Home So läufts So läufts nicht Spaß im TSV Korbach


Willkommen bei Uli Schalk online - Laufen

Laufbahn
Bestzeiten/Bestenlisten
Daten/Titel
So läufts/nicht
Training u. mehr
Startschuss/Termine
Umrechnungsformeln
Ulinks
Porträts
Archiv/Ergebnisse
Spaß im TSV Korbach
Gästebuch
TOP-News

Viel Spaß mit Uli Schalk online - Laufen
Viel Spaß beim Stöbern!

     Laufend seit 01.09.01:

             Webcounter seit 01.09.01

                   im Ziel!

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!


***

So läuft's richtig

So läufts


Viel Gutes - So läuft's

Der Boss - Udo Leithäuser

Mit Udo Leithäuser wurde vor einiger Zeit ein ehemaliger Leichtathlet, der hessenweit Erfolge hatte, Abteilungsleiter des TSV Korbach für den Bereich "Leichtathletik".

Diese Entscheidung war ein Glücksfall für den Verein.

Mit ihm ist frischer Wind eingekehrt, insbesondere in die etwas "dahindämmernde Seniorentruppe".

Seine wohltuende, ruhige Art und aufopfernde Arbeit zum Wohle der Athleten kann nicht genug gelobt werden.

Udo - gratuliere, Du bist genau der richtige Mann an der richtigen Position! Mach weiter so, auch wenn Du bei Deinem enormen Engagement sicher (zu) viel Freizeit opfern musst. Hoffentlich können wir, die Athleten, mit unseren bescheidenen Erfolgen Dir ein klein wenig zurückgeben.


Meile:

Erstmals fand im August 2001 in Korbach ein Meilenlauf auf der Bahn des Paul-Zimmermann-Stadions im Rahmen der Bezirksschülermeisterschaften statt.

Die Starter Jürgen Schmidt, Uli Schalk, Heinz und Torben Jandik sowie Bärbel Kiel liefen alle einen neuen Kreisrekord in ihren jeweiligen Altersklassen!

1. Korbacher Meile

v.r.: Peter Wendt, Bärbel Kiel, Heinz Jandik, Jürgen Schmidt, Torben Jandik, H.-Friedrich "Lobo" Kubath, Thomas Fait, Manfred Heide, Uli Schalk


02.01.02

Das absolute Highlight aus dem Gästebuch:

"Hallo Uli,

Monate hat es gedauert,
Lange hast du drauf gelauert.
Doch, obwohl schon "Neues Jahr",
Heute wird es endlich wahr:
Heute wird nicht mehr gewartet,
Der Computer schnell gestartet.
Noch ein Blick zum Bildschirm hin,
AOL - ich bin schon drin!
So - was ich nun feste such,
Ist, na klar, dein Gästebuch.
Meine Meinung schreib ich dir
Zu der Homepage, los geht`s hier:

Brauchst du mal ein Resultat,
Hat`s der Uli prompt parat.
Fehlt für`s Training dir ein Wink,
Klick auf den entsprech`nden Link!
Meinungen von Laufexperten
Zu Ernährung, Herz-Puls-Werten,
Aktuelles vom Verein,
Tipps für Ferse, Wadenbein,
Meisterschaften, Lauf-Events,
Ob im Sommer, ob im Lenz -
Alles steht bei Uli drin,
Schau nur öfter einmal hin!

Uli, ja, der Aufwand war
Riesengroß, das ist ja klar!
Auch dem familiären Frieden
War Gefahr hoch drei beschieden.
Doch letztendlich sag ich dir,
Es hat gelohnt, das glaube mir.
Die Homepage, die sucht ihresgleichen,
Wer könnte ihr das Wasser reichen?

Gemeinsam laufen freut mich richtig,
Der Untergrund ist nicht so wichtig.
Ob Waldweg, Asphalt, Tartanbahn,
Da kommt es wirklich nicht drauf an.
Ob matschig, eisig oder sandig,
Dein Laufpartner sei stets Heinz Jandik
(der dich und deine Familie herzlich grüßt und ein
gesundes und erfolgreiches 2002 wünscht)."

Heinz Jandik

Mein Kommentar: In seiner Altersklasse ist der Heinz,
auf der Laufbahn stets die Nummer Eins.
In der Jugend stand er als Sänger hoch im Kurs,
die Groupies standen Schlange, heute geht es im Wettkampf um die Wurst.
Nun dichtet er auch noch wie ein Meister,
welche Talente schlummern noch in ihm, keiner weiß es.
Also: Achillessehne kurieren und trainieren mit vollem Dampf
dann gewinnt er dieses Jahr auch noch im Fünfkampf.


04.03.02

Endlich ist er da, der erste "Pauli-Power" / März 2002

- ein Bericht von Dieter Schröder, dem Gestalter und Redakteur der neuen Leichtathletikzeitung des TSV 1850/09 Korbach.

"Lange hat's gedauert, aber nun ist die erste Ausgabe des Pauli-Power da. Zunächst erst mal in etwas abgespeckter Form und auch ohne viel Werbung. Doch für die nächsten Ausgaben hoffe ich auf noch mehr Beiträge aus euren Reihen, so dass es künftig noch mehr zu lesen gibt. Also- ich kann kleine und große Artikel, News und vor allem witzige Fotos gut gebrauchen.

Der Sieger des Namenswettbewerbes ist Bastian Schalk.

Bastian Schalk- sein Vorschlag "Pauli-Power"

Sein Vorschlag "Pauli-Power" hat sich unter über 30 anderen Namen durchgesetzt. Seinen Preis, eine schöne Sporttasche, hat er bereits bekommen. Bastian trainiert erfolgreich in der Gruppe von Uta Sommer, Helmut Heine und Heidrun Leithäuser.

Herzlichen Glückwunsch und DANKE allen anderen Teilnehmern am Wettbewerb!
Viel Spaß beim Lesen und viel Power auf dem Pauli wünscht Dieter Schröder."

Die Ziele des

TSV Korbach

formuliert Dieter Schröder im "Pauli-Power" wie folgt:

  • Offen sein für alle, die Leichtathletik betreiben möchten

  • Wettkampfinteressierte möglichst optimal vorbereiten

  • altersgerecht trainieren, Leistungsfähigkeit behutsam aufbauen

  • vielseitig ausbilden, frühe Spezialisierung vermeiden

  • Freude am Sport wecken und erhalten

  • Teamgeist fördern (z.B. durch Teilnahme an Mannschaftswettbewerben)


WLZ vom 18.07.02

Höchstpersönlich

Heidrun Leithäuser, TSV Korbach

In dem Interview antwortet Heidrun auf die Frage, mit welchen Sportlerinnen und Sportlern sie gerne ausgehen würde: "Mit den Leichtathletik-Seniorinnen und Senioren meines Vereins."

Die Antwort verdeutlicht, welch tolle "Truppe" sich im Seniorenbereich des TSV Korbach in den letzten Jahren gebildet hat. Eine "verschworene" Gemeinschaft ist entstanden, die viel Spaß bereitet. Man unterstützt und hilft sich gegenseitig, wo man kann. Und die Erfolge in den letzten Jahren blieben nicht aus und motivieren für die Zukunft zusätzlich. Ich bin froh wie alle anderen dabei zu sein - es macht großen Spaß - weiter so.

23.08.02

Großer Empfang der erfolgreichen EM-Teilnehmerinnen Heidrun Leithäuser und Bärbel Kiel

Den beiden Athletinnen des TSV Korbach, Heidrun Leithäuser, Vize-Europameisterin im Fünfkampf in der W45 und Bärbel Kiel, 7. im 1500-m-Lauf in der W35, wurde gestern in Abwesenheit der ebenfalls erfolgreichen Bärbel Till (8. Speer, Kugel) auf dem "Pauli" ein großer Empfang bereitet.

Die zahlreich erschienenen Schüler-, Jugend- und Seniorentrainingsgruppen des TSV Korbach empfingen die beiden Athletinnen mit Transparenten, verzierten Kuchenblechen und Getränken. Vereinsvorsitzender Michael Bott würdigte in seiner Begrüßungsrede die großen Leistungen und erinnerte an die Vorbildfunktion für die Jugend. Nach einer kleinen Feierstunde bei Sekt und Kuchen ließ man den Abend mit einem lockereren Trainingsspielchen ausklingen.

Die anwesenden Vertreter der beiden lokalen Zeitungen werden über dieses nicht alltägliche Ereignis auf dem Paul-Zimmermann-Sportplatz (Pauli) ausführlich berichten.

Heidrun und Bärbel beim Empfang auf dem Pauli

Heidrun (gelbes T-Shirt), Bärbel (rotes T-Shirt)


11.09.02

So läuft's

Am Rande der Kreismehrkampfmeisterschaften am 07./08. September 2002 in Korbach war zu erfahren, dass sich ein teilnehmendes Kind spontan anbot, Bälle beim Ballweitwurf zurückzuwerfen, um einen Kampfrichter zu entlasten. Dieser nahm das Angebot dankend an. Nach Ende des Wettkampfes gab er dem Kind Cola und Würstchen aus und trat einen Teil seiner Kampfrichterentschädigung an das Kind ab. Das nenne ich gute Zusammenarbeit. Ein solcher Vorfall tut der Leichtathletik gut, verbohrte und spitzfindige Kampfrichter nicht.


18.02.03

Dieter Schröder, TSV Korbach

Dieter Schröder (M 35) hat die Saison 2003 verheißungsvoll begonnen. Bei den hessischen Senioren-Hallenmeisterschaften in Stadtallendorf war er über 800 m mit 2:14,58 Min. bereits über 1 Sek. schneller als letztes Jahr unter freiem Himmel. Sein Ziel 2003 lautet daher, die 800 unter 2:10 zu laufen. Das Potenzial dazu hat er. In der Jugend lief er diese Strecke in starken 2:02,60. Hätte er bei den Hallenmeisterschaften in der M 30 gemeldet, wäre er locker Vizemeister geworden. So belegte er im starken M35-Feld "nur" den 7.Platz. Andere meldeten in untere Klassen und kassierten lieber Titel ab.

Mein Kommentar:
Das Motto von Dieter Schröder ist auch meine Zielsetzung. Lieber mit Gleichaltrigen messen und auf einen Titel verzichten, der nur durch "Trickserei" und Jonglieren zu Stande kommen kann, auch wenn dies nach dem Regelwerk zulässig ist. Über einen solchen Meistertitel könnte ich mich nicht freuen.

------

23.02.04

Lobenswerte Aktion am Rande

Herbert Wilke, TSV Korbach, verband das Auslaufen nach der Veranstaltung mit einer lobenswerten Aktion. Mit einer Plastiktüte "bewaffnet" lief er die Strecke ab und sammelte nebenbei den Unrat auf, den Läufer, Trainer, Betreuer, Zuschauer hinterließen. Kurz vorher lief er ein beherztes Rennen, belegte Platz 4 in der Mannschaftswertung der Männerhauptklasse mit Dieter Schröder und Uli Schalk.

Herbert Wilke, so läuft's! 

-----

27.03.04

 "Pauli-Virus"

Insider können sich an die gute alte Zeit erinnern, als im altehrwürdigen Korbacher Hauerstadion auf der roten Aschenbahn harte Trainingseinheiten durchgezogen wurden. Heidrun Leithäuser, Wolfgang (Flippo) Heinemann, Udo Leithäuser, Rolf Heinemann oder Helmut Heine, um nur einige zu nennen, setzen damals auf den Bahnen bundesweit zu Höhenflügen an. Heidrun Leithäuser und "Flippo" Heinemann standen sogar ganz oben auf dem Treppchen bei deutschen Meisterschaften. Es folgte die Zeit der Stille und Stagnation im TSV-Seniorenlager. 

Als vor ein paar Jahren Udo Leithäuser als Abteilungsleiter Leichtathletik in die Szene zurückkehrte, begann eine neue Zeitrechnung im "kränkelnden" TSV-Seniorenlager. Fast zeitgleich erinnerten sich bereits Manfred Hamel, Helmut Heine, Jürgen Schmidt, Heinz Jandik oder Uli Schalk an ihre Sprintfähigkeiten aus grauer Fußballvorzeit und entdeckten neue Gefühle beim Intervall-Training auf der Bahn - nun auf Kunststoff im Korbacher Paul-Zimmermann-Stadion. 

Das "Pauli-Virus" breitete sich aus. Im Frauenbereich "reaktivierte" die Wiedereinsteigerin Heidrun Leithäuser die in der Jugend erfolgreiche 800-m-Läuferin Bärbel Kiel. Beide avancierten in der Folgezeit zu Top-Athletinnen im Seniorenbereich mit Weltklasseniveau. Ihre Riesenerfolge bis auf allerhöchste Ebene europa- und weltweit sind mittlerweile bekannt. Auch die TSV-Herren setzen sich deutschlandweit in Szene. Korbachs Senioren-Hochburg ist in Deutschland zu einem Gütesiegel geworden, auf der Masters-Homepage wird regelmäßig über die Korbacher Erfolge berichtet. 

Erfolge stecken an. Das "Pauli-Virus" grassiert. Seit Monaten tummeln sich so viele Schüler- und Jugendliche beim Training auf dem "Pauli" unter Flutlicht wie nie. Im Seniorenbereich steigt die Zahl der erfolgreichen Wettkämpfer mittlerweile auf weit über 20. Und es werden ständig mehr. 

Bärbel Kiel's Gedanken über Vorbildfunktion nach ihrem WM-Erfolg kürzlich im WLZ-Interview: 

"Wenn ich irgendwie Vorbild für jemanden sein sollte, würde mich das freuen, aber ich maße mir diese Funktion nicht an. Wenn ich die 800 Meter in 2:20 Minuten laufe, stachelt das vielleicht Jüngere an nach dem Motto: Was die Tante kann, das kann ich auch. Es gehört Disziplin dazu, ein Training auch mal bei schlechtem Wetter durchzuziehen. Wenn Jugendliche das sehen, kann ich sie vielleicht ebenfalls motivieren. Das sehe ich irgendwo als Vorbildfunktion an."

Das "Pauli-Virus" erfasst aber nicht nur Wettkämpfer. Immer mehr, teilweise unbekannte, "Freizeit-Läufer", Triathleten und Sportler aus anderen Bereichen tauchen auf dem "Pauli" auf und verfallen nach kurzer Inkubationszeit in ein "genüssliches" Intervalltraining.

Masters-Homepage

Bahn-Training


26.11.04

Winfried Stede gewinnt den Wettkampf seines Lebens

Jahrelang war Winfried Stede, TSV Korbach, auf allen Laufstrecken zu Hause. Eine Vorliebe konnte er bisher nicht so richtig entwickeln, mehr und mehr zog er im Stadion seine Runden. Nun hat er sie endlich gefunden, die Liebe seines Lebens. Nicht auf der Laufbahn, nicht auf der Straße, nicht in den Wäldern. Irina heißt sein größter Sieg. Kein langes Warmlaufen, keine langen Dehnübungen, kurzerhand läuft er in den Hafen der Ehe ein.

Am Freitag, 26.11.2004, zieht Winfried seine Spikes an, um im Standesamt Bad Arolsen seiner Irina das Jawort zu geben. Die anschließende Feierlichkeit findet im engsten Familienkreis statt. Die TSV-Senioren kommen aber auch auf ihre Kosten, wie Winfried versprach.

(Veröffentlicht nach ausdrücklicher Genehmigung von Winfried Stede)

Im Namen der TSV-Leichtathleten alles Liebe und Gute!

Winfried und Irina Stede

Hochzeitsgedicht

Winfried, du drehst im Stadion deine Runden,
doch etwas fehlte dir im Leben.
Nun hast du was fehlte gefunden,
Irina wird dir Liebe fürs Leben geben.

Wir alle vom TSV wünschen dir viel Glück,
nächstes Jahr kommst du gestärkt in der M45 zurück.
Deinen größten Sieg hast du nicht auf der Laufbahn eingefahren,
Du wirst es spüren in den nächsten Jahren.

Liebe, Kraft und viel Zärtlichkeit,
deiner Frau und dir eine wunderschöne Zeit zu zweit.
Ach ich vergaß beinah, ihr seit ja nun zu dritt,
Irina brachte ihre Tochter ja gleich mit.

Alles Liebe


03.09.2005

In Korbach gehen die Uhren (noch) anders

Korbach: Leichtathleten brauchen Spenden und Sponsoren für elektronische Zeitmessanlage

Startschuss für bessere Zeiten in Korbach

von Jörg Kleine, WLZ-FZ

KORBACH. Die Leichtathleten des TSV Korbach wollen in die Zukunft durchstarten. Eine Zeitmessanlage auf dem Paul-Zimmermann-Sportplatz soll der Kreisstadt auch für überregionale Wettkämpfe neue Zugkraft verleihen. Um das große Ziel zu erreichen, brauchen die Sportler vor allem Spenden und Sponsoren.

Mit dem Langstreckenass Michael Zekl, der Mittelstreckenspezialistin Bärbel Kiel und der Allrounderin Heidrun Leithäuser hat Korbach Vorzeigeathleten, die bundesweit für Furore sorgen. Aber es gibt in der sportbegeisterten Stadt mit ihrer langen Leichtathletik-Tradition auch eine Reihe neuer hoffnungsvoller Talente. So zeigt die Bilanz einen deutlichen Aufwärtstrend, resümiert Udo Leithäuser.
Allein 2004 qualifizierten sich 32 Leichtathleten des TSV für die Sportlerehrung der Stadt, errangen 80 Titel - darunter deutsche und eine Fülle an hessischen Meisterehren. 

Dennoch hat die erfolgreiche Abteilung bislang eine Hürde nicht überwinden können: Während die nordhessischen Leichtathletikzentren und Städte wie Frankenberg und Allendorf (Eder) seit vielen Jahren über elektronische Zeitmessanlagen verfügen, regiert in der Kreisstadt noch die Stoppuhr. Folge: Handgestoppte Zeiten werden vielfach nicht anerkannt, für überregionale Wettkämpfe kann sich Korbach nicht empfehlen.

Doch der Startschuss fürs Projekt Zukunft ist gefallen, eine elektronische Zeitmessanlage soll her. Sie wird Korbach für Sportler, Betreuer, Trainer und den Nachwuchs im Verein deutlich nach vorne bringen - und die Kreisstadt wieder in den Blickpunkt für überregionale Wettkämpfe rücken.
Startpistole, Lichtschranke, Sprechergarnitur, Funkverbindung zwischen Start und Ziel bis hin zu Zeilenkamera, Ergebnisdrucker und großer Anzeigentafel gehören zur modernen Technik. 

Das alles beschleunigt den Ablauf der Wettkämpfe - und macht sie vor allem für Sportler und Zuschauer zu einem greifbaren Erlebnis. Überdies ist das System mobil, kann bei Volksläufen, dem Altstadtlauf oder leihweise in anderen Orten eingesetzt werden.

Den Grundstein für das 25000-Euro-Projekt hat die Stadt Korbach gelegt und 5000 Euro Zuschuss bewilligt. Weitere Unterstützung erwarten die Leichtathleten vom Landkreis, vom Hessischen Leichtathletikverband, vom Landessportbund und vom Leichtathletikkreis Waldeck. Trotzdem verbleibt bislang eine Finanzierungslücke von rund 15000 Euro.

So wirbt die Projektgruppe um Jürgen Schmidt, Dieter Schröder, Friedrich Knipp, Manfred Hamel, Bärbel Kiel, Udo Leithäuser und Karl-Heinz Pschera um viele Spenden und Sponsoren. Geplant sind Sonderveranstaltungen, Sponsorenläufe und Aktionen, um auch für die Leichtathleten in Korbach goldrichtig ans Ziel zu kommen.


Ansprechpartner

Jürgen Schmidt, Korbach, Telefon 05631/60481, E-Mail: JC.Schmidt@lycos.de

Dieter Schröder, Korbach, Telefon 60654, E-Mail: DUPHSchroeder@aol.com

Konto für Spenden und Sponsoren - Sparkasse Waldeck-Frankenberg, Kontonummer 0123456, BLZ 52350005, Stichwort: "Zeitmessanlage"

Originalbericht: WLZ-FZ

----

09.07.2006

TSV sagt: Otto mach's gut 

Geschäftsführer des Korbacher Sportvereins wurde verabschiedet

HNA-Bericht von Ingo Happel-Emrich

51 Jahre lang hat sich Otto Lange in den unterschiedlichsten Funktionen um den Sport im Allgemeinen und um den TSV Korbach im Besonderen verdient gemacht. Gestern war Schluss damit - wenn auch nicht so ganz.

