkt, 
eine Verletzung einen prompt 
in völlig andere Bahnen lenkt.

Läufer woll'n aber nicht krank sein sondern fit, 
sie brauchen den besonderen Kick. 
Wettkampf-Feeling woll'n sie spüren, 
starke gesunde Muskeln sollen Ihren Körper führen.

Das ist nicht immer leicht, 
Knochen und Gewebe werden weich, 
gerade Senioren werden nun mal nicht jünger,
 Regeneration dauert lang und immer länger.

Aber auch "Alte Hasen" träumen - wollen fliegen, 
Gegner und sich selbst besiegen, 
zum großen Ziel hin förmlich schweben, 
Glücksgefühle sagen uns - wir leben!

Denn Läufer sind doch auch nur Menschen,
sowohl im Fühlen als im Denken.
Es zwickt zwar hier und manchmal da,
aber bitte nicht im nächsten Jahr.

In diesem Sinne allen Verletzten Gesundheit und viel Glück, 
dann findet ihr den richtigen Weg auf die geliebte Laufbahn bald zurück. 
Auch bei allen Anderen soll's gut laufen im neuen Jahr, 
dann werden individuelle Träume und Ziele vielleicht endlich wahr.

Frohe Festtage!

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10/11.12.2005

Supergau - Festplatte defekt 

Dank PC-Spezialist über Nacht wieder auf dem Laufendem

Ich muss laufen, mein PC gefälligst auch

Freitag, 09.12.2005 18.00 Uhr. Mein PC fährt nur noch im Schneckentempo hoch. So lahm muss ich beim Berlin-Marathon auf den letzten Kilometern gewesen sein. All mein PC-Wissen reicht nicht aus, selbst nach Stunden öffnet kein Programm. 

Ausgerechnet heute, wollte ich doch noch schnell meine Geburtstagsgrüße an Heidrun Leithäuser und Helmut Heine ins Netz stellen. Meine Maxime, stets aktuell zu sein, ist mittlerweile jedem Besucher bekannt.

Samstag Morgen, PC abgeklemmt und ab zum PC-Spezialisten Ralf Stein. Es sieht nicht gut aus, der PC muss da bleiben. Stein: "Wir haben zwar ab 14 Uhr geschlossen, aber ich versuche es hinzukriegen. Einfach mal um 16 Uhr hinten an der Scheibe klopfen, ich bin noch länger da." 

16.00 Uhr: Festplatte ist hin, obwohl es eine richtig gute ist! Ralf Stein: "Garantieschaden. Ich muss die Festplatte spiegeln und dann austauschen. 2 Programme lehnten ab, das 3. macht's. Aber sehr langsam, Bit für Bit. Ich lasse es über Nacht laufen."

Sonntag kurz nach 10 Uhr: Ich laufe Richtung Dalwigker Warte, da bimmelt das Handy, welches ich vorsorglich in die Laufhose gesteckt hatte. Mensch und moderne Medien vereinen sich beim Laufen zu einer Symbiose aus Lebewesen und Technik. Stein am Telefon: Ich hab's hingekriegt, der PC läuft wieder wie geschmiert." 

Lauf abgebrochen, statt der geplanten 18 Km nur 12, danach nichts wie hin zum PC-Laden. Das gute Stück in Empfang nehmen. Noch mal zur Erinnerung, es ist Sonntag!! 

Großes Lob an PC-Spezialist Ralf Stein. So stelle ich mir Kundendienst vor. Das ist Werbung pur. Ein Aldi-PC oder einer aus dem Media-Markt wäre vielleicht 100 Euro günstiger gewesen, dafür hätte ich aber Wochen auf Reparatur warten müssen. Das kann ich mir nicht leisten. Ich muss laufen. Mein PC gefälligst auch. Dank Ralf Stein sind die Leser dieser Homepage innerhalb von einem Tag wieder auf dem Laufenden. 

PC-Speziallist Korbach

08.12.2005

Wie schnell bin ich, wenn ich ein paar Pfunde abnehme?

Achilles' Verse: "Wer vorhat, im nächsten Jahr das Rennen seines Lebens zu laufen, und wer will das nicht, dem bieten sich genau zwei Möglichkeiten: mehr trainieren oder Ballast abwerfen. Wie Pfunde und Sekunden zusammenhängen, zeigt der Laufkamerad Carsten mit seiner brutalstmöglichen Rechenmaschine."

Interessant und humorvoll, der

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10.11.2005

Piep, piep, piep, meine Pulsuhr hab ich lieb

Das tut weh, Trainingsplanung per PC

In der heutigen Ausgabe der örtlichen Zeitung (WLZ/FZ) war zu lesen, dass man sein Training per Computer planen und steuern kann und auch sollte. Profis machen es, auch für Anfänger sei eine Trainingsplanung per PC in der heutigen Zeit beinahe unumgänglich. 

Es ist das alte Thema. Da wittern Geschäftstüchtige, dass ein paar Euro in der Kasse klingeln könnten. Und es werden wieder einige drauf reinfallen und die Programme kaufen. Laktatmessung, Pulsmesser, Training per PC. So laufen die Deutschen immer öfter hinterher. Es wird der Tag kommen, da werden in Deutschland die Muskeln gar nicht mehr bewegt. Die Wettkämpfe werden virtuell am PC ausgetragen. Ein Vorteil hat das Ganze, es tut nichts mehr weh.

Leute, Leute - wann laufen wir endlich wieder mehr nach Gefühl. Steffny hat die Abhängigkeit von den Maschinen in der neuen "Spiridon" auch zum Thema gemacht. Viele Läufer kennen heute nicht mehr die Signale, die der Körper sendet. "Wer in sich hineinhorcht, der kennt seinen Körper bald besser als jede Maschine", sagt Manfred Steffny. Das Thema inspirierte mich zu diesem Gedicht.

Es piept und kracht, der Afrikaner lacht

Im Endspurt ruft der Deutsche den anderen zu, 
ich darf nicht schneller, meine Pulsuhr gibt keine Ruh! 
Keine Panik, sagt der Norweger, ich warte, 
denn ich habe komische Werte und viel zu hohe Laktate. 
Ein Dritter im Bunde sagt, mir tut gar nichts weh,
 ich plane und berechne den Sieg erst noch am PC.

Und während es bei den Europäern noch piepst und kracht, 
hat sich Afrikaner Bekele längst Gold geholt und lacht! 
Denn er trainiert hart, oft nach Gefühl und siegt, 
bei den Anderen macht es weiter piep, piep, piep.
Deutsche, hört auf die Signale, die der Körper sendet,
vielleicht sich das Blatt eines Tages wieder zum Guten wendet.

Trainingsplanung muss sein und ist grundsätzlich auch ok, 
aber bitte nicht akribisch und schon gar nicht per PC.
Sch... auf den Plan, gib nach Gefühl einfach mal Gas,
dann macht das Training wieder richtig Spaß.

06.11.2005

Da bleibt einem ja die Spucke weg

Igitt, igitt!

Ich kenne kaum einen Läufer, der es nicht macht. Alles beginnt ganz harmlos. Doch schon nach wenigen Kilometern rinnt der Schweiß. Die ersten Tropfen fließen von der Stirn. Aber nicht nur da produziert der Körper Flüssigkeit. 

So langsam treten die Spucker, Speier, Würger, Schleimer, Rotzer in Aktion. Weibliche Begleitung stört die meisten kaum. Komme was da wolle, der Schleim muss raus, aus Nase und aus Mund. Der Auswurf wird wie durch eine fremde Macht aus den Tiefen des Körpers ans Tageslicht befördert. 

 In Sachen Nase hilft Hochziehen nichts, der fiese Schleim kommt immer wieder. Also hilft nur eins, raus damit. Aus Erfahrung weiß man, dass ein Taschentuch nach kurzer Zeit unbrauchbar ist, solche Mengen produziert der Körper.

Es gibt verschiedene Techniken, wie das zähe Etwas aus der Nase befördert werden kann. Finger oder Daumen an den Nasenflügel, Kopf dezent zur Seite drehen, Luft holen und blasen. In einer Gruppe lässt man(n) sich zwei Schritte zurückfallen, um seinen Kumpel zu schonen. Ekelig, wenn man dessen Jacke einschleimt. Ich habe aber auch schon Läufer gesehen, die es ohne Hand schaffen. Einfach nur Kopf wegdrehen und blasen. Unglaublich, wie die das schaffen. Wieder andere rotzen einfach in die Handschuhe. Igittigitt!

Auch im Mund bildet sich die widerliche zähe schleimige Masse. Runterschlucken ist nicht gut. Wer einmal im hohen Wettkampftempo versucht hat zu schlucken, weiß wovon ich rede. Die zähe Körperflüssigkeit hängt halb im Mund, halb im Schlund, will und will nicht runter. Sekundenlang oder meterlang kann einen das am Atmen hindern. Um nicht unnötig noch schneller in Sauerstoffnot zu gelangen, muss der Speichel raus. Einfach hochziehen, sammeln, weg damit. Welche Konsistenzen und welche Farben die Natur hervorbringt, erspar ich mir an dieser Stelle.  

Oh Mann, sind die Männer widerlich. Denn nicht nur Schleim wird produziert. Sind sie nicht in weiblicher Begleitung, verlassen sie völlig die Zivilisation und gleiten ab in ihre rohe Vergangenheit. Rülps geht noch. Aber wehe, wenn erst mal die Winde wehen... dann hat sich manch wildes Tier schnell im Unterholz verkrochen. 

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich gehöre auch zu den Spuckern, hatte auch mal Gas im Darm. Und musste wie fast alle anderen auch schon mal in die Büsche. Ja, ich gebe es zu: Es gab Momente, da hatte ich kein Papier dabei. 

Was mir allerdings nicht passierte, ist Folgendes: Beim Twisteseelauf über 20 KM musste ein Läufer vor Jahren wenige hundert Meter vor dem Ziel in Führung liegend in die Büsche. Der Zweitplatzierte zog an ihm vorbei und gewann. So kann's gehen. Am Ende blieb dem Verlierer die Spucke weg.

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Zitat aus einem Artikel: Sitten und Gebräuche - Spucken lernen

 Quelle: "DieZeit.de"

Zunächst ist festzuhalten, dass gewohnheitsmäßiges Spucken keineswegs zu den natürlichen Bedürfnissen zählt. Die meisten Tiere tun es nicht. Auch unter Menschen scheint die Anlage dazu nur schwach ausgeprägt. Soziale und kulturelle Räume mit hoher Spucktätigkeit konstituieren sich nicht dadurch, dass dort jeder spuckte, sondern durch die stärkere Aktivität weniger Vielspucker... Spucken scheint also eine Gewohnheit zu sein, die sich erst durch ihre Ausübung vertieft.

Warum also lernt jemand spucken? Wir müssen nicht Freud bemühen, um zu erkennen, dass der Trieb in der Kindheit entsteht. Das Spucken von der Brücke als Höhenmesser, das Kirschkernspucken als Geschicklichkeitstest – diese einfachen Freuden begleiten manchen bis ins Alter. Auf Weinverkostungen trifft man Spezialisten, die ihre Proben nach kurzem Gurgeln zielgenau in einen um Armeslänge entfernten Ausgießbehälter spritzen lassen, was als Zeichen professioneller Routine beifällig aufgenommen wird.

Der nächste Schritt in der Spuckerziehung ist die Würdigung des Speichels. Da er aus dem Mund kommt, in den bekanntlich nichts Schmutziges gelangen soll, gilt er als vergleichsweise sauber. Mutti wischt ihrem Kleinen mit Spucke den Mund ab. Opa blättert mit befeuchtetem Finger sein Buch um. Und alle lecken Briefmarken.

Freilich ist dem Menschen die Produktivität seines Körpers auch peinlich. Er weiß nicht erst seit der Erfindung des Speicheltests, dass Spucke, so großzügig man sie auch teilt, etwas Persönliches und mithin für andere Abstoßendes bleibt. Deswegen wohl spucken in Filmen die Anführer der Jugendgangs immer auf den Boden, ehe die Schlägerei beginnt: Sie markieren ihr Revier. »Jemandem in die Suppe spucken«, sagt auch der Volksmund. Und das ist mehr als »jemandem die Suppe versalzen«. Denn man macht sie nicht ungenießbar. Man reklamiert sie nur für sich, indem man schon einmal mit dem Verdauen beginnt.

Die Einsicht, dass Spucken ein aggressiver Akt ist, wird flankiert von der medizinischen Erkenntnis, dass Speichel doch nicht so sauber ist. Er überträgt Krankheiten. So etablierte sich in Europa die Anstandsregel, nur auf neutralen, ohnehin schmutzigen Boden zu spucken, von Menschen so weit wie nur möglich entfernt. 

Die Zeit

Igittigitt: Scheißen.net

11.10.2005

Einmal Wettkämpfer, immer Wettkämpfer

Ist man erst einmal vom Wettkampffieber befallen, ist man infiziert- ein Leben lang. Schon in der frühesten Kindheit kann man sich diesen Virus einhandeln. Manche Läufer erlebten das Fieber schon bis 42,195 Grad. Gegen die Krankheit ist kein Kraut gewachsen. Therapie zwecklos. 

Wettkampffieber verbreitet sich rasend schnell. Kürzlich spielten wir im Urlaub Volleyball. Aus einem harmlosen Spiel entwickelte sich ein ernster Kampf. Es musste um Spiel, Satz und Sieg gehen, da gab es schon nach kurzer Zeit keinen Zweifel. Und welcher Wettkämpfer verliert schon gern, eine Revanche nach der anderen wurde gespielt. Die Virus sprang wie ein Funke auf alle Beteiligten über.

Dieter Baumann hat's auch erwischt. Er beschreibt seine Krankheit in der Runner's-World-Kolumne so: "Noch heute kann es passieren, dass ich alte Pfade neu entdecke. Anstelle eines Dauerlaufes finde ich mich dann auf der Laufbahn wieder und laufe zehnmal tausend Meter. Und es gibt nichts, was mich in eine größere Balance bringen könnte als mir dieses eine Mal "weh zu tun". Ich will wissen, was passiert - läuferisch."

