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Laufbahn

WetzlarWetzlar Hessenmeisterschaft Wetzlar

 


1964 begann meine sportliche Laufbahn im Alter von 8 Jahren beim SV 09 Korbach als Fußballer.

In den folgenden Jahren spielte ich sehr erfolgreich in der A-Jugend des SV 09 (Bezirksleistungsklasse 3. Platz) u.a. mit dem späteren Bundesligatorwart Uli Sude in einer Mannschaft.

Meine Karriere als Fußballer im Seniorenbereich wurde im Alter von 23 Jahren durch eine schwere Knieverletzung (Kreuzband/ Innenband und Meniskusriss) abrupt beendet. Ich hatte mir einen Stammplatz in der damaligen Bezirksligamannschaft des TSV Altenlotheim erobert, in der u.a. auch meine Freunde Manfred Hamel , Helmut Heine, Volker Backhaus, Bernd Huthwelker und Bernd Rösner spielten.

Nachdem Prof. Krause von der Orthopädischen Klinik in Kassel mir keine Besserung nach einer Operation versprechen konnte, beendete ich meine Fußballerlaufbahn.

Er gab mir mit auf den Weg, dass "Geradeaus-Laufen" ohne Probleme möglich sein sollte.

Das war der Beginn meiner "Läuferkarriere".

Nach andauernden Knieproblemen in den ersten Jahren stabilisierte sich langsam das Gelenk, ohne völlig ausgeheilt zu sein. Eine Operation ist mittlerweile nicht mehr auszuschließen. Hin und wieder treten neue "Wehwehchen" wie Fußbeschwerden, Muskelbeschwerden,.. auf, wovon jeder Läufer sein Lied singen kann.

Mittlerweile ereilte Helmut Heine das gleiche Schicksal und begann ebenfalls zu laufen. Er hatte große Erfolge bis auf Hessenebene. Noch heute hält er den Kreisrekord im Stundenlauf.

Die heutige Zeit bringt übrigens immer häufiger ehemalige Fußballer (Manfred Hamel, Jürgen Schmidt, Bernd Rösner, Heinz Jandik, um nur einige zu nennen) aus unserer Region zum Laufsport mit all seinen schönen Seiten.

Meine ersten Laufkilometer begannen immer recht temporeich, weil ich es vom Fußball her nicht anders kannte. Es kam dann so wie von vielen Anfängern bekannt, dass nach wenigen Kilometern die "Luft raus" war. Fast jeder Lauf entwickelte sich zu einem "Wettkampf" mit der Stoppuhr in der Hand. Die Laufleistungen stagnierten unweigerlich.

Nach Studium vieler Laufbücher und Fachzeitschriften erkannte ich jedoch zunehmend, dass man erst über langsames Laufen auch seine Leistungen steigern kann.

Die langen, langsamen Läufe sind bekannterweise die Grundlage. Das Zitat von Herbert Steffny (ehem. deutscher Top-Marathonläufer) auf meiner Startseite kann so zum Leitsatz werden.

Allerdings muss auch klar betont werden, dass man schneller nur über Tempotraining werden kann, ohne jedoch das Hauptaugenmerk auf die langsamen, langen Läufe nicht zu verlieren.

Bis zum heutigen Tage bin ich bis zur Marathondistanz alle Strecken gelaufen.

Wie meiner Seite "Bestzeiten" zu entnehmen ist, wurde kein Topläufer mehr aus mir, kann aber im Seniorenbereich (M 45) insbesondere auf den Mittelstrecken durchaus bis auf Hessenebene mithalten.

Auch Schattenseiten lernte ich beim Laufen kennen. Eine durch einen Coxsackievirus entstandene Herzmuskelentzündung warf mich lange Zeit aus der Bahn. Nachwirkungen in Form von Herzrhythmusstörungen sind heute noch spürbar. Mein mich damals behandelnder Arzt, Dr. Willi Heepe (Rennarzt des Berlin-Marathons und Herzspezialist; heute auch bekannt als Experten-Ratgeber in der Zeitschrift " Runner's World") sprach von einem "Hochleistungsmotor mit Zündaussetzern"!Mein HerzschlagRegelmäßiges Training wird mir empfohlen, um den Herzmuskel kräftig zu halten und neu hinzu gekommene Störungen an den Herzklappen zu kompensieren. Neue Infos hierzu s. am Ende des Berichts.