Mit einem Empfang in der Stadthalle verabschiedete der TSV gestern Vormittag seinen langjährigen Geschäftsführer Otto Lange. Vor über 150 Gästen bescheinigte TSV-Vorsitzender Michael Bott dem scheidenden Geschäftsführer, dass dieser den über 300 Mitglieder starken TSV geprägt hat. Immer sei er Ansprechpartner für die Abteilungen gewesen, "manchmal mit seelsorgerischem Ansatz". Mit umfassender Sachkenntnis, Erfahrung, seinen vielfältigen Kontakten und Verbindungen habe er dem Verein gedient. Er habe Otto Lange als "offenen, sympathischen, aber auch kantigen Menschen kennen und schätzen gelernt", sagte Bott, der auch all die Funktionen und Ehrungen aufzählte, die Otto Lange in seinem jahrzehntelangen Wirken inne hatte beziehungsweise verliehen bekommen hat. So hat Lange unter anderem sämtliche Ehrennadeln des Hessischen und des Deutschen Leichtathletikverbandes sowie des Landessportbundes erhalten und auch den Hessischen Verdienstorden am Bande.

Nicht nur dem Sport habe Lange sein Engagement gewidmet, sagte Bott. Er war auch 2. Vorsitzender des Korbacher Fördervereins für krebskranke Kinder, den er mit aufgebaut habe.

Bürgermeister Klaus Friedrich bezeichnete Otto Lange als "eine Institution, eine Leitfigur des Sports". Es falle schwer, so Friedrich, sich den "TSV ohne die Schaltzentrale Otto Lange vorzustellen". Peter Niederstraßer, Sportdezernent des Landkreises, lobte Langes "überragende Einsatzbereitschaft". Er sei eine "Galionsfigur des Sports". Lange selbst sagte, er blicke auf eine schöne Zeit zurück. "Meine Zeit für den Sport zu investieren hat sich gelohnt." Er mahnte aber auch, dass die Arbeit der Vereine wichtig für die Gesellschaft sei. Deshalb müssten die Vereine weiter gefördert werden. Und: Man müsse darauf achten, dass der Breitensport nicht durch den Leistungssport verdrängt werde. Mit lang anhaltendem stehenden Applaus verabschiedeten die Gäste des TSV-Empfangs Otto Lange.

Verabschiedet? Nicht so ganz. Denn der 74-Jährige will sich jetzt der Archivarbeit widmen und so manches aufarbeiten, was in den vergangenen Jahren liegen geblieben ist. Und natürlich stehe er auch weiterhin mit Rat und Tat dem Verein zur Seite.

Otto mach's gut!

Otto Lange, hier beim Korbacher Altstadtlauf 2006 (Foto: U.S.)

27.08.2006

Eine Herzensangelegenheit

Meine Geschichte soll helfen, Läuferinnen und Läufern mit Herzrhythmusstörungen Mut zu machen. Es gibt gute Heilungschancen und inzwischen bei bestimmten Störungen bessere Möglichkeiten als Tabletten. 

Über 25 Jahre Herzrhythmusstörung - Mein Blick zurück und nach vorn

11.03.2007

In drei Jahren von Null auf Hundert dank "Ferntrainer" Schalk

Deutscher Meister schreibt ins Gästebuch

"Hallo Uli,

nachdem ich mich als Nicht-Leichtathlet im Jahre 2004 mit meinen Kids am deutschen Sportabzeichen versucht und dabei Gefallen an der Leichtathletik und insbesondere an den Mittelstrecken gefunden hatte, entschloss ich mich letztere intensiver zu betreiben.

Auf der Suche nach Trainingsinformationen stieß ich damals auf Deine Homepage, die sehr viele interessante und vor allem auch in der Praxis verwendbare Informationen zum Mittelstreckentraining enthält. Seither bin ich zwar ein stiller aber regelmäßiger Gast auf Deiner Homepage.

Ich habe mich dann ab dem Jahr 2005 auch an Wettkämpfen beteiligt und mich stetig verbessert. Vor wenigen Wochen wurde ich sogar deutscher Hallen-Seniorenmeister über 800m in der M45. Dazu hast Du mit Deiner Homepage - sozusagen als eine Art Ferntrainer - auch einen nicht unerheblichen Anteil. Vielen Dank dafür.

Hoffe, dass Du mit Deiner Homepage noch zahlreichen anderen Sportlern den Einstieg in unseren schönen Sport schmackhaft machen kannst.

Herzlichen Dank für Dein Engagement.

Viele Grüße

Günter Traub"

Hier ist Günters Lauf vom TV Offenbach zu sehen, der sogar den Top-Läufer Markus Zerres geschlagen hat: Joachim Peters

15.03.2007

Vom "Jogger" zum Deutschen Meister

Der Deutsche 800-M-Meister Günter Traub (M45) schildert exklusiv für diese Homepage seine hochinteressante Geschichte.

"Manchmal steckt sehr viel mehr in einem als man denkt."

"Hallo Uli,

ich weiß nicht so recht, ob meine Geschichte zum Läufer-Märchen taugt. Jedenfalls ist meine sportliche Vergangenheit eher unspektakulär. Ich habe früher nie leistungsmäßig Sport getrieben, war jedoch sportlich immer mehr oder weniger aktiv (joggen, 1-2 Volksläufe pro Jahr, Radfahren, Bergwandern, etc.). Meine Fitness schwankte stark und hing überwiegend von meiner beruflichen und familiären Belastung ab. Ein spezielles Training über mehrere Monate habe ich nie gemacht.

Ich denke, dass meine jetzigen sportlichen Erfolge sowohl auf eine Portion Talent (dafür habe ich persönlich überhaupt nichts beigetragen!) und auch auf einen gewissen Trainingsaufwand (wenn man die auf Deiner Homepage veröffentlichten Programme durchziehen will, so muss man ganz schön knechten - komplett geschafft habe ich diese übrigens nie!) zurückzuführen sind. Nach einer ersten noch etwas unkonventionellen und noch nicht sehr strukturierten Trainingsphase von ca. 3-4 Monaten (ca. 4-5 * pro Woche) habe ich in 2005 meinen ersten 800-m-Lauf übrigens in 2:07 Min geschafft.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass manchmal sehr viel mehr in einem steckt als man denkt. Das sollte auch andere Laufanfänger ermutigen, es einfach mal zu probieren; jeder mit seinen persönlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten. Vor allem für ältere Laufeinsteiger ist es sehr motivierend, wenn man sich trotz der tickenden biologischen Uhr durch gezieltes Training in den ersten Jahren stetig verbessert. Man fühlt sich manchmal noch als sei man Mitte zwanzig, auch wenn es hier und da schon mal ein bisschen zwickt.

Vielen Dank auch für den Hinweis zum Video über meinen Lauf. 

Viele Grüße

Günter"

Hier ist Günters Lauf vom TV Offenbach zu sehen, der sogar den Top-Läufer Markus Zerres geschlagen hat: Joachim Peters

Siehe auch News vom 11.03.2007:

In drei Jahren von Null auf Hundert dank "Ferntrainer" Schalk

---

13.07.2007

Silber für Bärbel Kiel

Projekt "Seniorenmeisterschaften Zittau" aus Sicht eines Ehemannes

Von Erhard Kiel

"Ich ziehe den Hut vor ihrer Leistung"

Ich muss im Vorfeld meiner Ausführungen darauf hinweisen, dass ich lediglich Ehemann und damit Betroffener der Laufleidenschaft meiner Frau Bärbel bin und in gar keinem Fall als ihr Trainer fungiere. 


Bärbel Kiel

Ich muss gestehen, dass auch für mich die Teilnahme Bärbels an diesen Meisterschaften im Frühjahr eigentlich überhaupt nicht zur Debatte stand, da die Nachwirkungen ihrer Meniskus- und Traktussehnenoperation ein leistungssportliches Training lange Zeit nicht zuließen. Da außerdem der erheblich gesteigerte berufliche Arbeitsumfang in der Hirsch-Apotheke ein ambitioniertes Training erschwerte, schwang in unseren Gesprächen über ihre zukünftigen läuferischen Aktivitäten teilweise eine Portion Wehmut an vergangene Zeiten oder sogar ein Schuss Resignation mit.

Der Stimmungswandel erfolgte nach unserem Rügen-Aufenthalt über Ostern, als die bis dahin ständig vorhandenen Schmerzen und Wehwehchen einfach verschwanden. Mit dem wiedergewonnenen Vertrauen in die eigene Belastbarkeit steigerten sich kontinuierlich ihre sportliche Motivation und Gesamtstimmungslage, was mir durchaus angenehm war und mich dazu veranlasste, das Ziel "Teilnahme an den Deutschen Seniorenmeisterschaften" vorsichtig zu thematisieren. Nach anfänglichem Zögern ihrerseits sorgten ihre eigenen Trainingseindrücke und Einschätzungen bei ersten Teilnahmen an Laufcups und Bahnläufen für einen allmählichen Stimmungswandel. Trotzdem überwog lange Zeit eine große Skepsis bezüglich der eigenen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, da sie mir eindeutig erklärte, keinen Bock darauf zu haben, der Konkurrenz gnadenlos hinterherzurennen. 

Ausschlaggebend für die Meldung nach Zittau waren letztendlich die guten Ergebnisse beim Panoramalauf in Willingen und beim Altstadtlauf in Korbach sowie die Ergebnisse der ersten 800m-Läufe, wobei der Alleingang zum Hessenmeistertitel in Selters in 2:29 min für mich persönlich am überzeugendsten war. Die Entscheidung, in Zittau lediglich für die 1500 m zu melden, beruhte dabei einzig und allein auf der Tatsache, dass die 800 m bereits am Freitag stattfanden und ich an diesem Tag noch Schule hatte.

Der Morgen des Abreisetages begann eigentlich schon mit einem Absagegrund. Nach dem Aufwachen fragte mich Bärbel, ob ich überhaupt Lust hätte, nach Zittau zu fahren. Auf meine Antwort, dass ich mich darauf freute, eröffnete sie mir, dass dies bei ihr nicht der Fall sei. Trotzdem starteten wir das Unternehmen und erreichten nach etwa 6-stündiger Fahrt das herrlich gelegene Weinau-Stadion. 

Ein erster Blick auf die Ergebnisse des 800m-Laufes der W 40 zeigte uns, dass die Entscheidung für die 1500 m die richtige gewesen war. Die Siegerzeit der überragenden Athletin der Meisterschaften, der Weltmeisterin Simone Noack, von 2:16 min und die Zeit der Zweitplatzierten Bettina Deußen von 2:17 min wären auch bei optimalem Rennverlauf für Bärbel eine Nummer zu groß gewesen. Bei realistischer Betrachtung wäre mehr als eine persönliche Saisonbestleistung und eine Platzierung um Rang 6 nicht möglich gewesen. Da die Zweitplatzierte des 800m-Laufes auch für die 1500 m gemeldet war, stand für uns fest, dass die besagte Bettina Deußen aus Düsseldorf tunlichst ihr eigenes Rennen laufen und die übrigen Läuferinnen der Maßstab sein sollte.

Am Morgen des Wettkampftages wurde mir dann sehr schnell klar, dass Bärbel durchaus ambitioniert war, denn die Anzahl ihrer Toilettenbesuche steigerte sich erkennbar und auch der Tonfall und die Knappheit ihrer Antworten auf meine vorsichtigen Nachfragen nach ihrer Vorbereitung auf das Rennen und der beabsichtigten Taktik ließen vermuten, dass keine ausschweifende Konversationsbereitschaft vorhanden war. Meine Hilfe beschränkte sich darauf, dass ich ihr die Startnummer auf dem Rücken befestigen durfte und ansonsten möglichst den Mund zu halten hatte. 

Gemeinsam mit dem ebenfalls anwesenden und mit seiner eigenen Leistung über 400m Hürden höchstzufriedenen Frank Wrasmann wartete ich auf den Start des Rennens und taxierte die sich ebenfalls in der Aufwärmphase befindlichen Konkurrentinnen meiner Frau. Gegenüber Frank äußerte ich noch die Hoffnung, dass sich die Favoritin Deußen hoffentlich sofort auf die alleinige Flucht nach vorne begeben würde, um einen einigermaßen gleichmäßigen Rennverlauf erwarten zu können. 
Zum Glück erwies sich diese Einschätzung als richtig, denn die Düsseldorferin legte sofort ein Höllentempo vor, das keine der anderen Läuferinnen mitzugehen riskierte. Es kristallisierte sich nach etwa 600m eine vierköpfige Verfolgergruppe heraus, in der die Führung mehrmals wechselte. Allerdings vermied es Bärbel meiner Ansicht nach sehr geschickt, selbst das Tempo zu bestimmen.

Als bei etwa 1100 m eine und kurz darauf die zweite Läuferin der Verfolgerinnen abreißen lassen mussten, war ich überzeugt, dass meine Frau Zweite werden würde, da ihr Lauf bei meiner Position bei 1200 m noch sehr locker wirkte. Ich gebe zu, dass das bei der Führenden nicht unbedingt mehr der Fall war und ich für einen Moment daran dachte, es könnte selbst nach vorne noch einmal eng werden. Kurz darauf erwies sich meine Einschätzung der Rennsituation im ersten Punkt als richtig, denn gegen den Schlussspurt Bärbels eingangs der Zielgeraden hatte die letztlich Drittplatzierte Sabine Schacht aus Dresden keine Chance. Der Abstand zu der Führenden verringerte sich dabei zwar zusehends, blieb aber deutlich. Alles in allem waren das Ergebnis mit dem Silberrang und die Zeit von 4:59 min nach der beschriebenen Vorgeschichte ein Riesenerfolg und bedeuten für sie sicherlich eine hervorragende Motivation für das kommende Jahr, wenn sie erstmals in der W 45 starten muss oder darf.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich den Hut vor ihrer Leistung ziehe und ich mich darüber freue, dass ihre Beharrlichkeit, Verletzungen und Rückschläge immer wieder wegzustecken, belohnt worden ist. Ebenso freut es mich, dass sie wieder ein Leistungsniveau erreicht hat, das auch dem eigenen Selbstanspruch fast wieder gerecht wird.
Ein Wort noch zum Austragungsort Zittau. Die Reise ans Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien war nicht nur sportlich eine Reise wert. Landschaftlich ist das Elbsandsteingebirge mit den Zittauer Bergen überaus reizvoll, was wir bei unseren Wanderungen an den folgenden Tagen feststellen konnten. Man muss sich aber auch nicht wundern, wenn man von anderen Wanderern auf Tschechisch oder Polnisch nach dem Weg gefragt wird, wie es mir passiert ist. Ich bin jetzt etwas irritiert und frage mich ständig, weshalb ich wie ein Tscheche oder Pole aussehe und nicht wie ein Deutscher.


Autor: Erhard Kiel

---

14.08.2007

Adler können fliegen - Läufer aber auch, oder?

Von U. Schalk

Zwei schnelle 400er auf der Bahn stehen auf dem Programm. Zurzeit geht oder besser läuft es wieder, wie geschmiert. Zumindest auf der ersten Runde. So schnell, dass ich das Gefühl habe, ich fliege, hebe ab. Wie ein Adler kreise ich im Wind, zwar nicht hoch oben in der Luft, die Kunststoffbahn ist mein Revier. Ich visiere meine Beute, die Ziellinie. Kein Entkommen, hab sie fest im Griff. Der Beutedrang ist gestillt. Genüsslich verschlinge ich die Superzeit.

Zurück auf Mutter Erde, den Boden der Tatsachen. Übergang in lockeres Traben. Ja, das können Läufer auch. Sie können sogar gehen, wenn nichts mehr geht. 

Doch fliegen ist schöner, auf zur zweiten Runde. Die ersten 200 Meter, wieder schwebe ich im Kreisflug über die Bahn. Plötzlich schießen die Laktate. Volle Schrotladung in die Oberschenkel. Bei 300 Metern mag es für Außenstehende noch schnell aussehen. Ich aber fliege nicht mehr, mutiere vom Adler zur bleiernen Ente. Sturzflug, 100 Meter freier Fall. Setze zur Notlandung an, meine Triebwerke sind fast völlig ausgefallen. Eben noch Beute, jetzt letzte Rettung: Die Ziellinie. Harter Aufprall, so ändern sich die Zeiten. 4 Sekunden langsamer. Eine lahme Ente zieht von dannen.

Bin ich doch nur ein flügellahmer Mensch? Der Traum vom Fliegen ist geplatzt, jedenfalls vorerst. Schließlich kommt es, wie es kommen muss. Beim Auslaufen "fliegt" mir die Frage um die Ohren: "Und, wie läuft's?" "Danke, es geht." Mir reicht's. Vom Fliegen hab ich erst mal genug. Ich "fahre" nach Hause. 

Doch ein Läufer gibt nicht so schell auf. Ein neuer Tag. Die Gedanken kreisen wie der Adler am Horizont. Es sind genügend Aufwinde da, die mich heute über 20x50 Meter fliegen lassen. Sonne, idealer Flugtag. Bald wird’s wieder regnen. Dann kann ich immer noch als lahme Ente im dunklen Tümpel abtauchen. Tief unten wird’s plötzlich hell - der Traum vom Fliegen beginnt von vorn.

---

15.08.2007

So kam ich über den Berg

Kürzlich gratulierte mir der Deutsche Meister (800, 1500 Meter) Günter Traub per Mail zum Kreisrekord und zum gelungenen Comeback auf der Bahn. Gleichzeitig erinnerte er sich an meine Motivationsprobleme. So schilderte ich ihm, wie ich aus der mentalen Krise den Weg zurück gefunden habe:

"Es lief ja bei mir im Winter und im Frühjahr im Cross und auf der Straße schon richtig gut. Das Salz in der Suppe sind für Mittelstreckler aber eben Bahnwettkämpfe, die aber - jedenfalls für mich und wohl auch die meisten anderen Läufer - die größte mentale Kraft erfordern. Nach Jahren auf höchsten Niveau sind schon viele in ein Motivationsloch gefallen. Dieter Baumann sagte mal, dass er über ein Verletzungsjahr wieder zur alten mentalen und körperlichen Stärke gefunden habe, weil plötzlich der Wettkampfdruck weggefallen sei.

Aus meinem Loch musste ich nun also auch langsam raus, meine Form aus dem Frühjahr irgendwie auf die Bahn bringen. Dazu musste ich erst einen Lernprozess durchlaufen und meine hohen Ansprüche runterschrauben. Mir musste klar werden, dass ich mit 51 Jahren nicht mehr Zeiten unter 2:10 über 800 m laufen kann.

Über Einsätze in den Staffeln habe ich den Weg auf die Bahn zurückgefunden. Da musst du durch, um die Mannschaft nicht hängen zu lassen. Und ob es da ein bis zwei Sekunden langsamer sind, spielt nicht die entscheidende Rolle. Wir wurden über 3x1000-Meter Nordhessenmeister und hessische Vizemeister, da lief ich jeweils knapp über 3 Minuten.

Das hat mir den entscheidenden Kick nach vorn gegeben. Wenn alles passte, wusste ich, es kann wieder unter 3 Minuten auf 1000 m gehen. So einen Tag erwischte ich letzte Woche. Und jetzt habe ich auch wieder den Mut, schneller anzugehen und höheres Tempo zu laufen. Ich spüre, dass ich noch mehr drauf habe, will mich aber nicht mehr zu sehr unter Druck setzen. 2:55 - 2:56 traue ich mir schon noch zu. Das wird mein Ziel in den nächsten Wochen sein, aber nicht auf Biegen und Brechen, denn die 2:57 sind in meinem Alter wirklich ok. Da werden sich hier im Kreis einige die Zähne dran ausbeißen. In Deutschland waren in 2006 nur 6 oder 7 Läufer schneller. In Hessen keiner.

Mir persönlich ist allerdings der Kreisrekord über 800 m noch wichtiger. 800 - das ist einfach meine Strecke. Der Rekord liegt bei 2:17,8. Den will ich in den nächsten Wochen angehen, mit der 1000er-Zeit im Rücken sollten 2:15/16 drin sein. Diesen Rekord habe ich vor Wochen 2x knapp verfehlt. Es waren die ersten Einzelwettkämpfe, für mich zu zeitig im Jahr (auch die Hessischen Meisterschaften), da hatte ich noch nicht wieder die absolute mentale und körperliche Höchstform.

Wie du siehst, Günter, rede ich von Zeiten, die du mal eben "locker" im Training läufst. An deine absolute Spitzenklasse komme ich nicht mehr ran, du läufst in einer anderen Liga. Aber man weiß ja nie. Wie sagtest du kürzlich so schön: "Manchmal steckt sehr viel mehr in einem als man denkt."

Und ein anderer kluger Kopf (glaube Schopenhauer) hat mal gesagt: "Am Unsrigen wollen wir uns freuen, ohne zu vergleichen: Niemals wird einer glücklich sein, wenn es ihn quält, dass ein anderer besser ist." 

So habe ich die Kurve gekriegt. Ansprüche runter schrauben und sich darüber freuen, was der Körper mit 51 noch hergibt. Und das ist reichlich. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, wie vielen jüngeren man die Hacken zeigen kann, kommt man über den Berg."

---

09.01.2008

Läuferparadies Korbach

Korbacher Läufer haben's gut. Winterwetter kann sie nicht vom Training abhalten. Korbach bietet nicht nur im Sommer den Läufern eine Fülle von Trainingsmöglichkeiten.

