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Rund ums Training/Kritisches zum Thema:

Lasst's euch schmecken

Ernährung

Wirken künstliche Nährstoffe genauso wie natürliche?

Diese Frage stellt Sandra Kocksch, Dipl.-Oecotroph. (FH) an der Sportklinik Hellersen, auf der Homepage der Klinik unter der Rubrik "Dopingfreier Sport" und gibt eine Antwort an alle Nahrungsergänzungsmittel-Fanatiker, der nichts mehr hinzuzufügen ist:

"Lässt man alle wissenschaftlichen Betrachtungen einmal beiseite und fragt den gesunden Menschenverstand, sollte jedem schnell klar werden, dass die Natur sich etwas dabei gedacht hat, dass sie die Nährstoffe im Verbund anbietet. Vitaminpillen wachsen nun mal nicht auf den Bäumen."

Ein Satz, der Bände spricht und all die ins Grübeln bringen sollte, die künstlich hergestellte Pillen in Unmengen "einwerfen", ohne sich klar zu sein, dass dabei nur die  Nahrungsmittelindustrie gewinnt und nicht der Körper. Also Vitaminpillen einwerfen, aber in den Mülleimer.

Mehr: 

Gesunde Ernährung als Leistungsfaktor im Sport

Dopingfreier Sport

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Zitat zum Thema "Ernährung"

"Jeder Mensch ist anders, jeder hat einen anderen Verdauungstrakt und eine deutlich verschiedene Enzymausstattung. Die Unterschiede sind aus biologischer Gründen notwendig für das Überleben der Art. Deshalb kann es keine Ernährungsweise geben, die für alle Menschen gleichermaßen vorteilhaft wäre.

Ernährungswissenschaftler Prof. Biesalski von der Uni Stuttgart auf einer Tagung vor seinen Kollegen: "Die meisten Aussagen können lediglich als vorwissenschaftlich angesehen werden." Willkommen im Mittelalter!

Der gestandene Professor für Ernährungswissenschaften setzt noch eins drauf: Sein Fach sei "subjektiv, regional und inkohärent", was wohl so viel heißen soll wie "unwissenschaftlich, provinziell und unzusammenhängend" - so oder so ein vernichtendes Urteil. Der Ernährungsberatung steht wohl ein böses Erwachen bevor." 

aus dem Buch: "Lexikon der Fitness-Irrtümer"

Tipp des Monats

einfach empfehlenswert: Lexikon der Fitness-Irrtümer

Leseprobe

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Was ist nicht alles zu diesem Thema Ernährung gesagt und geschrieben worden.

Beinahe monatlich ändern sich die Erkenntnisse. Nach Studium zahlreicher Fachbücher und Zeitschriften bin ich mittlerweile zu dem Ergebnis gekommen, aus der Ernährung keinen Kult mehr zu machen.

Eine ausgewogene, naturbelassene Mischkost mit regelmäßigem Obstgenuss ist für meine Begriffe völlig ausreichend. Mineralwasser oder Apfelsaftschorle als hervorragende Getränke vor und nach dem Wettkampf sind ebenfalls sehr dienlich. Den Kopf zerbreche ich mir inzwischen auch nicht mehr, ob in dem Mineralwasser xy 2 mg mehr oder weniger Kalium oder Magnesium enthalten sind- vergiss es, der Körper würde meines Erachtens darüber lachen, wenn er könnte.

Die akribische anteilige Bemessung der Eiweiße/Kohlenhydrate/Fettanteile kann mir mittlerweile ebenso gestohlen bleiben.

Zusätzlich eingenommene Vitamintabletten, Elektrolytgetränke, Pillen oder sonstige Präparate u. u. u. stehen bei mir schon lange nicht mehr auf dem Speiseplan. Neueste Erkenntnisse bestätigen meine Auffassung, dass diese "Nahrungsergänzungsmittel" eher gesundheitsschädlich als förderlich sind. Eine einzige Magnesiumtablette vor dem Wettkampf eingenommen bringt übrigens auch nichts, da der Magnesiumspiegel sich nur über Monate wieder aufbaut, wenn er einmal im Keller ist. Aber keine Angst, regelmäßig Obst verzehrt, dann kommt es gar nicht erst so weit.

Ein milliardenschwere Industrie will uns Nährstoffmangel einsuggerieren, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Zu deren Sklaven lasse ich nicht mehr machen.

Ein paar Äpfel, Bananen,...genossen, versorgen uns ausreichend mit allen Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen, die der Körper braucht- und das in natürlicher Form!

Im Übrigen gibt es viel wichtigere Bestandteile der Nahrungsmittel, die nur in ihrer Gesamtheit wirken und nicht in isolierter Form von Tabletten oder ähnlichen Präparaten.

Sehr empfehlenswert zum Komplex "Ernährung" ist das Buch "Prost Mahlzeit! - Krank durch gesunde Ernährung" von Udo Pollmer, erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch.

Meine Grundthese lautet inzwischen: Das was schmeckt und mit Genuss gegessen wird, ist auch gesund.

Und wenn ich mal Lust auf ein Bratwürstchen, Schokolade, ein Eis oder eine Cola habe, dann hau ich mir die "Dinge" rein, und zwar mit Genuss- auch wenn dies in manchen Fachbüchern als grober Ernährungsfehler deklariert wird! Und mal ein Glas Rotwein am Abend genossen, lasse ich mir auch nicht nehmen.

Wer läuft, ernährt sich meiner Meinung nach ohnehin instinktiv irgendwo richtig! Läufst Du Marathon, signalisiert der Körper automatisch einen Mehrbedarf an Kohlehydraten/Fetten - sprintest Du, schreit der Körper nach erhöhtem Eiweißbedarf und holt ihn sich!

Kleine "Sünden" wie oben geschildert können da keinen großen Schaden anrichten- in diesem Sinne

Prost Mahlzeit!