Ein Wettkampf ist eben das Salz in der Suppe, auch wenn es manchmal nur darum geht, seine eigenen körperlichen Grenzen auszuloten. Jeder Läufer kennt das Phänomen: Man geht raus, will locker joggen, da schlägt der Virus wieder zu. Aus dem Jogginglauf wird ohne Vorwarnung ein Wettkampf bis an die Leistungsgrenze. Man kann nichts dagegen tun.

Wettkampffieber ist zum Glück nicht tödlich. Im Gegenteil: "Nur wer Wettkämpfe macht, der lebt", hat mal jemand gesagt. Wettkämpfer können solche Worte nachvollziehen. 

Otto Normalsportler wird zunächst nur den Kopf schütteln. Aber auch er ist infiziert, spielt Schach, Skat, Mühle, Minigolf. Oder macht aus einer lockeren Radtour mit dem Sohn plötzlich eine "Tour de France". Immer gibt es Gewinner oder Verlierer. Manchmal muss man nur den inneren Schweinehund besiegen. 

Im "normalen Leben" sehen Wettkämpfe wieder anders aus: Schnell noch den Bus bekommen, einen Termin einhalten müssen, Streit mit Frau oder Kollegen, Stress im Straßenverkehr, Ärger mit Nachbarn, Kampf um Schulnoten. Im Grunde ist das ganze Leben nur ein einziger (Wett)kampf, manchmal geht's sogar um Überleben.

Wettkampf ist so oder so Faszination, man erlebt magische Momente. Gewinnt man als Läufer, befindet man sich im opiumähnlichen Endorphinrausch. Glückshormon sei dank, man will mehr davon. Verliert man und es tut hinterher alles weh, kann es schon mal vorkommen, dass man sagt: Nie mehr! Diese Vorgabe hält nicht (lange) an. Der nächste Rückfall kommt bestimmt, irgendwann... Heimtückisch schlägt der Virus wieder zu. 

Wettkampffieber ist unter dem Strich die einzige Krankheit, von der man gar nicht geheilt werden will. Einmal Wettkämpfer, immer Wettkämpfer.

Anmerkung: Man kann der oder das Virus sagen, Duden sei dank!

26.09.2005

Berlin-Marathon 2005

TSV-Korbach-Fans

"Schmiddi" Jürgen Schmidt: Es war Liebe auf den ersten Blick!

08.09.2005

Training auf der Finnenbahn - Es geht auch anders 

Tatort Korbacher Finnenbahn, Dienstag, gegen 19.00 Uhr. Ein gelbes Auto fährt vor. Mann und Frau steigen rasch aus. 

Hilfe, Überfall? Schnellen Schrittes Richtung Finnenbahn. Mann mit Stoppuhr "bewaffnet". 

Auf die Plätze, fertig, los. Der Mann gibt das Kommando, schickt die Frau ohne Warmlaufen auf die Strecke. Eine Runde (500 m) auf Zeit. Nach etwas über zwei Minuten Zieleinlauf. Blick des Mannes auf die Stoppuhr - alles im grünen Bereich. Das war´s. Und Tschüss. Ab ins Auto. Keine Zeit zum Luft holen, Tatort fluchtartig verlassen. Die gelbe Farbe des Autos symbolisiert: Wer hier gewinnen will, muss das gelbe Trikot schlagen. 

Alle anderen waren schon eine Stunde fleißig und hart am Trainieren. Schweißnass konnten sie dem geschilderten Treiben nur staunend zuschauen. Das kann doch nicht wahr sein, oder doch? Zeit zum Nachdenken blieb kaum, so schnell war das Paar wieder verschwunden. 

Bemerkung eines Zuschauers: "Aus dem Holz muss man geschnitzt sein. Man erzählt sich sogar, dass die Frau schon in profillosen Sandalen über die Finnenbahnrunde "geschossen" sein soll, um noch weniger Spuren zu hinterlassen." 

Fazit: Laufen geht also auch anders. Wer bei den Stadtmeisterschaften am Freitag gewinnen will, muss die Frau im gelben Trikot schlagen.

21.04.2005

Wenn’s läuft, dann läuft’s

5 Uhr - Wecker klingelt, raus aus dem Bett. Wie so oft in letzter Zeit, leider noch keine Zeitung da.

Fahrt durch den Strother Wald Richtung Kassel. Rumps, großes Tier überfahren; war, glaube ich, schon tot.

Im Büro angekommen, beginnt der Arbeitstag wie üblich mit Kraft- und leichten Dehnübungen. Meinen Kollegen stört’s nicht, fummelt abwesend am Handy rum. Ja, beim Zoll ist’s doll.

Mittagspause – Entspannung! Weit gefehlt. Schnell hektisch im Baumarkt Material für die Umgestaltung im Bad zu Hause besorgen.

Rückfahrt nach Korbach, normaler Verkehr – auf der Straße wohlgemerkt. Leider nur auf der Autobahn. An diesem Tag muss noch was kommen. Endlich, ein Brummi ist da, versperrt ab Istha den Heimweg. Normaler Tag, Blutdruck steigt. Druck auf die Blase auch.

Das Zuhause naht. Kollegin, raus mit dir, muss zu Hause noch was tun, auch noch trainieren.

Kurze Kaffeepause, ab ins Bad, Ablagen und Steckdose anbringen. So ein Mist, Rahmen für die Steckdose heute Mittag im Baumarkt vergessen. C. C., du bist die Curtze Rettung! (Für Outsider: C.C.Curtze ist ein Baumarkt in Korbach).

Schnell zurück, will ja noch laufen. Steckdose montieren. Super. Geschafft. Jetzt nur noch Löcher bohren, Ablage dran.

Bohrer stumpf, war ja klar. Blutdruck steigt weiter. Sohn Bastian kommt, macht blöde Sprüche. Die Reizschwelle wird geringer. Egal, Ablage dran. Ja! Ist die schief? Ich bin schuldlos. Karin hat falsch angehalten, wer sonst!? Oder Wasserwaage defekt?

Mir reicht’s! Wo ist der dicke Hammer? Mit Schaum vorm Mund  draufschlagen vor Wut. Jaaaa! Ablage gerade, Spiegel und Glasscheiben o.k.

Endlich: Laufschuh an, ab zur Finnenbahn. Mit Wut im Bauch läuft’s sich gut, bin ´ne glatte Minute schneller da als sonst. Dabei wollte ich doch entspannen und locker joggen.

Was ist das? Hinweisschild: „Finnenbahn gesperrt wegen Umbauarbeiten“. Ist mit schnurz. Einfach drüber. Hups, da hätte ich auch zu Hause auf dem Trampolin springen können, so federt der neue Sägespänbelag auf der alten Bahn. Viel zu viel, viel zu hoch. Tritt sich wohl noch platt.

Bevor ich zum Känguru mutiere, rüber zur neuen Strecke. Läuft sich besser, bis zum Denkmal. War klar, musste ja kommen. Neuer Belag auch hier. Na ja, muss sich noch platt laufen.

Wenn’s läuft dann läuft’s. Ein Schlammloch schreit nach mir. Voll bis zum Knöchel rein. Danke, es war ein schöner Tag, wenn er schon zu Ende und das Wörtchen wenn nicht wär.

Ab nach Hause. Ast von Heckenrose versperrt den Weg. Na warte, dich kriege ich ohne Schere. Aua, abgerutscht, mehrere Dornen im Finger.

Schnell duschen, essen. Kurz noch Fußball gucken, muss ja früh raus. Erzfeind Bayern (ich bin alter Gladbach-Fan) führt. Nee, das muss ich nicht auch noch haben, nicht heute, nicht an diesem Tag.

Ich geh ins Bett.

Schlechter Schlaf. Alpträume. 5 Uhr, Wecker klingelt…  

10.04.2005

Grimassenschneider und Dreispringer

Heinz Jandik berichtet von Urlaubsbegegnungen auf Lanzarote

"Hallo Uli,

melde mich nach einwöchigem Faulenzerurlaub (mit einigen kleinen sportlichen Ausnahmen) aus dem sonnigen Lanzarote zurück. Wenn ich schon selbst relativ wenig "getan" habe, so hatte ich doch am vorletzten Urlaubstag eine höchst interessante Begegnung.

Ich wollte dem Meer noch ein letztes Mal mein Eintauchen antun, begab mich zum Strand und sah dort einen jungen Mann in Sportmontur bei Sprungübungen. Ein geübtes Auge konnte erkennen, dass es sich hier nicht um den Ausgleichssport eines normalen Urlaubers handelte. Ich ging also zu dem Jüngling und fragte: "Na, Weitsprung, Dreisprung oder was sonst?" Ich bekam zur Antwort: "Dreisprung." Auf die Frage nach seiner Bestweite antwortete er: "16,99 m." 

Da musste ich erst dreimal schlucken, und im weiteren Verlauf der Unterhaltung erfuhr ich, dass ich den amtierenden deutschen Meister Andreas Pohle vom Ohrdrufer SV vor mir hatte, der sich hier im Trainingslager befand. Einer Woche Krafttraining mit den erwähnten Sprungeinheiten - an diesem Nachmittag 60 Fünfer-Strecksprünge plus jeweils 25 Dreier-Einbeinsprünge pro Bein ! - mit einer Vor- sowie einer Nachmittagseinheit sollen ab nächster Woche 2 Wochen "Feinschliff" in einem anderen Ort mit Leichtathletikstadion auf Lanzarote folgen. Dann wird sich auch der ehemalige Weltmeister Charles Friedeck zu der kleinen Trainingsgruppe, die von der Stützpunkttrainerin Annelie Jürgens geleitet wird, gesellen.

Eine Stunde später, nachdem ich dem Meer Adios gesagt hatte und wieder zum Hotel zurückgehen wollte, war Andreas noch immer bei seinem Trainingsprogramm. Allerdings war jetzt eine junge Dame in seiner Nähe, die sich offensichtlich einigen Gymnastikübungen unterzog. 

Nachdem ich aus einiger Entfernung aufgrund ihres Körperbaus zuerst auf eine Sprinterin oder Weitspringerin getippt hatte (wer vermutet da schon eine andere Sportart?), war meine Überraschung umso größer, als ich feststellte, dass es sich bei der Lady um keine Geringere handelte als um eine der populärsten und erfolgreichsten Eisschnellläuferinnen der Welt, Gunda Niemann-Stirnemann. Sie verbindet zur Zeit das Nützliche mit dem Angenehmen, sprich: neben Grundlagentraining (viel Fahrrad fahren) für die kommende, ihre letzte, Saison genießt sie auch die herrliche Landschaft sowie das gesunde Klima von Lanzarote gemeinsam mit ihrer Familie.

Viele Grüße, Heinz (dieses Bibber- und Zitterwetter hier ist ja zum Grimassenschneiden!!)"


Andreas Pohle, deutscher Meister im Dreisprung (Foto: Heinz Jandik)

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Anmerkung zum Aprilscherz "Grimmassenschneiden":

Schön zu hören, dass sich nicht nur Heinz Jandik köstlich über meinen Aprilscherz amüsiert hat. Er und andere haben Tränen gelacht. Ich muss zugeben, dass ich schon beim Schreiben großen Spaß hatte. Jedenfalls hat Andreas Pohle in Heinz' Lehrstunde nicht richtig aufgepasst. Babyface Pohle verzieht selbst unter größter Anstrengung kaum eine Miene.

02.04.2005

April, April

Die Meldung von gestern war natürlich nur ein Aprilscherz. Heinz Jandik und ich haben hoffentlich bald unsere Verletzungen vollständig überwunden, sind schon wieder gut im Training. 

Heinz Jandik kann zwar tolle Grimassen schneiden, aber nur für den Hausgebrauch. Weltmeister kann er damit nicht werden. Ich habe zwar früher mit Manfred Hamel oft geangelt und tatsächlich Riesenhechte gefangen, heute ist und bleibt meine große Leidenschaft jedoch das Laufen. Manfred Hamel dagegen angelt noch gelegentlich. 

01.04.2005

Die Dauerverletzten Heinz Jandik und Uli Schalk hängen die Laufschuhe an den Nagel

Heinz Jandik und Uli Schalk haben einfach die Nase voll. Die Comeback-Versuche in den letzten Wochen scheiterten kläglich. Immer wiederkehrende Verletzungen sorgen für das endgültige Aus. Doch beide haben vorgesorgt.

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22.02.2005

Fehlerteufel

Gut, dass Alzheimer sich nur bei wenigen Senioren breit macht und die meisten aufmerksame und aufgeweckte Menschen sind.

Der Fehlerteufel hat zugeschlagen. Der "kniegeflickte Knippi" heißt natürlich Friedrich "Knipp" und nicht Knipschild. Sorry, Knippi.

Wahrscheinlich hab ich gedacht, dass er am verletzten und noch leicht geschwollenen Knie ein Schutzschild trägt. Oder führte er etwa mit mir was im Schilde? Jedenfalls wird der Text in den News vom 21.02.2005 sofort korrigiert.

21.02.2005

"Seniorenheim-Mannschaft" trainiert auf Korbacher Finnenbahn

Spaß im TSV - "Wieder flott mit Otto"

Die neu gegründete "Seniorenheim-Mannschaft" des TSV Korbach trainierte erstmals gestern gemeinsam und in aller Stille auf der Korbacher Finnenbahn. Erste Gehversuche verliefen vielversprechend. 

"Kniegeflickter" "Knippi" Knipp sorgte gleich für ein ordentliches Tempo, während "Schlüsselbein-Trümmerbruch-Geschädigter" "Schmiddi" Schmidt noch leicht den Fittich hängen ließ. 

"Lunge" "Manni" Hamel musste anfangs noch Walking-Stöcke zur Hilfe nehmen, konnte aber später locker dem gebrochenen Schritt von "Hinke-Wadenbein" "Schalki" Schalk folgen.

Schlagartig änderte sich das schleppende Tempo der "Bummelzug-Schleicher", als "Upland-Express" Bärbel Kiel auf die Gleise fuhr und im ICE-Tempo die "Schlafwagen-Abteilung" wachrüttelte. Sie selbst hat nur mit etwas weichen Knien wegen der anstehenden DM in Düsseldorf zu kämpfen.

Wie man hört, soll die Senioren-Truppe demnächst von "Waden-Heinz", "Hüfte-Helmut", von "Arthrose-Kalli" und "Knorpel-Udo" verstärkt werden. Der reanimierte - Entschuldigung - richtig muss es natürlich heißen der reaktivierte "Gehhilfe-Otto" hat schon seine "Betreuer-Dienste" angeboten und will den "Lahmen" wieder auf die Beine helfen. Sein Motto "Wieder flott mit Otto" oder "Heute lassen wir die Knochen krachen und haben wieder was zu lachen".