Kürzlich beim Crosslauf waren die Organisatoren glücklich, eine Finnenbahn im Angebot zu haben. In Windeseile konnte eine alternative eisfreie Strecke aus dem Hut gezaubert werden, weil Laufen auf der Finnenbahn so gut wie immer möglich ist. Selbst im Dunkeln lässt sich dort, wenn der Mond ein wenig mithilft, trainieren.

Eine weitere Alternative ist die Strecke rund um Korbach. Die knapp 10 km lange Asphalt-Runde ist gut beleuchtet, der Radweg neben den Straßen ist außer bei extremen Glatteis immer gut zu belaufen. Wer in Richtung Marathon trainieren will, läuft die Strecke zweimal oder macht einen Abstecher über geteerte Feldwege in Richtung Lengefeld oder Lelbach.

Der "Renner" überhaupt ist die dritte Möglichkeit, die Kunststoffbahn des Paul-Zimmermann-Sportplatzes. Dienstags und donnerstags von 18 - 20 Uhr (auch in den Ferien) tummeln sich auf dem "Pauli" unter Flutlicht "Freizeitjogger", um ein paar lockere Runden zu drehen, oder Wettkämpfer, um sich durch hartes Bahntraining auf Saison oder Wettkampf vorzubereiten. Auch auf der guten alten Aschenbahn im Hauerstadion ist Training möglich, "Haudegen Flippo" Heinemann bevorzugt dieses Terrain.

Wem das alles noch nicht reicht, kann in die zahlreichen Hallen ausweichen und sich den Trainingsgruppen der Leichtathleten des TSV Korbach anschließen. Und am Wochenende, wenn man tagsüber im Hellen trainieren kann, sind Korbachs Läufer wirklich zu beneiden. Rund um Korbach bieten die Wälder geradezu ideale Laufstrecken. Aus der Haustür raus und ab ins Feld oder in den Wald, Großstädter können davon nur träumen. 

Wenn schließlich alle Stricke reißen und der Winter gar zu hart ist, schnallt man kurzerhand die Skier unter die Läuferfüße und genießt die Loipen im nahe gelegenen Upland. 

Und wenn dann erst der Sommer kommt, befinden wir uns vollends im Korbacher Läuferparadies.

---

12.05.2008

Winfried Stede greift wieder ins Geschehen ein

Winfried Stede (M45), Mittelstreckler des TSV Korbach, greift wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Berufliche Zwänge lassen allerdings nur ein eingeschränktes Training und wohldosierte Wettkampfplanung zu.

Bei der Bahneröffnung des LF-Lüchtringen (Höxter) lief es über 3000 Meter jedoch besser als erwartet. Seine interne Vorgabe von 11 Minuten unterbot er deutlich. Nach 10:49,57 Minuten lief er als 2. seiner AK ins Ziel. Ein schneller erster Kilometer (3:20) kostete Kraft und verhinderte am Ende eine noch bessere Zeit. Mit dieser Zeit setzt sich der Schmillinghäuser gleich an die Spitze der Kreisbestenliste 2008. 

Winfried Stede: "Ich will mir über solche Läufe wieder Substanz und Stehvermögen für die kürzeren Distanzen und Mittelstrecken holen. Ich plane Starts bei den Nordhessischen Meisterschaften Mitte Mai."

Ergebnisse

---

12.05.2008

Kreisstatistik: Kaum gelaufen, schon stehst du drin

Großes Lob an Kreisstatistiker Edwin Martin und den HLV Kreis Waldeck. Der dieses Jahr eingeführte Statistik-Bereich ist stets hoch aktuell geführt. Kaum ist der Wettkampf zu Ende, schon sind die Ergebnislisten ausgewertet. Kompliment, ich weiß, was für eine Arbeit da hinter steckt.

Aktuelle Bestenlisten, Kreisrekorde, Ehrungslisten

---

03.07.2008

Eine deutsche Meisterin plaudert aus dem Nähkästchen

Reisetagebuch Deutsche Meisterschaften in Kevelaer 27.-29. Juni

von Bärbel Kiel

Donnerstag, 26.06.08

Tag der Anreise. Erhard und ich legen Zwischenstopp in Oberhausen im CentrO ein. Einkaufsbummel. 15h Ankunft in Wesel, Welcome-Hotel. Direkt am Rhein gelegen. Sonne, viel Wind, warm. Also Spaziergang. Dann brauche ich einen Espresso auf der herrlichen Sonnenterasse des Hotels. Gegen Abend fahren wir in die Stadt, sind aber enttäuscht von der Fußgängerzone. Korbach ist viel schöner! Aber wir finden eine gute Pizzeria. Pizza und Rotwein (einen Chianti darf ich doch wohl).
Wieder im Hotel überlegen wir kurz, ob wir noch im nahegelegenen "Plücker's Q-Stall" was trinken, beschließen aber doch, Fußball zu gucken. Ich schaff es leider nur bis zur Halbzeit. Gute Nacht!

Freitag, 27.06.08

6h: Ich werde wach, draußen höre ich das Rauschen der Wellen. Ach, ist das schön!
Denkste. Bist ja in Wesel. Bäume rauschen, totaler Wind. Augen wieder zu.
9h: Frühstück. Alles bestens. Dann plötzlich kommen Gedanken an den Wettkampf und prompt auch die Nervosität. Erhard kennt das ja schon und merkt schnell, dass ich keine Konversation machen will. Und schon 2x hat er gefragt, wann der Lauf sei!!! 

Auf dem Weg zurück ins Zimmer, finde ich die Bild-Zeitung. Lese wie immer nur die Schlagzeilen. Doch plötzlich sehe ich "Horoskope" Na, mal sehen, was die Sterne mir für heute mit auf den Weg geben. Da steht u.a. "Beim Sport sollten Sie heute kein Risiko eingehen!"
Na toll! Das hab ich gebraucht. Spinnen die denn???
Als wir uns auf den Weg zum Auto machen, sag ich zu Erhard: "Ich kenne da zwei, die bei solch einem Wind mal in Kassel vorm Stadion standen, rumlamentiert haben und wieder umgekehrt sind!" (Anmerkung der Redaktion: siehe Porträt Heinz Jandik). Er wusste, wen ich meine.... Also, auf ins Stadion, Wettkampfunterlagen abholen.
Im Vorfeld hab ich sogar daran gedacht, auf die 800m zu verzichten, um mich voll auf 1500m zu konzentrieren. Zudem lief es im Training nicht so vielversprechend. Ich wusste nicht, wo ich wirklich stehe. Bis dahin nur 2 Wettkämpfe. 800m in schlechten 2:34min und 1500m in 5:04min. Doch da muss ich jetzt durch. Stellplatzkarten sind abgegeben, kein Zurück mehr. Nervös wie verrückt nerve ich Erhard, dass ich doch lieber Weitsprung oder noch besser Hammerwerfen auf dem Nebenplatz machen möchte. Oh je, er hat was aushalten müssen bis Sonntag!
Also Warmlaufen. 20min vorm Start muss man sich am Meldeplatz für Athleten einfinden und da stellt sich heraus, dass 3 gemeldete Frauen nicht dabei sind. Auch gut. Bahn 5 für mich. Das heißt Gas geben gleich von Anfang an, weil ich nicht sehen kann, was auf den Innenbahnen so abgeht. Nach 100m reihe ich mich als 2. im Feld ein. 36s nach 200m, 73/74s nach 400m. Das ist schnell genug für mich. Nach 500m geht die spätere Siegerin an mir vorbei und ich verliere etwas den Anschluss. 200m vorm Ziel reiße ich mich aber noch mal zusammen und laufe wieder ran. Auf den letzten 100m wird gesprintet, was noch geht, und ich kann die vor mir laufende Frau noch überholen. Erhard sieht, dass sogar nach vorn noch was möglich ist. Jedenfalls brüllt er so laut! Ich komme auch bis auf 6 Zehntel heran, laufe als 2. ins Ziel. 2:27,52. Vize!

Bevor wir Frauen an den Start gingen, hatte bereits Nils Milde in seiner unnachahmlichen Art mit furiosem Schlussspurt über 800m gewonnen. Er startet für LC Solbad Ravensberg, teilte aber mit, er sei seit einiger Zeit auch Mitglied des TSV Korbach.

Samstag, 28.06.08

Heute ein Tag, an dem ich mal ganz gelassen sein kann. Kein Wettkampf. Wir besichtigen den Archäologischen Park in Xanten, den Xantener Dom und genießen den Cappuccino in der schönen Fußgängerzone. Anschließend fahren wir doch noch mal ins Stadion. Ist auch für mich mal schön, Wettkämpfe anzusehen, ohne selbst laufen zu müssen. Wir kommen gerade richtig zum Start der 4x400m M50 und sehen, wie die Baunataler Staffel gewinnt. Letztes Jahr in Zittau waren wir dabei, als sie nach dramatischem Schluss 2. wurden. Jetzt in Kevelaer will man sie plötzlich disqualifizieren. Aber die Kampfrichterin hatte sich beim Zählen der Läufer vertan.
Abends geht's zur Beachparty in der Weseler Innenstadt zusammen mit Nils Milde und seinen Eltern.

Sonntag, 29.06.08

Nicht gut geschlafen, von Crossläufen gegen meine Konkurrentinnen geträumt. Bin ich nervös!!!!!!! Beim Frühstück überlass ich nichts dem Zufall. Bei der großen Auswahl an Teesorten entscheide ich mich heute für "Fitnesstee". Pfefferminz/Anis. Halte mich entgegen der letzten Vormittage beim Essen zurück: nur 1 Brötchen, bisschen Rührei, Obst und Quark.
Dann heißt es Koffer packen und auf ins Stadion. Wortlose Fahrt. Erhard weiß, ich will kein Gespräch. Ich führe die Meldeliste an, aber mit der Zeit vom letzten Jahr. 4.59min. Waltraud Klostermann ist mit 5:05min gemeldet. Also nur 1s langsamer als ich in diesem Jahr. Zum Glück WDR2 im Radio, sonst würde man mein Herzklopfen hören. Ab 11.30h laufe ich mich ganz langsam ein. 20min vorm Start wieder zum Athletenmeldeplatz. 10 Frauen am Start. Wir werden ins Stadion geleitet. Mir ist klar, dass Waltraud Klostermann vorn kein Tempo laufen wird und auch, dass es nicht zu langsam werden darf, denn dann haben auch andere Frauen eine Chance. Hilfe, bin ich aufgeregt!

Und es zeichnet sich direkt nach dem Startschuss ab, dass niemand Führungsarbeit machen will. Es bleibt mir also gar nichts anderes übrig, als von vorn zu laufen. Die erste Runde ist relativ langsam, aber doch wohl nicht so, wie Erhard mir zuruft: 94s. HÄÄÄÄÄH??? Na, er ist wohl auch ziemlich nervös. 84s sinds. Wir laufen zu dritt vorn, danach ist schon eine kleine Lücke. Waltraud immer dicht hinter mir. Die Stadionsprecherin kommentiert fast jeden Meter. In der 3.Runde ziehe ich das Tempo leicht an. Die 3.Frau fällt zurück. Nur noch wir 2. Letzte Runde: Ich kann sie nicht abschütteln. Sie ist ständig fast neben mir, macht auf der Gegengeraden mächtig Druck. Es geht auf die letzten 200m. Sie will an mir vorbei, ich halte dagegen. Mir geht durch den Kopf: "Kämpf, du darfst das nicht auf den letzten Metern verlieren. Gib Gas!" Auf der Zielgeraden gebe ich wirklich alles. Aber die Panik läuft mit, weil ich nicht weiß, was hinter mir los ist. Ich laufe als 1.ins Ziel mit 1,2 s Vorsprung. Ein Supergefühl!!

Natürlich warteten wir auch den letzten Lauf der Veranstaltung, die 1500m der M30 mit Nils Milde, ab. Auch in diesem Rennen war keiner seinem Turboantritt auf den letzten Metern gewachsen und er verteidigte seinen Meistertitel aus dem Vorjahr.

---

29/30.08.2008

Kreismeisterschaften in Frankenberg

Frust am Rande

Dieses Jahr ist irgendwie der Wurm drin. Vom Dienst in Kassel nach Korbach, schnell die Tasche packen und ab nach Frankenberg. Eine Stunde vor Wettkampfbeginn um 18.00 gerade rechtzeitig angekommen. Verschlossene Tore. Melsungen lässt grüßen. 

Im Stadion treffe ich Annette Briel: "Der Start ist doch erst um 19:15 Uhr!" "Bitte? Auf der Ausschreibung des Leichtathletikkreises Waldeck (es handelte sich ja schließlich um Kreismeisterschaften!) steht 18:00 Uhr!" Die falsche Ausschreibung bescherte mir und weiteren Läufern unnötige Hektik und 2,5 Stunden Wartezeit. Internet ist genial, so lange die Seiten ordentlich gepflegt werden. Hätte ich bloß auf der Seite des Veranstalters geguckt, die war auf dem aktuellen Stand.

25.05.2009

Hessenmeisterschaften: Regelwerke und Melde-Tricksereien

Heinz Jandik, TSV-Mittelstreckler M60, hat seinen ganzen Frust und Zorn nach seinem 1500-Meter-Rennen bei den Hessenmeisterschaften so ausgedrückt: "Ich fahre 140 Km, gewinne, bekomme aber keinen Titel, weil nur zwei Läufer am Start waren."


Heinz Jandik: Trotz Frust kann er wieder lächeln
 Sein Motto: Wer rasiert verliert (Foto J. Peters)

Auch andere waren "gefrustet". Aber so ist die Regel. Drei Wettkämpfer müssen am Start sein. Diese Regel ist nicht neu, man fragt sich jedoch angesichts der immer dünner werdenden Teilnehmerfelder, ob diese Regel noch zeitgemäß ist und ob man sie in Zukunft aufrecht halten kann. Die Funktionäre sind gefragt.

Für mich ist eine weitere Regel seit Jahren nicht nachvollziehbar. Wenn ich eine Altersklasse erreicht habe, dann sollte meiner Ansicht ein Start nur in dieser Altersklasse möglich sein. Wofür gibt es sonst diese Einteilungen? 

Seit Jahren ärgere ich mich über Läufer, die hin und her melden, nur um aus Profilierungssucht einen Titel oder eine bessere Platzierung abzugreifen. Joachim Peters war diesmal der Leidtragende, ein M50er meldete runter und nahm ihm so den wohlverdienten dritten Platz über 800 Meter. Joachims Ärger kann ich absolut nachvollziehen. Mir wurde mal eine bessere Platzierung bei einer deutschen Meisterschaft genommen, nur weil ein "Älterer" in einem starken Feld noch eine gute Zeit laufen wollte.

07.07.2010

DM Senioren II

Lokalpatriotismus - objektive Berichterstattung sieht anders aus

In den Zeitungsberichten der örtlichen Presse wird lang und breit erläutert, dass die Marburger Staffel mit der Frankenbergerin Annette Briel nur deshalb bei der DM den 3. Platz verpasste, weil die Dritten insgesamt 13 Jahre jünger waren. 

Nicht erwähnt wird dagegen, dass die Silberstaffel aber 7 Jahre älter war. Damit relativiert sich das Ergebnis der Marburger Staffel schnell und ist dann doch nicht so berauschend, wie man es nach dem klar höchsten Zeilenanteil im Artikel hätte vermuten können.

Als letztes Jahr die Korbacher M50-Männerstaffel auf den riesigen Altersunterschied aufmerksam machte, wurde das jedoch von den Zeitungen nicht ordentlich gewichtet, man erhielt sogar teilweise "polemische" Reaktionen auf die entsprechende Kritik. Im Artikel selbst wurde die tolle Leistung der Korbacher Männer mit zwei Minisätzen abgetan. 

Im aktuellen Fall wird nun aber vom Berichterstatter Hoffmann umfassend erklärt, weshalb die angepeilte Medaille nicht wie erwartet erreicht werden konnte, obwohl es sich nicht mal um eine Waldeck-Frankenberger Staffel handelte. Hinzu kommt, dass die beiden anderen Marburger Damen sogar namentlich aufgelistet werden und an ihre großen Erfolge bei den Crossmeisterschafften erinnert wird. Dass der Korbacher Hubertus Henning dagegen mit fast 60 Jahren und damit bei weitem älteste in der M55 über 800 Meter chancenlos aufs Treppchen war, bleibt unerwähnt. Seine objektiv und relativ wesentlich stärkere Leistung wird in zwei Sätzen abgehandelt. Hennings weiteren hochwertigen 6. Platz über 1500 Meter haben die Zeitungen kurzerhand ganz unter den Tisch fallen lassen.

Als der Vorsitzende des Kreisleichtathletikkreises Waldeck, Peter Wendt, den Frankenberger Hoffmann im April überraschend zum Pressewart machte, lobte er Hoffmann wegen seiner hervorragenden Berichterstattung über den grünen Klee, sicher auch ein wenig aus Eigennutz in der Hoffnung auf positive Presseberichte für den Nordkreis. Zwischenzeitlich waren die Berichte auch ganz ok. Nun aber verfällt Hoffmann wieder in das alte Schema, seinen unerwünschten Lokalpatriotismus und die rosarote Vereinsbrille hat er wieder aus der Schublade geholt. Objektive Berichterstattung sieht anders aus.

Dickes Lob an Torben Jandik

Wie erfrischend anders und besser Berichtererstattung heutzutage sein kann, hat kürzlich Torben Jandik in seinem WLZ-Artikel über die Kreisstaffelmeisterschafften unter Beweis gestellt. Keine stereotypen Formulierungen, von der ersten bis zu letzten Zeile spannende Unterhaltung und endlich mal keine 08/15 Bilder. So soll es sein.

10.07.2010

Oh Eichenlaub

Die gute alte deutsche Eiche spendet mit ihrem Laub den Läufern zurzeit im Wald willkommenen Schatten. 

Der ehemalige Landrat Eichenlaub hingegen spendete sich selbst in den letzten Jahren Reisekosten und Provisionen in Höhe von mehreren 100.000 Euro auf sein und ein unbekanntes Konto. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Untreue und Betrugs. 

Diese und andere Missetaten des ehemaligen Landrates waren lange bekannt, niemand traute sich aber diesem Despoten das Handwerk zu legen. Zum Eklat kam es beinahe vor Jahren, als Läuferinnen und Läufer die Grußworte Eichenlaubs an die erfolgreichen Sportler des TSV Korbach zurücksenden wollten. Leider zogen sie ihre Protestaktion zurück.

Der 1. Kreisbeigeordnete Niederstraßer spielt nach dem Rücktritt Eichenlaubs den Ahnungslosen, will von all den Machenschaften nichts gewusst haben. Derweil tritt er selbst von einem Fettnäpfchen ins andere. Neben diversen seltsamen Aktionen in punkto Müllheizkraftwerk und Atemwegserkrankungen übergab er vor ein paar Wochen dem Korbacher Weltmeister Milde ein Geldgeschenk. Es sei ausdrücklich betont, dass Nils Milde dabei schuldlos ist. Wie aber nun jeder weiß, ist Milde nicht gerade hilfebedürftig, konnte er doch die Kosten für die Teilnahme an der Hallen-WM in Kanada locker aus eigener Tasche finanzieren. 

Fingerspitzengefühl hingegen bewies Niederstraßer auch bei dieser Aktion nicht. Das Geld wäre besser angelegt gewesen, wo es dringend benötigt wird, beispielsweise bei der Jugendförderung oder bei den wirklich Hilfebedürftigen.

31.08.2010

Ich bin dann mal weg ... vom Fenster

Wie schnell es doch geht, dann ist man weg vom Fenster. Aber geht das wirklich so schnell? Ist das nicht ein Prozess über Jahre? Als ich gestern so vor mich hin joggte, kamen die Gedanken an vergangene Wettkampfjahre. Da wurde Raubbau mit den Kräften betrieben, nicht nur bei mir. Gerade harte schnelle Bahnwettkämpfe gehen sehr an die Substanz, körperlich wie mental.

Mir selbst war damals schon klar, dass irgendwann der große Knacks bei der Knievorgeschichte kommen würde. Aber erst mal hieß es weiter, weiter, weiter. Oft trotz hartnäckiger Beschwerden, es wird schon irgendwie gehen.

Ich wünsche jedem, dass er seinen Laufsport lebenslang genießen kann. Sicher steckt jeder Körper Belastungen auf hohem Niveau unterschiedlich weg, aber in vielen Fällen kommt die Quittung früher oder später für harte Wettkampfjahre. Entweder geht die Form den Bach runter, man fällt in ein Loch, oder schlimmer, der Körper reagiert durch Verletzung.

Es sei denn, man wird vernünftig, reduziert einfach mal ein Jahr und schenkt dem Körper rechtzeitig die wichtige Regeneration. Aber was ist schon Vernunft? In Läuferkreisen, erst recht in den Seniorenklassen, steht die ganz hinten auf dem Trainingsplan. Lockere Grundlagenläufe auf Joggingniveau finden viel zu wenig Beachtung. Wenn ich mir das Programm einiger im Umkreis so ansehe, dann wird mir Angst und Bang. Da kommt es nicht von ungefähr, dass aus der ehemaligen Korbacher Hochburg nur noch wenige übrig geblieben sind, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen.