Auszug einer E-Mail an einen Freund zu diesem Thema (teilweise deckt sich der Inhalt mit dem o.a. Ausführungen):

"Defizite in Punkto Nährstoffe sehe ich allerdings nicht (mehr) so dramatisch- meine Auffassung hierzu kannst du auf meiner Homepage unter Training/Ernährung nachlesen. Früher habe ich auch alles mögliche an Nährstoffen reingedrückt (IsoStar, Magnesium/Kaliumtabletten wurden mir sogar zu Zeiten meiner Herzmuskelentzündung pfundweise verabreicht, weil angeblich die Werte so niedrig waren). Sorry - Alles Quatsch. Die Werte blieben niedrig, ich fühlte mich sogar noch schlechter. Ich habe die Nährstoffzufuhr dann in eigener Regie abgesetzt und fühlte mich danach nicht schlechter- im Gegenteil. Die Messwerte waren danach und sind auch heute noch nur grenzwertig, obwohl ich Bestzeiten lief. Der Mensch ist eben ein Individuum, der eine hat eine dicke Nase, der andere ein dünne. Genauso unterschiedlich verhält es sich mit den Nährstoffwerten bei verschiedenen Menschen . Wer steckt denn schon bei der Festlegung der Grenzwerte dahinter: Studien, die in erster Linie von der Industrie in Auftrag gegeben wurden, sollen die richtigen Werte für die Sportler festlegen, dass ich nicht lache.

Hierzu passend ein Zitat von Karl-Heinz Pschera, TSV Korbach:
(sinngemäß geäußert beim gemeinsamen Lauf auf Texel , Herbsturlaub)

"Bei großen Sportevents wie z.B. der Tour der France kannst du schön beobachten, wie die Sieger bei Ehrungen das Getränk des Sponsors mediengerecht und werbewirksam in die Kamera halten- werden sie kurze Zeit danach außerhalb des offiziellen Blickwinkels der Kamera gezeigt, haben sie  eine einfache Literflasche Mineralwasser am Hals, um ihren Durst so schnell wie möglich und so natürlich wie möglich zu löschen".

Wir sollten uns nicht zum Sklaven einer milliardenschweren Industrie machen, die nur ihre Produkte verkaufen will. Viel Obst und Apfelsaftschorlen nach Sport reichen m. E. völlig aus, um alle wichtigen Nährstoffe abzudecken. Du als Kraftsportler musst natürlich die Schwerpunkte mehr in Richtung Eiweiß verlagern. Ich meine, wenn du dich mit einer gesunden, naturbelassenen Mischkost mit viel Obst/Gemüse ernährst, hast du alle Nährstoffe abgedeckt. Zudem werden wir mit Zusätzen in der Nahrung ohne unseren Willen voll gepumpt, denk nur an Brot (Jodsalz, künstliche Vitamine), Säfte, die  mit künstlichen Vitaminen C.., angereichert werden u.u.u.. Erst kürzlich wurde ich durch einen Artikel (Laufzeitung) in meiner Auffassung bestätigt, dass eine Zufuhr von Nährstoffen in künstlicher Form sogar gesundheitsschädlich sein kann. Im Übrigen gibt es m. E. viel, viel wichtigere Bestandteile (die noch gar nicht alle erforscht sind) der Nahrungsmittel als Vitamine und Co, die nur in ihrer Gesamtheit wirken und nicht in isolierter Form von Tabletten oder ähnlichen Präparaten. Im Laufe der Jahre habe ich so viele Fachbücher und Zeitschriften gelesen, dass ich zu keinem anderen Schluss kommen kann. Alle paar Wochen kannst du andere Thesen, Studien, .. in Sachen Ernährung lesen, hier steht es so, in einer anderen Zeitung wird es wieder über den Haufen geworfen( wichtig ist zu erkennen, welcher Sponsor dahintersteckt).

Jeder muss für sich die richtigen Schlüsse ziehen. In diesem Sinne- hau dir mal wieder 'ne Curry-Wurst mit Pommes rein :-), und dein Eiweißbedarf ist gedeckt- muss ja nicht zur Regel werden. Prost Mahlzeit.

Ein Kollege fragt mich auch immer, wie er mit welchen Nährstoffen seine Tauben am besten für den Wettkampf vorbereitet. Ich sage immer, so natürlich wie möglich- der Instinkt treibt den Tieren das Richtige rein, wenn alles angeboten wird. Ähnlich verhält es sich beim Mensch, der m. E. eben einen individuell unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen hat und der mit Genuss gedeckt werden sollte. Wenn du Lust hast auf Nutella, dann hau sie dir rein, dann ist es eben im Moment das Beste für deinen Körper- während der andere halt gerade Lust auf einen "Rammel" Wurst hat- gut so, rein damit, wenn's schmeckt! Der Genuss dabei ist das Entscheidende, denkst du zuviel über die Ernährung nach, kannst du nicht mehr genießen. Ein Hamburger mit Genuss gegessen, hat wahrscheinlich unabhängig von den Nährstoffen für den Körper eine höhere Wertigkeit (auch oder gerade mental) als eine Vitamintablette, die man widerwillig reinschiebt, nur weil ein Analyse-Test die Einnahme verlangt".

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Zum Thema "Sportmedizin/Ernährung":
In der Zeitschrift "Running" wird von einer Untersuchung des Prof. Barth für das "Institut für Ernährungswirkung" über die Wirkung der Nahrungsergänzungsmittel berichtet, die meine Auffassung zum Thema Ernährung (s. o.) absolut bestätigt. Danach fehle für die unkontrollierte und unmotivierte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln/Zusatzstoffen jede wissenschaftliche Begründung. Im Gegenteil: Die künstlich hergestellten Stoffe und Vitamine verursachen unerwünschte Nebenwirkungen und Gesundheitsschädigungen wie u. a. Risikoerhöhungen für Herzinfarkte und Osteoporose.

Was sagt uns das:
Die selbst erstellten Studien und Untersuchungen der "milliardenschweren" Nahrungsmittelindustrie sollen uns vorgaukeln, wie wichtig diese Zusatzstoffe sind- sie müssen ja an den Mann gebracht werden. Deren Empfehlungen entbehren jedoch jeder Grundlage-
wer es jetzt noch nicht begreift?! s. o.