Spaß beiseite. Bei einigen zeichnen sich erste Fortschritte nach den langen Verletzungspausen ab, der ein oder andere wird in 2005 sicher wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen können. Und auf der Finnenbahn kann man in diesen "Wintertagen" wirklich gut trainieren. Gelegentliche Störungen durch Hunde sorgen für willkommene Gehpausen, damit es die Korbacher Rekonvaleszenten nicht übertreiben und zu schnell am Comeback arbeiten.

Was beim Comeback zu beachten ist, kann man hier noch mal nachlesen.

13.02.05

TSV-Korbach-Schülerhallensportfest 2005

Mütter "quälen" sich in der "Jux-Staffel"

Spaß im TSV mit Gudrun Hamel

und Bärbel Kiel

06.02.2005

Was ist das?

Halbes Hähnchen? Nein. Tattoo? Nein. Maschendrahtzaun? Nein. Karnevalsscherz? Nein. Abfahrtsstrecke in den Alpen? Nein. Narbe am Schlüsselbein eines leidenschaftlichen Skifahrers, der den Schwierigkeitsgrad der Piste unterschätzte? Ja, richtig. 

Der "Eigentümer" dieser wunderschönen Narbe ist einige Wochen nach der Operation wieder guter Dinge - Jürgen Schmidt will mit dem wadenbeinverletzten Uli Schalk am kommenden Wochenende wieder erste Gehversuche in Richtung Lauftraining unternehmen.

Auch Anne Jandik ist auf dem richtigen Weg, kann nach Rückenproblemen wieder "normal" laufen, wenn auch nur kürzere Distanzen. Ihr Ehemann Heinz dagegen hat einen Rückfall. Die alten Wadenprobleme sind wieder aufgebrochen - Aquajogging ist angesagt. 

TSV-Ultra-Läufer Thomas Fait hat keine Probleme, ist zu neuen Ufern aufgebrochen. Er bereitet sich auf den berühmten 100-km-Lauf in Biel (Schweiz) vor. 

Problemlos wieder laufen zu können war der Wunsch von Helmut Heine vor seiner Hüft-Op. Läufe zur Gesunderhaltung und Entspannung über die wunderschönen Wege rund um Korbach sind wieder möglich. 

Mehr will Friedrich Knipp. "Knippi" hofft, dass er nach seiner Knie-Op dieses Jahr wieder in das Wettkampfgeschehen eingreifen kann. 

Voll angreifen wollen auch Bärbel Kiel und Winfried Stede, die über einen Start bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Düsseldorf nachdenken. 

Motivationsprobleme scheinen sich dagegen bei Heidrun Leithäuser breit zu machen. Aber das gibt sich wieder, wenn die Sonne im Frühjahr lacht und die Wärme kommt. 

Manfred Hamel versucht nach wie vor, seine geschwächten Lungenflügel wieder auf Vordermann zu bringen. Karl-Heinz Pschera sucht auch noch nach dem richtigen Weg aus dem Dilemma. Sein "marodes" Fußgelenks will nicht so wie er.

Bei den anderen TSV-Läuferinnen und Läufern scheint so weit alles in Ordnung zu sein. Mal sehen, was sie Saison 2005 noch so alles bringt. 

31.01.2005

Hessische Hallenmeisterschaft in den Seniorenklassen

Randgeflüster

Werner Hoffmann, Reporter: "Man hört überall vom Ermüdungsbruch. Was ist das überhaupt?" Schalk: "Einfach gesagt: Viele kleine Mikrorisse". Hoffmann: "Man kann also auch sagen, dein Knochen ist porös."

Achim Schaake, LAG Wesertal: "Gut, dass wir den Arzt Volker Westermann in unseren Reihen haben. So wurde mein Ermüdungsbruch schnell erkannt und war in 4 Wochen abgehakt. Mich hat's im Oktober am Schienbein erwischt".

Oliver Degenhardt, PSV Grün-Weiß Kassel: "Als ich verletzt war, hab ich auch oft "Aquajogging" gemacht. Das gibt viele Muskeln im Oberarm."

Bärbel Kiel, 800m-Siegerin: "Ich habe Marmorkuchen mitgebracht, den konnte ich gestern gerade so vor den hungrigen Mäulern meiner Familie retten."

Winfried Stede, freudestrahlend: "Ich hab's von Margret Lehnert, der Seniorenchefin, persönlich: Weil ich letztes Jahr verletzt war, gilt meine 400-m-Zeit aus 2003 als Quali für die Hallen-DM."

Heinz Jandik auf der Hinfahrt: "Wenn ich nur schon das Wort "Stellplatz" höre, kriege ich die Krise". Schalk: "Ob du heute mit deiner Favoritenrolle zurecht kommst?"

Udo Leithäuser aufgeregt: "Ob Herbert Wilke wohl noch kommt?" Kurz vorm 800-m-Start kam Herbert dann, wie so oft auf den letzten Drücker: "Ich hab es schon abgeklärt, kann noch die Stellplatzkarte abgeben."

Knut Holzapfel, LG Eder: "Ich trainiere 3x pro Woche und bin schneller in der Halle als vor zwei Jahren im Freien. Ich habe nur mit unserer Jugend ein paar schnelle Sachen im Training gemacht".

Herbert Wilke auf dem Weg zur Dusche zu Winfried Stede: "Gehst du mit mir unters Wasser?"

25.12.04

6 Experten - 12 verschiedene Meinungen

Ich treibe seit meinem 7. Lebensjahr Sport und laufe seit über 20 Jahren. Bisher bildete ich mir ein, meinen Körper relativ gut einschätzen zu können, konnte quasi bei Verletzungen in ihn hinein hören und vertraute aufgrund praktischer Erfahrungen natürlichen Heilungsprozessen.

 Meine Fähigkeit, in meinen Körper zu hören verließ mich scheinbar, ich war mit meinem Latein am Ende. Notgedrungen ging ich zum Arzt, obwohl ich meine Skepsis gegenüber diesem Berufsstand eigentlich nie so ganz ablegen konnte.

Wem oder welchem sogenannten "Experten" soll man denn nun glauben, wenn eine hartnäckige Fußverletzung einfach nicht verschwinden will?

Der Chirurg vor Ort tippte auf Nervenentzündung, will operieren und den Nerv durchtrennen. Der Orthopäde in der Uniklinik meint, Sehne und Knochenhaut seien chronisch entzündet, schließt sogar einen Ermüdungsbruch nicht aus. Der Biomechaniker will mittelschwere Überpronation ausgemacht haben und empfiehlt neues stützendes Schuhwerk und Einlagen. 

"Falsches Schuhwerk", schreit der Experte im Laufladen auf, "du bist optimal ausgestattet, verletzungsträchtige Überpronation kann ich bei dir nicht entdecken." 

Nun kommt eine neue Variante ins Spiel. Der diplomierte Sportphysiotherapeut sieht den ganzen Körper und setzt viel weiter oben an. "Die Ursache, da bin ich mir zu über 90 % sicher, liegt in der Brustwirbelsäule. Verspannungen reizen den Nerv bis in den Fuß". 

Ein Freund und Sportlehrer hat festgestellt, dass ich seit drei Jahren Training und Wettkampf zu intensiv betrieben habe. Irgendwann verlangt der Körper eben 'ne Pause. 

Weitere Tipps und wohlgemeinte Ratschläge von meinen Lauffreunden will ich nicht mehr im Einzelnen aufzählen. 

Und was meint der Fuß: 

"Vermutlich haben alle irgendwie Recht. Mir ist das aber alles egal, ich brauche Zeit. Schließlich bin ich mindestens schon einmal um die Erde gelaufen und muss in aller Ruhe überlegen, was mir am besten hilft. Nur noch so viel: Ginge der Schalk zum Nervenarzt, würde der diagnostizieren, dass das für mich zuständige Zentrum im Gehirn gestört ist."

Fazit: 

Viele Köche verderben den Brei. Die letzte Entscheidung trifft jetzt nur noch einer, nämlich der Betroffene.

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03.10.04

Vereinsmeisterschaften TSV Korbach am 1./2. Oktober 2004

Impressionen

Harter Job - Kampfrichterin Heidrun Leithäuser

Kampfrichterin Heidrun Leithäuser

Verdiente Pause - Zeitnehmer "Knippi" und Bärbel Kiel

Zeitnehmer "Knippi" und Bärbel Kiel

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19.09.04

Spaß beim Seniorenländerkampf in Dipperz

Wenn die Korbacher Senioren unterwegs sind, ist immer eine gehörige Portion Spaß mit im Gepäck. Heidrun Leithäuser erklärte den Korbacher Männern stolz, dass am Sportlerheim Schnitzel, Obst, Joghurt und Getränke für alle Athleten kostenlos zur Verfügung gestellt werden. 

Die hungrigen Männer machten sich unvermittelt auf den Weg, wurden aber barsch vom Westfälischen Verband zurechtgewiesen, der die mitgebrachten Köstlichkeiten nur den eigenen Sportlern anbot. Kurz zuvor hatte sich Heidrun Leithäuser noch als unerkannte "Westfälin" am Buffet der Westfalen ungehindert bedienen dürfen. 

Heidrun hatte ihren Spaß, die Männer Hunger. Aber auch die kamen bei der Siegesfeier am Abend auf ihre Kosten. Der Veranstalter spendierte warmes Essen und Getränke für die Sportler beider Verbände. Ein gelungener Tag ging fröhlich zu Ende, zumal sich die Korbacher auf der Rückfahrt dank "Co-Pilotin" Bärbel Kiel auch noch im Raum Homberg verfuhren und so unbekannte Dörfer kennen lernten, die auf keine Karte zu finden sind.

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15.09.04

Spaß auf dem "Pauli"

Friedrich Knipp trabt nach seiner Knieoperation seit zwei Tagen mehr oder weniger unrund auf dem Pauli herum.

  Schalk zu Knipp: "Es sieht heute schon besser aus als gestern."

Bärbel Kiel: "Aber es sieht scheiße aus."

Schalk: "Es sieht zwar scheiße aus, aber wesentlich besser als gestern."

Knipp nimmt's gelassen und lacht sich schlapp.

  Die Mediziner haben Friedrich Knipp vor wenigen Wochen die freudige Nachricht überbracht, dass sich nach der Op wieder Knorpel gebildet hat, der vollständig degeneriert war.

27.06.04

Wo ist Stede?

Nach langwieriger Knieverletzung scheint Winfried Stede immer noch nicht in das Wettkampfgeschehen eingreifen zu können. Ganz im Gegensatz zu seinem Naturell versucht er sich zurückgezogen und in aller Stille an alte Stärke heranzutasten. 

Winfried, wo bist du? 

Wir alle warten auf deinen ersten Einsatz auf der Bahn. Vor allen Dingen die Männer des TSV Korbach brauchen dich dringend in der Staffel. Noch viel wichtiger sind deine Pacemaker-Qualitäten. Ohne dich als Frontrunner fällt es besonders dem wettkampfmüden Schalk schwer, an alte Zeiten anzuknüpfen. 

Also Winfried, gib Gas und lass uns bald wieder gemeinsam die 2:10 min. über 800 m angehen. Die so wichtigen Dauerläufe im 800-m-Training (s.u.) kannst du jetzt beenden, komm aus den Tiefen der russischen Wälder heraus und zeig dich wieder auf der Bahn. Da gehörst du hin. Und wenn das Knie zwickt, schmier einfach deine Annika drauf, das hilft.

24.05.04

Spaß im TSV Korbach

Hessische Seniorenmeisterschaften in Marburg

New stars are born

von Bärbel Kiel

Gleich zwei neue Sterne sind am Sonntag aus sportlicher Sicht bei den  hessischen Seniorenmeisterschaften am Marburger Himmel aufgegangen. Rainer König und Uli Schalk, bisher eher bekannt durch Wurf- bzw. Laufdisziplinen, erfüllten sich im Georg-Gassmann-Stadion einen lang gehegten Wunsch. Zur Überraschung aller Anwesenden, besonders der Kampfrichter, starteten sie im Wettbewerb der M 35 im (Hoch)sprung und kämpften um den Hessenmeistertitel.

Hoffnungsvoll gingen beide nach gelungenen Probehüpfern über die stattliche Höhe von 1,10m in den Wettbewerb. Hochsprungass und späterer Meister Michael Ziska, ebenfalls vom TSV Korbach, gab beiden noch wertvolle Tipps, die aber aufgrund verständlicher Nervosität nicht umgesetzt werden konnten. Grund dieses plötzlich auftretenden Unwohlseins war die Bekanntgabe der Anfangshöhe im Wettkampf von 1,45m!!!

Das bedeutete für Rainer König und auch für Uli Schalk Steigerung ihrer soeben aufgestellten  Bestleistungen um sensationelle 35cm.

Der vom fachkundigen Publikum mit Spannung erwartete erste Versuch über 1,45m endete zumindest bei Uli Schalk mit schmerzverzerrtem Gesicht. Er war regelrecht in die Latte hineingesprungen und mit dem Rücken auf dieser gelandet. Rainer König sah bei seinem ersten Versuch zwar besser aus, riss aber auch deutlich. Das Publikum wertete dies zunächst als ein von den Athleten zaghaftes Herantasten an diese neue Höhe. Der zweite Versuch zeigte aber vor allem bei Schalk noch technische Defizite, er landete wiederum auf der Latte und zog sich dabei eine schmerzhafte Prellung zu. Rainer König scheiterte denkbar knapp und setzte alles in seinen dritten und letzten Versuch. Offensichtlich hatte aber auch er die Technik des Hochsprungs noch nicht verinnerlicht und sich nicht mental auf diese Höhen eingestellt. Die Latte fiel zum dritten Mal. Sportkamerad Schalk verzichtete auf Anraten einer sympathischen Kampfrichterin auf einen weiteren Sprung.

Hier das offizielle Endergebnis:

    Hochsprung Vor-/Endkampf                                       23.05.2004

    1. Ziska, Michael         66 TSV 1850/09 Korbach               1,68 m  

       Schalk, Ulrich           56 TSV 1850/09 Korbach               o.g.V.

       König, Rainer            65 TSV 1850/09 Korbach               o.g.V.