18.09.2010

Schlammloch Finnenbahn - Expertenmeinung nicht gefragt

Bei der Restaurierung der großen Runde im Waldecker Berg werden Jahr für Jahr die gleichen Fehler gemacht. Es wird das falsche grobe Material in Form von frischem gehäckseltem Buschwerk aufgetragen. Eine glitschige und schmierige Angelegenheit. Schlammlöcher bilden sich immer wieder neu, weil sie einfach mit diesem Material zugeschüttet werden. Und die Passage, die mit Kies unterfüttert wurde, spült sich erwartungsgemäß frei, so dass man an dieser Stelle statt auf weichem Waldboden auf hartem Kies läuft. 

Auskoffern, Drainage legen, dann groben Rindenmulch drauf, das wäre der einzig richtige Weg. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, aber Experten-Meinung war und ist nicht gefragt. Wie zu erwarten, ist damit das eingetreten, was prophezeit wurde. Schlammloch reiht sich an Schlammloch. Schon jetzt sind einige Passagen schlechter als mancher Waldweg. Wenn jetzt noch der große Herbstregen einsetzt, heißt es Laufschuh weg und Gummistiefel raus.

Schildbürgerstreich? Finnenbahn auf der Hauer

Einen weiteren Schildbürgerstreich leistet sich die Stadt Korbach mit dem Bau einer Finnenbahn um den neuen Kunstrasenplatz. Was soll das, für wen soll die sein? Noch dazu ist die Strecke an einigen Stellen mit Betonpflaster unterbrochen. Echte Läufer werden diese Bahn wohl kaum nutzen. Die Leichtathleten wurden wohl nicht gefragt, oder doch? Wenn, dann die falschen.

Hat sich letztlich wieder mal die Fußball-Lobby durchgesetzt? Sind denn die 100 Zuschauer, die sich bei Heimspielen auf der Hauer verirren, wirklich eine Macht? Nun haben jedenfalls die Korbacher Fußballer einen Kunstrasenplatz und eine eigene Finnenbahn. Ist das nicht prima? Die Handballer wird's freuen. Werden sie nun im Winter, wenn es schneit, nicht einfach von den Fußballern aus der Halle gekickt nach dem Motto: "Weg da, jetzt kommen wir."

Für mich wurde da einfach Geld zum Fenster raus geworfen, obwohl doch die Kommunen angeblich so sehr in Finanznöten stecken. Bürgermeister Friedrich sieht das sicher anders. Die "neue Hauer" ist ein wichtiges Prestigeobjekt. In letzter Zeit taucht Friedrich übrigens des Öfteren auf Bildern als "Merkelizer" auf. Stern.de nennt diese Pose der Kanzlerin die "Raute der Macht". Andere deuten die typische Handhaltung Angela Merkels als "Schutz vor dem Druck." Mal sehen, wie sich der Bürgermeister im Herbst bei der endgültigen Einweihung der "neuen Hauer" präsentiert. 

PS: Für die vergleichsweise billige Reparatur der defekten Hinweistafeln an der eigentlichen Finnenbahn im Waldecker Berg ist kein Geld da. Seit Monaten werden sie nicht erneuert.

Merkel-Pose

Die geheimen Zeichen der Kanzlerin

Friedrich in Merkel-Pose

mehr zur neuen Hauer


*

So läufts nicht


So läufts nicht - unter dieser Rubrik ist "Kritisches" zum Laufgeschehen aus meiner persönlichen Sicht zu lesen. Meine Meinung muss nicht geteilt werden - sollten es andere nicht so sehen, können sie dies im Gästebuch (Home) deutlich machen. Ich lasse mich gern belehren.

Regeln/Kampfrichter/Funktionäre,...

Immer wieder muss ich feststellen, dass Regeln bei Wettkämpfen bisweilen sehr starr ausgelegt werden- ich wünschte mir das ein oder andere mal etwas mehr Fingerspitzengefühl von Kampfrichtern! Zugegeben- Regeln müssen sein und werden auch akzeptiert- scheinen aber in einigen Punkten antiquiert.

-Anfeuerung aus dem Innenraum:

Bei Meisterschaften auf Kreis-oder Bezirksebene kommt es vor, dass Anfeuerrungsrufe an die eigenen Vereinskameraden aus dem Innenraum moniert werden, 5 m weiter von der Außenbahn aus werden sie toleriert. Bei Großveranstaltungen interessiert es niemanden, es wird hier hingenommen!

-Urkunden bei Meisterschaften:

Vom neuen Vorstand des DLV hört man, dass dem Imageverlust der Leichtathletik mit neuen Wegen begegnet werden soll. Talente sollen gefördert werden - Kinder sollen an diese tolle Sportart herangeführt werden. Hierzu ist es aber unbedingt erforderlich, dass jedes Kind bei Meisterschaften eine Urkunde erhält und nicht nur die ersten Zehn- sämtliche Leistungen sollten Anerkennung finden, alle Kinder geben ihr Bestes !

-Anmeldeformfehler:

Kinder und Betreuer dürfen nach weiter Anreise nicht wieder wegen eines Anmeldeformfehlers nach Hause geschickt werden. Die Kinder können nichts für die "Schusseligkeit" ihrer Trainer oder Betreuer- eine dezente Verwarnung in einem solchen Fall an die Betreuer bei erstmaligem Formfehler sollte der richtigere Weg sein!

-Disqualifikation:

In Gießen bei den hessischen Langstaffelmeisterschaften wurde die 4x400 m Staffel des TSV Korbach disqualifiziert, weil der Bahnwechsel geringfügig zu früh stattfand. Den Regeln entsprechend eine korrekte Entscheidung- nur, musste sie so getroffen werden? Wir liefen 100 m hinterher, griffen in absolut nicht in die Entscheidung um den Sieg ein. Ein Vorteil von -10 cm ! -wurde hinterher berechnet! Mit Fingerspitzengefühl hätte man zu unseren Gunsten entscheiden können- zumal wir niemanden in irgendeiner Weise behinderten. Ein Protest sollte 150,- DM kosten, dafür geht lieber schön essen wurde uns vom "Oberkampfrichter" signalisiert. Bei Weltmeisterschaften wird anders entschieden, wenn es zu keiner Behinderung kommt.

Hessenmeisterschaften Mannschaft Gießen( Hamel/Schmidt/Schalk/Jandik)

Gießen Hessenmeisterschaften( Hamel/Schmidt/Schalk/Jandik)

-Kampfrichter:

Kampfrichter spielen sich für meine Begriffe immer wieder zu autoritär auf. Regeln müssen eingehalten werden, aber wie man sie durchsetzt oder an den Mann bringt, dass ist die entscheidende Frage! Kinder sollten behutsam an die Regeln herangeführt werden, und nicht "brüllend", wie immer wieder erlebt, auf deren Einhaltung zu bestehen. Der Ton macht die Musik. Das es auch anders geht, hat der Kampfrichter Waikinat bewiesen, als er sich bei den Korbacher Nordhessen-Schülermeisterschaften den jungen Athleten vorstellte und ihnen in aller Ruhe die Regeln erklärte. Selbst Fragen beantworte er. Dies ist der richtige Weg, um Kinder an den Sport heranzuführen!

Bei den Kreis-Langstaffelmeisterschaften in Bad Wildungen wurden von Kampfrichtern Staffelstäbe wegen der falschen Länge moniert, die offiziell in einem Sportfachgeschäft gekauft wurden. Eine andere Mannschaft hat sich kurzer Hand aus Kunststoff in einer Fabrik Stäbe "abschneiden" lassen; diese "nicht offiziellen" Staffelstäbe wurden akzeptiert und anerkannt!

-Zeitungsberichte/Ergebnislisten:

Ärgerlich immer wieder, wenn Namen, Daten und Zeiten - insbesondere von Kindern- verdreht, vertauscht oder falsch wiedergegeben werden. Auch Top-Leistungen finden nicht in allen Fällen die Anerkennung in der Zeitung, die sie verdient hätten. Mir ist klar, auch die Berichterstatter sind nur Menschen und Fehler können vorkommen. Nicht nachvollziehen kann ich allerdings, wenn Platzierungen unter den ersten 5 bei den Senioren-Hessenmeisterschaften keinerlei Erwähnung fanden und außerdem dabei noch 2 Kreisrekorde, von Heinz Jandik erzielt , ignoriert wurden! Auch ist immer wieder zu beobachten, dass von den Berichterstattern das ein oder andere Mal Athleten aus den eigenen Vereinen mehr hervorgehoben werden.

-WLZ vom 31.12.01

"Un-Zitat der Woche"
aus WLZ vom 31.12.01: Wir über uns/"damit auch sie wissen, wie wir ticken"/höchstpersönlich: Manfred Niemeier:

"Frage:
Welche Sportart können sie nicht ausstehen?

Antwort:
Die überehrgeizigen Senioren in allen Disziplinen, die Erfolgen hinterherhecheln, die sie in ihrer aktiven Zeit nicht erreicht haben."

Mein Kommentar:
Ein dummer, unüberlegter Spruch ausgerechnet von einem Sportreporter oder hat der Herr N. gar die Frage nicht verstanden!? Was will er überhaupt sagen ? Sind ihm kranke, dickbäuchige, rauchende ... Senioren lieber, die hinterm Tresen nur die Bierkrüge stemmen? Vielleicht sollte Niemeier mal diese Homepage studieren, um zu erkennen, zu welchen Leistungen wir "alten" Senioren fähig sind! Jedenfalls wissen wir nun, wie er "tickt"!
(Kopie des o.a. Textes geht per E-Mail an Herrn Niemeier zur Kenntnisnahme)

-WLZ vom 06.03.02

Willi Gernandt erklärt in der WLZ, der TSV Korbach habe dem TSV Meineringhausen Kinder abgeworben. Dies wird von Ulrike und Dieter Schröder heftig und zu Recht in einem offenen Wort in der heutigen Ausgabe der WLZ kritisiert und zurückgewiesen.

Willi Gernandt aus meiner Sicht:

Kleiner Rückblick in das Jahr 1988: Meine Tochter Mona und Nadine Solka sind 6 Jahre alt und nehmen zum ersten Mal an einem Cross-Lauf( Twiste) teil. Um ihnen die Angst zu nehmen, begleiten wir unsere Töchter auf der Strecke. Uns wurde damals von Willi Gernandt in seiner gelinde ausgedrückt schroffen Art unerlaubtes Coaching vorgeworfen und man erwog allen Ernstes, die Kinder aus der Wertung zu nehmen. Über meinen Unmut und das gelegentlich mangelnde Fingerspitzengefühl in Funktionärskreisen- insbesondere war W. Gernandt mit seinem Kasernenton gemeint- habe ich mir damals im LG-Heft Luft gemacht und wurde hart kritisiert. Von dem damaligen Kreisvorsitzenden Fritz Frese wurde ich später bestätigt, dass meine offenen Worte entscheidende Änderungen im Denken vieler alt eingesessener Funktionäre bewirkten. An die Ohren eines Willi Gernandt drangen sie bis heute nicht.

Seine antiquierte Art, wie er sein Kampfrichteramt ausübt und auslegt, muss man nicht teilen. Bis heute kann man die zweifelhaften Auftritte des Herrn Gernandt bei fast jedem Sportfest bewundern oder nur bedauern.

Reinhard Schmidt, WLZ-Redakteur, schrieb in seiner Kolumne am 10.11.01 in der WLZ:

"Wo wir gerade bei den Kampfrichtern sind. Sie vergraulen mit ihrem oft schroffen Ton auch den einen oder anderen jungen Athleten. Das gilt vor allem für die Platzpatronengarde. Die Zeiten, als man Leichtathleten im militärischen Exerzierton am Start gegängelt hat, sind längst vorbei. Mit Kindern redet man heute anders."

Auch oder gerade Willi Gernandt musste sich angesprochen fühlen, wenn ich nur z.B. an seinen Auftritt beim Meilenlauf kurz vorm Start denke. Weitere Beispiele( Ettelsbergfeste,...) könnte man nennen.

Völlig daneben liegt er nun mit seiner oben aufgeführten Kritik am Verhalten des TSV Korbach. Ulrike und Dieter Schröder- lasst Euch nicht unterkriegen

------

25.08.02

Wechsstaben verbuchselt

Immer wieder interessant, was in den Zeitungen alles so verwechselt, verdreht und vertauscht wird

Aus Heinz Jandik wird Heinz Handik, aus der Bärbel Kiel wird kurzerhand eine Bärbel Klein gemacht. Uli Schalk wurde mal zu Uli Scheidt. Auch Winfried Stede erhielt kürzlich einen anderen Vornamen: Aus Winfried wurde Ulrich Stede. Bei Zeiten, Altersangaben,... hält sich der Fehlerteufel schon gar nicht zurück. Auch ich bin nicht fehlerfrei, machte die achtjährige Ina Querl kürzlich ein Jahr älter. Für diesen und andere kleine Fehler auf meiner Homepage bitte ich um Entschuldigung!

Na ja, bei so erfolgreichen Athleten kann es aber auch leicht dazu kommen, dass die Wechsstaben verbuchselt werden!

-------

1.12.02

Kahlschlag Finnenbahn

Finnenbahn Korbach: In den vergangenen Tagen wurde das Waldstück am Waldecker Berg vom Unterholz und Buschwerk befreit. Man möchte fast sagen, der Wald wurde klinisch gesäubert. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, man hat des Guten zu viel getan. Musste das sein? Die Heckengehölze am westlichen Rand, die den Läufern auf der Finnenbahn guten Wind- und Sichtschutz boten, wurden ebenso wie die Büsche innerhalb des kleinen Wäldchens dem Boden gleich gemacht. Übrig blieben wie Zinnsoldaten aufgestellte sterile Baumreihen.

-------

13.06.03

Auweia!

Kritik aus den eigenen Reihen

Schuster bleib bei deinen Leisten, jetzt hab ich's an der Leiste (wieder mal). Die Kritik besteht zu Recht. Muss denn eine Mittelstreckler unbedingt einen 200-m-Sprintwettkampf so kurz vor den Hessenmeisterschaften ins Programm nehmen? Muss er nicht. Ich verspreche, ich mach's nie wieder. 

----

14.08.03

Glückwünsche vom Landrat und Bürgermeister

Der Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg und der Bürgermeister der Stadt Korbach gratulieren dem 800m-Trio Leithäuser, Runte, Kiel zur deutschen Meisterschaft. Der HLV-Kreis-Waldeck gratuliert auf seiner Homepage dem Jungendmeister Schäfer, den erfolgreichen Korbacher Damen leider nicht.

-----

29.12.03

Ärgernis zum Jahresende 

Hessische Seniorenbestenlisten

Besonders bedauerlich und auch ein wenig ärgerlich ist es, wenn ein klarer Platz 1 in der hessischen Seniorenbestenliste untergeht. So wurde vergessen, das Ergebnis von Bärbel Kiel (W40) über 3000 m in die Liste aufzunehmen. Die für den TSV Korbach startende Eimelroderin lief am 28.09.03 in Bad Soden 10:29,25 Minuten. Mit Riesenvorsprung würde sie damit auf Platz 1 liegen. Geführt an erster Stelle wird aber Astrid Bardenheuer vom PSV Grün-Weiß Kassel mit 10:48,20 Min. Inzwischen wurde bei HLV Einspruch eingelegt. 

Frust und Ärger ließen sich vermeiden, wenn die Statistiken vor Abdruck an die Vereine zum Korrekturlesen gegeben würden. Bei der Vielzahl der Zeiten und Zahlen geht der Vorwurf nicht an die Statistiker, die sich die größte Mühe geben alles korrekt aufzulisten und zu erfassen. Es sollte einfach mal über ein Korrekturlese-Verfahren vor Abdruck nachgedacht werden, auch im Interesse der Statistiker. Das schlage ich schon seit Jahren vor, um solche Ärgernisse von vornherein auszuschließen. 

Die von Udo Leithäuser mühevoll erstellte hessische Seniorenbestenliste für den Bereich des TSV Korbach wurde korrigiert. Bärbel Kiel ist danach die Nr. 1 mit 5 ersten Plätzen.

Hessische Bestenlisten-Auswertung 2003 - Senioren

------

Bestenlisten-Frust

Leider gab es zum Jahresende weiteren Frust und Ärger. Auch Irmgard Runte (W45) moniert zu Recht, dass ihre Leistungen in der HLV-Seniorenbestenliste nicht oder nicht richtig gewürdigt wurden. Ihre 800-m-Zeit (2:52,36) fehlt völlig (würde Platz 8 in Hessen bedeuten!) und ihre 10-km-Zeit ist falsch angegeben. Mit 44:39 Min. würde sie zeitgleich mit Ilse Gutschank aus Kassel Platz 11 belegen. Schon zwei Korbacher Athletinnen sind damit von fehlerhafter Statistikführung betroffen. Auch Bärbel Kiel's Zeit über 3000 m wurde völlig ignoriert (s. Top-News vom 29.12.03). Der Ruf nach der Möglichkeit, den Vereinen eine Korrekturchance  vor Veröffentlichung der Bestenlisten zu geben, wird immer lauter.

------

07.01.04

 HLV-Seniorenbestenliste

Der Protest der beiden TSV-Korbach-Läuferinnen Irmgard Runte und Bärbel Kiel war erfolgreich (vgl. News vom 01.01.04 und 29.12.03). Die fehlenden Zeiten werden in der deutschen Bestenliste aufgenommen. Eine nachträglich Korrektur der hessischen Bestenliste ist leider nicht mehr möglich. HLV-Statistikerin Hannelore Herrmann bedauert die Missgeschicke und wünscht den beiden Korbacherinnen weiterhin viele sportliche Erfolge und persönliche Bestleistungen.

----

23.01.04

Neuer Internetauftritt des HLV-Kreis-Waldeck

Sehr gewöhnungsbedürftig, der neue Auftritt des Leichtathletikkreises im Internet. Ist es nun eine Homepage oder ist es eher nur ein Forum? Jedenfalls kritisch gesehen ziemlich unübersichtlich. Man muss abwarten, bis der Neu(Um)bau vollständig abgeschlossen ist. 

Normen Klein äußert sich auf der HP wie folgt:

"Sehr geehrter Besucher,
sehr geehrte Besucherin,

im neuen Jahr gibt es auch gleich eine entscheidende Veränderung für unseren Internetauftritt.
Ab sofort steht Ihnen das veränderte Angebot zur Verfügung.

Durch diese Änderung haben wir nun deutlich mehr Möglichkeiten Ihnen Informationen zu präsentieren.

Registrierte Mitglieder können in speziellen Bereichen (Diese werden noch eingerichtet.) aktiv an der Gestaltung dieser Informationsseite teilnehmen.
Registrierungen können ab sofort durchgeführt werden.

Viel Spaß !

Normen Klein"

HLV-Kreis-Waldeck

-----

25.01.04

"Du kommst hier nit rein!"

Übereinstimmung beim sonntäglichen Long-Jog des TSV Korbach: Die neue Homepage des Leichtathletikkreises Waldeck ist ja eine Katastrophe. Man findet nichts mehr (s.a. News vom 24.01.04). Frei nach AOL-Werbung: Du kommst hier nit rein!

----

06.02.04

Homepage HLV-Kreis Waldeck

Eintagsfliege?

Einen Tag vor der Jahreshauptversammlung ist die Homepage des Leichtathletikkreises Waldeck nicht verfügbar. 

Zitat Startseite: "Diese Seite ist vorübergehend geschlossen! Fragen können Sie gerne an den Vorstandsvorsitzenden Peter Wendt richten."

Dunkle Wolken ziehen über den Webauftritt. Die erst kürzlich neu ins Netz gestellte Homepage fand keinen Anklang, war teilweise nur über Registrierung einsehbar. Kaum im Netz, ist sie auch schon wieder verschwunden. Eintagsfliege?

Frei nach AOL-Werbung: Du kommst hier nit rein!

-----

Normen Klein wirft das Handtuch

Nach den Ärgernissen um die neue Homepage des Leichtathletikkreises Waldeck ( s. News vom 23.01., 25.01. und 06.02.04 ) wirft Wettkampfwart Normen Klein das Handtuch. Kreisvorsitzender Peter Wendt: „Wir werden in kurzer Zeit wieder neue benutzerfreundliche Seiten im Netz haben“.

-----

12.05.04

Ärgerlich

Kreismeisterschaften 

Leider sind die offiziellen Ergebnisse noch nicht im Netz. Erneut kam es zu Unstimmigkeiten bei der Zeitnahme. Im 1500-m-Lauf wurde bei allen Läufern 8 Sekunden zu spät auf die Stoppuhr gedrückt. Erinnerungen an die letztjährige Staffel-Kreismeisterschaft in Bad Wildungen wurden wach. Der Ruf nach einer elektronischen Zeitmessanlage wird wieder lauter.

---

29.12.04

Stressfraktur - da werden Sie geholfen!?