Übrigens: In den Trainingscamps der Kenianischen Läufer gibt es streng rationiert nur Wasser, Brot, Fladenbrot und das berühmte Maisgericht "Ugali"- der deutschen Nahrungsmittelindustrie nach müssten sie ernorme Nährstoffmängel aufweisen. Die Kenianer laufen jedoch die Weltklasse in Grund und Boden und nicht die deutschen Läufer!!!

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Die Festtage sind bald vorbei, dass angesetzte Fett muss verbrannt werden. Hierzu passend ein Zitat aus der Zeitschrift "Runner's World":

"Was auch immer sie lesen oder von sportlichen Kollegen hören: Fett verbrennen sie immer, wenn sie sich bewegen, mal mehr, mal weniger. Die Fettverbrennung setzt auch nicht erst nach einer halben Stunde oder einer Stunde ein, sie existiert sogar, wenn sie nichts tun, sogar nach den Sport. Falsch ist gar die Behauptung, man verbrenne beim Sport hauptsächlich dann Fett, wenn man sich langsam bewegt. Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum( bzw. ein Missverständnis), der dadurch nicht wahrer wird, dass er besonders häufig geäußert wird. Fakt ist, dass bei intensiver Betätigung ( z. B. 30-45 Min. Laufen mit mehreren Tempowechseln) mehr Fettkalorien verbrannt werden, als wenn in der gleichen Zeitspanne langsam joggt."

Einleuchtend: Irgendwie konnte ich es noch nie verstehen, dass man beim langsamen Joggen mehr Fett verbrennen soll.

Gegendarstellung: Spiridon-Redakteur Thorsten Vahl hat sich auf meiner Homepage umgesehen und teilt in vielen Punkten meine Auffassungen vom Laufen. Die Themen seien liebevoll zusammen gestellt.
Allerdings muss er dem von mir am 23.12.01(s.u.) veröffentlichen Artikel der Zeitschrift "Runner's World" entschieden widersprechen, wie er mir in einer E-Mail mitteilte.
Nach seinen Ausführungen verbrenne der Körper natürlich absolut gesehen mehr Fett, wenn man schneller laufe. Man müsse jedoch langsam laufen, um Fett zu verbrennen und abzunehmen. Dies ergebe sich schon aus der Tatsache, dass der Mensch ja nicht nur läuft, sondern 24 Stunden am Tag Energie verbrauche.
Wenn nun die aerobe Enzymkinetik durch solides Grundlagenausdauertraining bestens angepasst sei, verwende der Körper dazu Fette. Es sei sehr riskant, auf höhere Fettverbrennung durch schnelles Laufen/ intensive Betätigung hinzuweisen.( Meine Erläuterung: Dies kann natürlich bei "Einsteigern" leicht zu Überforderungen/Überlastungen führen!). Thorsten Vahl wolle versuchen, die genaueren Zusammenhänge/Hintergründe in seinem geplanten Buch über das Laufen wissenschaftlich fundiert einfach und plausibel darzustellen.
Mein Fazit: Einsteiger und leistungsorientierte Läufer sollten sich stets vor Augen halten, dass die langsamen, regenerativen Läufe (Mein Motto/Leitsatz -s. o.-: Wer nicht lernt langsam zu laufen, wird niemals schneller.) den Hauptanteil des Trainings ausmachen sollen, wie ich es auf meiner Homepage mehrfach betone. Fühlt man sich schlecht oder überfordert, sollte man den Mut zur Pause haben. Das Training von Hochleistungssportlern ist natürlich anders zu beurteilen. Sie verdienen mit dem Sport ihren Lebensunterhalt und haben ohnehin ständige sportärztliche Betreuung.

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Aus running-magazin.de: Mit Genuss zum Ziel

Unsere Ernährung übt maßgeblichen Einfluss auf uns aus, sie bestimmt die Klangfarbe der Gedanken, die Stimmung, die innere Dynamik, die Kreativität. Essen und Trinken sind mehr als Energie- und Nährstoffaufnahme. Persönliche Vorlieben und Abneigungen bestimmen unsere Ernährungsgewohnheiten, man sollte ein schönes Essen in angenehmer Atmosphäre genießen, es dient zudem der Kommunikation. Und diese Art von Genuss ist eine wichtige Voraussetzung für ein reibungsloses Gelingen aller Verdauungs- und Stoffwechselvorgänge.
Dass nun eine gesunde Ernährung auch sportliche Leistungen beeinflusst, ist hinlänglich bekannt. Bei einer für die meisten Sportarten optimalen Ernährung machen Kohlenhydrate ungefähr 60 bis 70 % der gesamten Energieaufnahme aus, Proteine 12 % und der Rest wird durch Fette abgedeckt. Wer täglich vorwiegend nährstoffreiche Lebensmittel in Form von frischem Gemüse, Obst, Vollkorngetreideprodukten, Kartoffeln und fettarmen Milchprodukten wählt, abgerundet durch Fleisch, Fisch oder Ei, ist schon auf dem richtigen Weg. Der leistungsorientierte Sportler entwickelt ein Gefühl dafür, was ihm gut tut und was er in bestimmten Situationen benötigt. Ausgewogene Mischkost ist angesagt für sportlich wie mental aktive Menschen. Man kann sich getrost alles schmecken lassen, vorausgesetzt Kalorienbedarf und Kalorienverbrauch halten sich die Waage. Auf jeden Fall ist die gesteigerte körperliche Bewegung der Schlüssel zum Erfolg bei der Gewichtsreduktion und abschließender Gewichtsstabilisierung. Bewegung macht Spaß und schafft ein positives Körperbewusstsein. Wer körperlich aktiv ist, hat auch einen größeren Spielraum zum Genießen. Und bitte, vergessen Sie alle Verbote!

Kommentar: Mein Reden- schon lange (s. o.).

10.05.2008

Fette Lüge

Gesünder als gedacht 

"Hauptursache für Herzerkrankungen ist fettes Essen, so hieß es lange. Alles falsch, stellt sich nun heraus...