       Rückel, Marcus         68 KSG Bieber                             aufg.

Für beide o. g. V.-Sportler (ohne gewissen Verstand, Anmerk. d. Red.) war dies jedoch die beste Platzierung des Tages. Im Training der kommenden Wochen werden sie versuchen, diesen Salto Nullo zu verarbeiten und ihre Bestleistungen, die ja immer noch Bestand haben, diesmal schrittweise zu verbessern. Eines jedoch haben auch sie gelernt: Jeder Hochspringer beendet seinen Wettkampf mit einem Negativergebnis. Es unterscheidet unsere „New stars“ also nichts von den wirklich Großen.

02.04.04

April, April

Natürlich hörten wir gestern auf dem Pauli nicht das Gras wachsen, denn es war der 1. April. Allerdings war auch was Wahres dran. Der MBT-Schuh ist ein interessanter und empfehlenswerter Schuh, der durchaus seine Wirkung erzielt. Irmgard Runte, Karl-Heinz Pschera und Manfred Hamel berichten über positive Erfahrungen. "Zum Ein- und Auslaufen und tagsüber zur Rückenentlastung bestens geeignet", urteilt Karl-Heinz Pschera.

Alles über den Schuh

01.04.04

"Wir werden wie die Massai das Gras wachsen hören"

Heute 18:00 Uhr: Sportplatz "Pauli" in Korbach  Präsentation "MBT-Trainingsschuh"

Ex-Marathon-DM-Mannschaftsmeister Karl-Heinz Pschera geht nicht nur mit der Mode - frisurtechnisch bekannt wurde er kürzlich durch seinen "Pscheren-Schnitt" - sondern setzt neuerdings auch ausstattungs- und trainingstechnisch Trends. Katzengleich wie ein Massai schleicht er in den Trainingseinheiten auf dem Pauli im neuen MBT-Schuh über die Bahn.

Karl-Heinz schwärmt über den "Schweizer Massai", wie der Schuh auch genannt wird:  

Mit dem "Massai" dabei!

"Mit dem Massai habe ich das Rolltraben gelernt. Diese beste Trainingsmethode der Welt gibt mir ein fast schwereloses Bewegungsgefühl, das den ganzen Körper optimal belastet, während sich die Muskulatur fortlaufend entspannt und erholt. Es ist ein Training, das trotz höchster Wirkung nicht müde macht. Wohlgefühle durchfluten meinen Körper, die ich bisher mein ganzes Leben so nicht kannte. Der Schuh macht mich glücklicher als meine neue Haarschneidemaschine."

Um den Schuh auch nur ansatzweise verstehen zu können, muss man kurz auf die Lebensweise des Massai-Volkes aus Afrika eingehen. Die Massai stehen in dem Ruf ein kriegerisches und stolzes Volk zu sein. Ihre Krieger drangen oft in ferne Gebiete vor, raubten vor allem Frauen und Rinder. Alles was die Massai täglich brauchen: Milch und Blut zur Ernährung, Felle zum Schlafen und eben ihre Sandalen!

Der Gesundheits- und Trainingsschuh aus der Schweiz trifft mehr und mehr auf Zustimmung. Auch Irmgard Runte und Manfred Hamel vom TSV Korbach schwören schon länger auf die "Massai-Technik".

Manfred Hamel verfällt beinahe in einen schwärmerischen Wahn:

"Zugegeben, wenn ich mit dem Schuh im Amt über den Flur "eiere", ziehe ich neuerdings nicht nur die heißen Blicke meiner weiblichen Kolleginnen auf mich. Ist mir aber egal, was die Männer denken, sternzeichenmäßig bin ich nun mal ein Fisch mit viel Feingefühl. Meiner Seele und Sehne tut dieses Schweben einfach gut. Manchmal denke ich, ich hätte Gras geraucht. Aber keine Angst, ich werde keine Frauen rauben und auch kein Rinderblut trinken."

Irmgard Runte sieht das Ganze eher nüchtern: 

"Als ich den MBT erstmals anzog, fing ich an zu torkeln. Anfangs kam ich mir vor, als hätte ich ein paar badische Rotwein zu viel getrunken. Aber nach einer Eingewöhnungsphase hat sich mein Körper auf die Seekrankheitssymtome eingestellt."

Ja, ja, die denaturierten Europäer mit ihrem ungehobelten Schritt tun sich mit dem Schuh anfangs schwer. Die leisen und sanften Bewegungen der Massai kommen der einer afrikanischen Großkatze gleich. Diese "Schleichtechnik" sollte in Westeuropa drillmäßig erlernt und tief verinnerlicht werden.

Aus diesem Grund findet heute um 18.00 h auf dem Pauli eine Präsentation des Schuhs und Demonstation der richtigen Technik statt. 

"Rinderwahn-Manni" und "Zick-Zack-Kalle" leiten den Workshop und führen durchs Programm.

 Zick-Zack-Kalle und Rinderwahn-Manni

Sie wollen zeigen, wie man mit dem Schuh in neue Trainings-Sphären abheben kann.

Gemeinsamer Tenor: "Es bedarf nur weniger Minuten intensiver Geh-, Schleich- und Torkelbewegungen, bis wir in einen tranceähnlichen Zustand abgleiten. Erst dann wird man sehen, was der Schuh "seinem Menschen" geben kann. Außenstehende werden das Gefühl haben, wir schweben über die Bahn. Schuh, Mensch und Kunststoffbahn werden eins sein und miteinander verschmelzen. Es wird zu einer Ruhe auf dem Pauli kommen, die seinesgleichen sucht. Man wird wie die Massai das Gras wachsen hören!"

Damit die Veranstaltung einen humorvollen Ausklang findet, wird zum Abschluss gemeinsam ein ritueller Kriegstanz der Massai eingeübt. Er soll bei der nächsten TSV-Korbach-Sportlerehrung - wenn sie denn stattfindet - vorgeführt werden.

18.03.04

Neueste Haarmode als Leuchtstreifen genutzt

Kürzlich erschien nach Sonnenuntergang ein mutiger Läufer auf dem Pauli und präsentierte im Halbdunkeln, was eine Haarschneidemaschine anrichten kann, wenn man die Schneidetechnik perfekt beherrscht. 

Die zur Schau gestellte Zebrastreifen-Frisur liegt voll im Trend. Unter den künstlerischen Bezeichnungen "Pscheren-Schnitt" oder "Zick-Zack-Kalle" werden sie zurzeit in Friseurfachgeschäften angeboten. 

Die Firma Hair Concept präsentierte letzten Sommer eine trendige Show mit vielen Modellen. Die Mode, so informierte Inhaber Tim Bibelhausen die Gäste, lehne sich im kommenden Herbst an die Punk-Bewegung der späten 80er Jahre an, nur die Farben seien harmonischer. Die Herrenfrisuren erinnern an den Irokesenschnitt. Die beste Werbung dafür machte bei der Fußball-Weltmeisterschaft der englische Fußballstar David Beckham oder jüngst ein mutiger Läufer aus der alten TSV-Garde.

Der Läufer schlägt dabei zwei Fliegen mit einer Klappe. Liegt frisurtechnisch voll im Trend und kann beim Laufen im Halbdunkeln auf das lästige Anlegen von Leuchtstreifen verzichten. Leuchtstreifen am Hinterkopf werden beim "Pscheren-Schnitt" quasi kostenlos gleich mitgeliefert.

24.12.03

Frohe Festtage

wünsche ich allen Besuchern dieser Homepage.

Laufen um den Tannenbaum,
tut dem Läufer gut, der Familie kaum.
Musst du schon wieder laufen, die "Lieben" beschweren sich,
ja, denn Läufer sind verrückt und laufsüchtig.
Positive Sucht, das sei gesagt,
bringt den Läufer auch über die Festtage auf Trab.
Lass doch die Anderen Fett ansammeln,
wir Läufer werden nicht rumgammeln.
Wir arbeiten für die kommende Saison,
auch über die Feiertage an der guten Form.

20.12.03

Vorweihnachtliche Stimmung beim Saisonabschluss

Die TSV-Athleten im besten Alter starteten gut gelaunt zum Saisonabschluss nach Paderborn. Von Winfried Stede vorgeschlagen und endlich in die Tat umgesetzt, wurde zunächst ein knallhartes Hallentraining in der Paderborner Ahorn-Halle durchgezogen. "Fahrer" Karl-Heinz Pschera: "Die Halle und das gesamte Sportgelände gefallen mir ausgesprochen gut". Er und die anderen Teilnehmer Anne und Heinz Jandik, Bärbel Kiel, Frank Wrasmann, Winfried Stede und Uli Schalk waren sich einig: Diese Top-Möglichkeit sollte man sich im Winter nicht entgehen lassen und immer wieder mal nutzen.

Entspannung nach dem Training

Hallentraining in Paderborn
v.l.: Frank Wrasmann, Karl-Heinz Pschera, Bärbel Kiel, Heinz Jandik, Winfried Stede. Es fehlen Anne Jandik, die gerade die tollen Laufwege um die Halle unter die Füße nahm und Fotograf Uli Schalk.

Nach der harten Arbeit wurde die gute Stimmung mit zum Paderborner Weihnachtsmarkt genommen. 

 Glühweingenuss, heiße Zitrone und "Weihnachts-Bratwürstchen" inspirierten Winfried Stede, spontan nach Schmillinghausen einzuladen.

Von der gut gelaunten Truppe wurde Vater Stede überrascht, erkannte aber schnell die Situation und wusste sofort, dass er seinen gemütlichen Fernsehsessel zu räumen hatte. Videoshow stand an. 

Gemeinsam wurden die Videos von den DM in Schweinfurt und Celle angeschaut. Noch einmal kam das große Kribbeln auf, als die Goldstaffel mit Heidrun Leithäuser, Irmgard Runte und Bärbel Kiel als Deutsche Meisterinnen in Schweinfurt über die Ziellinie stürmten und sich überglücklich in den Armen lagen. Anne Jandik konnte die Müdigkeit nicht mehr aufhalten und schloss genüsslich die Augen, als "sterbender Schwan" Frank Wrasmann über die letzten Hürden in Celle kroch.

Das Ende des gelungenen Tages war eingeläutet. Alle waren sich einig: Das können wir jederzeit wiederholen.

19.12.03

Saisonabschluss der "Alten" in Paderborn

Hallo alte Häsinnen und Hasen,

"Alte Hasen"

 Otto Lange hat für die morgige Fahrt einen Bus (Fiat) zur Verfügung gestellt. Als Fahrer wurde KH. Pschera

Alter Hase Karl-Heinz Pschera

bereits von Bärbel Kiel „eingeteilt“ und eingestellt.

 KFZ-Meisterin Bärbel Kiel - Inspektion des PKW in der Werkstatt

Es kann also nichts mehr passieren.

  Abfahrt morgen ab Pauli gegen 10:15 h.

Gute Laune und Spikes sind mitzubringen. Wer nicht in der Halle trainieren möchte, kann seine Runden im angrenzenden Park drehen. Es ist grundsätzlich empfehlenswert, auch ein paar normale Laufschuhe und etwas wärmere „Klamotten“ mitzubringen, falls aus irgendeinem Grund die Halle gesperrt ist. 

Winni Stede fährt auch mit, obwohl er von argen Knieproblemen erzählte. Seine Krankheits-Story wird morgen im Bus und auf dem Weihnachtsmarkt zu hören sein.

Knieverletzter Winni

Ahorn-Sportpark Paderborn

16.11.03

Gefahren lauern auch auf der neuen Finnenbahn

Der Laufschuh von Karl-Heinz Pschera, TSV Korbach, hielt dem massiven Angriff aus dem Unterholz gerade so Stand. Ein Ast mit Widerhaken vom groben Belag der neuen Finnenbahn hatte sich tief in den Schuh gebohrt. Kurz vorm Innenleben des Schuhs kam der "Bohrer" zum Stehen. Zum Glück für die ohnehin arg gescholtenen Füße des ehemaligen deutschen Mannschafts-Marathonmeisters. Zusätzliche Schmerzen sind ihm dank der starken Innensohle des Laufschuhs erspart geblieben.

Karl-Heinz dankt der Schuhindustrie,
aua, das tat beinah weh.
Holzstück, du bleibst draußen,
ich will noch viele, viele Jahre laufen!

Aua, Angriff aus dem UnterholzHolz bleib draußen, ich will noch viele Jahre laufen

16.11.03

Wildschweinrotte

Ein Deutschlehrer aus dem tiefen Upländer Silberwald,
kennt sich aus und sagt absolut fachmännisch: "Halt!"
In den News vom 15.11.03 stimmt einfach was nicht,
Wildschweine leben doch in Rotten, oder etwa nicht?
Mann o Mann, das weiß doch jedes Kind,
nur der Schalk nicht, der ist blind.

Zitat aus www.quarks.de:

"Wildschweine "rotten" sich nicht wild und zufällig zusammen, sondern bilden sehr langlebige, matriarchalische Familienverbände. Die sogenannte Rotte. Die älteste und erfahrenste Wildsau, die Leitbache, hat das Sagen. Die Rangordnung darunter wird in kleinen Zweikämpfen festgelegt. Die Eber werden im Alter von etwa 18 Monaten aus der Rotte vertrieben und leben von da an als Einzelgänger. Nur zur Paarung gesellen sie sich wieder zu einer Rotte."

15.11.03

Gefährliches Läuferleben

"Gefährliches Läuferleben", schreibt heute der WLZ-Reporter Carsten Lucaßen in seiner Kolumne und berichtet von einem jungen Bullen, der ihm am Rande des bekannten Korbacher Läuferwaldes "Wipperberg" bei Lengefeld bedrohlich nahe kam. Der Jungbulle konnte ausbrechen, weil der nach stürmischer und regnerischer Nacht marode gewordene Weidezaun von der Herde in einer konzertierten Aktion niedergetreten wurde.

Ja, es stimmt, Läufer können gefährlich leben. So wurde beispielsweise vor Jahren das Korbacher Läuferurgestein Gustav Fischer von einem wilden Greifvogel angegriffen und mehrfach am Kopf "gestreichelt". Dabei wollte der Bussard doch nur sein Revier verteidigen Auch gefährliche Begegnungen mit Wildschweinherden sind im waldreichen Waldecker Land keine Seltenheit. Hundsgefährlich sind natürlich die Beißer der Wolfsabkömmlinge. Immer wieder stören sie die friedvollen Läufer durch Attacken. 