In aller Regel erhält man eher nicht die erhoffte Hilfe von den "Provinzärzten" vor Ort. Hätte ich auf einen hiesigen Chirurgen und seine dilettantische Diagnose gehört, wäre mein Nerv durchtrennt und mein Fußgelenk für immer mit Taubheitsgefühlen belastet. 

Tatsächlich wurde auf Veranlassung der Uniklinik Tübingen endlich ein Radiologe eingeschaltet (MRT-Aufnahmen). Nun steht sie fest, die wenn auch nicht gerade erfreuliche Diagnose: 

Stressfraktur, zu deutsch Ermüdungsbruch am Wadenbein nahe des oberen Sprunggelenks. 

Zugegeben ein harter Schlag - weiß aber jetzt endlich, wo ich dran bin. Bedauerlich ist, dass ich längst hätte wieder voll belasten können, wenn ich gleich in die richtigen ärztlichen Hände gekommen wäre. Viele viele Wochen wurden mit wirkungslosen Therapien vergeudet.

Meine Empfehlung kann daher nur lauten: Kommt man vor Ort nicht weiter, sollte man so schnell wie möglich den Mut haben, eine geeignete Fachklinik zu konsultieren. 

Frei nach Verona: Nur da werden Sie wirklich geholfen!

30.12.04

Klarstellung

Den von mir gestern kritisierten Arzt schätze ich als Mensch sehr, ich kenne ihn schon lange Jahre. Oft hat er mir geholfen, chirurgisch ist er top. Diesmal lag er aber mit seiner Diagnose leider völlig daneben. Auch die "starke Arthrose" als ein Auslöser meiner Fußprobleme entpuppte sich beim MRT als minimale und nicht relevante. Jeder macht Fehler, in der Medizin können sie manchmal verheerend sein.

Kritisch ist das Gesundheitssystem zu durchleuchten. Budgets hemmen und bremsen die Ärzte, Hilfe kommt oft viel zu spät da an, wo sie nötig wäre. Auch können viele Ärzte nicht über ihren Schatten springen, ihr Stolz verhindert eine rasche Überweisung an Speziallisten und Spezialkliniken. Viel zu lang wird "herumgedoktert", bevor man in die richtigen Hände kommt. In meinem Fall wies ich meinen Arzt vor Ort bereits im Oktober auf eine mögliche Stressfraktur hin. 

Eigeninitiative ist also gefragt. Man muss sich mehr oder weniger selbst helfen, über Bücher, Internet,... Fachärzte suchen und sie konsultieren, bevor der Schaden irreparabel geworden ist.

Häufigkeit von Stressfrakturen
(Quelle:feel-fit)

Stressfrakturen sind bei Sportlern nicht selten. Schätzungen gehen davon aus, dass zwei Drittel der Betroffenen Läufer sind, insbesondere Leichtathleten. Stressfrakturen finden sich bei ihnen häufig an folgenden Knochen:

Mittelfußknochen (lat. Ossa metatarsalia)
Kahnbein (Os naviculare)
Sprungbein (Talus)
Schienbein (Tibia)
Wadenbein (Fibula)
Oberschenkel(-mitte) (Femurdiaphyse)

Ratgeber Stressfraktur

mehr: Ermüdungsbruch, Stressfraktur

Sportmedizin Tübingen

-------

10.02.2005

Sportlerehrung der Stadt Korbach

Bürgermeister Klaus Friedrich nimmt in einer Email Stellung zu den Topnews vom 04.02/05.02.2005:

"...Ich konnte an diesem Abend wieder viele interessante und anregende Gespräche führen. Nach meinem Eindruck kommen alle gern zu unserer Veranstaltung und empfinden sie als Anerkennung für Geleistetes und als Motivation für die Zukunft. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.

Gewiss kann man bei genauem Hinsehen feststellen, dass sich auch das ein oder andere stolze Elternteil, ein Ehepartner, ein Freund oder eine Freundin der geladenen Sportler unter den Gästen befindet. Bei den Kindergruppen ist es vielleicht sogar sinnvoll, wenn einige zusätzliche Betreuer anwesend sind. Ich vertraue darauf, dass auch die Verantwortlichen in den Vereinen darauf hinwirken, dass in dieser Beziehung eine Toleranzgrenze nicht überschritten wird. In jedem Falle haben Sie aber Recht und wir müssen zukünftig ein Auge darauf haben.

Ich hoffe, die Korbacher Sportlerinnen und Sportler können auch im Jahr 2005 an die Erfolge des vergangenen Jahres anknüpfen und viele Meistertitel erringen. Auch Ihnen, sehr geehrter Herr Schalk, und den Leichtathleten wünsche ich eine erfolgreiche Saison.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Klaus Friedrich
Bürgermeister"

--------

Kommentar: 

Wenn das jeder machen würde...

Der Bürgermeister hat Recht. Die Stadtverwaltung stellt wirklich eine tolle und mit hohem technischen Aufwand betriebene Veranstaltung auf die Beine, zu der die Sportler immer wieder gerne kommen. Von dieser Stelle noch mal ein großes Lob. 

Dennoch wurden kritische Stimmen zu anwesenden "Gästen", die nicht geehrt werden, von mehreren Seiten nicht erst in diesem Jahr laut. Die Anwesenheit von Freunden, Eltern, Ehepartnern,...bis zu einer gewissen Grenze tolerieren zu wollen, wird immer auf Kritik stoßen und ist nicht akzeptabel. Eigentlich sollte gleiches Recht für alle gelten. Die Stadthalle wäre aus allen Nähten geplatzt, wenn jeder seinen "Anhang" unangemeldet mitgebracht hätte. Die Devise für die Zukunft kann nur heißen, vor der Veranstaltung eine klare "Ansage" zu machen: Entweder alle mit oder alle ohne Freunde, Eltern,...

----

05.03.2005

Werner Bitzer folgt auf Otto Lange

HNA-Bericht

KORBACH. Ein Abschied in Raten ist es für Otto Lange, der 37 Jahre lang die Geschicke des TSV1850/09 geleitet hat und nun ins zweite Glied zurücktreten wird.

Bis zum Herbst dieses Jahres ändert sich zunächst wenig. Der von der Hauptversammlung einstimmig zum Nachfolger bestimmte Werner Bitzer steht erst nach Erfüllung beruflicher Pflichten für das neue Amt zur Verfügung. Dann, so hat der hochgeschätzte Vorgänger zugesagt, wird Otto Lange den Neuen, der seit Jahrzehnten auf dem Trainerposten bereits dem Verein dient, in seine Aufgaben einarbeiten. Danach soll es für Lange, der nach eigens beschlossener Satzungsänderung jetzt stellvertretender Geschäftsführer ist, ruhiger werden.

Seine Wahl zum Stellvertreter sei also noch kein Abschied, bemühte sich Vorsitzender Michael Bott festzuklopfen.

Der als früherer Leiter der LG Kassel im Jahre 1955 als Sportfunktionär zum Verein gekommene Otto Lange habe in 37 Jahren "überragendes Engagement" an den Tag gelegt und solle dafür in besonderem Rahmen im Juni 2006 geehrt werden. Sein Lebenswerk, an dem auch Langes Frau Ellen ihren Anteil habe, sei schon anlässlich des 70. Geburtstages im Jahre 2002 mit dem hessischen Verdienstorden gewürdigt worden, erinnerte Bott.

Mit einem Blumengebinde für die Frau Otto Langes sprach auch Bürgermeister Klaus Friedrich seinen Dank aus. Unter Sportfreunden noch etwas über Lange hinzufügen zu wollen, hieße Eulen nach Athen tragen, meinte der Rathauschef. Sein Wirken sei geprägt gewesen von Leistungsbereitschaft und Kameradschaft. Friedrich zeigte sodann Verständnis dafür, dass der Geehrte nicht mehr an vorderster Front stehen und etwas mehr Zeit gewinnen wolle. An Otto Lange überreichte er das älteste Korbacher Stadtsiegel aus dem Jahre 1223 "zum Dank, was Sie für die Menschen, die Sportler und die Stadt geleistet haben".

Dem Vereinsvorsitzenden übergab Klaus Friedrich 5000 Euro, gedacht als Anschubfinanzierung für eine Zeitmessanlage, deren Anschaffung der TSV/09 plant (Quelle: HNA.de)

Kommentar/Meinungssache: 

Traurig, traurig. Schon letztes Jahr wurde in Sportlerkreisen heiß über die ausgefallene Sportlerehrung diskutiert. Die erfolgreichen Sportler wurden auch in diesem Jahr leider nicht geehrt, der TSV Korbach stellt sich damit erneut ein Armutszeugnis aus. 

Im WLZ-Bericht wurden die Sportler in einem Satz erwähnt, im HNA.de-Bericht überhaupt nicht. 

Zugegeben, ohne die lobenswerte ehrenamtliche Tätigkeit der Funktionäre wäre ein Verein nicht aufrechtzuerhalten. Bei aller Wichtigkeit der Funktionärsarbeit sollte aber nicht vergessen werden, dass es sich um einen Sportverein handelt und ohne die Sportler ein Verein nicht existieren könnte.

Die auch in 2004 überaus erfolgreichen Sportler des TSV Korbach - wir hatten deutsche Meister in unseren Reihen! - nicht zu ehren, ist nicht o.k., um nicht zu sagen blamabel. 

In Zeiten knapper Kassen soll und muss es nicht um eine große Preisverleihung gehen, einfach nur eine kleine Geste und Anerkennung würde den Sportlern gut tun, und - nach den Worten des Bürgermeisters Friedrich bei der Sportlerehrung der Stadt Korbach - den Sporttreibenden die Anerkennung und  Wertschätzung verleihen, die sie verdienen. Die Stadt Korbach und der HLV-Kreis Waldeck beweisen Jahr für Jahr mehr Fingerspitzengefühl.

07.03.2005

Sportlerehrung TSV Korbach

Schlechtes Gewissen?

Heute wurde in der WLZ eine Liste der auf der Jahreshauptversammlung vermeintlich "geehrten" Sportler nachträglich veröffentlicht. Fragt sich, wer denn nun ein schlechtes Gewissen hat, die Zeitung oder der Verein.

Fakt ist jedenfalls, dass den erfolgreichen Sportlern von einer Einladung zur Ehrung nichts bekannt war. Somit kann diese Ehrung, wenn überhaupt, nur ohne die Sportler stattgefunden haben (s.a. News vom 05.03.2005). Diejenigen, die die Versammlung besucht haben, wissen, was oder was nicht ablief. Jedes weitere Wort erübrigt sich. 

06.10.2005

Deutsche in der 2. Liga

Laktathysterie

Die Deutschen hinken mittlerweile in allen Bereichen hinterher. Wirtschaftlich weit hinten, weniger als Mittelmaß in der Medizin. Und trotzdem fahren die Läufer auf die teilweise völlig daneben liegenden Empfehlungen und falschen Erkenntnisse der "Halbgötter in Weiß" immer wieder ab - und laufen mittlerweile weit hinter her. 

"...Im Spitzen- und Breitensport erliegt man bei uns heute zu schnell der Versuchung, irgendwelchen Hightech-Schnickschnack überzubewerten. Viele Athleten beschäftigen sich mehr mit Leistungsdiagnostik, Blutwerten, Laktatmessungen, Trainingsauswertung am Computer und Nahrungsmittelergänzung als mit dem eigentlichen Training", konstatierte Herbert Steffny kürzlich. 

"Laktat ist kein Gift"

In der neuesten "Spiridon" ist vom weltberühmten südafrikanischen Sportmediziner Prof. Noakes die Rede. Noakes macht klar, dass Laktat kein Gift sein könne, was Ausdauer und Tempohärte zerstöre. Der Mensch bestehe nicht aus Pulsschlägen, Laktatwerten oder rektaler Temperatur, sondern aus komplexen Phänomenen, wobei der Faktor Motivation und der Wille ein extrem wichtiger Faktor sei. 

Über allem stehe das Hirn. Weder eine mit hohem Laktat belastete Muskulatur noch das Herz steuere den Menschen, sondern das Hirn. Wie sei es z.B. möglich, dass ein Radsportler während eines VO2max-Tests seine Leistungsfähigkeit in den letzten Sekunden um 400 % erhöhen könne auf 2000 Watt? "Die Müdigkeit ist eine Illusion, weil das Hirn nicht mehr will, aber das Hirn kann nur dem Körper helfen, den man bekommen hat" betonte Noakes. 

Noakes Empfehlung und Forderung: Mehr Freiheit für den Athleten, sich mehr auf sein Tempogefühl verlassen als fixiertes Training zu absolvieren. Ein Trainer müsse wieder mehr Mentor und Lehrer sein als Physiologe. 

Wann endlich besinnen sich die Deutschen und laufen wieder mehr nach Gefühl? Zu Zeiten der Fleschens, Wessinghages oder Baumanns, die absolute Weltklasse waren, ließ man es im Training einfach mal richtig krachen. Wenn es gut lief, machte man aus einem geplanten Jogginglauf einen Wettkampf. So wird’s in Kenia auch heute noch gemacht. Wer mittlerweile in der zweiten Liga läuft, ist bekannt. 

In Deutschland sind die Mediziner mit ihrer Laktathysterie und Leistungsdiagnostik eher Leistungsverhinderer statt Förderer. Ich sehe sie schon, die Deutschen, die im Endspurt plötzlich stehen bleiben, weil die Pulsuhr piepst. Oder es passiert ihnen so wie dem norwegischen Laktatfetischisten Bakken, dem im 5000-WM-Finale in der letzten Runde zehn Afrikaner ohne Laktattraining davon liefen. 

Wenn es läuft, soll man es laufen lassen - ohne Gedanken an Laktat und Herzfrequenz. Das muss ein Trainer dem Athleten wieder vermitteln.

08.10.2005

"Laktathysterie"

Eintrag im Gästebuch zum Artikel vom 06.10.2005

Hier meine Antwort auf den Beitrag von "Jules":

Hallo Jules,

da ich nicht weiß, wer sich hinter dem Namen verbirgt, sollte ich eigentlich nicht antworten. Ich antworte aber aus tiefster Überzeugung. Ich würde es begrüßen, wenn du deine Anonymität verlassen könntest.  

Im Grunde bestätigst du das was ich meinte. Die Deutschen holen nicht das aus sich heraus, was sie drauf haben, sind nicht mehr bereit, alles zu geben oder hart zu trainieren. Die Gründe sind vielfältig. Unter anderem fehlt die Motivation, die die Afrikaner noch haben, um aus der Armut ans große Geldverdienen heranzukommen. 

Aber die Afrikaner bewahren auf dem Weg zur Weltspitze (noch) ungebremst weitestgehend ihre natürlichen Kräfte. Die Deutschen hingegen werden von Medizinern und Wissenschaftlichern gebremst, anstatt mehr auf den eigenen Körper zu hören und auf das Tempogefühl, das jeder Läufer nach einer gewissen Zeit entwickelt.

Wissenschaftliche Studien sind immer mit großer Vorsicht zu genießen. In den meisten Fällen stecken "milliardenschwere" wirtschaftliche Interessen dahinter. Mediziner, Wissenschaftler, Forscher werden geschmiert, um eine Studie zu veröffentlichen, die dem Verkauf des Artikels aus dem eigenen Haus förderlich ist.

Und kaum ist eine Studie auf dem Markt, wird sie von einer anderen widerlegt. Denke nur an wissenschaftliche Ernährungsempfehlungen. Ein passendes Zitat hierzu von Sandra Kocksch, Dipl.-Oecotroph. (FH) an der Sportklinik Hellersen:

"Lässt man alle wissenschaftlichen Betrachtungen einmal beiseite und fragt den gesunden Menschenverstand, sollte jedem schnell klar werden, dass die Natur sich etwas dabei gedacht hat, dass sie die Nährstoffe im Verbund anbietet. Vitaminpillen wachsen nun mal nicht auf den Bäumen."

Zu Bakken: Tut mir leid, was der macht, tut schon weh. Es ist ja ok, wenn du es anders siehst, aber ich kann's nicht nachvollziehen. 

Bakken will mit seinem "Laktattraining" das "natürliche" Training der Afrikaner kopieren. 
Sport hat für mich etwas mit Lust, Spaß an der Bewegung zu tun. Meine mir in die Wiege gelegten Kräfte und Talente auf natürliche Art und Weise auszuloten und zu stärken, um mich dann mit anderen im Wettkampf nach harter Trainingsarbeit zu messen, ist für mich der einzig richtige und auch der ehrlichste Weg. Wenn ich mir aber wie Bakken dabei ständig Blut abzapfen müsste, um Laborwerte bzw. Laktatwerte ermitteln zu können, hat das für mich mit natürlicher Bewegung nichts mehr zu tun. 

Abschließend dazu ein Zitat von Dr. med. Dieter Kleinmann im Leserforum der Zeitschrift "Spiridon" vor einiger Zeit:

"... In einer Fortbildungsveranstaltung hatte einmal ein kritischer Professor folgende ketzerische, überdenkenswerte Äußerung von sich gegeben: "Geben sie die weltbesten Läufer aus Kenia, Äthiopien und Marokko, die ohne Herzfrequenzmessung trainieren, in die Obhut eines deutschen Sportmediziners mit Puls- und Laktatmessung. Sie werden sehen, innerhalb weiniger Monate haben diese weltbesten Läufer dasselbe niedrige Niveau wie unsere deutschen Läufer!"

Liebe Grüße

Uli

mehr: Gästebuch

------

21.12.2005

Ehre, wem Ehre gebührt - Anerkennung, die von Herzen kommt

Tipps vom Deutschen Sportbund

Die innere Haltung

"Dank, Anerkennung und Ehrung – ihr Wert hängt von der inneren Haltung desjenigen ab, der sie ausspricht. 

 

Menschen haben ein untrügliches Gespür, ob pro forma gedankt wird oder eine Ehrung routiniert abgespult wird – oder ob sie von Herzen kommt!

Das wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie stehen die Verantwortlichen eines Sportvereins zum ehrenamtlichen Engagement? Betrachten sie es als Selbstverständlichkeit oder als etwas Besonderes? Vielleicht haben sie schon unzählige Ehrungen „vollzogen“. Ist ihnen dann noch bewusst, dass sie für die Geehrten außergewöhnliche Momente sind?

Aufmerksamkeit im Alltag

Sicherlich engagieren sich auch in Ihrem Sportverein viele Ehrenamtliche. Freiwilliger Einsatz ist in viele Vereinen Alltag. Da ist es nur konsequent, wenn auch Danksagungen eine feste Größe in Ihrem Sportverein sind. Anerkennung sollte Teil jeder Vereinskultur sein – ohne zur Routine zu werden! Ehrende, ehrliche Worte wärmen das Herz und stärken das Rückrat.

Nicht nur Leistung zählt

Wann ist eine Ehrung angemessen? Das ist keine theoretische Überlegung. Die Antwort hat unmittelbaren Einfluss auf die Kultur Ihres Sportvereins. Erfolgsorientierte Menschen schlagen vielleicht folgende Definition vor: Eine Ehrung ist die Anerkennung einer bestimmten Leistung. Dagegen ist nichts einzuwenden. Schon gar nicht im Sport. Jede Pokalverleihung wird von diesem Verständnis getragen. Aber ein Sportverein steht auf zwei Säulen: Dem Sport als Ziel und der Gemeinschaft als Form. In der Gemeinschaft erfährt sich der Einzelne als Teil des Ganzen. Er erlebt Zugehörigkeit. Es ist ihm eine Ehre, dazuzugehören. Eine Ehrung kann deshalb auch zum Ausdruck bringen: Wie gut, dass es dich gibt! Dafür braucht man keinen in Leistung messbaren Grund. Es reicht ein Anlass, um das Selbstverständliche zu bezeugen.

Die Anerkennung von Leistungen

Für den einen zählt nur der Erste Platz. Für den anderen aber ist schon die Teilnahme ein Erfolg. Wer zum ersten Mal einen Marathon bestreitet und ins Ziel gelangt, ist ein Sieger – ganz egal wo die Uhr stehen bleibt.
Der Maßstab für eine anerkennenswerte Leistung ist immer, was dem Einzelnen möglich ist. Wer sich selbst fordert, seine persönlichen Grenzen erreicht, hat sich eine Ehrung verdient. Das gilt natürlich nicht nur im Sport.
Oft sind es die kleinen Beiträge, die einen Verein vorwärts bringen. Der Platzwart, der Kartenabreißer, ein Mitglied, das ein Plakat entworfen hat – sie alle verdienen nicht weniger Aufmerksamkeit als diejenigen, die Reden halten, Pokale überreichen oder Bericht erstatten. Fragen Sie sich auch, was den Ehrenamtlichen sein Einsatz kostet: Eine Mutter mit Kindern, die „nebenbei“ noch kleinere Vereinsaufgaben übernimmt, hat viel für den Verein geleistet."

Kritisch angemerkt - die ausgefallene Ehrung

Vor diesem Hintergrund sollten sich die Vereinsfunktionäre des TSV Korbach in den kommenden Tagen der Besinnung mal überlegen, ob es richtig ist, gegen Ende des Jahres 2005! verdienten Sportlern kommentar- und lieblos eine Urkunde vom 03.05.2005 in die Hand zu drücken, die auf dem Papier Leistungen von 2004! anerkennen. In schöner Regelmäßigkeit wird seit zwei Jahren auf die Sportlerehrung im Verein verzichtet. 