...Heißt das nun, dass ein Frühstück mit Speck und Eiern gesünder ist als Cornflakes oder Müsli? Für viele klingt das ebenso absurd wie seinerzeit die Geschichte mit der kreisenden Erdkugel. Doch es geht nicht darum, fetttriefende Völlerei zu propagieren, sondern die hochgelobten Kohlenhydrate zu entzaubern. Und es geht darum, hochwertige natürliche Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Käse und Butter wieder zu genießen – in Maßen und ohne schlechtes Gewissen."

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Meinungssache

Was für einen Unsinn tischen uns Forscher und Wissenschaftler immer wieder auf. Gerade auch in punkto Ernährung. Der obige Artikel spricht mir aus der Seele. Die Grundnahrungsmittel der Menschen seit Millionen von Jahren sind nun mal einfach in den kälteren Jahreszeiten fettreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Insekten, Nüsse, zum Sommer hin kamen und kommen Früchte, Beeren, Pilze, Samen, Wurzeln hinzu.

Daran ändert auch der erst vor 10000 Jahren organisierte Ackerbau nichts. An den veränderten Speiseplan hat sich unser Erbgut noch nicht optimal angepasst. Wer was anderes sagt, will für seine teilweise verlogenen Forschungsprojekte Geld und seine Milliarden einbringenden Kunstprodukte wie Cornflakes, Margarine, Vitamintabletten, Elektrolytgetränke, Cerealien, und was weiß ich noch für einen Schrott, profitgierig an den Mann bringen - und was dabei besonders verwerflich ist, skrupellos auf Kosten der Gesundheit der Menschen.

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13.04.2008

Besser Finger weg von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmittel

"Beim Sportler ist durch eine energieverbrauchsabhängig erhöhte Nahrungszufuhr bei adäquater Nährstoffdichte eine ausreichende Vitaminzufuhr einschließlich des bei einigen Vitaminen sportbedingten Mehrbedarfs gegeben. Eine grundsätzliche Notwendigkeit der Substitution oder Supplementierung mit Vitaminen besteht beim Sportler nicht...

...Es kann aber davon ausgegangen werden, dass bei Deckung des Energiebedarfs mit einer abwechselungsreichen, gemüse- und obstreichen Mischkost eine ausreichende Nährstoffdichte und damit suffiziente Versorgung mit Antioxidanzien beim Sportler gewährleistet ist...

...Kontraproduktive, möglicherweise langfristig schädigende Effekte sind nicht ausgeschlossen..."

mehr:

Artikel der Zeitschrift Sportmedizin - Vitamine

Artikel: Nahrungsergänzungsmittel

11.08.2007

Trinken - Manche übertreiben die Flüssigkeitszufuhr

 Eine Wasserstandsmeldung

von Achim Achilles

..."Gefährde ich Menschenleben, weil ich finde, dass man einen 90-Minuten-Lauf bei mitteleuropäischem Klima ohne Flüssigkeitszufuhr bewältigen kann? "Du musst was trinken", ermahnt mich Mona (Anmerkung: Seine Frau). 

Früher haben wir ganze Nachmittage im Hochsommer völlig ausgetrocknet gekickt und hingen bestenfalls mal am Wasserhahn vom Gewächshaus, bis uns der Gärtner weggejagt hat. Offenbar habe ich jahrelang mit meinem Leben gespielt.

Ich sage zu Mona, sie soll mal einem Massai erklären, der jeden Tag zwei Stunden bei mörderischen Temperaturen zu einem verschlammten Wasserloch marschiert und mit vollem Krug auf den Kopf zwei Stunden zurück, warum er des Todes ist, wenn er nicht drei Liter französischen Alpenquellwassers konsumiert oder bunte Iso-Brause für drei Euro den Liter. Er würde lächeln und federnd davonlaufen."...

Auszug aus Achilles-Tipp 21 

"Achtung, folgende Zeilen sind bösartig, gemein und medizinisch zweifelhaft. Aber sie stimmen trotzdem. Die Sauferei ist meistens überflüssig...

...Die Unsitte, auf jeden 20-Minuten-Lauf einen Hektoliter Isotonisches mitzunehmen, greift unaufhaltsam um sich. Die Getränkeindustrie hat es geschafft, Menschen, die sonst keine Probleme haben, die Panik vor dem Flüssigkeitsverlust einzubimsen."...

Merke: 

"Ein ordentlicher Durst am Ende des Trainings ist das beste Argument für ein ehrliches Bier."

08.04.2005

Sport-Drinks sind nicht besser als Apfelschorle

Kein Nachweis für Muskelaufbau oder Laktatpufferung

WIESBADEN (kat). Sport- und Energy Drinks sind beliebt. Sie ersetzen Flüssigkeit, Energie und Spurenelemente. Viele der darüber hinaus postulierten positiven Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden sind aber nicht belegt, wie auf einem Symposium beim Internisten-Kongress berichtet worden ist.

Für viele Zusatzstoffe in den Drinks etwa zur Leistungssteigerung und zum antioxidativen Schutz gibt es keinen Wirksamkeitsnachweis, wie Dr. Birgit Alteheld vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Bonn betont hat.

Die Studienergebnisse reichten weder aus, um für Molke einen besonderen muskelaufbaufördernden Effekt durch qualitativ hochwertige Proteine zu belegen, noch für eine besonders gute Bindegewebssynthese durch Zufuhr von Gelatine.

Auch postulierte Effekte von Gelee Royal durch den angeblich hohen Gehalt an Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen seien nicht belegt. Ähnlich enttäuschend seien Studien zu Ginseng, Kreatin und Colostrum verlaufen.

Für Koffein-Tabletten habe sich in einer Dosis von 1-3 mg pro kg Körpergewicht die postulierte Unterdrückung der Müdigkeit, die Mobilisierung von Fettsäuren und ein glykogensparender Effekt nachweisen lassen, so Alteheld. Das gelte aber eher für Radfahrer als für Läufer.

Zudem gebe es Responder und Non-Responder. Auch Hoffnungen für eine Laktatpufferung durch Bicarbonate oder Citrat seien in Studien eher enttäuscht worden, so die Ernährungswissenschaftlerin. Die Daten seien widersprüchlich. Zudem machten Blähungen und Durchfälle die Anwendung zum Problem.