Eine neue ernstzunehmende Gefahr droht Läufern nicht nur aus dem Tierreich. Nordic-Walker tummeln sich seit geraumer Zeit auf der Bahn des Korbacher "Pauli". Läufer's Füße und Beine sind dadurch zunehmend einer potentiellen Verletzungsgefahr ausgesetzt. Die Kunststoffbahn selbst stöhnt unter den ständigen "Sticheleien". 

Auch im Herbstwald lauern Gefahren. Versteckt unter einer dicken Laubschicht können Löcher und Steine zu Unfällen und bösen Verletzungen führen. 

Mehr und mehr Ungemach droht ehrlichen Sportlern auch durch Betrüger aus den eigenen Reihen. Ein 60-jähriger Hammerwerfer pumpte sich bei der DM in Schweinfurt mit einem anabolen Steroid voll. Ja, hat der denn 'nen Hammer? Ihm drohen zwei Jahre Sperre. Richtig so, solche Gefahren müssen aus dem Verkehr gezogen werden.

Es gibt sicher weitere unzählige Gefahren für Läufer und Sportler, die noch nicht aufgezählt wurden. Eine der ganz besonderen Art soll zum Schluss aber noch Erwähnung finden. 

Neuerdings werden Läufer zunehmend von "Heckenschützen" einer neuen Generation bedroht. Quasi aus der Hüfte wird mit einer neuartigen und höchstwirksamen Waffe namens "Digitalkamera" scharf geschossen. Dies kann dann besonders unangenehm sein, wenn man in aller Frühe ungekämmt zum Training erscheint und sich nicht fotogen findet. Doch gerade Sprinter und Mittelstreckler sind reaktionsgeschult und beinahe jeder Situation gewachsen. Kurzerhand dreht man sich ab, um dem Angreifer keine Zielscheibe zu bieten. So wird die Verletzungsgefahr gebannt. 

Die richtige Devise lautet daher in manchen Gefahrensituationen: Abdrehen und sich so der Gefahr entziehen!

Angriffe erfolgreich abwehren

21.09.03

In eigener Sache 

Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts? 

Ich wusste, wie der Hase läuft. Ich bin zwar noch ein heuriger Hase, hatte aber "nur" die Vorgaben von "Häsin" Anne Jandik zu erfüllen. Meine Aufgabenstellung hatte ich vorm Rennen genau vor Augen. So lag der Hase im Pfeffer: Zeit zwischen 46-47 Minuten anpeilen, Tempo machen, Tempo rausnehmen, Ideallinie finden, motivieren, Getränke reichen, Mut machen in der Schwächephase zwischen 6 und 8 km.

 Lohn der Mühe: Die W40-Mannschaft holte sich mit Anne Jandik den Titel, Anne erreichte ihr Ziel und lief 46:51 Min. über die 10 km. Da bekam der Hase einen dicken Kuss. Ja, Hasen haben's wirklich gut! Wenn sie ihre Aufgabe erfüllen, dürfen sie ein tolles Leben genießen, werden nach dem Rennen optimal versorgt und müssen nicht fürchten, dass viele Hunde des Hasen Tod sind. 

Am Ende der Veranstaltung landeten Hase und Häsin da, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen: In den überschwemmten Duschräumen des Bad Arolser Stadions. Die Duschräume waren wirklich nicht ganz hasenrein.

15.07.03

Ausfallzeiten

Haare können ausfallen, Zähne auch. Schulstunden fallen gelegentlich aus. Sportveranstaltungen wegen Nebels. Auch bei Rentenberechnungen gibt es Ausfallzeiten. Menschen können sogar ziemlich ausfallend werden. Manchen fallen sinnbildlich die Augen aus. Kinder fallen, ausgewachsene Athleten stürzen und fallen über Hürden und Hindernisse. 

Sieht man Sternschnuppen vom Himmel fallen, darf man sich wenigstens was Schönes wünschen.

Fällt dagegen die komplette Zeitnahme bei einem Sportfest aus, gibt es Ärger und Unmut bei den Athleten. So geschehen bei den Kreisstaffelmeisterschaften in Bad Wildungen bei einigen Schüler- und Seniorenstaffel-Wettkämpfen. Die ganze Schinderei im Training umsonst, Zeiten und Rekorde können nicht anerkannt werden. Die Athleten sind somit wegen Uhrenausfall regelrecht reingefallen. 

Was fällt einem dabei sofort ein: 
In solchen Momenten wird der Ruf nach elektronischen Zeitmessanlagen lauter denn je. 

Mein Gedächtnis ist (noch) nicht ganz ausgefallen:

Die M40-Staffeln des TSV Korbach wurden Kreismeister über 4x100 m und 3x1000 m. Weitere Ergebnisse sind mir entfallen. Wer sie noch per Zufall im Kopf hat, soll sich was einfallen lassen und mir per Mail mitteilen. 

08.06.03

Das Gruselkabinett der TSV-Korbach-Beißer hat neue Mitglieder

Heute

Ze(c)k(en)lbiss

Zeklbiss
Foto: Werner Hoffmann

und Doppelbiss Stede/Schalk

Doppelbiss Stede/Schalk
Foto: Werner Hoffmann (Wetter)

26.05.03

Das Gruselkabinett der Beißer hat ein neues Mitglied

Beißer SchmidtBeißer JandikBeißer SchalkBeißer Schröder

Rechts: Dieter Schröder beim 3000-m-Hindernislauf in Korbach

18.05.03

TSV-Korbach-Beißer

Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer ist der beste Beißer im TSV-Land?

Beißer SchmidtBeißer HeinzBeißer Schalk

Beißer Nr. 1 in der Mitte sich seit Monaten schont
verletzungsbedingt beißt Heinz Jandik zurzeit nur in Kuchen und Brot.

Heinz, beiß auf die Zähn'
mit Voltaren wird´s hoffentlich bald wieder gehen.

17.05.03

Eitelkeit der Läufer

Trainingsgeflüster auf der Finnenbahn

Jürgen Schmidt bei Trainingsbeginn: "Ich muss mich erst mal für das Foto in der Zeitung entschuldigen."

Manfred Hamel: "Hättest dich ja wirklich vorher ein bisschen schminken können."

Uli Schalk: "Jetzt versteht ihr, warum ich mich vor zwei Wochen über mein Foto geärgert habe."

Jürgen: "Dein Foto war hundertmal besser. Mich haben mehrere Bekannte angehauen, ob ich 20 Jahre älter geworden sei."

Manfred: "Jürgen, finde dich damit ab, dass du nun mal so alt aussiehst."

Wovon wir mit einem Lächeln sprachen:

Beißen lohnt sich

Beißer SchmidtBeißer Schalk
Fotos: Werner Hoffmann / links: Jürgen Schmidt; rechts Uli Schalk

TSV-Korbach-Läufer zeigen Biss. Zweimal persönliche Bestzeit über 800 m (J. Schmidt[M40]: 2:07) und 3000 m (U. Schalk[M45]: 10:05) innerhalb weniger Wochen.

10.04.03

Für alle, die den Aprilscherz überlesen haben

Spaß im TSV Korbach

Passend zum 1.04.2003 der Eintrag im Gästebuch von Michael Möller

"Crosslauf-Gefluester:

Am Rande der Crosslaufweltmeisterschaften in der Naehe von Lausanne wurde am vergangenen Wochenende diskutiert, dass die naechsten Meisterschaften nach Deutschland vergeben werden sollen, damit auch die deutschen Laeufer einmal Heimvorteil, entsprechend ihrer Fussballkollegen, haben sollen und sich so endlich wieder und sicher deutsche Laeuferinnen und Laeufer im Teilnehmerfeld befinden.
Als Austragungsorte mit hervorragendem Ruf wurden unter anderen die Strecken rund um Korbach vorgeschlagen, wobei mit der Finnenbahn vor Ort besonders die etwas verletzunganfaelligen deutschen Laufveteranen beruecksichtigt werden sollen. Jedoch muessten noch 2 bis 3 sandige Teilabschnitte in das Streckenprofil eingearbeitet werden, damit auch die Beduerfnisse der afrikanischen Teilnehmer beruecksichtigt sind. Hier sollte so dann ein Einzelzeitlaufen in einem neuen WM Modus aufgenommen werden. Wie das IOC in Lausanne auf Anfrage bestaetigte, koennte im Falle der Vergabe der Olympischen Spiele nach Frankfurt fuer 2012 die Disziplin Einzelzeitlaufen als Demonstrationsportart mit in das Program aufgenommen werden.
Diese Nachricht kommt sicher einen Tag zu spaet fuer das grosse Korbacher Lauftalent Zeckl, haette er beim Verbleib im TSV Korbach beste Traininsbedingungen fuer dieses Grossereignis vor Ort und einen enormen Heimvorteil. Sicher sind hier die Korbacher Vereinsvertreter gefragt, dieses Talent schnellstens zurueck nach Korbach zu holen und fuer optimale Unterstuetzung zu sorgen. In Reihen von Gold-fuer-Olympia sollen bereits Plaene ueber eine Doppel-Stafette vom Korbacher Eisenberg zum Frankfuerter Olympiastadion und zurueck geplant sein. Ob auch Langstaffeln zukuenftig olympische Sportart
werden koennten, darueber konnten keine Informationen vom IOC headquarter in Lausanne erhalten werden.
aus Genf. MM
Michael"

02.04.03

April, April

Wer es bisher nicht gemerkt hat, wird's spätestens jetzt merken. Die Nachrichten von gestern waren natürlich ebenso blanker Unsinn wie der Eintrag im Gästebuch, eben nichts anderes als pure Aprilscherze. Beteiligte werden es mir hoffentlich verzeihen. Aber ich war ja auf Winnies-Topnews selbst Opfer. Was war nicht erfunden? Die beiden Fotos von Winfried Stede (beim Korbacher Finnenbahnlauf) und Zombie Schalk (Fete) existieren tatsächlich und sind nicht gestellt. Ein Wort an Winnie: Fleißig am PC üben, damit ich von dir endlich mal die erste Email und einen Eintrag im Gästebuch bekomme.

Grüße an alle,

Uli

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01.04.03

Zekl wechselt mit sofortiger Wirkung nach Dortmund

Neu-Dortmunder Michael Zekl

Es ist passiert, was nicht anders zu erwarten war. Auf die Erfolge des Korbacher Shooting-Stars Michael Zekl in den letzten Monaten wurden deutsche Großvereine aufmerksam.

So kam es wie es kommen musste. Vorgestern wurde am Rande der hessischen Straßenlaufmeisterschaften bekannt, dass M. Zekl von der LG Olympia Dortmund für 3 Jahre unter Vertrag genommen wurde. Dem verlockenden Angebot von zunächst 100000,- € bar auf die Hand konnte Michael nicht widerstehen.

Michael lapidar: "Es tut mir leid für Korbach, aber das große Geld lockt und das kann ich für mein angestrebtes Studium gut gebrauchen. Vertragliche Einzelheiten darf ich jedoch nicht nennen."

Aber die Dortmunder boten nicht allein. Auch der Tübinger Baumann-Verein zeigte Interesse. Isabelle Baumann: "Wie man hört, sind auch die schulischen Leistungen top. Wir hätten Michael Zekl einen Studienplatz an der Uni Tübingen bieten können. Als "kleinerer" Verein sind wir natürlich finanziell nicht in der Lage das Dortmunder Angebot zu überbieten. Da waren wir chancenlos."

Dortmund erhielt letztlich den Zuschlag, da sich auch eine günstige Fahrgelegenheit auftat. Vereinskollege Winfried Stede fährt mehrmals wöchentlich zum Training nach Paderborn und zu Bundesligaspielen ins Ruhrgebiet.

Dieter Schröder, Ex-Trainer von Zekl: "Eine günstige Konstellation, zumal sich Winfried Stede in der Szene bestens auskennt, mehrere Trainingslager - auch in der Höhe - plant und dem unerfahrenen Michael auf den Fahrten zum Training wertvolle Tipps geben kann."

Stede: "Ich freue mich, wir werden das ein oder andere Mal Zusatzprogramme im Schmillinghäuser Wald durchziehen. Auch werde ich peinlich genau darauf achten, dass Michael die vorgegebenen Termine einhält. In puncto Terminplanung kenne ich mich aus. Ich habe schließlich große Erfahrung, wie man es schafft, an einem Wochenende mehrere Wettkämpfe von 100 m - Halbmarathon unter einen Hut zu bringen. Michael wird sich noch wundern, welche Tricks ich auf Lager habe. Ich als Weltenbummler und Vielstarter kann ihm viele entscheidende Tipps geben."

Das letzte Wort gehört dem Korbacher Naturtalent: "Auf den Fahrten mit Winfried dürfte es mir damit wohl nicht langweilig werden. Gesprächsstoff gibt es ja genug. Da kommen wohl insgesamt betrachtet rosige Zeiten auf mich zu."

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Ein weiterer Läufer des TSV Korbach geht fremd

Der Betreiber dieser Homepage wechselt ins schreibende Fach

Ein Wort in eigener Sache:

Ich konnte einem Angebot der Designer der DLV-Website - leichtathletik.de - nicht widerstehen. Meine Aktivitäten im Internet blieben dem DLV scheinbar nicht verborgen. Das überraschende Angebot musste ich einfach annehmen. Meine Wettkampfplanung wird natürlich auf Eis gelegt, Starts in dieser Saison für den TSV Korbach sind daher nicht mehr möglich. Meine kostbare Freizeit kann ich auch im Sinne meiner Familie nicht noch zusätzlich einschränken.

Meine eigene Homepage wird damit zum 01.04.03 - 24.00 Uhr - aus dem Netz genommen. Ich danke allen Besuchern, die mir seit 01.09.2001 mit regelmäßigen Zugriffen und auch mit eigenen Beiträgen die Treue gehalten haben.

Liebe Grüße

Uli Schalk

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Die Top-News gehen nicht verloren

Nach erfolgreichem Abschluss eines Internet-VHS-Kurses wird Winfried Stede die Aktualisierung der Top-News übernehmen. Neben seiner Betreuerfunktion (Zekl s.o.) übernimmt er damit eine weitere "wichtige" Arbeit für den TSV Korbach.