Wie sagt der noch gleich der Deutsche Sportbund:

"Menschen haben ein untrügliches Gespür, ob pro forma gedankt wird oder eine Ehrung routiniert abgespult wird – oder ob sie von Herzen kommt!"

mehr

-------

1/2006 - Umfrage

Sportlerehrung im Verein, ja oder nein?!

Aus gegebenem Anlass (s. News vom 21.12.2005) starte ich bis zum 15.01.2006 eine neue Umfrage. Sie ist absolut anonym, also keine Angst bei der Stimmabgabe. 

Seit zwei Jahren wird unter den Sportlern des TSV Korbach heftig diskutiert, warum der Verein die Sportlerehrung gestrichen hat. Die große Mehrheit kritisiert diese Entscheidung, zumal Urkunden nur noch Monate später nebenbei ausgehändigt werden. Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?

16.01.2006

Aktuelle Umfrage beendet: Sportlerehrung im Verein, ja oder nein?

Ehre wem Ehre gebührt - Anerkennung, die von Herzen kommt

Die Umfrage ist abgelaufen. Eindeutiger kann das Ergebnis nicht ausfallen. 100 % sprechen sich für eine Ehrung der erfolgreichen Sportler aus. 65 % wünschen sich diese Ehrung im Rahmen der Jahreshauptversammlung, nur einer würde sich zufrieden geben, wenn Glückwünsche nebenbei ausgesprochen werden. 91 % finden die Anerkennung der sportlichen Leistung durch ein kleines Präsent am besten. Nur 8 % sprechen sich für eine Urkunde aus. 

Die Umfrage ist zwar nicht repräsentativ, zeigt aber eindeutig den Trend und den Wunsch, dass diejenigen, die für sportliche Erfolge eines Vereins sorgen, nämlich die Sportler, auch im großen Rahmen gebührend geehrt werden sollten. Ein eindeutiger Wink geht damit in Richtung Verein: Ehre wem Ehre gebührt durch eine Anerkennung, die von Herzen kommt.

Hintergrund der Umfrage war, dass seit zwei Jahren unter den Sportlern des TSV Korbach heftig diskutiert wird, warum der Verein die Sportlerehrung gestrichen hat. Die große Mehrheit kritisiert diese Entscheidung, wie auch die Umfrage bestätigte.

Ergebnis der Umfrage

-----

27.01.2006

Verkehrte Welt - Gesunder Geist in gesundem Körper

Meine Generation war den ganzen Tag auf den Beinen. Als wir aus der Schule kamen, hieß es: Schnell Hausaufgaben machen, Ranzen in die Ecke und nichts wie raus.

Stundenlanges Bolzen war angesagt. Bis zum Umfallen. Dann ging's ab ins Vereins-Fußballtraining. Ja, richtig gehört. Tägliches stundenlanges Training. Man war fit, kein Gramm Fett. Und übrigens: Morgens in der Schule hatten wir auch noch Sport. Nach einem solchen Tag schliefen wir tief und fest und waren am nächsten Morgen in der Schule wieder "klar im Kopf".

Heutzutage werden unsere Kinder mangels Fehlernährung und vor allem mangels Bewegung immer "fetter". Schule und Verein sehen sich beinahe schon als Konkurrenten, wie kürzlich in der WLZ zu lesen war. Vereine haben Angst, dass ihnen die Kinder fehlen, wenn die Schulen ihre Ganztagsangebote ausbauen. Verkehrte Welt. 

Dabei ist doch bekannt, wie gut sich Sport und geistige Leistungen ergänzen. Wer körperlich fit ist, liefert in aller Regel auch bessere geistige Leistungen ab. Nicht nur der Schuhhersteller ASICS weiß: ANIMA SANA IN CORPORE SANO, ein gesunder Geist steckt eben in einem gesundem Körper. 

Wie sagte Dieter Baumann in seinem Interview vom 24.01.2006 passend zum Thema:

"Die Gesellschaft klagt doch über immer mehr bewegungsarme Kinder.

Baumann: Kinder gehen nicht mehr hinaus zum freien Spielen. Sie haben keinen Platz mehr. Wir haben alle Bolzplätze abgeschafft und um jeden Sportplatz um jedes Stadion einen Zaun gebaut. Damit können Kinder nicht mehr frei spielen. Vereine, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, Kinder zum Wettkampf im Laufsport zu führen, müssen zunächst dieses Freie Spielen in Trainingsformen einbauen.

Freies Bewegen und schulische Entwicklung in welchem Verhältnis steht das zueinander?

Baumann: Der Druck in der Schule ist heute größer geworden ist. Als Vater von zwei Kindern kann ich das beobachten. Wir setzen unsere Kinder einem Drill aus, weil wir uns von Studien wie "PISA" fremd bestimmen lassen. Daraus leiten wir dann ab, dass der Lehrstoff geändert werden muss. Mit dem eigentlichen Leistungsvermögen der Kinder aber hat das nichts zu tun. In Baden-Württemberg gibt es das Konzept von "Grundschule in Bewegung". Hier wird Bewegung im Unterricht integriert und im Hinblick auf die schulische Entwicklung macht man dabei sehr gute Erfahrungen.

Sport nimmt also Druck aus der Schule?

Baumann: Es kommt auf jedes einzelne Kind an. Wir müssen in jedem Falle den Druck herausnehmen. Schule und Sport dürfen nicht zum Stress werden. Wir wollen zwar, dass Kinder belastbar sind, deshalb ist es aus pädagogischer Sicht wichtig Kinder zum Wettkampfsport zu führen. Kinder müssen lernen sich zu stellen. Im Sport geschieht dies auf spielerische Weise. Gewinnen und Verlieren gehört zusammen und liegen nah beieinander."

----

06.03.2006

Jahreshauptversammlung vor leeren Rängen

Man stelle sich vor, Bayern München wird Deutscher Meister und die Ehrung auf dem Marienplatz fällt aus. Stattdessen erhalten die Meisterspieler Monate später eine Urkunde. 

In dieser Form wird seit Jahren beim TSV Korbach verfahren. Okay, der Vergleich hinkt, aber immerhin hat der TSV Korbach Deutsche Meister, Vizemeister, Hessenmeister in seinen Reihen. 

Wen wundert da, dass die diesjährige Jahreshauptversammlung nach einem Zeitungsbericht vor "spärlichen Rängen" stattfand. "Nur 70 von 3270 Mitgliedern waren zur Jahreshauptversammlung erschienen, eine enttäuschende Zahl", war dort zu lesen.

Ehre wem Ehre gebührt, schrieb ich vor einiger Zeit. Der TSV ehrte in seiner Versammlung treue, in aller Regel passive Mitglieder für langjährige Mitgliedschaften. Zu Recht. Die erfolgreichen aktiven Sportler blieben allerdings erneut außen vor. Sie werden wohl in Zeiten leerer Kassen nach ein paar Monaten wieder nur mit einer Urkunde "abgespeist". 

Die Leichtathleten und die Besucher dieser Homepage "watschten", wie die Bayern sagen, in einer Umfrage den Vorstand ab. 100 % der Umfrage-Teilnehmer wünschen sich eine Ehrung, 65 % eine Ehrung im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit einem kleinen Präsent (91 %).

mehr

---

25.07.2006

Laufen auf der Müllkippe

Wer an den Straßen um Korbach entlang läuft, der muss denken, er laufe auf einer Müllkippe. Welche Mengen Müll da einfach mal so aus den fahrenden Autos entsorgt werden, ist unglaublich. 

Mc Donald-Tüten, BigMac-Schalen, Zigarettenpackungen, Flaschen in allen Variationen, Glasscherben, Bananenschalen, alte Brote, Brötchen mit und ohne Nutella, Schokoladentafeln, Wurst, Fleisch, Fisch, Mikrowellen-Geräte, Kunststofftüten,... 

Man kann die Liste beliebig fortsetzen. Nahezu alles findet sich, wenn man lang genug läuft. Was sind das nur für Schw..., die ihren Müll einfach so schamlos entsorgen. Pfui, kann man da nur sagen.

Läuft man im Wald, werden die Abfallprodukte der Wohlstandsgesellschaft weniger, dafür trifft man gelegentlich auf ganz andere Kaliber. Ich habe schon Kühlschränke und Fernsehgeräte im Wald liegen sehen.

Ich wage zu behaupten, dass Läufer die Natur lieben und schätzen und nicht zu den Frevlern gehören. Die Umweltsünder sollten sich den Spruch einer alten Wintu-Indianerin hinter die Ohren schreiben: "Überall wo der weiße Mann die Erde berührt hat, ist sie krank."

---

05.09.2006

"War politisch unklug" 

Abteilungsleiter des TSV Korbach sind irritiert über die Wahlhilfe ihres Vorsitzenden

HNA-Bericht von Günter Göge

"Unglücklich", "politisch unklug" und "nicht in Ordnung": Es herrscht Irritation im TSV Korbach. Abteilungsleiter des 3200-Mitglieder-Vereins können eine Zeitungsanzeige ihres Vereinsvorsitzenden Michael Bott im Bürgermeister-Wahlkampf von Korbach nicht recht nachvollziehen.

Der 46-Jährige hatte sich darin in der Samstagausgabe der HNA für Amtsinhaber Klaus Friedrich stark gemacht (wir berichteten).

Die Werbung für den CDU-nahen Titelverteidiger hatte Bott nicht nur mit seinem Namen unterschrieben. Mit dem Zusatz "Vorsitzender des TSV Korbach" erweckte er den Eindruck, er spreche für den gesamten Verein und seine Mitglieder.

Verständlich, dass die Abteilungsleiter nicht gerade auf Konfrontationskurs mit ihrem Chef gehen wollten.

Und sie betonten unisono, dass ihre Kritik auch nichts mit der Person des wiedergewählten Klaus Friedrich zu tun habe. "Mit dem sind wir als Sportler nicht schlecht gefahren", betonte etwa Botts Stellvertreter Rolf Osterhold.

Gleichwohl meinte der Vize, der auch die Fußball-Abteilung leitet, "dass sich der Sport aus einem Wahlkampf heraushalten und unpolitisch sein sollte".

"Ich halte die Anzeige für ein bisschen unglücklich", befand Jürgen Luther (Schwimmen). "Mit mir ist das auf jeden Fall nicht abgesprochen."

"Sicher nicht Meinung von 3000 Mitgliedern"

Und Lothar Höth (Judo) betonte, dass da "sicher nicht die Meinung von 3000 Mitgliedern" wiedergegeben werde. "Es gibt auch in unserem Verein Leute, die für und die gegen Friedrich gestimmt haben". Höth: "Die möchten immer nur ihr Schäfchen ins Trockene bringen."

Auch Gerhard Sakowski (Kanu) findet: "Jedes Mitglied muss das selbst entscheiden."

Und Thorsten Spohr (Handball), auch Pressewart des Vereins, bezeichnet die politische Meinungsäußerung in dieser Form als "sehr unglücklich. Das kann man nur als Privatmann machen". Spohr: "Damit positioniert er den Gesamtverein, aber er kann nicht für 3200 Mitglieder sprechen."

"Der Sport ist ja insgesamt sehr politisch geworden", sagt Astrid Köhler (Turnen). "Aber da, wo er sich raushalten kann, sollte er sich raushalten. Ich finde, das gehört nicht zusammen."

Auch Dankwart Terörde meint, "ein Sportverein sollte sich in solchen Fällen bedeckt halten, damit er offen ist für jegliche Weiterarbeit".

"Natürlich unterhalten wir uns, und jeder hat seine Meinung", stellt der Badminton-Abteilungsleiter fest. "Aber wir wollen doch nicht irgendwelche Türen zuschlagen. Das war politisch unklug und im Vorfeld nicht abgestimmt."

Michael Bott war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

mehr

---

WLZ-Bericht zum Thema

---

04.03.2007

Beitragsfrust

Einige trauten in den letzten Tagen ihren Augen nicht, als sie einen Blick auf ihr Konto wagten. Unzufriedenheit und Unverständnis herrschte über einige Beitragsabbuchungen des Vereins vor. 

Verärgerung machte sich breit, als man feststellte, welche enormen Summen vom Konto abgebucht wurden. Der von vornherein nicht gerade günstige Beitrag für eine Familie in Höhe 132,- Euro jährlich wurde in einem Fall kurzerhand gar auf fast 270,- Euro hochgeschraubt und ohne Rücksprache mit den Betroffenen einfach vom Konto gebucht. 

Eine nicht gerade glückliche Aktion des Vereins. Frust und Ärger macht sich breit, in ersten Reaktionen wurden zu Recht Austrittserklärungen in Erwägung gezogen. Zitat eines betroffenen Vereinsmitglieds: "Es gab sogar familiären Ärger, in meiner ersten Wut wollte ich die ganze Familie aus dem Verein abmelden."

Wenn man sich dann noch in Erinnerung ruft, dass die erfolgreichen Sportler seit Jahren nicht mehr geehrt werden und Monate später mit einer lieblos ausgehändigten Urkunde abgespeist werden, kann man die Unmutsäußerungen verstehen.

---

14.03.2007

Läufer wie Rentner ab 67?

Als man bei den Kreiscrossmeisterschaften durch die Startfelder blickte, fühlte man sich an Seniorenmeisterschaften erinnert. Was ist da los? Ein Spiegelbild unserer immer älter werden Bevölkerung? Wo ist die Hauptklasse geblieben? Viele Fragen, Antworten sind nicht leicht zu finden.

Kürzlich schrieb ich: "Oft werden die Sieger eines Laufes in den Himmel gehoben, aber die wahren Sieger laufen weiter hinten ins Ziel." Gemeint war, dass die Leistungen der älteren Sportler oft nicht die entsprechende Würdigung finden. Inzwischen siegen bei gemeinsamen Starts oftmals die Senioren. "Ganz vorne laufen die Senioren", titelte die waldeckische Landeszeitung, bezeichnend für die aktuelle Situation.

Blickt man in die Kreisbestenliste 2006, findet man im Männerbereich ab 800 Meter zu 99 % nur noch Läufer jenseits der 40. Wo führt dieser Weg hin? Stirbt die Spezies "Läufer" oder besser "Läufer der Hauptklasse" aus? 

Sicher wird es so schlimm nicht kommen, aber die Verantwortlichen müssen sich mehr und mehr Gedanken machen, wie man die heranwachsende Jugend an die Hauptklassen heranführt. Sonst wird es irgendwann wie bei den Rentnern nur noch Läufer ab 67 geben.

---

15.06.2007

"Wir wollen unseren alten Otto wieder haben"

Der neue Geschäftsführer des TSV Korbach kehrt mit eisernem Besen, pocht auf Statuten, verlangt Nachweise, vergrault altehrwürdige Mitglieder (Ich berichtete, s. a.: So läufts nicht)

"Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht", hört man hinter vorgehaltener Hand. Freunde macht er sich mit dieser Art jedenfalls nicht. Das nötige Fingerspitzengefühl scheint ihm zu fehlen. Einige ziehen die Konsequenzen und erklären ihren Austritt. Ein Mitglied: "Es wird eine Flutwelle von Kündigungen über den Verein hereinbrechen." Nachvollziehbar: Horrende Mitgliedsbeiträge* verlangt der Verein ohnehin, in einigen Abteilungen werden zudem nicht nachvollziehbare "Betreuungsgelder" verlangt. Eine Elternstimme zu Recht: "Ich bin Mitglied und bezahle dafür viel Geld. Und wenn ich mein Kind in die Trainingsgruppe bringe, dann soll ich auch noch zusätzlich bezahlen. Wofür ist denn der Beitrag dann überhaupt?" 

Die Verärgerungen kann man verstehen. Rufe nach unserem "alten" Otto Lange werden laut. Der Geschäftführer a.D. hatte zwar auch Ecken und Kanten, aber mehr Gespür für die Bedürfnisse der Mitglieder. Wird die Politik des neuen Geschäftsführers weiterhin gnadenlos durchgezogen, geht der Schuss bald nach hinten los. Durch die streng nach Statuten eingeforderten Beiträge werden Austritte provoziert. Die Absicht, dem Verein mehr Geld in die Kasse zu spülen, wird sich ins Gegenteil umschlagen. Man wird am Ende des Jahres sehen, ob die kulantere Art des alten Geschäftsführers nicht die bessere war.

*Zum Vergleich: Der Mitgliedsbeitrag beim FC Bayern München kostet für ein erwachsenes Mitglied 50 Euro jährlich, beim TSV Korbach muss man 72 Euro im Jahr berappen (s. Elterninfo). Zugegeben, der Vergleich hinkt, trotzdem sollten die Verantwortlichen mal über das geschilderte Problem nachdenken.

---

03.07.2007

Lob und Anerkennung

Papierflugzeuge über dem Burgenland

Welcher Mensch freut sich nicht über Lob und Anerkennung für gute Leistungen. Das geht Sportlern nicht anders. So erhielten die bei den hessischen Meisterschaften erfolgreichen Sportler in diesen Tagen ein stereotypes Schreiben des (noch) amtierenden Landrates. Er spricht seine Gratulation und Glückwünsche aus. 

Jeder, der die Diskussion um den Landrat verfolgt hat, kann nachvollziehen, was die Sportler über diese Ehrung denken. Für die wenigsten haben diese Schreiben noch einen Wert. Sie werden wohl bald als Papierflugzeuge über dem Burgenland kreisen.

"Die Ehre ist, objektiv, die Meinung anderer von unserem Wert und, subjektiv, unsere Furcht vor dieser Meinung."

Arthur Schopenhauer

---

29.09.2007

Waldeck-Frankenberger Lauf- und Wandertag am Ende

Was schon lange gemunkelt wurde, ist nun traurige Gewissheit: Nach Informationen der lokalen Zeitung "WLZ" soll der traditionelle Waldeck-Frankenberger Lauf- und Wandertag vor dem Aus stehen. Seit 1973 wurde der Lauf stets am 1. Mai in Korbach unter der Federführung der Kreisverwaltung durchgeführt. 

Die Gründe für das Aus, die in der Zeitung genannt werden, sind plausibel, aber nicht alle nachvollziehbar. Der neue Kreissportbeauftragte Schäfer will das Handtuch werfen, weil angeblich helfende Hände fehlen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Kreisverwaltung der Veranstalter ist und nicht der Verein. Den schwarzen Peter darf man also nicht dem Verein in die Schuhe schieben, das muss klar herausgestellt werden.

Die Kreisverwaltung unter der damaligen Regie des Kreissportbeauftragten Hillmann hatte die zündende Idee, in der praktischen Umsetzung ging letztendlich von Beginn an nichts ohne die fleißigen Helfer des TSV Korbach und des Lauftreffs.

---

01.10.2007

Regelwerk

Sandra Ricke netto sogar die Schnellste

Tatsächlich war Sandra Ricke beim Bremen-Marathon nach der Nettozeit (die für die Statistik wichtig ist) sogar die schnellste Läuferin der Hauptklasse, nach der Regel zählt allerdings beim Einlauf leider die Bruttozeit.  

Regel:

"Eine wichtige Bedeutung hat die Brutto-Zeit allerdings weiterhin: Der Bundesausschuss stellt ausdrücklich fest, dass sich die Platzierung im einzelnen Lauf immer nach dem Zieleinlauf - und damit nach der Bruttozeit - richtet. Wer vor einem anderen Läufer im Ziel ist, muss auch besser platziert sein, ungeachtet dessen, dass der andere vielleicht eine bessere Nettozeit hat."

Kommentar:

Ob diese Regel Sinn macht und vor allem gerecht ist, darf bezweifelt werden. Jedenfalls werden nicht die Schnellsten auf Platz 1 gesetzt, sondern die, die das Glück haben, sich ganz vorn beim Start einreihen zu können und damit besser und schneller in ein flüssiges Laufen kommen als die, die das Pech haben, aus den hinteren Reihen starten zu müssen.

---

Ist der Vizetitel nichts mehr wert?

Irmgard Runte wurde hessische Vizemeisterin im Berglauf, der HNA war dieser große Erfolg im letzten Absatz nur eine Zeile wert.

HNA-Bericht

---

10.11.2007

Sumpflandschaft Finnenbahn

Die große Runde der Korbacher Finnenbahn gleicht zurzeit einer einzigen Sumpflandschaft. Während man die kleine Runde rechtzeitig im Herbst präparierte, wird die Wartung der großen Runde schon seit langer Zeit vernachlässigt.

Läufer sind gewiss nicht zimperlich, aber eine Finnenbahn sollte eigentlich keine Crossstrecke durch tiefen Morast sein. Im Gegensatz zur kleinen Runde, die sich in hervorragendem Zustand befindet, gibt die große Runde ein jämmerliches Bild ab. Es würde auch nicht mehr helfen, einfach groben Rindenmulch aufzutragen. Eine Verbindung mit dem wässrigen Untergrund käme nicht mehr zustande. Karl-Heinz Pschera: "Da hilft wahrscheinlich nur noch eine Drainage."