Altehelds Fazit: Für die meisten Freizeitsportler reichen grundsätzlich eine ausgewogenen Ernährung und eine Apfelschorle zum Durstlöschen und zum Ergänzen von Mineralien nach dem Sport aus.
(Quelle:arztonline)

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Zitat

"Oh, diese albernen Reden, die unsere Gurus von sich geben, die nur inspiriert sind von eurem Geldbeutel! Hat man sich jemals gekümmert um die reelle tägliche Ernährung, sagen wir einmal der besseren Marathonläufer in den Vor-EPO-Zeiten? Nehmen wir wir den olympischen Marathon 1972 in München: Die ersten zehn waren drei Amerikaner, ein Belgier, zwei Äthiopier, ein Japaner, zwei Briten, ein Neuseeländer. Der kleinste Kaffeehaus-Prahlhans wird euch sagen, dass es unter ihnen so viele verschiedene Ernährungsgewohnheiten gibt, dass man auf die Idee der "einen idealen Marathon-Ernährung" verzichten muss."

Zitat "Spiridon" zum Thema Ernährung beim Laufen, bezogen auf eine Studie dänischer Wissenschaftler, warum Kenias Läufer besser seien.

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(Nicht) schon wieder: Thema Ernährung-

zum wiederholten Mal von mir betont, gibt es beinahe jede Woche neue Erkenntnisse. Diesmal hat ein Forscherteam aus Colorado(USA) um Prof. Cordain lt. einem Bericht der Zeitschrift "Running" festgestellt, dass die Ernährung der Steinzeitmenschen die Beste war: Viel Fleisch, viel Obst und Gemüse. Anteil Eiweiß: 20-30%; Anteil Kohlenhydrate: 20-40%; der Rest Fettanteile. Die Ernährungswissenschaftler empfehlen auch den heutigen, modernen Menschen, mehr tierisches Eiweiß zu essen- z. B. Fleisch- und dafür weniger Kohlenhydrate und verstärkt Ballaststoffe in Form von Obst und Gemüse. Eine derartige Ernährung begünstige Blutzucker, Blutdruck, Blutfett, Cholesterin und beuge den Krankheiten Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes mellitus II vor.
Die "Steinzeitkost" sei auch heute noch die empfehlenswerte Ernährungsform, da wir bis auf wenige Veränderungen die gleichen Gene in uns tragen wie unsere Vorfahren.

Fazit:
Wie mehrfach von mir beschrieben: Wem Wurst und Fleisch schmeckt- rein damit. Mit Genuss und instinktiv wie unsere Vorfahren essen, das kann nur gut und gesund sein. Apropos Instinkt: Warum sieht man so viele Athleten nach dem Wettkampf an den Würstchenbuden mit Genuss ein Bratwürstchen verzehren? Das tierische Fett und Eiweiß scheint der Körper zu brauchen und ihm gut zu bekommen, oder? Müsli-Esser habe ich nach dem Wettkampf nie gesehen- und wer ehrlich ist, der hat nach einer "Körnerphase" irgendwann wieder instinktiv Heißhunger auf Fleisch.
An dieser Stelle noch mal mein Lese-Tipp für die Wintertage: Das Buch "Prost Mahlzeit! - Krank durch gesunde Ernährung" von Udo Pollmer, erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch.

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Medizinische Moden

Tagebuch von Werner Sonntag

"Reise nach Bad Lippspringe: Im Deutschen Lauftherapiezentrum ist der 13. Kurs für angehende Lauftherapeuten eröffnet worden. Professor Alexander Weber hatte mich eingeladen, den Vortrag zur Eröffnung zu halten. Ich habe mir das Thema gestellt: „Medizinische Moden. Ein Beitrag zur Bewusstseinsschärfung“. Lange schon war mir aufgefallen, dass es auch in der Medizin Moden gibt. In der Laufmedizin machen Läufer die Moden mit. Eine frühe Mode der modernen Laufbewegung waren Ernst van Aakens Salztabletten. Unter den Vitaminen ist es insbesondere Vitamin E, von dem sich manche Läufer, vor allem Laufartikelhändler, Wunderdinge versprechen. Fischölkapseln sollte ich schlucken, riet mir ein Arzt. L-Carnitin, Kreatin, Sauerstoffwasser - Läufer bilden eine hervorragende Zielgruppe. Der Markt der so genannten Nahrungsergänzungsmittel, Elektrolytgetränke - hier hat das Marketing sein Ziel erreicht.

Kaum eine Läuferin, ein Läufer glaubt, beim Marathon auf Elektrolytgetränke verzichten zu können. Und wenn eine Laufveranstaltung wie der Berlin-Marathon zum Trinken nur Wasser und Tee anbietet, weil Dr. Heepe Elektrolytgetränke ebenfalls für überflüssig hält, dann wird der Organisator beschimpft. Auch in Berlin gibt es wieder „Sportgetränke“. Es darf weiter gekotzt werden. Hauptsache, die Placebo-Wirkung bleibt erhalten. Als ich mich 1999 über das Nasenpflaster lustig machte, wurde mir in einem Leserbrief Arroganz vorgeworfen, denn im Jahr zuvor sei der Marathon-Weltrekord der Männer mit Nasenpflaster erzielt worden. Na denn. Wieso ist dann später auch ohne Nasenpflaster gesiegt worden? Wie verbreitet ist das Nasenpflaster heute? Mir schien es wichtig zu sein, gerade Lauftherapeuten zu kritischer Betrachtungsweise anzuregen.

Provokationen bin ich auch sonst nicht aus dem Weg gegangen. Einige Zeit habe ich in meinem Vortrag dem „Cholesterin-Wahn“ gewidmet. Der hat schließlich auch zu einem Medikament wie Lipobay geführt, dem etwa hundert Todesopfer zur Last gelegt werden. Durch Beschluss sind aus so genannten Normalen Risikofälle gemacht worden, nämlich durch die Herabsetzung des angeblichen Grenzwerts auf 200 mg/dl. Die Margarine-Industrie hat ihre Schlacht gegen die Butter gewonnen. Kein Hotel kann es sich mehr leisten, nur noch „gute Butter“ zum Frühstück anzubieten. In meiner Kindheit konnten wir uns Butter nicht leisten, die Margarine war der Aufstrich der armen Leute. Infolge der Cholesterin-Psychose ist ein natürliches Lebensmittel von einem synthetischen Produkt in die Ecke gedrängt worden. 