Erst im Alter über 40 erinnerte ich mich meiner Grundschnelligkeit aus der Fußballzeit und begann wieder schneller und härter zu trainieren.

Ich wechselte auf die Mittelstrecken, und hatte plötzlich meine persönlich größten Erfolge, während die Leistungen anderer über 40 zu stagnieren scheinen oder gar rückläufig sind.

Die meisten meiner erzielten Bestzeiten erreichte ich erst ab Mitte 40.

Zur Zeit liegt also auf den kürzeren Mitteldistanzen mein Hauptaugenmerk, ohne den Blick für längere Strecken bis hin zum Marathon in der Zukunft nicht ganz zu verlieren.

Mein Idol in all den Jahren ist und bleibt Dieter Baumann, der mir trotz aller Anschuldigungen glaubwürdiger erscheint als manch anderer Athlet aus dem DLV und aus anderen Ländern sowieso, ohne Namen zu nennen. Ich jedenfalls bin von seiner Unschuld absolut überzeugt. Er wurde übrigens frei gesprochen, um dies noch mal klar herauszustellen.

Überhaupt: Die Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten in der Dopingbekämpfung schreien zum Himmel. Da wird der holl. Fußballer de Boer als Dopingsünder entlarvt( Nandrolon) und für nur ein Jahr gesperrt, um die Sperre dann kurzer Hand nach wenigen Monaten wieder aufzuheben. Von den über 15 Dopingfällen in der USA-Leichtathletik ganz zu schweigen, die einfach unter den Teppich gekehrt werden und dem intern. Leichtathletik-Verband verschwiegen werden- eine Farce! Von Gleichbehandlung der Fälle weltweit keine Spur! Die Sperre Dieter Baumanns wird einfach mal ohne Verfahren für ein weiteres Jahr verlängert, nur weil er um sein Recht gekämpft hat. Rechtsstaatliche Prinzipien werden missachtet. "Es ist die bloße Arroganz der Macht", so drückte es der Marburger Uni-Prof. Rössner in seiner Abhandlung "Man hat Gewalt, so hat man Recht" über den Fall Dieter Baumann aus. "Der Mensch hat ein Recht auf Recht und das gewährleistet ihm ein gewisses Maß an Sicherheit, Unabhängigkeit und Würde- vor allem im Bereich der persönlichen und beruflichen Existenz".

Bleibt zu hoffen, dass in dem Bereich, in dem ich meine Wettkämpfe absolviere, alles fair und ohne Hilfe fremder Mittel vonstatten geht, obwohl auch hier und da schon von der Einnahme unerlaubter Mittel im Amateurbereich gemunkelt wird - hierfür würde mir jedes Verständnis fehlen!

Meine Gegner können jedenfalls von mir stets einen fairen Wettkampf erwarten- lieber würde ich mich im Gegensatz zu Dieter Baumann's Leitspruch in seinem Buch " Ich laufe keinem hinterher!" im Mittelfeld oder am Ende des Feldes bewegen, bevor ich mir meine Leistungen mit unerlaubten oder unfairen Mitteln erkaufen müsste.

Nur so läuft's und nicht anders !!


Eine Herzensangelegenheit

Meine Geschichte soll helfen, Läuferinnen und Läufern mit Herzrhythmusstörungen Mut zu machen. Es gibt gute Heilungschancen und inzwischen bei bestimmten Störungen bessere Möglichkeiten als Tabletten. 

Über 25 Jahre Herzrhythmusstörung - Mein Blick zurück und nach vorn

Lasst es laufen!

2. Sieg wenige Wochen nach dem Herzeingriff


Das Leben – ein Achthundertmeter-Rennen!