---

11.01.2008

Unglücklich 

"Ich finde hier in Twiste die besseren Trainingsmöglichkeiten", so kommentierte Ingrid Peters ihren Wechsel zum TSV Twiste in der WLZ. Auch wenn ich glaube zu wissen, wie sie es gemeint haben könnte, halte nicht nur ich dieses Statement nicht gerade für eine glückliche Formulierung. Möglicherweise wurde Ingrid aber auch falsch zitiert. 

Unbestritten bietet Korbach jedenfalls Trainingsmöglichkeiten und -bedingungen, die im Kreis wohl nicht so leicht zu übertreffen sind. Auf das Laufen bezogen, erinnere ich an meinen Artikel über das Läuferparadies Korbach vom 09.01.2008. Aber auch sonst hat Korbach alles, was Athletenherz begehrt. Auf dem "Pauli" tummeln sich in schöner Regelmäßigkeit gerade auch Athleten aus Twiste, die die Topbedingungen nutzen.

---

16.02.2008

Ein Arzt für Läufer - Herzensbildung 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich's mit Ärzten nicht immer so habe. Wenn ich für einen Arzt Partei ergreife, muss ich schon absolut von seinem Können überzeugt sein. Wenn dann noch menschliche Wärme und Verständnis für einen Läufer dazu kommen, hat er gewonnen. 

Ich habe diesen Arzt gesucht und gefunden, wie ich am 06.02.2008 schrieb (s. u). Damals hielt ich mit dem Namen aus rechtlichen Gründen hinterm Berg. Nachdem das Thema nun in den Zeitungen öffentlich gemacht wurde, kann ich sagen, dass es sich um Dr. Seel aus Korbach handelt.

Mögen die beiden Korbacher Orthopäden Stroth und Morgenstern vielleicht das Recht auf ihrer Seite haben, moralisch sind sie für mich die großen Verlierer und schießen sich mit ihrer unkollegialen Aktion gegen Dr. Seel ein Eigentor, um in der Sportlersprache zu bleiben. Dass die beiden Korbacher Orthopäden nicht gerade Fingerspitzengefühl, insbesondere auch oder gerade für Läufer und Sportler besitzen, ist hinlänglich bekannt. Dr. Seel dagegen hat ein Herz für Läufer.

Es war mir daher aus den genannten Gründen ein großes Bedürfnis, meine Meinung öffentlich kundzutun. Im Nachhinein fühle ich mich zusätzlich bestärkt, wenn man sich die unfassbaren Äußerungen des Dr. Morgenstern heute in der WLZ durchliest.

Leider hatte die WLZ nicht den Mut, mein Offenes Wort in voller Länge zu veröffentlichen. Für mich wichtige Zitate wurden aus Gründen, die ich erahnen kann, leider herausgenommen. Ich will es aber den Lesern dieser Homepage nicht vorenthalten.

Offenes Wort

Neid ist dem Menschen natürlich; dennoch ist er ein Laster und Unglück zugleich, können wir schon bei Arthur Schopenhauer nachlesen. "Der Reichtum gleicht dem Seewasser: Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man", sagt Schopenhauer zum Thema Habgier. 

Neid, Missgunst und Habgier waren noch nie gute Ratgeber. Die Vermutung liegt nahe, dass hier die Beweggründe für das unkollegiale Vorgehen der beiden Korbacher Orthopäden gegen Dr. Seel zu suchen sind. Schließlich wird am Korbacher Monopol der beiden Ärzte gekratzt.

Von einem guten Arzt verlange ich neben der fachlichen Kompetenz soziale und emotionale Intelligenz, sprich die Fähigkeit, den Umgang mit anderen Menschen zu beherrschen. Mitgefühl, Menschlichkeit, Takt, Höflichkeit gehören u.a. dazu, Johann Wolfgang von Goethe sprach von "Herzensbildung".

Ich habe kürzlich Herrn Dr. Seel als einen Menschen und Arzt kennen gelernt, der neben seiner absoluten fachlichen Kompetenz all diese Fähigkeiten besitzt. Mit ihrer unkollegialen Aktion haben sich die beiden Korbacher Orthopäden diese für einen Arzt so wichtigen Eigenschaften selbst abgesprochen. Auch müssen sie sich die Frage gefallen lassen, weshalb die Patienten in den letzten Wochen Dr. Seel in Scharen zugeflogen sind.

Dr. Seel kann man nur wünschen, dass die kassenärztliche Vereinigung die eigentlichen Beweggründe der beiden Korbacher Orthopäden erkennt und zu seinem und zum Wohle der Patienten so schnell wie möglich die richtige Entscheidung trifft. 

Den Herren Stroth und Morgenstern gebe ich zum Schluss ein Zitat unbekannter Herkunft mit auf den künftigen Weg: "Am Unsrigen wollen wir uns freuen, ohne zu vergleichen: Niemals wird einer glücklich, wenn es ihn quält, dass ein anderer besser ist."

---

Hintergrund - WLZ-Artikel vom 13.02.2008:

Niedergelassene Fachärzte legen Widerspruch gegen Zulassung einer weiteren Praxis ein

---

09.03.2008

Alter schützt vor Torheit nicht

Wiederholungstäter

Seit Jahren betrügt ein Läufer fortgeschrittenen Alters sich selbst und in erster Linie seine Gegner in schöner Regelmäßigkeit. Er kürzt ab, versteckt sich im Gebüsch, sammelt Kräfte, wartet eine Weile und reiht sich dann wieder vermeintlich unbeobachtet ins Geschehen ein. 

Mehrfach wurde jedoch dieses unfaire und betrügerische Verhalten in den letzten Jahren gesichtet. Leider wurde nie Protest eingelegt, so dass die Offiziellen nicht handeln mussten. 

Der Wiederholungstäter machts bei Volksläufen, schreckt aber auch bei offiziellen Meisterschaften nicht davor zurück. Letztes Jahr bei den Kreiscrossmeisterschaften hatten die, die es gesehen haben, nicht den Mut Protest einzulegen. Bei den gestrigen Meisterschaften in Sachsenhausen soll er nun schon wieder abgekürzt und betrogen haben.

Nach Auskunft des Kreiskampfrichterwarts Karl-Heinz Pschera, der nicht vor Ort war, liege ein klarer Regelverstoß vor. Es müsse zur Disqualifikation führen, wenn ein Läufer die vorgesehene Strecke in voller Absicht nicht bewältige, selbst dann, wenn keine anderen Läufer behindert oder benachteiligt würden oder der Läufer, wie im vorliegenden Fall, alleiniger Starter seiner Altersklasse sei. Da auch gestern den Offiziellen der Verstoß nicht bekannt war und auch kein Protest eingelegt wurde, handele es sich laut Pschera um eine Tatsachenentscheidung, das Ergebnis sei damit endgültig und offiziell. Der Läufer geht damit als Kreismeister in die Annalen ein, obwohl er betrogen hat. Der Kreiskampfrichterwart wolle jedoch künftig gezielt ein Auge darauf werfen. 

Es stellt sich die Frage, wie lang noch über diese unfairen Machenschaften dezent hinweggesehen werden, man denke nur an die Vorbildfunktion gegenüber den Kindern. Der Veranstalter muss sich die Frage gefallen lassen, weshalb an neuralgischen Punkten keine Streckenposten aufgestellt wurden. 

Auf dieser Homepage jedenfalls erhält der Läufer keine Plattform mehr, seine Ergebnisse und sein Name werden bereits seit einem Jahr nicht mehr genannt.

---

14.05.2008

Frust, Ärger, Wut, Attacke

Nachdem sich meine lädierte Leiste vom 100-Meter-Sprint in der Staffel erholt hatte, fasste ich den Mut für den Saisoneinstieg. 800 Meter in Melsungen , ein Einlagelauf beim Mehrkampftag, sollten es sein. Der Lauf in Melsungen hat einen gewissen Stellenwert in der Szene, im letzten Jahr beim 1000-Meter-Lauf musste auf drei Läufe aufgeteilt werden, so viele Läufer gingen an den Start.

Einen Riesenumweg über Frankenberg wegen wichtiger Besorgungen in Kauf nehmend, kam ich gerade rechtzeitig zum Meldeschluss eine Stunde vorm Start in Melsungen an. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass ich der einzige Teilnehmer war, keine Voranmeldungen registriert wurden und der Lauf damit nicht zustande kommen konnte. Falls doch noch jemand auftauchen sollte, würde man ihn wegschicken, der Meldeschluss sei schließlich dann lange abgelaufen. So weit, so gut. Bis dahin war alles in Ordnung. 

Ich traute jedoch meinen Augen kaum, als ich eben im Internet nachlesen konnte, dass der Lauf trotzdem stattfand. Drei Läufer waren am Start, einer von ihnen war Winfried Stede vom TSV Korbach, mit dem ich mich verabredet hatte. Sofort ans Telefon, Rücksprache mit Stede: "Ich konnte nicht rechtzeitig da sein. Da aber auch noch zwei andere Läufer zu spät kamen, hat sich der Veranstalter nach einigen Diskussionen durchgerungen, den Lauf am Ende der Veranstaltung zwei Stunden später durchzuziehen. Von den beiden Jungspunden hab ich nach zweihundert Metern nur noch die Rücklichter gesehen." Toll. 

In meinem ersten Frust dachte ich an Beschwerde. Nachdem sich der Ärger und die Wut gelegt hat, denke ich jetzt erst recht und blase zur Attacke. Ich werde versuchen, mir meinen Frust in einigen Wochen beim 1000er in Melsungen aus dem Bauch zu laufen. Vielleicht erlässt mir der Veranstalter ja die Startgebühr.

Stede lief übrigens 2:22.

Alle Ergebnisse

---

24.07.2008

Flippo lässt seinen Gedanken freien Lauf

"Vor den Deutschen hab ich eine Woche lang in die Hose gemacht"

"Kannst du dich an die Kreismeisterschaften im letzten Jahr erinnern?, fragte mich Flippo beim Einlaufen in Melsungen. Flippo: "Ich könnte ausflippen, wenn ich die Jugend da 'rumstehen sehe. Wir waren früher froh, wenn wir laufen konnten, die sind heute froh, wenn sie 'rumstehen können. So wird das nie was. Das ist eine Schande. Wer holt denn die großen Erfolge für den Verein? Wir Senioren, nicht die Jugendlichen."

Dann lässt er tief ins Innere zum Thema "Startfieber" blicken: "Die Nervosität vor Wettkämpfen wird im Alter immer schlimmer. Vor den Deutschen hab ich eine Woche lang in die Hose gemacht. Das hatte ich früher nie."

Flippo kritisierte auch die Organisation bei den Deutschen Meisterschaften in Schweinfurt. Da seien bereits Abschlussreden gehalten worden, obwohl die 400-Meter-Läufe noch anstanden. Die 400-Meter-Läufe fanden dann vor fast leeren Rängen statt. Es habe herbe Kritik gegeben. Flippo: "Das macht man einfach nicht. Viele Athleten waren verärgert und wollen im nächsten Jahr wegbleiben."

---

Läuferfrust in Melsungen - Organisatorische Pannen

Die Läufer aus Wesertal und auch Harald Theis von Sachsenhausen waren bereits am Dienstag zum Melsunger Feriensportfest angereist, weil in einigen Veröffentlichungen der Dienstag und nicht der Mittwoch als Termin genannt wurde. Ein Blick auf meine Homepage hätte jedoch alle Zweifel beseitigt. Wie auch immer, Achim Schaake, LAG Wesertal, war jedenfalls zu Recht verärgert: "Wir sind 120 Km umsonst gefahren, standen vor verschlossenen Türen."

Das kenn ich doch. Vor Wochen wurde ich weggeschickt, weil bis eine Stunde vor Wettkampfbeginn keine Anmeldungen vorlagen und die Nachmeldefrist abgelaufen war. "Der Lauf wird abgesagt. Wenn jetzt noch einer kommt, wird er ebenfalls nach Hause geschickt." Der Wettkampf fand dann aber schließlich doch statt und wurde kurzerhand auf das Ende der Veranstaltung verschoben, weil noch drei Läufer, wenn auch viel zu spät, erschienen. Als Entschädigung erließ man mir gestern die Nachmeldegebühr.

---

01.08.2008

Korbacher Rumpftruppe

Von einigen wurde ich angesprochen, was denn mit den Korbachern los sei. Weder Korbacher Schüler noch Jugendliche waren gestern am Start. Auch von den Korbacher Senioren bleiben zurzeit nur noch Heinemann und Schalk übrig. 

Was ist da los? Gemeinsame Trainingseinheiten sorgten früher für Stärke, Wettkämpfe mit 10 - 12 Korbacher Senioren waren nicht selten. Allein die Anfahrten zu den Wettkämpfen brachten die richtige (Ein)stimmung, die Gruppendynamik war die beste Motivation. 

Gestern im Auestadion kam ich mir wie ein einsamer Korbacher Wolf vor, wenn nicht "Flippo" auf den letzten Drücker aufgetaucht wäre. So dümpelt man seit Monaten vor sich hin, kann weder im Training noch im Wettkampf die Leistung rauskitzeln, die man für gute Zeiten nötig und vielleicht auch drauf hätte. Schade - wo seid ihr alle, die Stedes, die Schmidts, die Knippis, die Hofmanns, die Jandiks, die Peters,...?

01.07.2009

Heinz Jandik lässt seinem Frust freien Lauf

Verärgert und erbost reagiert Heinz Jandik auf den WLZ-Bericht über die deutschen Seniorenmeisterschaften in der gestrigen Ausgabe. Mit seiner ausdrücklichen Genehmigung wird seine Mail an mich hier veröffentlicht:

"Hallo Uli,

ich denke, du hast gestern auch den Bericht über die Deutschen Seniorenmeisterschaften in der WLZ gelesen. Ich hab mir erst ausgiebig die Augen gerieben, dann musste ich einige Male kräftig schlucken. Das war denn doch ziemlich stark:

Unsere Staffel wird gerade mal lapidar in zwei (!) Sätzen erwähnt, kein Wort über die widrigen Umstände, kein Wort über den neuen Kreisrekord, der angesichts dessen umso höher zu bewerten ist. Dass ich (60 Jahre alt) mich seit fast einem Jahr mit den bekannten Hüftproblemen rumplage, deine Fersengeschichte, Hubert (58 Jahre alt) als Wiedereinsteiger nach einigen Jahren Wettkampfpause - all das scheint dem Verfasser des Berichts entweder nicht bekannt zu sein oder es scheint ihn nicht zu interessieren. Seltsam nur, dass jeder quersitzende F... bei gewissen anderen Athleten in jedem Artikel in epischer Breite erwähnt wird. Und dann die Bilder: Das waren doch alles Archivaufnahmen, oder hat Eckard Kiel `ne Verjüngungskur durchgemacht und startet jetzt wieder bei den Unterfünfzigjährigen. Und ist Erika Keller jetzt Hochsprungcoach von Tatjana? Trägt Robert Ingenbleek neuerdings Toupet, oder hat er sich auf die Schnelle `ne Matte wachsen lassen? Ist schon peinlich!

Wenn ich mir dann noch vor Augen führe, wie ausführlich über jede Laufcup-Veranstaltung, über jedes Abendsportfest, über jede Kreis- oder Schulmeisterschaft berichtet wird, dann weiß ich, welchen Stellenwert eine Deutsche (!) Meisterschaft, und hier speziell die Ergebnisse von uns alten Säcken, bei unserer "Heimatzeitung" genießt. Wir trainieren doch auch und bereiten uns intensiv auf so ein Event vor - warum dann diese Ignoranz? Ich spiele bereits mit dem Gedanken, mein seit ca. 40 Jahren laufendes WLZ-Abo zu kündigen, bin mir aber nicht sicher, ob ich bei der HNA besser aufgehoben bin. Ich werde dort auf jeden Fall mal ein Probe-Abo bestellen.

So, jetzt habe ich meinem Herzen mal Luft gemacht. Kannst mir ja mal mitteilen, wie der Zeitungsbericht bei dir angekommen ist.

Gruß Heinz"

Mein Kommentar auf die Mail von Heinz Jandik

Ich kann den Frust und den Ärger von Heinz absolut verstehen. In meiner ersten Reaktion wollte ich mich bei der WLZ beschweren und einen eigenen Erlebnisbericht an die WLZ schreiben, hatte ihn auch schon verfasst. 

Dann hab ich mir überlegt, schlaf mal drüber. Auch heute kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen, weshalb eine Bronzemedaille bei einer Deutschen Meisterschaft nicht diesen Stellenwert erhält, den sie verdient. Das betrifft ja nicht nur die Staffel, sondern auch oder gerade den genialen Lauf eines Wilhelm Hofmann, der mit Bronze gekrönt wurde und ebenso wie das Staffelergebnis in zwei Sätzen abgehandelt wurde. Helmut Heine sagte gestern Abend auf dem Pauli: "Wilhelms Leistung in dem Alter (Anm: 16:01 Min. über 5000 Meter mit 45 Jahren!) kann nur einer einschätzen, der Ahnung vom Laufen hat. Nach dem Bericht ist das jedenfalls nicht möglich, für Außenstehende schon gar nicht."

Die Gewichtung passt in der WLZ überhaupt nicht. Sogar deutsche Meister hatten in den letzten Jahren bemängelt, dass über jeden Laufcup ausführlicher berichtet würde als über eine deutsche Meisterschaft. Das ist traurig aber wahr. 

Nach allem Für und Wider hab ich mir schließlich gesagt, wohl dem der Internet hat. Ich weiß, dass für Insider und die Läufer der erste Schritt der Zugriff auf meine Homepage ist. Und das seit Jahren deutschlandweit. Hier kriegt man die Informationen, die der Läufer haben will, meistens noch am gleichen Tag. Auch Hintergründe sind hier zu erfahren, die man in keinem Zeitungsartikel zu lesen bekommt. 

Ich weiß auch nach langen Jahren als Schreiber im Netz, dass man es nicht immer allen recht machen kann. Aber der Bericht in der Zeitung gerade in Bezug auf die Bronzeränge ist mehr als dürftig, um nicht zu sagen einfach nur schwach.

Go for bronze!

Hier das passende Zitat von Dr. Eckart von Hirschhausen in seinem neuen Buch: "Glück kommt selten allein": 

"Wer ist Ihrer Meinung nach glücklicher, Silber- oder Bronzemedaillen-Gewinner? RICHTIG. Bronze gewinnt! Glückstechnisch. Nicht das Ergebnis macht uns glücklich oder unglücklich – es ist die Bewertung, vor allem die Frage: Mit wem vergleiche ich mich? Mit wem vergleicht sich Silber? Er schielt nach oben und flucht: Drei Hundertstel, und du hättest Gold! Bronze denkt: Drei Hundertstel, und du hättest gar keine Medaille! Bronze ist glücklich, denn er weiß: Richtig doof ist VIERTER."

02.07.2009

TSV-Korbach-Staffel holt DM-Bronze und Kreisrekord über 3x1000

Mein Bericht, der an die Zeitung gehen sollte

Blitz und Donner über St. Wendel

In diesen Wochen müssen die Mittelstreckler leiden. Bei zwei Wettkämpfen in den Wochen zuvor gab es ernorme Zeitplanverschiebungen, leider auch bei den deutschen Seniorenmeisterschaften am Wochenende in St. Wendel (Saarland). Diesmal war der Wettergott schuld, dass die Läufer über 3x1000-Meter nicht planmäßig ins Rennen gehen konnten.

Pünktlich zum Start des Warmlaufprogramms begann es zu regnen. Egal, wer weiß wie es weitergeht, raus in die Nässe und Programm abspulen. Dann ging der Regen in einen Wolkenbruch über. Land unter, Blitz und Donner über St. Wendel. Die Wettkämpfe wurden für unbestimmte Zeit unterbrochen, alle Sportler und Zuschauer wurden gebeten das Gelände zu verlassen.

Die Sportler stürmten in die nahe gelegene Sporthalle und hielten sich in nassen Klamotten mit leichten Übungen mehr oder weniger notdürftig warm. Keiner wusste wie es weiterging. Der Korbacher Neuzugang Hubertus Henning nutze geschickt die Zeit. Ohne Spikes angereist, kam er ins Grübeln: "Mit meinen Laufschuhen fliege ich ja bei der Nässe aus der Kurve, ich glaube ich laufe barfuß." Das Risiko wollte er dann doch nicht eingehen, kaufte sich spontan ein Paar neue Spikes am Verkaufsstand. Er schaffte es gerade noch, die Dornen rechtzeitig reinzudrehen.

Der Lauf

Nach anderthalb Stunden kam die Nachricht, gleich geht's los. Mehr oder weniger aus der kalten Hose ging es an den Start. Zwei drei kurze Sprints, ein paar Steigerungen, mehr war nicht mehr drin. Angesichts dieser Vorgeschichte galt es trotzdem ein gutes Rennen abzuliefern, vielleicht auch noch den Kreisrekord, der bei 9:38 Min. stand, anzugreifen.