Als ich das Magnesium erwähnte, das nach meiner Meinung ebenfalls in den Bereich der laufmedizinischen Mode fällt, blickte ich zu Alexander Weber hinüber, für den Magnesium Bestandteil seines Läufer-Müslis ist. Doch er hat auch nach dem Vortrag mit mir geredet. Und auch die angehenden Lauftherapeuten haben mich nicht ausgepfiffen.

Das Deutsche Lauftherapiezentrum besteht nun seit fünfzehn Jahren. Ich habe mich von Anfang an damit identifiziert. Was hier gemacht wird, halte ich für einen guten Weg, die nichtmedikamentöse Therapie, die in Deutschland offenbar vernachlässigt wird, zu stärken. Gleichzeitig ein Weg der Prävention.

Unter den etwas über 30 Teilnehmern des neuen DLZ-Kurses entdeckte ich Hubert Carl. Bei einem Spartathlon waren wir in Athen Bettnachbarn. Inzwischen hat er siebenmal den Spartathlon regulär beendet; damit steht er mit der Zahl der Spartathlon-Finishs an der Spitze in Deutschland. Wer würdigt solche Läuferkarrieren? Karrieren, die schließlich in sozialem Engagement münden. Solche überraschenden Begegnungen wie hier in Bad Lippspringe machen mich immer glücklich."

mehr: laufreport.de

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09.02.2006

Nahrungsergänzungsmittel mit zweifelhafter Wirkung

Wie Dr. Bernhard Watzl von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BFEL) darlegte, konnten diese schützenden Effekte für isolierte Vitamine oder Extrakte, die als Einzelsubstanzen angeboten werden, bislang nicht nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Der positive Effekt von natürlichen Vitalstoffen wurde durch die Zugabe von synthetischen Vitaminen sogar wieder aufgehoben. Es ist leicht vorstellbar, dass die Zugabe von hochdosierten Einzelstoffen das empfindliche Gleichgewicht in unserem Körper stört und eher negative Effekte dadurch entstehen. Die Schutz- und Reparaturmechanismen in unserem Körper benötigen keine Einzelstoffe, sondern immer eine Kombination verschiedener Vitalstoffe. In verschiedenen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass diese Kombinationen mit sekundären Pflanzenstoffen bis zu 250 Mal (!) stärker wirken als Einzelsubstanzen.

Sekundäre Pflanzenstoffe: „Die Geheimwaffe der Natur“

Speziell besagte sekundäre Pflanzenstoffe sind die Geheimwaffe der Natur. Sie sind (noch) nicht im Reagenzglas herzustellen und helfen unserem Körper beim Kampf gegen Krebszellen, Bakterien, Viren und Pilze. Sie wirken cholesterinsenkend, blutdruck- und blutzuckersenkend und entzündungshemmend...

mehr

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03.08.2006

Keine Mangelernährung durch ausgelaugte Böden 

Besser als jedes Vitaminpräparat: Frisches Obst.

Artikel aus Gesundheitszeitung (Auszug)

Böden und damit auch Pflanzen seien nährstoffarm, argumentieren Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, der Vitaminbedarf könne nicht mehr über die Ernährung gedeckt werden. Doch nicht die Böden sind schuld an einer eventuellen Unterversorgung, sondern die Unlust der Deutschen, frisches Obst und Gemüse zu verzehren.

Statt Vitaminpillen gilt: Fünf Portionen Obst und Gemüse essen. 

Wer dabei erntefrische Produkte aus der Region bevorzugt, eine lange Lagerung vermeidet und die Mahlzeiten schonend zubereitet, braucht sich keine Gedanken über eine Mangelernährung zu machen. Rohkost bietet besonders viele Vitamine und Mineralstoffe!

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23.02.2008

Gesundheit aus der Packung 

"In Pulverform, als Tabletten oder Kapseln sind Nahrungsergänzungsmittel in den Drogerien, Apotheken und Supermärkten erhältlich. Sie versprechen Schönheit, Jugend und Gesundheit. Und die Lebensmittelindustrie suggeriert, ohne sie würde unser Körper nicht ausreichend mit Mineral- und Vitalstoffen versorgt. Vitaminpillen und Mineralstoffzusätze wie Magnesium, Zink und Eisen sind daher nicht nur in der Erkältungszeit beliebt.

Langzeitstudien über eventuelle Risiken gibt es allerdings kaum. Stattdessen kommen immer ausgefallenere Präparate auf dem Markt. Nachdem Wissenschaftler etwa herausfanden, dass Eskimos, die sich hautsächlich von Fisch ernähren, sehr viel seltener an Herzinfarkt leiden als wir Mitteleuropäer, wurden Lachsölkapseln entwickelt. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren und sollen daher die Adern vor Verkalkung schützen. Für Kieselerdepulver, Spargelkautabletten oder Knoblauchdragees geben außerdem Käufer ihr mühsam verdientes Geld aus, oft ganz ohne Sinn. Auch manche Kombipräparate sind kompletter Unsinn. Werden zum Beispiel Zink und Eisen vermischt, kann der Körper das Eisen aufnehmen, scheidet das Zink aber nahezu komplett aus. Wer eine Kalzium-Magnesium-Tablette schluckt, kann davon ausgehen, dass das Kalzium vom Körper nicht aufgenommen werden kann.

Manche Mittel sind obendrein so hoch dosiert, dass es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen kann. Zu viel Zink kann zu Kopfschmerzen führen, Selen zu Hautirritationen und eine Überdosis an Vitamin C zu Durchfall und Nierensteinen. Daher sollten Vitaminpräparate ohnehin nicht wahllos aus dem Supermarktregal gekauft, sondern vorab mit Experten darüber beraten werden, denn wirklich gebraucht werden sie selten..."