Einfach stark und faszinierend - die Betrachtungsweise von Manfred Steffny

"Für viele Lauffreunde ist der 800-m-Lauf, ob als Teilnehmer oder Betrachter, die taktisch spannendste Disziplin, voller Überraschungen, mit Tempowechseln, knallharter Führungsarbeit und Sterben auf der Zielgeraden. Ist er nicht das Leben selbst – zwei Runden gleich 800 Meter gleich 80 Jahre, zehn Meter pro Lebensjahr?

Die ersten zehn Jahre oder 100 m verlaufen noch in geordneten Bahnen, da eckt niemand an, sorgsam geführt mit gleichzeitigem Beginn in die Kurve des Lebens hinein. Fehlstart oder gar das vorzeitige Aus, noch ehe das Rennen beginnt, sind äußerst selten. Natürlich kann man sich verkalkulieren, zu schnell oder zu langsam beginnen, angetrieben durch eigenen Ehrgeiz, oder mehr noch verblendet durch Anfeuerungen von außen. Nach 100 m oder 10 Jahren beginnt dann die raue Wirklichkeit, wenn die Läufer aus der Kurve einbiegen und sich ihre Position suchen müssen. Hauptschule oder Gymnasium? Man muss sich einfädeln und hält auf der Geraden erst mal seine Position. Es wird wenig überholt, es sei denn da vorne gibt einer ganz mächtig das Tempo vor. Der nächste Knackpunkt kommt nach 20 Jahren oder 200 m. Es geht in die Kurve, es wird um Positionen gerungen, hier kann noch jeder mithalten, der seine Ellenbogen einsetzt. Der eine kriegt einen guten Job, der andere fängt ein Studium an, der andere hat die erste feste Partnerschaft. Alles ist noch unsicher, man weiß noch nicht, wie sich das Fortkommen entwickelt. Mitten in der Kurve, so bei 250 m oder 25 Jahren, entscheidet sich so oft, ob man jemanden den Vortritt lassen muss oder noch vorbeikommt auf die lange Gerade vor den Tribünen, dort wo der Beifall erklingt und man das einmal gewählte Tempo hervorragend durchhält. Die Spätstarter haben ihre letzte Chance nach 20 Semestern Studium, noch einmal herauszukommen.

Bald ist die erste Runde vorbei, wer jetzt die Kurve nach 400 m oder 40 Jahren kriegt, hat oft ausgesorgt. Man liegt vorne, lebt im eigenen Haus, die Kinder werden groß, im Rennen spürt man das Stechen in den Lungen noch nicht, hat sich an die eingeschlagenen Geschwindigkeit gewöhnt, einen guten Schritt drauf. Doch einige erleben ihre Midlife-Crisis, preschen unmotiviert nach vorne oder steigen aus. Auf der langen Gegengeraden zwischen 500 und 600 m und kurz vor der Kurve zum 60. Lebensjahr wird um die großen Positionen gekämpft. Da erfüllen sich die Lebensträume, wird die vorhergehende Generation abgelöst. Oder man bleibt schließlich in der letzten Kurve irgendwo in der zweiten oder dritten Reihe hängen, stolpert bei gleicher Anstrengung hinter den anderen her und schimpft darüber, wie ungerecht das Leben ist. Wer zuviel Stress nicht vertragen kann, für den ist das Rennen schon vorbei. Aber auch die weniger guten Läufer haben nun auf der Geraden Platz, könne ihre Position ausbauen oder genießen. Doch Vorsicht, es kommt nach dem 60. die Kurve, in der man außer Tritt geraten kann. Wehe, wenn da urplötzlich die Kräfte nach lassen. Niemand kann das genau vorhersehen. Jedes Rennen läuft anders. Es kann zu bösem Mobbing kommen. Einige spielen dann nicht mehr vorne mit, laufen Mitte der Kurve mit 65 sehnsüchtig am Wassergraben vorbei und fallen hoffentlich nicht hinein und traben nur noch aus bis zum Ende.