Hier seine ersten Gehversuche im Netz

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Passend zum 1.04.2003 der Eintrag im Gästebuch von Michael Möller

Zekls Wechsel und andere Themen werden auch von Michael Möller im Gästebuch aufgegriffen

"Crosslauf-Gefluester:

Am Rande der Crosslaufweltmeisterschaften in der Naehe von Lausanne wurde am vergangenen Wochenende diskutiert, dass die naechsten Meisterschaften nach Deutschland vergeben werden sollen, damit auch die deutschen Laeufer einmal Heimvorteil, entsprechend ihrer Fussballkollegen, haben sollen und sich so endlich wieder und sicher deutsche Laeuferinnen und Laeufer im Teilnehmerfeld befinden.
Als Austragungsorte mit hervorragendem Ruf wurden unter anderen die Strecken rund um Korbach vorgeschlagen, wobei mit der Finnenbahn vor Ort besonders die etwas verletzunganfaelligen deutschen Laufveteranen beruecksichtigt werden sollen. Jedoch muessten noch 2 bis 3 sandige Teilabschnitte in das Streckenprofil eingearbeitet werden, damit auch die Beduerfnisse der afrikanischen Teilnehmer beruecksichtigt sind. Hier sollte so dann ein Einzelzeitlaufen in einem neuen WM Modus aufgenommen werden. Wie das IOC in Lausanne auf Anfrage bestaetigte, koennte im Falle der Vergabe der Olympischen Spiele nach Frankfurt fuer 2012 die Disziplin Einzelzeitlaufen als Demonstrationsportart mit in das Program aufgenommen werden.
Diese Nachricht kommt sicher einen Tag zu spaet fuer das grosse Korbacher Lauftalent Zeckl, haette er beim Verbleib im TSV Korbach beste Traininsbedingungen fuer dieses Grossereignis vor Ort und einen enormen Heimvorteil. Sicher sind hier die Korbacher Vereinsvertreter gefragt, dieses Talent schnellstens zurueck nach Korbach zu holen und fuer optimale Unterstuetzung zu sorgen. In Reihen von Gold-fuer-Olympia sollen bereits Plaene ueber eine Doppel-Stafette vom Korbacher Eisenberg zum Frankfuerter Olympiastadion und zurueck geplant sein. Ob auch Langstaffeln zukuenftig olympische Sportart werden koennten, darueber konnten keine Informationen vom IOC headquarter in Lausanne erhalten werden.
aus Genf. MM

Michael"

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21.03.03

An das Seniorenheim im TSV Korbach, Abteilung "Arme kranke Männer"!

Es gibt viel zu tun, lassen wir uns krank schreiben!

Es gibt viel zu tun, lassen wir uns krank schreiben!
Foto: Postkarte

Links Helmut Heine, rechts Heinz Jandik, hinten Mitte Uli Schalk. Versteckt hinten Manfred Hamel, der sich schon nicht mehr in voller Pracht zeigen will, da er im "Studio" über den Winter riesige Muskelberge aufgebaut hat. Damit kommt er ja schon gar nicht mehr über den Berg, wie ich mich vorhin im Training überzeugen konnte.

Die Senioren über 40 im TSV Korbach haben's aber auch nicht leicht. Helmut hat's an der Hüfte, Uli am Fuß, Heinz Jandik, das Geburtstagskind, gar an Achillessehne und Leiste. Manfred zwickt's seit Monaten auch am Sehnenansatz.
Es gibt also viel zu tun, lassen wir uns krankschreiben!

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01.03.03

Der amtierende 800-m-Hessenmeister Heinz Jandik (M50) startet nach seiner Achillessehnenoperation erste Gehversuche.

Krücke Heinz

Heinz Jandik schmiss die Krücken weg,
bums, da lag er schon im Dreck.
Erste Gehversuche klappten dann doch ganz gut,
es geht aufwärts, Heinz nur Mut, nur Mut.
10 x 100 Meter im Trippelschritt,
Heinz in der Dämmerung über den Westring schlich.

Geisterläufer Heinz
Es sollte ja schließlich keiner sehen,
wie ein alter Mann muss sich noch quälen.
In der trainingsfreien Zeit,
war er ja fast zu allem bereit.
Er kurzerhand zum Hörer griff,
Trainingspartner mitten in der Nacht aus dem Bette schmiss.
Viele schöne Trainingsstunden habe er versäumt,
drum habe er auch noch großen Blödsinn geträumt.
Hoffentlich ist der Heinz bald wieder völlig genesen,
wir wollen ihn wieder auf dem Pauli seine Runden drehen sehen.

Also lieber Heinz gib Gas,
die Senioren des TSV Korbach vermissen dich und deinen Spaß.

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07.02.03

Wer oder was ist "Schmiddi"?

Oder schreibt sich das "Schmitti"? Man weiß es nicht genau, was es ist. Es könnte ein Ski-Springer sein oder ein Computer-Chip. Handelt es sich um ein Gewürz, vielleicht um ein altes indianisches Wunderöl oder gar um ein Abführmittel?

Die Antwort lautet: Jürgen Schmidt ist "Schmiddi" oder "Schmitti". Er ist ein starker Läufer des TSV Korbach, der viel arbeitet, nie Zeit hat und trotzdem immer da ist, wenn man ihn braucht.

Im aktuellen Redewendungen-Duden heißt es: "Nicht zu Schmidtchen gehen, sondern zu Schmidt".

Schmiddi ist außerdem ein Riesentalent, der mit 10 kg

"Schmiddi" verzerrt

weniger 2 Min. über 800 m laufen könnte.

"Schmitti" in Eile bei der Korbacher Meile

Schmitti ist auch einer, der sich wie ein weiterer Top-Läufer des TSV Korbach geschickt weigert, seine Porträt-Daten bekannt zu geben. Aus diesem Grund habe ich ein paar Daten von Jürgen Schmidt zusammen gestellt. Wie er genannt werden will, muss Jürgen selbst beantworten.

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11.12.02

Heinz Jandik feiert krank

Heinz Jandik feiert krank

Trost von Manfred Hamel

Heinz Jandik feiert krankHeinz Jandik feiert krank

Heinz und Manfred haben viel Durst

Heinz Jandik feiert krank

Der Fotograf hatte zu viel Durst

Heinz Jandik feiert krank

Heinz hat Hunger, er isst mit Stäbchen.

Heinz Jandik feiert krank

Heinz fand den Besuch von Manfred und Uli richtig witzig,
nur das von Frau Anne zubereitete Essen war ein wenig zu üppig!
Der Bauch ist voll, die Sehne geflickt,
Heinz frohen Mutes in die Zukunft blickt!

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Heinz Jandiks Achillessehnen-Gedicht
(s. a. Top-News vom 05.12.02)

"Eingeschränkt bewegungsfähig,
Doch nur körperlicherseits,
Mit dem Geist hingegen geh` ich
Schnell auf Reimsuche bereits.
Um mich herzlich zu bedanken
Für den Zuspruch, der tut gut,
Wenn lädiert sind deine Flanken
Und die Läuferseele ruht.

Bärbel, ja, du hast ja recht:
Männer, mal gelegt auf Eis,
Die sind meistens ziemlich schlecht
Zu genießen, wie man weiß.
Man könnte ja so vieles tun,
Was man lange schon geplant.
Aber nein, das Bein muss ruhn,
Hat der Doktor angemahnt.

Deshalb heißt`s, geduldig sein:
Fernsehn, schlafen und viel lesen!
Und in ein paar Wöchelein
Ist der Heinz wieder genesen.
Dann geht`s wieder auf die Pisten,
In den Wald und auf die Bahn,
Vielleicht auch in den Bestenlisten
Findet man den Veteran**.

Doch so weit ist`s jetzt noch nicht,
Eine Weile wird`s schon dauern.
Auf die erste Trainingsschicht
Muss ich wohl noch etwas lauern.

Themawechsel - jetzt: Verzicht!
Dazu fällt mir dieses ein:
Sorge macht mir mein Gewicht.
Lasst die Schokolinsen sein !!!
Bringt mir Blumen, Bücher, Platten,
Davon werde ich nicht fett.
Meinetwegen auch Krawatten,
Aber Süßes - bitte net !

Die Adventszeit schon allein
Birgt genügend "Dickmach-Schätzchen":
Hier ein Bockbier, da ein Wein,
Gänsebraten, Stollen, Plätzchen ...
Wer kann da widerstehn, ihr Leut`?
Zugegeben, ich nur schwerlich.
Und so ist für mich zur Zeit
Jede Zusatzleckerlei entbehrlich.

Doch ansonsten geht`s mir herrlich,
Und das Sprichwort spricht ja Bände:
Unkraut, das vergeht nicht - ehrlich !
Und so komm ich nun zum Ende.

Allen TSV-Athleten,
Allen Läufern, groß und klein,
Allen Assen, Sportraketen,
Allen, die es wollen sein,
Wünsche ich ein Weihnachtsfest,
Ein besinnliches und stilles.
Und bleibt schmerzfrei, that`s the best,
An der Sehne des Achilles.

In diesem Sinne nochmals vielen Dank für alle Genesungswünsche und tschüss hoffentlich bis bald."

Heinz Jandik

**offiziell seit 14.09.2002 (Ede, Holland)

05.12.02

Genesungswünsche von Bärbel Kiel an Heinz Jandik

Heinz Jandik zeigt Biss

Heinz Jandik auf dem Bild ihr seht.
Ihr werdet fragen, wie' s ihm geht.

Die Achillessehen-OP ist nun vollbracht,
es hat ihm fast nichts ausgemacht.    

Den TSV-Läufern zeigt er schon wieder die Zähne:
"Ich komme stärker zurück mit geflickter Sehne! "

Doch vorerst kann er nur liegen flach auf dem Rücken,
und gehen, nein humpeln, lernt er erstmal auf Krücken.  

Aber eins müsst ihr wissen, er behält nur sein breites Grinsen,
bringt ihr ihm beim Krankenbesuch statt Blumen Schokolinsen.

Die isst er normalerweise nur einmal im Jahr,
rosa und weiß sind ihm seit seiner Kindheit so nah.       

Zu seinem Geburtstag sind sie immer der Renner.
Heinz ist ein wahrer Schokolinsen-Kenner.  

Seine Familie muss hoffentlich nicht unter seinem Bewegungsmangel leiden,
aber das lässt sich wahrscheinlich gar nicht vermeiden.

Liebe Annegret, musst du dir wegen Heinz mal die Haare raufen,
lass ihn allein, schalt' ab und geh' mit uns laufen!  

Wir wünschen ihm gute Besserung, denn eins ist gewiss,
er lässt sich nicht unterkriegen, der Mann mit Biss.

Mein Kommentar:

Ganz fest hat Heinz die Zähn' zusammengebissen,
er sieht nur so aus, hoffentlich geht es ihm nicht so beschissen.

Aber der Heinz, der ist hart im Nehmen und verzeiht uns das Reimen,
er wird es uns allen in der neuen Saison schon noch zeigen.

04.12.02

Heinz Jandiks Achillessehne geflickt

Die Achillessehne von Heinz wird geflickt

Ärztliches Bulletin aus Wattenscheid

Gegen 8.00 h wurde die Sehne von Heinz Jandik, TSV Korbach, erfolgreich von Dr. Graff operiert. Dies berichtete er mir exklusiv telefonisch bereits mittags aus Wattenscheid. Etwas benebelt klang er schon, war aber guter Dinge und bat mich die Nachricht topaktuell bekannt zu geben. An Laufen sei heute noch nicht zu denken; er sei aber zuversichtlich, schon morgen mit Krücken die ersten Gehversuche in Angriff nehmen zu können. Nach einer Nacht in Wattenscheid könne er bereits am Donnerstag den Heimweg antreten. Wünschen wir ihm baldige Genesung.

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22.11.02

TSV-Senioren-Armada sticht auch 2003 gemeinsam in See

Die TSV-Korbach-Senioren-Armada sticht natürlich auch in der nächsten Saison gemeinsam in See. Die Wechselgerüchte im TSV Korbach der letzten Tage waren frei erfunden und ein Spaß. Alle Betroffenen haben den Spaß mitgemacht und schriftlich im Gästebuch noch einen drauf gesetzt. Nur Jürgen Schmidt ist zu einer schriftlichen Stellungnahme nicht zu bewegen. Er habe den Spaß genossen, wie er mir mündlich versicherte. Er wolle in der neuen Saison lieber Taten sprechen lassen und die M-40-Rekorde angreifen.

Rekorde, das Stichwort der Saison 2002

Die Leichtathletik-Abteilung des TSV Korbach kann im Seniorenbereich auf eine Saison zurückblicken, die zu den erfolgreichsten der letzten Jahre zu zählen ist.

Allen voran die starken Frauen mit Heidrun Leithäuser (2. bei der EM und mehreren Top-Platzierungen auf deutscher u. hessischer Ebene) sowie Bärbel Kiel und Bärbel Till (beide viele Spitzenplatzierungen auf europäischer/deutscher/hessischer Ebene). Sowohl die Frauen und als auch die TSV-Senioren produzierten zudem Kreisrekorde in Serie. Persönliche Bestzeiten sind kaum mehr zu zählen.

Mehrere Titel und Spitzenplatzierungen auf Hessen- und Bezirksebene wurden auch bei den Herren errungen bzw. erzielt. Besonders hervorzuheben ist Heinz Jandik. Er wurde Hessenmeister über 800 m und 6. in der Staffel über 3x1000 m bei den deutschen Meisterschaften (mit Stede/Schalk). Jürgen Schmidt sahnte bei den Nordhessenmeisterschaften gleich 3 Titel ab.

Top-Platzierungen unter den ersten 10 in den Bestenlisten bei den Damen auf deutscher Ebene und bei den Herren unter den ersten 20 sind zu erwarten.

Die Saison 2002 hat Riesenspaß gemacht. Viele gemeinsame Wettkämpfe und Staffelwettbewerbe wurden bestritten und erfolgreich beendet. Die harte Trainingsarbeit im Team hat sich bezahlt gemacht. Ein Höhepunkt zum Ende der Saison war sicherlich auch der Länderkampf Niederlande/Westfalen/Hessen. Gleich 6 Athletinnen und Athleten des TSV Korbach vertraten Hessen würdig. Die Saison 2003 kann kommen. Das starke Senioren-Team des TSV Korbach wird wieder für Furore sorgen.