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23.07.2007

Da bekommt man sein Fett weg

von Uli Schalk

Als dünner Hering bekommt man schon mal sein Fett weg. Man wird tituliert wie: "Du Hungerhaken" oder auch ironisch "Du Speckbock". "Junge, iss mal wieder was Vernünftiges", hört von der Mutter.

In aller Regel sind Läufer schlank, zugegeben manchmal gar dünn. Wie sagte doch Achim Achilles: "Läufer sind wie Models, immer zu schwer, selbst dann, wenn sie der Fön schon wegpustet." Läufer wissen allerdings sehr gut einzuschätzen, wenn der Spruch kommt: "Du siehst aber schlecht aus", dann ist das ein gutes Zeichen. Topform ist erreicht.

Schlägt man Zeitschriften auf, findet man seitenlange Diäten. Läufer haben damit kaum etwas zu tun. Können essen was sie wollen. Trotzdem gibt es auch in Laufzeitungen immer wieder die unterschiedlichsten Essempfehlungen. Das Problem ist, dass die vor wenigen Monaten aufgestellten Regeln nach kurzer Zeit längst wieder "Fett von gestern" sind. 

Fazit: Einfach hart trainieren und essen was auf den Tisch kommt. Der Körper holt sich instinktmäßig was er braucht. Und wenn's ne "Ahle Wurscht" ist.

Man kann aber auch mal nach Farben essen: Farbenfrohe Rezepte und genüsslich die Dicken weiter im eigenen Fett schmoren lassen. Soll uns Dünnen doch wurst (wurscht) sein, was die Dicken sagen. Wir sind jedenfalls allemal fitter als sie.

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30.07.2008

Fetter Irrtum

So langsam dürfte es sich herumgesprochen haben: Der Fettverbrennungs-Puls, der optimales Abnehmen garantieren soll, gehört zu den ganz großen Sport-Irrtümern.

"...Läufern zu empfehlen, mit ausschließlich ganz langsamem Joggen das meiste Fett zu verbrennen, ist genau so falsch wie die Mär vom späten Abendessen, das sich schneller als Fettreserve auf den Hüften wiederfindet als Mahlzeiten zu anderen Zeiten. „Dieser Irrglaube lässt sich durch keine Studie belegen“, erklärt Dr. Stefan Graf. 

Nur wenn dem Körper in 24 Stunden mehr Energie zugeführt wird, als er durch Aktivität verbraucht, wird die überschüssige Energie als Hüftpolster aus Speck gespeichert. „Wann die Nahrungszufuhr erfolgt, ist dabei ebenso unerheblich wie die Uhrzeit der Aktivität“, klärt Dr. Stefan Graf auf..."

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04.12.2008

Großer Sport-Irrtum: Der Fettverbrennungs-Puls

"Der Fettverbrennungs-Puls, der optimales Abnehmen garantieren soll, gehört zu den ganz großen Sport-Irrtümern..."

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31.01.2009

Im Vergleich: Obstsäfte 

"Guter Obstsaft ist eine wahre Regenerationsbombe und stärkt das Immunsystem...

Und der Sieger ist …

Das beste Getränk zur Regeneration nach dem Lauf – und wir meinen hier nicht als Durstlöscher, sondern als Energieturbo – ist nicht die berühmt-berüchtigte Apfelschorle, nein, auch nicht ein kühles Bier, sondern … ein Traubensaft – gemischt mit Jogurt oder Buttermilch..."

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13.02.2009

Essen bedeutet Rechnen

"...Ich gehe doch davon aus, dass mein Wirken im Amt als Kolumnenlaufexperte der taz nicht ganz so unauffällig geblieben ist, wie das Wirken unseres Exwirtschaftsminister Michael Glos während der jetzigen Wirtschaftskrise. Aus diesem Grund müsste ich nicht weiter ausführen, warum mein Gewicht über Jahrzehnte immer gleich geblieben ist. Jahr ein, Jahr aus. Doch ich mache es trotzdem. Der Schlüssel zum Glück ist Laufen.

Es ist im Grunde ganz einfach: Essen bedeutet Rechnen. Kommt etwas in unseren Körper hinein, dann muss genauso viel wieder verbraucht werden. Als Auffülllager sind unsere Zellen eben nicht gebaut..."

mehr: KOLUMNE VON DIETER BAUMANN

05.04.2009

Flüssigkeitszufuhr - Zu viel trinken? 

Kann übermäßiger Wasserkonsum gefährlich werden?

"Ein kräftiger Schluck an jeder Verpflegungsstation reicht bei weitem nicht aus, einen lebensbedrohenden Zustand zu erreichen, das ist natürlich purer Unsinn. Meldungen entwickeln eben manchmal eine Eigendynamik, die nicht mehr zu bremsen ist und durch jede weitere Verbreitung (z.B. durch Abschreiben von anderen Publikationen) nicht unbedingt an Wahrheit gewinnt und schließlich mehr Menschen verunsichert als aufklärt, wie diese Frage deutlich zeigt. 

Hintergrund der oben erwähnten Meldungen sind Vorkommnisse, die zwar in großer Seltenheit auftreten, aber dennoch (bzw. weil sie spektakulär sind) für erhebliches Aufsehen sorgen. Vor einigen Jahren starben zwei Läuferinnen, die eine beim Boston-Marathon, die andere bei einem Marathon in Washington D.C., an Hyponaträmie, das heißt weil sie zu viel Flüssigkeit getrunken haben. Hyponaträmie bedeutet, dass die Konzentration von Natrium im Körper zu niedrig ist. Dies tritt dann ein, wenn zu viel Flüssigkeit aufgenommen wird. Im Extremfall endet dies tödlich..."

Martin Grüning erklärt wie viel Flüssigkeit gesund ist

28.08.2009

Ernährungsmythen rund um den Sport

Mit der schnellen Pulle fing alles an!