Der Veranstalter hatte nach den Wetterkapriolen ein Einsehen, schickte die M50- und M60-Staffeln gemeinsam auf die Reise, um den Läufern weitere Wartezeiten zu ersparen. Der schon 60-jährige Heinz Jandik machte für die Korbacher den Startläufer. Er hatte sich kurzfristig nach dem Ausfall seiner M60-Staffel bereiterklärt, der Korbacher M50-Mannschaft auszuhelfen. 

Nach unter diesen Bedingungen starken 3:20 Min. für den ersten Abschnitt übergab Jandik den Staffelstab an den 58-jährigen Hubertus Henning, der in neuen Spikes wie ein Wirbelwind über die Bahn fegte und in 3:10 Min. glänzte. Auf dem letzten 1000er konnte ich, mit 53 Jahren jüngster der Korbacher Truppe, Platz 3 sicher stellen und noch eine mehr als zufrieden stellende 3:05 abliefern, so dass der neue Kreisrekord in der Altersklasse M50 nach den Regengüssen sozusagen in trockenen Tüchern war: 9:35,79 Min.

Für die drei Korbacher Mittelstreckler haben sich die lange Anreise in das Saarland und die Strapazen wahrlich gelohnt, der Gewinn der Bronzemedaille ist der größte Erfolg ihrer langen Läuferkarriere.

Gewidmet dem Nachbarn von Heinz, meiner Mutter und weiteren Interessierten, die selbst mit der Lupe Schwierigkeiten hatten, den Passus über die Bronzemedaille in der Heimatzeitung zu finden.

03.07.2009

Auch Sandra Ricke enttäuscht über Zeitungsberichte

"Es mangelt zuweilen ausgeprägt an Objektivität"

Sandra Ricke schreibt im Gästebuch: "Hallo Uli, deinen Ausführungen zur Zeitungsberichterstattung kann ich nur zustimmen. Da mangelt es zuweilen ausgeprägt an Objektivität. Nicht nur OB überhaupt berichtet wird, sondern WIE berichtet wird, halte ich oft für fraglich. 

Einige Läufer müssen aktuell nicht mal etwas tun, um in der Zeitung in den Himmel gelobt zu werden - ein Schnupfen und ein damit verbundener Nichtstart reicht. Gute Leistungen anderer werden mal in einem Nebensatz erwähnt..."

mehr

04.07.2009

Heinz Jandik hat Lawine losgetreten

Das Thema "Objektive Berichterstattung in der Heimatzeitung" ist seit dem Statement von Heinz Jandik in aller Munde. Auch gestern Abend beim Altstadtfest wurde heftig darüber diskutiert. Allgemeiner Tenor: Den Zeitungsberichten mangelt es oft an Objektivität und Würdigung einer wirklich guten Leistung. 

Einer sagte: "Selbst drittklassige Fußballer erhalten mehr Raum in der Zeitung als Teilnehmer einer deutschen Meisterschaft, sogar persönliche Interviews werden abgedruckt. Man sollte mal einen von denen in euer Training schicken, die würden nach 100 Metern zusammenbrechen. Die sind 20 und ihr seid weit über 50. Ihr würdet die läuferisch rechts wie links machen."

Neuer Eintrag im Gästebuch

11.07.2009

Abendsportfest Wetter

Auszug aus HNA-Bericht

"Mit mehreren Siegen und einigen persönlichen Bestzeiten präsentierten sich die Waldeck-Frankenberger Mittel- und Langstreckler bei einem Abendsportfest in Wetter. In der Altersklasse M 45 knackte Wilhelm Hofmann (TSV Korbach) über 1500 m bereits den fünften Waldecker Kreisrekord des Jahres 2009,

Der 45-jährige Berndorfer Vermessungsingenieur Wilhelm Hofmann befindet sich derzeit in der Form seines Lebens. Nach seinen großartigen Erfolgen bei den deutschen Meisterschaften über 10000 m (Silber) und 5000 m (Bronze) startete er in Wetter nach mehr als drei Jahren erstmals wieder über 1500 m. Nach einem überaus spannenden Rennen blieben die Uhren bei 4:22:08 Stunden stehen. Damit hatte er den fünften Waldecker Kreisrekord (Meile, 5000 m, 10000 m, Halbmarathon, 1500 m) geknackt.

Fast sensationell die Leitung des inzwischen 58-jährighen Hubertus Henning, der bei einem Läuferabend in Korbach nach einer langen Verletzungspause wie Phönix aus der Asche stieg und nach nur drei Monaten Training bereits wieder mit tollen Zeiten aufwartet. Die 1500 m lief er in 4:58,0 Minuten, eine Zeit, die in 2008 innerhalb Hessen nur von einem gleichaltrigen Läufer unterboten wurde.

Henning dürfte für die Waldeck-Frankenberger Laufszene wieder eine echte Bereicherung sein. Auch "Flippo" stellte sich nach eine gerade überstandener Grippe wieder in guter Form vor und erreichte über 800 m in 2:30:28 Minuten eine neue Jahresbestzeit. Das gelang auch dem 53-jährigen Uli Schalk in 2:21,26 Minuten..."

HNA-Bericht

Kommentar zum obigen Artikel:

Ohne die Leistung schmälern zu wollen, muss doch zum Verständnis gerade gerückt werden, dass Hubertus Henning seit fast einem Jahr wieder im Training ist, sogar die komplette Laufserie im Winter in Ippinghausen über die kurze Distanz mitmachte. So ganz unvorbereitet kommt ein Hubertus Henning nicht zurück, schon gar nicht wie Phönix aus der Asche. Seit Wochen stehen auch einige Bahneinheiten in Medebach auf seinem Programm.

"Flippo" Heinemann hatte keine Grippe, sondern am Vortag ein leichtes Kratzen im Hals von der Klimaanlage seines Treckers. 

Und was will der Autor zum wiederholtem Male damit sagen, dass Wilhelm Hofmann als Vermessungsingenieur unterwegs ist? So langsam wissen wir es. Oder mutmaßt der Autor, dass der Vermessungsingenieur vorher die Bahn in Wetter  exakt vermessen hat und gar eine Abkürzung gefunden hat? Kann er angesichts seines Berufs schneller laufen als der Landwirt Heinemann, der Conti-Schichtdienstleiter und Nebenerwerbslandwirt Henning, der Zoll-Fahnder Schalk, der Rentner xy oder der Hartz4-Empfänger yz? Wir sind alle gleichberechtigt als schnelle Läufer unterwegs und befinden uns nicht auf einer Berufsmesse.

13.07.2009

Kreismeisterschaften im Staffellauf

Zeitungsberichte: M-50-Kreisrekord erneut nicht erwähnt

In den aktuellen Zeitungsberichten blieb der erneute Kreisrekord der M50-Staffel mit Jandik, Henning, Schalk über 3x1000-Meter wieder außen vor. Das ist bedauerlich, Kritik ging bereits an beide örtlichen Zeitungen. Die Redaktionen sollten langsam mal ein Auge drauf werfen, was ihre freien Mitarbeiter abliefern.

Die aktuellen Berichte kommen übrigens vom Twister Alexander Mertens. Er ist noch neu im Geschäft, da kann und sollte man ein Auge zudrücken. Alexander Mertens übernahm die Aufgabe von Erika Keller.

HNA-Bericht

09.03.2010

Wie ticken sie, die überehrgeizigen Senioren?

Im WLZ-Interview vom 31.12.2001 wurden die Sportredakteure vorgestellt. "Wir über uns - damit auch sie wissen, wie wir ticken - höchstpersönlich", hieß die Artikelserie.

Manfred Niemeier wurde damals gefragt: Welche Sportart können sie nicht ausstehen?

Seine Antwort: Die überehrgeizigen Senioren in allen Disziplinen, die Erfolgen hinterherhecheln, die sie in ihrer aktiven Zeit nicht erreicht haben."

Damals gab es einen Aufschrei in der Szene. "Tickt der noch ganz richtig?", war der allgemeine Tenor. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Der Satz Niemeiers ging mir immer wieder durch den Kopf, glaubte sogar, er hat Recht. Mal ehrlich, ein Fünkchen Wahrheit war und ist an der Aussage Niemeiers dran. Das bezieht sich nicht unbedingt auf die Erfolge, die hatten wir alle in der Jugend  mehr oder weniger, wenn auch in unterschiedlichen Sportarten.

Der Überehrgeiz ist das Thema. Keiner, auch mit noch so langer Lauferfahrung, ist davor geschützt, wenn es mal so richtig läuft, noch eins drauf zu setzen. Das ist dann aber oft der entscheidende Tick zu viel, obwohl der geschundene Körper dringend eine Pause bräuchte. Bekommt er die nicht, holt er sie sich in Form einer Verletzung. 

Der Erfolgswahn nimmt, gerade bei den Senioren, wirklich manchmal krankhafte Züge an. Ich schließe mich nicht aus, bin oft genug mit argen Beschwerden gestartet, um die Mannschaft nicht hängen zu lassen oder weil eine gute Zeit winkte. Das haben wir alle durch. Wird schon irgendwie gehen, dachte man oft genug. 

Doch werden dabei manchmal wichtige Körpersignale überhört. Heinrich Kuhaupt, die Laufikone vom Twistesee, gratulierte begeistert zu meinen Schreibcomeback. Und schrieb sinngemäß in Anspielung auf meine Knieverletzung: Du mit deinem großen Erfahrungsschatz weißt doch genau was zu tun ist. In der Theorie stimmt das. Aber in der Praxis habe auch ich in den letzten Jahren gelegentlich überzogen, durch Überehrgeiz Verletzungsanzeichen übergangen. Ja, es ist ein Vabanquespiel mit der Gesundheit. Oft genug verschwinden die Beschwerden ja auch wieder ohne Behandlung.

Überehrgeiz und oder zu große Ungeduld nach einer Verletzung, das sind große Schwächen fast aller Sportler. Aber noch etwas spielt eine entscheidende Rolle. Betrieb man Leistungssport seit den frühen Kindertagen, fordert der Körper eher seinen Tribut. Waren dann noch Ballsportarten dabei, sind Spätfolgen in den Gelenken fast vorprogrammiert.

Späteinsteiger kommen manchmal aber gerade deshalb im Seniorenlaufbereich groß raus, weil der Körper nicht diesen hohen Belastungen seit der Jugend ausgesetzt war. Manfred Steffny sagt in der neuen "Spiridon" sinngemäß: Auch ein ehemaliger Spitzenathlet wie Günter Mielke (Anm.: Olympiateilnehmer und Topläufer in den 1970er Jahren, verstarb vor einigen Wochen bei einem Trainingslauf) musste ab der M55 erkennen, dass er einem Walter Koch als typischem Seniorenläufer mit frischeren Beinen kaum noch Paroli bieten konnte.

Die biologische Uhr tickt und tickt. Ein überehrgeiziger Läufer kann sogar im Alter noch vernünftig werden. Manche eher, manche später. Manche allerdings nie. Auch wenn es Niemeier nicht ausstehen kann, wer will, soll den Erfolgen hinterherhecheln - bis ins hohe Alter. Aber bitte nicht überehrgeizig, da hat Niemeier wieder Recht.

14.03.2010

Vieles fängt mit "Über" an

Überehrgeiz, Übertreiben, Übertraining, Überfordern, aber auch Überholen

von Bärbel Kiel

Hallo Uli, es haben dir schon eine ganze Menge Leute gesagt, dass und wie gut sie es finden, dass du dich dazu entschlossen hast, deine Homepage weiter zu betreiben. Dem schließe ich mich an. Ich freue mich darüber. 

Seit deinem Bericht "Wie ticken sie, die überehrgeizigen Senioren?" vom 9.3.2010 juckt es mir in den Fingern zu antworten. Und auch das Interview mit Nils Milde in der WLZ vom 13.03.2010 nehme ich als Anlass, denn dort lautete die erste Frage, was er über ehrgeizige Seniorensportler denke. 

Ich gebe dir vollkommen Recht in dem, was du sagst über Überehrgeiz in Bezug auf Verletzungen. Da können wir uns alle, die Wettkämpfe bestreiten oder bestritten haben, nicht von freisprechen. Die Muße zur Pause zur richtigen Zeit haben die Wenigsten. Oft muss oder musste erst eine ernsthafte Verletzung die Pause erzwingen. 

Alle Seniorensportler aber kennen das, irgendwo zwickt es doch immer. Und wenn man bei jedem Zipperlein pausieren würde, wäre manche Saison schnell vorbei. Umso wichtiger ist es, seinen Körper genau zu kennen und in sich rein zu horchen. 

Manchmal muss man aber auch erkennen, dass alles seine Zeit hat und Wettkämpfe doch nicht alles sind. Und dann ist man schnell weg vom Geschehen. Denn auch "im Alter" muss der Kopf frei sein, will man hartes und notwendiges Training absolvieren. 

Trotzdem ist es mir ein Bedürfnis klar zu sagen, Ehrgeiz ist wichtig, Überehrgeiz allerdings fehl am Platz. Aber das gilt bitte schön nicht ausschließlich für Senioren, sondern auch für die Aktivenszene, sowie für unser Privatleben. Genauso schlimm sind für mich überehrgeizige Eltern, die ihre noch so jungen Sprösslinge durch Wettkämpfe jeglicher Art treiben, anstatt sie Spaß an der Bewegung haben zu lassen. Und ich möchte festhalten, dass Einzelsportler nur für sich selbst verantwortlich sind. Überehrgeiz im Mannschaftssport kann dagegen für Mit- und Gegenspieler gefährlich werden. Ich denke da z.B. an manches Frustfoul im Altherrenfußball, wenn der Spieler erkennt, dass der Gegner entgegen früherer Jahre schneller am Ball ist. 

Senioren sollten dennoch nicht vergessen, dass der Sport nur Hobby ist, wenn auch intensiv betrieben. Beruf, Familie, Haus und Garten wollen auch beachtet werden. Dies erkannt und mit gesundem Ehrgeiz umgesetzt, macht manche Seniorenleistung umso wertvoller. 

So ähnlich hat auch Nils Milde auf die Frage in der WLZ nach ehrgeizigen Seniorensportlern geantwortet. Auch sei er nicht verbissen, selbst wenn sein Gesicht auf der Zielgeraden etwas anderes ausdrücke. Aber Zielgeradenfotos zeigen selten entspannte Züge und wurden ja hier auf der Seite schon mehrfach als "Beißer-Fotos" veröffentlicht. 

Manchmal wünsch ich mir auch für jugendliche Sportler ein bisschen von dem Ehrgeiz der Senioren, denn im Sport kann man nicht nur vom Talent leben. Sport, als Wettkampfsport betrieben, lebt nun mal von Ehrgeiz und Trainingsfleiß. Die Zeit dafür ist gut investiert. Man wird mit Spaß und Freundschaften belohnt. Überehrgeiz aber hat dort nichts verloren. Wie vieles, das mit "Über" anfängt. Wie auch Übertreiben, Übertraining, Überfordern usw. Belassen wir Leichtathleten es beim "Überholen" bzw. überhaupt beim Sport.

16.03.2010

Geld regiert die Läuferwelt

Wer kann sich unseren Sport noch leisten?, ist eine berechtigte Frage in der heutigen Zeit.

Laufschuhe werden mittlerweile für weit über 200,- Euro auf den Markt geworfen. Für eine komplette Sommer/Winter-Ausstattung mit Hightech-Funktionswäsche, Stoppuhr, Spikes, und und und, ist man schnell 1000,- Euro und mehr los. Enorme Kosten für Startgebühren, Anfahrt, ggf. Übernachtung,.. fallen zusätzlich an. 

Erst kürzlich beschloss der Korbacher TSV eine Erhöhung der im Vergleich ohnehin schon hohen Beiträge, weil die Einnahmen die Kosten nicht mehr deckten. Betreuungsgelder der Abteilungen kommen hinzu. Immerhin fließt ausgleichend ein Teil zurück an erfolgreiche Teilnehmer bei Meisterschaften.

Der Gründer des Kinderhilfswerks "Die Arche", Bernd Siggelkow, sagte in einem Interview: "Das ist ja ein großes Problem, das alles heute mit Geld zusammenhängt. Kinder aus Hartz-IV-Familien haben keine Chance in einen Sportverein zu gehen, die Sportvereine kosten Geld, das können sich diese Familien letztlich nicht mehr leisten."

Korbachs Topläufer Nils Milde hätte seine überragenden Fähigkeiten bei der Hallen-WM kürzlich in Kanada mit 2x Gold niemals unter Beweis stellen können, wenn er nicht durch einen tiefen Griff in die eigene Tasche das nötige Kleingeld gehabt hätte, um die hohen Gesamtkosten für Flug,... decken zu können. Unsere WM-Zweite von Finnland, Tatjana Schilling, stöhnte nach dem kostenspieligen WM-Trip: "Ich bin auf der Suche nach Sponsoren."

Auf den Spitzensport bezogen sagt Dieter Baumann zur Misere in der deutschen Laufszene: "Ich denke auch an eine finanzielle Unterstützung. Athleten wie Arne Gabius erhalten vom DLV für Trainingslager 400,- Euro im Jahr. Das ist ein Witz! Das ist keine Förderung eines Athleten, der sicherlich zu den besseren gehört. Der DLV braucht sich nicht zu wundern, wenn wir uns in verschiedenen Disziplinen nicht weiter entwickeln."

Wundert sich da überhaupt noch jemand, dass Talente in die Sportarten abwandern, wo die Dollars winken? Selbst ein mittelklassiger Bundesligaprofi geht (läuft) als Millionär nach Hause. Noch extremer: Michael Schumacher braucht mit seinem Auto nur im Kreis zu fahren und kriegt dafür Aber-Millionen.

Um die Kurve wieder zum Laufen zu kriegen: "Obwohl die Zahl der Hobby-Läufer immer noch steigt, kann man heute froh sein, als Volkslaufveranstalter keinen Verlust gemacht zu haben." In seinem Artikel der Sport-ARD sagt Olaf Jansen weiter: "Noch vor rund 10 Jahren konnten Veranstalter mit gut organisierten Volksläufen viel Geld verdienen. Ständig wachsende Konkurrenz und stagnierende Teilnehmerzahlen haben das Geschäft einbrechen lassen. Die Teilnehmerzahlen sind durch die Bank rückläufig." 

Kurzum: Wer Geld nicht hat, hat keine Chance. Das ist nicht neu. Ist dein Talent auch riesengroß, wenn du den Erfolg willst, musst du selbst auf Amateurniveau erst mal viel Geld mitbringen. Geld regiert eben auch die Läuferwelt.

21.06.2010

Es kriselt an allen Ecken und Enden

Tatort Meilenlauf: Ganze vier Teilnehmer verirrten sich vor ein paar Wochen auf dem Korbacher "Pauli". Es kommt noch schlimmer. Stichwort Kreisstaffelmeisterschaften: Null Resonanz in den Altersklassen. Nicht eine Männerstaffel ging am letzten Freitag in Korbach an den Start. Das ist ein trauriger Tiefpunkt. 

Es gibt viele Gründe. Senioren haben im fortgeschrittenen Alter zunehmend mit gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen, wie in den News vom 16.06.2010 bereits umfassend erörtert. In Seniorenbereich ist es daher oft schwierig, überhaupt drei Läufer für eine Mannschaft zusammenzubekommen. Auch bei größeren Meisterschaften sind nicht selten kaum mehr als zwei Staffeln am Start.

Zudem hat nicht jeder den Mut, sich auf der Bahn in einem harten Rennen zu zeigen. Der Druck in einem Bahnwettkampf, zumal noch bei einer Meisterschaft, ist ungleich größer als ein "Mitschwimmen" bei einem Volkslauf. Viele ziehen daher ein "anonymes Verstecken" im großen Pulk eines Volkslaufes vor. Auch die ordentliche Vorbereitung auf einen Bahnwettkampf ist härter, immer weniger Athleten sind heutzutage bereit, sich im Training zu quälen. Für die Teilnahme an einem Volkslauf ohne Ambitionen reichen ein paar lockere Trainingsläufe.

Ein Überangebot an Volksläufen und dadurch bedingte Terminüberschneidungen kommt als weiterer Grund für den Schwund im Bahnlaufsektor in Betracht. Oftmals finden Bahn- und Volkslauf am gleichen Tag oder am gleichen Wochenende statt. Da muss man sich als Läufer entscheiden. Auf allen Hochzeiten kann man auf Dauer nicht tanzen, wenn man sich nicht verheizen will.

Auch in den Vereinen kriselt es. Viele Vereine haben sogar existenzielle Probleme. In der HNA war heute zu lesen: "Sinkende Mitgliederzahlen, fehlende Übungsleiter und Funktionäre, keine jugendlichen Leistungssportler, ... – immer mehr Vereine im Landkreis haben ernste Probleme. 22,6 Prozent aller Sportvereine haben mindestens ein existenzielles Problem..." Keine rosigen Aussichten für unseren geliebten Sport.

Lauf nach oben

Stand: Montag, 27. August 2012