16.11.02

Wechselfieber und kein Ende

Jürgen Schmidt bislang ohne schriftliche Reaktion zu seinen Wechselambitionen

Eintrag von Bärbel Kiel ins Gästebuch (Auszug)

"Aber was ist mit Jürgen? Der Genießer schweigt. Dabei ist er im Laufe der Woche schon in Dortmund gesehen worden. Ich glaube, er checkt vorab die Lage. So ein Junge vom Dorf muss sich erstmal in einer großen Stadt zurecht finden. Wenn er den Wochentrainingsplan erhält, hat er sowieso ein Problem. Er muss ja das Programm für Montag - Mittwoch am Donnerstag erledigen und das für Donnerstag - Samstag am Sonntag abarbeiten. Mehr wie 2x pro Woche hat er noch nie geschafft zu trainieren. Es kommen harte Zeiten auf ihn zu."

Die Moral von der Geschicht:

Alle verstehen Spaß, Jürgen etwa nicht?

Keine Angst, auch Jürgen versteht Spaß.
Nur im Training mit ihm wird es ernst. Habe gestern mit ihm ein Training absolviert, was sehr gemütlich begann, da Jürgen anfangs über Magenschmerzen klagte. Nach einer kurzen Gehpause - die sind bei uns seit diesem Sommer sowieso stark im Kommen - ging es los. Der Wettkampf begann. Es gab kein Halten mehr. Tiefer Schlamm, lange steile Berge, unangenehmer Nieselregen. Nichts konnte unseren Drang aufhalten. Bis zur Erschöpfung voll ausgepowert. Und das in einer Phase der Regeneration. Es kommt eben manchmal anders als man denkt, besonders wenn man mit Jürgen unterwegs ist und er erst mal in Fahrt kommt. Ja, so ist er. Powert sich eben gerne aus. Wie die o. gen. zarte Powerfrau aus Eimelrod, wie kürzlich in den Upland-Tipps zu lesen war (mehr im
Archiv unter Sonstiges vom 29.09.02). Das harte Training endete wie es begann, mit einer Gehpause. Dabei erzählte mir Jürgen ganz nebenbei, dass er diese Woche tatsächlich in Dortmund weilte. "Was hat das zu bedeuten?", meine Frage. "Nur rein dienstlich", seine Antwort. Jürgen, das Training hat Spaß gemacht.

Jetzt warten alle auf deine Stellungnahme.

15.11.02

Wechselfieber

Helmut Heine, Schülertrainer des TSV Korbach, wechselt zum PSV Grün-Weiß Kassel

Heinz Jandik wechselt nun doch nach Obervorschütz

Bärbel Kiel bleibt dem TSV Korbach treu

Und Jürgen Schmidt?

Eintrag von Helmut Heine im Gästebuch

"Auch ich beschäftige mich mit einem Vereinswechsel bzw. einem anderen sportlichen Betätigungsfeld.
Mein Vereinswechsel hätte sicherlich nicht solche gravierende Einschnitte wie bei unseren sehr aktiven Senioren (vielleicht steige ich ja irgendwann auch wieder aktiv ein nach meiner Reha), aber eine Trainer-/Betreuungsfunktion beim TSV Korbach wäre sicherlich nicht mehr möglich.
Vom HLV habe ich das Angebot, den D 1 Kadertrainer Lauf Nord, Karlo Seck (ehemaliger Spitzenläufer 1.000 m unter 2:30 min.) zu unterstützen. Um in die Phalanx der Südhessen einzudringen, soll die nordhessische Laufszene der Schüler/Jugendlichen qualifizierter trainieren und an frühere Erfolge knüpfen. Man orientiert sich hier an den erfolgreichen Senioren des TSV Korbach.

Ich werde mit dem ehemaligen Marathon-Bundestrainer Aufenanger aus Kassel versuchen, wieder etwas "Licht" in die grauen Statistikzahlen der Region Kassel/Korbach zu bringen. Dies ist natürlich mit einem Wechsel zum PSV Grün-Weiß Kassel verbunden. Ich hoffe, man hat für meinen Wechsel Verständnis...."

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Heinz Jandik wechselt nun doch nach Obervorschütz

Eintrag von Heinz Jandik im Forum und Gästebuch

Gerüchteküche

"Hallo Uli,

langsam nimmt die Gerüchteküche ja überhand! Da bei den Vereinswechselkandidaten permanent auch mein Name erscheint, möchte ich nun endlich mein Schweigen brechen und offiziell Stellung beziehen. Ja, es stimmt, mein Vereinswechsel zur neuen Saison ist beschlossene Sache, aber nicht, wie in deinen letzten Top-News zu lesen, zu "Achilles Essen", sondern eben doch zum TSV Obervorschütz. Dieser Entschluss ist mir sicherlich nicht leicht gefallen, aber es gibt zwei gewichtige Gründe, die den Ausschlag für den rührigen Schwalm-Eder-Club gaben..."

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Bärbel Kiel bleibt dem TSV Korbach treu

Eintrag von Bärbel Kiel im Gästebuch

"Hallo Uli, hallo ihr anderen Senioren,

zum Glück habe ich mit meiner Stellungnahme gewartet, bis alle ihren Senf abgegeben haben. Ich bin echt erstaunt über euch. Da läuft man immer nebeneinander her, unterhält sich mal (meistens könnt ihr ja noch nicht einmal reden, weil das Tempo für euch zu hoch ist) und plötzlich sprüht ihr nur so vor nicht für möglich gehaltener Fantasie.

Uli weiß schon gar nicht mehr, ..."

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Kommentar von Bastian Schalk:

"Sch..., muss ich jetzt auch den Verein wechseln?"

13.11.02

Wechselscherze - Verstehen Sie Spaß?!

Die Nachricht von gestern fällt natürlich unter die Rubrik "Verstehen Sie Spaß?!"

Alles war ein Scherz und sollte zur Lockerung im tristen Trainingsalltag des trüben Novemberwetters beitragen. Der Abteilungsleiter des TSV Korbach, Udo Leithäuser, spielte mit.

Ein Gerücht hält sich jedoch hartnäckig. Heinz Jandik beabsichtigt zu "Turbo Achillessehne Essen" zu wechseln. Bedingung für die Freigabe durch Udo Leithäuser war allerdings, reichlich beim Training auf dem "Pauli" neue Vereinsmitglieder zu werben. Da Heinz die Vorgaben bisher nicht erfüllen konnte, werden die Aktiven des TSV Korbach zum Glück weiter seine stets gute Laune erleben können. Alle Senioren bleiben damit dem TSV Korbach treu. So läuft's!

12.11.02

Wechselbörse

Die Übersicht

Name Abgebender Verein Aufnehmender Verein
Annika Becker LG Alheimer Rotenburg/Bebra Erfurter LAC
Tim Lobinger LG Eintracht Frankfurt ASV Köln
Sabrina Mulrain Team Niederrhein VfL Sindelfingen
Ingo Schultz LG Olympia Dortmund TSG Bergedorf
Ulrike Urbansky TSV Bayer 04 Leverkusen SC Magdeburg

Wechselgerüchte

Heinz Jandik >

>

TSV Obervorschütz

Birgit Kleinschmidt, TSV Obervorschütz, rechts

Jürgen Schmidt >

>

LG Olympia Dortmund

Sina Schielke

Bärbel Kiel >

>

VFL Kamen

Rüdiger Hasse, VFL Kamen

Uli Schalk >

>

TSV Obervorschütz

Birgit Kleinschmidt, TSV Obervorschütz, rechts

Kommentar zu den Wechselgerüchten von Udo Leithäuser, Abteilungsleiter TSV Korbach

"Hallo Uli,  ich bin entsetzt!!!  

Mir wurde angekündigt, der TSV Obervorschütz werde in den nächsten Tagen Deinen Startpass anfordern, weil Du für diesen Verein eine Startverpflichtung für 2003 eingegangen seiest???  

Das sei erst der Anfang, wurde mir mitgeteilt, man wolle Deine ganze Trainingsgruppe übernehmen, um die nordhessische Vorherrschaft der "Hermann-Kilian-Truppe" auf ganz Hessen auszudehnen.  

Das darf doch nicht wahr sein, oder? Da will sich doch jemand einen Scherz mit uns machen, einen (reichlich) vorgezogenen Aprilscherz.  

Ich erwarte von Dir eine Klarstellung. Dieter Schröder und Heinz Jandik informiere ich vorsorglich.  

Gruß  Udo Leithäuser  

P.S. Im Ernstfall werden wir alle juristischen Möglichkeiten des nationalen und internationalen Regelwerkes ausschöpfen, und da ist manches möglich, wie Du weist. Im äußersten Notfall werden wir uns hinter den Gewohnheitsrechten der waldeckischen Leichtathletik verschanzen, um Schlimmeres zu verhindern. So schnell lassen wir Dich nicht ziehen."

Meine Klarstellung:

Nur Heinz Jandik und ich werden nach Obervorschütz wechseln. Heinz ist schon längere Zeit von der Sprintfähigkeit Birgit Kleinschmidts angetan. Er erhofft sich nach harten Trainingseinheiten mit Birgit eine Steigerung seiner männlich athletischen Fähigkeiten. Ich habe mehr das Bedürfnis, meine Stärken auf den Mittel-und Langstrecken durch ein gemeinsames Training mit Yvonne Conrad weiter auszubauen.

Bärbel Kiel hat gute Kontakte zu Rüdiger Hasse (bekannt als Webmaster der Masters-Homepage) vom VfL Kamen und wird sein verlockendes Angebot annehmen.

Jürgen Schmidt dagegen ist für die umliegenden Vereine zu stark und hat ein Angebot von der LG Olympia Dortmund. Top-Sprinterin und Model Sina Schielke ist schon ganz unruhig und kann es kaum erwarten, mit ihm gemeinsame Runden zu drehen. Jürgen Schmidt soll den Part des 400-m-Europameisters Ingo Schultz übernehmen, der den Verein verlassen hat (s.Tabelle oben).

Brandaktuell

Gerade eben habe ich ein Angebot von der LG Sieg und Sabrina Mockenhaupt, der neuen deutschen Queen auf den Langstrecken, erhalten. Dieses Top-Angebot werde ich nicht ausschlagen können. Die Absicht, nach Obervorschütz zu wechseln, ist damit schon wieder überholt.

Sabrina Mockenhaupt

Wer kann da schon widerstehen?

Siegerland, ich komme!

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03.11.02

3. offene Korbacher Stadtmeisterschaft auf der Finnenbahn

Dauerregen verhinderte die Austragung der 3. offenen Korbacher Stadtmeisterschaft auf der Finnenbahn. Die Veranstaltung musste leider abgesagt werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Die Veranstalter wollen versuchen, die Meisterschaft noch in diesem Jahr neu anzusetzen.

November-Regen

Udo Leithäuser, der Abteilungsleiter, hat abgewunken,
knietief wäre man im Schlamm versunken.

Das Wasser stand später allen bis zu den Knien
Udo: "Besser, wenn wir wieder gehen."

Die schnelle Sprinterin Heidrun, seine Frau,
pflichtete ihm bei: "Hast Recht, genau, genau."

Manfred Hamel, der Organisator in großen Nöten:
"Was mache ich nur mit Wurst und Brötchen?"

Sprinter Jürgen Schmidt liebt Sonne und Wärme,
"bei diesen Bedingungen hier gehe ich lieber in die Therme."

Simone Rost cool, sie war ja einmal nass,
"jetzt laufe ich nach Hause, das macht doch Spaß!"

Mittelstrecklerin Bärbel Kiel hatte schon den Sieg vor Augen,
"jetzt soll ich in Rhena umdrehen, toll, ich kann's kaum glauben."

Heinz Jandik locker drauf: "Dieses Wetter kann uns doch nicht schocken",
und nahm mit Uli Schalk eine große Trainingsrunde unter die Socken.

Bürgermeister, Pressevertreter und Vorstand nahmen es gelassen,
konnten sie doch einfach weiterschlafen.

Und die Moral von der Geschicht,
ohne Wetter geht es nicht!

28.09.02

Läufers Zielscheibe

Der Kreisstatistiker Edwin Martin antwortete kürzlich scherzhafterweise auf meine nicht ganz ernst gemeinte Frage per Email:  

Frage: "Was macht der HLV in Sachen Hofgeismar 1000 m? Gibt es schon ein Ergebnis, bevor ich an den Weltverband schreibe?"  

Antwort Edwin Martin: "Hallo Mr. Ungeduld, die Sache scheint sich momentan bei der IAAF zu befinden, die noch Rücksprache mit ihren Mitgliedsverbänden nehmen muss. Die Verbände in Ozeanien wollen aber erst in einigen Wochen eine Sondersitzung dazu einberufen. Früher geht das wegen der einzuhaltenden Ladungsfristen nicht. Das wiederum bedeutet, dass ein Ergebnis so schnell nicht erwartet werden kann. MfG Läufers Zielscheibe"  

Hintergrund der Diskussion ist die statistische Anerkennung der erzielten 1000-m-Zeiten beim Abendsportfest in Hofgeismar. Wegen eines Formfehlers des Veranstalters wird zurzeit beim HLV über die Anerkennung diskutiert und entschieden. Zum Wohle der Athleten sollte man sich für und nicht gegen die Läufer aussprechen. Die Läufer, die vom Fehler des Veranstalters im Vorfeld nichts wussten, dürften dafür nicht verantwortlich gemacht werden. 

14.09.02

Seniorenvergleichskampf der Niederlande und der Landesverbände Hessen und Westfalen
in Ede bei Arnheim in den Niederlanden
am 14. September 2002.