Sportklinik Hellersen

Gründe für die Verbreitung des Ernährungsaberglaubens:

•Essverhalten wird häufig von sportlichen Vorbildern bestimmt. Wenn einer der besten US-amerikanischen Marathonläufer ein Produkt aus Weizenkeimöl propagiert, dem eine leistungssteigernde Wirkung nachgesagt wird, so werden ihm zahlreiche Nachwuchsathleten Glauben schenken.

•Falsche Informationen werden häufig von Sportzeitschriften und Büchern verbreitet, in denen sich Artikel zu Themen der Ernährung finden, die einen fragwürdigen wissenschaftlichen Hintergrund haben. Aufgrund pseudowissenschaftlicher Untersuchungen werden Behauptungen aufgestellt und zur Vermarktung diverser Nahrungsergänzungspräparate genutzt.

•Die Industrie veröffentlicht in Sportmagazinen vermeintlich wissenschaftlich fundierte Artikel über den Effekt bestimmter Präparate. Werbeanzeigen für diese Mittel befinden sich nicht selten in unmittelbarer Nähe des entsprechenden Artikels.

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06.10.2009

Gefahr: Exzessive Flüssigkeitsaufnahme über das Durstgefühl hinaus

Hirnödem durch Hyponatriämie nach Marathon 

"Wer Sportler betreut, sollte die Hyponatriämie nicht übersehen. Denn die Komplikationen sind potenziell lebensbedrohlich. Nach Marathonläufen sollen bis zu 13 Prozent der Sportler zu niedrige Natriumspiegel aufweisen, schwere Hyponatriämien mit Werten unter 120 mmol/l etwa 0,3 bis 0,6 Prozent, berichten Stefan Trautwein vom Klinikum Kassel und seine Kollegen. Das erscheint wenig, bei Großveranstaltungen mit mehreren tausend Läufern müsse jedoch damit gerechnet werden, so Trautwein..."

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20.03.2010

Vitamintabletten: Mehr Schaden als Nutzen

von Dr. med. Dieter Kleinmann

"Nahrungsergänzungsmittel, vor allem Vitaminpillen werden überall angepriesen. Der Glaube daran ist unerschütterlich. Sie sollen beispielsweise gegen Krebs und Herzinfarkt schützen. Die Verkaufszahlen sind enorm...

...Wie dem auch sei, Vitaminpillen schützen nicht vor Krebs, im Gegenteil, sie können sogar Krebs provozieren..."

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Anmerkung: Ich vertrete diese Auffassung seit Jahren. Vielleicht werden nach dem Artikel endlich einige Läufer wach. Übrigens: Dr. Kleinmann gab mir damals den entscheidenden Tipp für meine Herz-OP und sprach mir Mut zu diesem Schritt zu. 

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21.03.2010

"Machen künstliche Vitamine krank?"

"Die Vitaminfalle"

SWR betrifft: "Vitaminpräparate sollen Mangelerscheinungen vorbeugen. Anhand wissenschaftlicher Studien kommt man allerdings zu anderen Ergebnissen.

Mit Vitaminen tut man sich etwas Gutes. Und wer nicht genügend Obst und Gemüse isst, für den gibt es ja Ersatz in Form von Brausetabletten oder Pillen. Schon lange mahnen Wissenschaftler, dass dies so nicht stimmt: Kein Mensch braucht bei normaler Ernährung ergänzende Vitamine.

Künstliche Vitamine machen krank?

Jetzt aber gibt es alarmierende neue Fakten: Immer mehr Studien zeigen, dass zu viel künstliche Vitamine sogar krank machen und Krebs auslösen können. Was ist dran an diesen Gefahren? Und drohen sie nur bei hochdosierten Brausetabletten oder auch schon durch Lebensmittel mit Vitaminzusatz? Viele Theorien über die segensreiche Wirkungsweise von Vitaminen jedenfalls scheinen nicht mehr haltbar zu sein."

Die SWR-Sendung im Video

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"Prävention: Das Ende der Hoffnung"

"Zwei der bislang größten Langzeitstudien kommen zu dem Schluss, dass weder die Vitamine C und E noch das Spurenelement Selen das Karzinomrisiko senken...

...Es deutete sich sogar ein leichter Anstieg der Krebsrate an. Auch die Zahl der Diabeteserkrankungen war tendenziell erhöht..."

Vitamine schützen nicht vor Krebs

20.05.2010

Schädliche Wirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln

Lese-Tipp von Tim-Henning Förster

Auszüge aus dem Artikel:

"...Darüber hinaus werden wichtige Stoffwechselveränderungen, die man mit Fitnesstraining erreichen will, durch Einnahme dieser Substanzen blockiert...

...Versuche an Gesunden zeigen, dass viele Trainingseffekte durch die Einnahme von Antioxidantien vollständig verhindert werden. Und dieses passiert auf der Ebene der Körperzellen, in denen durch die Extra-Einnahme von Vitamin C und Co. wichtige Enzyme blockiert werden. Auch die Energiebereitstellung in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien, wird verhindert, wie auch die körperliche Abwehr auf Stress. 

Dabei hat die Natur seit Tausenden von Jahren ganz hervorragende körpereigene Mechanismen entwickelt, um auf die viel gescholtenen "Sauerstoffradikale" zu reagieren. Entzündungsreaktionen im Körper werden durch die Vitaminzusätze erst ermöglicht, die die Selbstheilungskräfte des Körpers wunderbar und nachhaltig verhindert hätten, wie PD Dr. Bierhaus eindrucksvoll darstellen konnte. Da alle Trainingseffekte durch die oben genannten Stoffe blockiert werden...

...Fazit: Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über langfristig positive Wirkungen von Antioxidantien, jedoch viele Nachweise, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin C, Vitamin E, Co-Enzym Q10 u. a. schädliche Auswirkungen auf den Körper haben. So bleibt nur noch die Frage: Wie schützen wir uns gegen die Einflüsterungen der Werbung, die uns doch all diese vermeintlichen Schätze so sehr ans Herz legt?"

Zum vollständigen Artikel

Anmerkung: 

Seit Jahren predige ich nichts anderes. Mehr und mehr werden meine Thesen durch verschiedene Studien bestätigt.


Stand: Sonntag, 27. Februar 2011