Episode am Rande des gelungenen Länderkampfes

Unterkunft einmal anders

Heinz Jandik und Uli Schalk mussten zum ersten Mal seit der Bundeswehrzeit wieder Betten beziehen. Ein nicht leichtes Unterfangen. Heinz brauchte 3x länger als seine aktuelle Bestzeit über 1500m, bei Uli Schalk war die Pritsche nach knapp 10 min liegefertig. Die Aktion wurde ständig von Lachkrämpfen über das spartanisch eingerichtete und lt. Heinz "knastähnliche" Zweibettzimmer unterbrochen. Am nächsten Morgen kam es zum Stau in der "Nasszelle". Auf der rechten Seite dieser Zelle putzte sich eine Athletin die Zähne, während im selben Moment ein Athlet eine dringende Notdurft verrichten musste. Der dritte Athlet genoss derweil in vollen Zügen das warme Duschwasser, die zähneputzende Athletin erhielt dabei gleich noch eine kostenlose Fußdusche. Beim abendlichen Buffet und anschließendem gemütlichen Beisammensein mit Live-Musik kamen die Athletinnen und Athleten dafür dann voll auf ihre Kosten. Bis zum Morgengrauen wurden die Erfolge gefeiert. Auf der Rückfahrt des von "Autofreak" Nr.1, Winfried Stede, hervorragend gesteuertem TSV-Kleinbus wurde auf die Erfolge noch mal kräftig mit Sekt angestoßen. Ein würdiger Abschluss mit viel Spaß und guter Laune, auch wenn bei der Fahrt durch die vielen Schlaglöcher der westfälischen Autobahnen der ein oder andere Tropfen des guten Sektes auf der Hose des Sitznachbarn landete. Die mitfahrenden Annette Briel, TSV Frankenberg, und Michael Kollmar, TSV Twiste, (beide Gewinner ihrer Wettkämpfe) waren begeistert, mit welchem Überschwang beim TSV Korbach Erfolge gefeiert werden können und haben sich bereits vorab spontan für die gemeinsame Fahrt zum nächsten Wettkampf angemeldet.

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Denkmal für Jürgen Schmidt

Juergen Schmidt in Sulzbach

Jürgen Schmidt, dem aus Zeitmangel trainingsfaulsten, aber größten Talent auf den Sprint- und Mittelstrecken im TSV-Korbach-Seniorenbereich, wurde kurz vorm Start bei den hessischen Staffelmeisterschaften in Sulzbach schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. Seine ohne großen Trainingsaufwand unglaublich guten Leistungen wurden gewürdigt. Sein Motto: "Ich trainiere wenig, aber wenn ich laufe, dann nur volle Kanne." Gesagt, getan: Kurz nach der Ehrung lief er sich wie gewohnt mit unzähligen Sprints bis direkt vorm Start der 4 x 400 m-Staffel warm und schüttelte mal eben eine 56-er-Runde aus dem Ärmel. Einen Tag später zeigte er beim Volkslauf in Buchenberg schon wieder fast allen die Hacken. Was für ein Talent!

16.05.02

Fahrrad-Unfall auf dem Pauli

War das lustig!

Zuschauer und Trainierende hatten ihren Spaß. Der Betroffene kam mit dem Schrecken und leichten Knieverletzungen davon.

Kaum Schnupfen und Leistenverletzung überwunden, holt sich der Läufer beim Sturz mit dem Rad am Knie neue Wunden. Eine Tasche sich schnell mal in Pedal und Kette verfängt, wenn man dieses Ding nicht richtig oder vorschriftsmäßig umhängt!

Rad fahren müsste man können

Rad fahren müsste man können

Alle Beteiligten wissen, wer und was gemeint ist.

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17.05.02

Das Highlight des Monats aus dem Gästebuch muss man gelesen haben!

von Bärbel Kiel

"Jeder weiß, Uli konnte wegen seiner Leiste lange nicht laufen,
so ging er der Kondition wegen ein Mountain-Bike kaufen.
Damit brachte er die Fitness auf Trab,
es ging kilometerweit bergauf und bergab.

Aber inzwischen sieht man ihn wieder auf dem Pauli seine Runden drehen,
doch am letzten Donnerstag gab es etwas Besonderes zu sehen.
Mit diesem Fahrrad kam Uli pünktlich zum Trainingsbeginn,
als sich plötzlich in der letzten Abfahrt die geschulterte Tasche in der Pedale verfing.
Wie einst Jan Ulrich streckte es ihn nieder
und er fand sich Sekunden später auf dem Pflaster wieder.
Er selbst konnte dies gar nicht verstehen,
fragte deshalb Jürgen Schmidt: "Haste das denn gesehen?"
Folgen waren gottseidank nur Schrammen an Knie und Bein,
Mensch Uli, lass das Radfahren besser sein.
Mit Verletzungen war er bisher wirklich nicht kleinlich,
einziger Kommentar seines Sohnes:
"MENSCH, IST DAS PEINLICH!"

© Bärbel Kiel

Mein Kommentar:

Jetzt ist es raus und jeder weiß,
dass der Radfahrer Uli Schalk heißt.
Treffender als Bärbel kann man es nicht formulieren,
beim Lesen der Zeilen konnte sich meine ganze Familie köstlich amüsieren.
Zum großen Glück ist das Knie nur blau,
ich stelle mich heute abend auf dem Pauli zur Schau.
Die Bärbel ist eine starke Läuferin,
trainiert sie noch mehr, sind bald 2:20 auf 800 m drin!
Nun dichtet sie auch noch, welch großes Talent,
hat sie denn da bisher verschenkt?!
Ihr Gedicht ist einfach toll, ich habe laut gelacht,
für's Training gibt's mir trotz der Blessuren neue Kraft!

Uli Schalk

2.04.02

April, April

Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, natürlich war die gestrige Nachricht ein Aprilscherz. Otto Lange bleibt weiterhin TSV-Geschäftsführer. Erhard Kiel wird unverändert mit Freude Lehrer sein und Willi Gernandt bleibt Kampfrichter, oder? Bärbel Kiel ist ohne Zweifel eine starke Läuferin, die Olympianorm wird sie jedoch nicht mehr erreichen.

01. April 2002

Otto Lange wirft das Handtuch - Erhard Kiel wird neuer TSV Korbach-Geschäftsführer  

Heute platzte die Bombe. TSV-Geschäftsführer Otto Lange wirft das Handtuch. Soeben bat mich Otto Lange telefonisch, die sensationelle Nachricht über das schnelle Medium "Internet" zu verbreiten, da wegen der Feiertage die Zeitungen nicht drucken.

Otto Lange: "Ich habe einfach die Nase voll, es müssen Jüngere 'ran.  Endgültiger Auslöser war der Streit mit Kampfrichter-Guru
Willi Gernandt. So verbohrt wie Willi möchte ich nicht enden."

Ein Nachfolger wurde schnell gefunden.

Erhard Kiel soll der neue "Chef" des TSV 1850/09 Korbach werden.

Otto Lange: "Die ideale Besetzung, Erhard hat durch seinen Lehrerberuf Bezug zu allen Sportarten". Als Lehrer habe er zudem viel Freizeit  und könne den Halbtagsjob des Geschäftsführers sogar gegen Entgelt ausüben, die erforderliche Genehmigung sei bereits von der Schulbehörde erteilt. So könne der kürzlich "gegangene" Trainer des SC Willingen seine dadurch erworbenen finanziellen Verluste gut kompensieren.

Nach fieberhafter Suche konnte ich Erhard Kiel ausfindig machen. Aus seinem Urlaubsort war Kiel über Telefon zu einer ersten Stellungnahme bereit:

"Vor gut 2 Wochen am Rande der Kreiscrossmeisterschaften in Goldhausen viel die Entscheidung. Als mir Otto und der Vorsitzende Bott das Angebot unterbreiteten, fehlten mir zunächst fast die Worte, sagte aber spontan zu. Natürlich muss ich noch offiziell gewählt werden, werde aber den "Job" unbedingt annehmen und mit großer Freude ausüben. Mein Lehrerberuf allein füllt mich ohnehin nicht aus. In den letzten Wochen ohne Trainerjob bin ich ja fast vereinsamt. Da kommt das Angebot gerade recht."

Und dann sprudelt es förmlich aus ihm heraus. Kiel formuliert seine ersten großen Pläne:

"Der Läufergruppe um Karl-Heinz Pschera bestens bekannt sind die Super-Waldwege rund um den Wipperberg in Lengefeld. Hier soll nach meinen Planungen eine hochmoderne Biathlon-Strecke entstehen. Ich will hier Weltcup-Rennen veranstalten, das bin ich meiner Tochter Jennifer, der Biathletin, schuldig. Notfalls lasse ich Schneeberge von der Willinger Schanze 'rankarren. Die Willinger haben bei mir ja schließlich noch was gutzumachen. Was die können, können die Korbacher schon lange. Eine Kreisstadt wie Korbach muss in der Lage sein, Weltcup-Rennen zu veranstalten."

Außerdem will Kiel selbst sportlich mit gutem Beispiel vorangehen. "Ich will im Herbst in Berlin meinen ersten Marathon laufen. Einmal im Leben musst du einfach Marathon gelaufen sein. Eigens dafür werde ich das Rauchen aufgeben. Ich habe hier im Urlaub meine letzte Zigarette ausgedrückt."

Mit seiner Ehefrau Bärbel hat der neue TSV-Geschäftsführer ebenfalls Großes vor:

"Bärbel hat ein Riesentalent, in den letzten Jahren zu wenig trainiert und vor allem auf den falschen Strecken Wettkampfeinsätze gehabt." Ihr Potential habe sie nicht annähernd ausgeschöpft, ihre Stärke liege eindeutig auf der Marathondistanz. "Ich bin der festen Überzeugung, dass sie bei richtiger Trainingsgestaltung eine Zeit von 2:22-2:25 h schaffen kann, damit ist sogar eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Athen möglich."

Kiel macht auch gleich Nägel mit Köpfen: " Ich werde Herbert Steffny, der schon Joschka Fischer trainierte, als Coach nach Korbach holen. Alle im Verein sollen vom großen Erfahrungsschatz des EM-Dritten von Stuttgart 1986 profitieren."

Auf die Frage, ob er nicht zu dick auftrage und die Ziele nicht zu hochgesteckt seien, kontert Kiel: "Dieter Baumann läuft jetzt mit 37 Jahren seinen ersten Marathon. Der Portugiese Carlos Lopez wurde mit 37 Olympiasieger in Los Angeles, lief mit 38 Weltrekord." Wo er recht hat, hat er recht. Wünschen wir ihm gutes Gelingen.

Otto Lange hingegen ist jedoch nicht ganz aus dem Geschäft, er bleibt stellvertretender Geschäftsführer. TSV-Vorsitzender Bott: "Einen so verdienten Funktionär lassen wird nicht hängen. Otto bekommt sein Geschäftsführergehalt ähnlich wie ein Beamter bis an's Lebensende." So lässt's sich leben!

10.02.02

Mein Gedicht zur Korbacher Verletztenmisere im Winter 2001/2002:

Läufers Seuche

Läufer sind schon seltsame Wesen,
mal sind sie krank und mal genesen.
Verletzungen kommen wenn man sie nicht braucht,
sie zehren an den Muskeln und das schlaucht!
Oder zeigen sie dem Körper nur
sei auf der Hut, mach Pause pur?

So zwickt es hier, hat dort das Reißen,
gehören wir schon zum alten Eisen?
Auch viele TSV-Senioren sind erkrankt,
die Nerven liegen manchmal blank.

Die Liste ist lang und auf Platz eins
liegt zur Zeit der Jandik, Heinz.
Nichts will seiner Achillessehne
so richtig helfen auf die "Bene".

Bei Helmut Heine, dem Modellathlet,
sind leider Hüfte und Wirbel chronisch verklebt.
Wettkämpfe kommen für ihn momentan nicht in Frage
vielleicht gibt es auch wieder bessere Tage.

Es schickte dieser blöde Fuß
dem Karl-Heinz Pschera vor kurzem einen Verletzungsgruß!
Doch dieser Mann ist hart im Nehmen,
er läuft und läuft - ohne zu stöhnen.

Manfred Heide's Ohrensausen,
zischt und piept und lässt ihn grausen.
Sein Kollege, der Wolfgang Habicht, spricht
Ich will laufen, nur mein Knie will einfach nicht.

Das Kreuzdarmbeingelenk schmerzt bei Jürgen Schmidt,
kommt es drauf an, ist das Talent aber auch ohne Training fit.
Bei viel Arbeit und wenig Schlaf,
klopft jedoch sein Herz machmal nicht ganz im Takt.

Hamel's Manfred rennt zur Zeit nicht auf der Bahn,
sondern von Arzt zu Arzt wegen Achillessehnenqualen.
Der Fersensporn am Ansatz zwickt,
Am Ende er doch unter'm Messer liegt?

Uli's Schmerzen schon lange bohren
am Schambeinmuskel und den Adduktoren.
Oder ist es gar 'ne weiche Sportlerleiste?-
diese Ärzte, keiner so richtig weiß es.

Udo Leithäuser, der Abteilungsleiter, hat es nicht mehr ganz so schwer,
10 Kilo leichter, doch sein Knie will schon lange nicht mehr so wie er.
Ein kleiner Stich ins Kniegelenk,
macht dem Meniskusschmerz vielleicht ein End?

Bei allen zwickt und zwackt es mächtig,
Warum nur bei den Männern, das ist verdächtig.
Das "schwache" Geschlecht im TSV ist scheinbar viel gesünder,
Heidrun, Bärbel und Annegret sind ja putzmunter.

Bei den Männern zwickt es im Knie, Fuß, Hüfte oder Gleitgewebe,
es zieht, es kracht und knirscht die Sehne,
es reißt, es zischt, sticht hier und da,
keine Schmerzen mehr, das wäre wunderbar!

Doch urplötzlich wieder mal ein Stich ins Muskelfleisch,
heute verkrampft, gestern war der Muskel doch noch so schön weich!
Die Männer sind doch alle gleich,
außen hart und innen ganz weich!

Was man auch macht, es zerrt an Bauch und Wade,
wär man doch nur gesund, leider nicht- schade, schade!
Kranke Füße, Wirbel, Fersensporn-
bringen einen nicht nach vorn.

Zerrung, Stauchung, Überdehnung,
zwingen uns zur Überlegung,
nehmen wir Pillen, Salben und Massagen,
oder sollen wir gar den Arzt mal fragen?
Doch da kommt auch nicht die erhoffte Hilfe her,
man was haben es die Läufer schwer!

So bleibt am Ende dieses Gedicht's
die Erkenntnis - ohne Pause geht es nicht!
Gibt dem Körper eine Chance,
mit einer Pause kommt er wieder in Balance.

Doch wehe, wenn wir wieder ganz gesund,
wir schwören, dann geht's wieder rund.
Werden wir dann losgelassen,
lassen wir es richtig krachen!

Helau!
© Uli Schalk


Stand: 27. August 2012