Nach 70 Jahren oder 700 m wird das Rennen schwer. Man wird kurzatmig, die Beine wackeln, man kann nur noch anaerob laufen. Hier wird keiner mehr schneller, auch wenn es so aussieht, als ob wild gespurtet würde. Auch der Laufstil wird eckiger. Fast immer ist die erste Hälfte bei weitem flotter. Mitte der Zielgeraden wird vieles klar, man weiß, das Ziel wird angemessen erreicht, manche Mühsal fällt von einem ab und mit 80 Jahren oder 800 m zerreißt der eine jubelnd das Zielband, der andere reiht sich zufrieden ein. Viele sinken nach dieser Anstrengung erschöpft zu Boden, es ist zu Ende. Andere traben noch locker aus. Und die ganz Begnadeten, sie sind nicht totzukriegen, laufen noch eine halbe Ehrenrunde, winken dem staunenden Publikum zu und werden hundert Jahre alt.

Hört sich das faszinierend an? Laufen wir also die achthundert Meter?! Wir sind schon mittendrin und kommen hoffentlich wohlbehalten zum Ziel."


Laufen ist ...

Laufen, das ist Lebenslust,
bringt pure Freude, nur selten Frust.
Laufen ist das A und O im Leben,
es wird dem Menschen in die Wiege gegeben.

Des kleines Kindes Läuferglück,
beginnt schon mit dem ersten Schritt.
Die Kleinen lernen schnell erkennen,
es ist was Großes, ich kann rennen.

Glückliche Kinder springen, laufen, hüpfen,
erst Jahre später wird man schwitzen,
im hartem Training einem großen Ziel entgegen,
denn Läufer wollen irgendwann auch einmal siegen.

Zugegeben, auch schlechte Tage sind mal drin,
ja sogar das hat seinen tiefen Sinn.
Hat man sich erholt, kann wieder siegen,
können Läufer förmlich fliegen.
Nach einer Bestzeit werden sie emotionsgeladen,
auf einer Welle der Euphorie durchs Leben getragen.

Laufsport ist DER Sport schlechthin,
nichts, rein gar nichts würde laufen ohne ihn.
Rümpfen andere Sportler jetzt vielleicht die Nase,
ein Ballspiel ohne Laufen wäre wie Ostern ohne Hase.

Laufen ist Bewegung pur,
ob nun mit, ohne oder gegen die Uhr.
Man kann laufen zu jeder Zeit,
Schuhe an, auch wenn es schneit.
Ob im Dunkeln oder Hellen,
morgens, mittags, abends, nachts,
immer ist das Laufen möglich,
und macht meistens großen Spaß.

Laufen, das kann vieles sein,
joggen, sprinten, in der Gruppe, mal allein.
Hartes Training auf der Bahn,
Intervall, bergab, bergan.
Fahrtspiel, Cross, ja Wettkampf auch,
jeder so, wie er es braucht.

Laufen ist schlichtweg pures Leben,
dem Körper nehmen und viel geben.
Immer mehr erkennen dies,
was Laufen für das Leben ist.
                                                       
© Uli Schalk


14.08.2007

Adler können fliegen - Läufer aber auch, oder?

Von U. Schalk

Zwei schnelle 400er auf der Bahn stehen auf dem Programm. Zurzeit geht oder besser läuft es wieder, wie geschmiert. Zumindest auf der ersten Runde. So schnell, dass ich das Gefühl habe, ich fliege, hebe ab. Wie ein Adler kreise ich im Wind, zwar nicht hoch oben in der Luft, die Kunststoffbahn ist mein Revier. Ich visiere meine Beute, die Ziellinie. Kein Entkommen, hab sie fest im Griff. Der Beutedrang ist gestillt. Genüsslich verschlinge ich die Superzeit.

Zurück auf Mutter Erde, den Boden der Tatsachen. Übergang in lockeres Traben. Ja, das können Läufer auch. Sie können sogar gehen, wenn nichts mehr geht. 

Doch fliegen ist schöner, auf zur zweiten Runde. Die ersten 200 Meter, wieder schwebe ich im Kreisflug über die Bahn. Plötzlich schießen die Laktate. Volle Schrotladung in die Oberschenkel. Bei 300 Metern mag es für Außenstehende noch schnell aussehen. Ich aber fliege nicht mehr, mutiere vom Adler zur bleiernen Ente. Sturzflug, 100 Meter freier Fall. Setze zur Notlandung an, meine Triebwerke sind fast völlig ausgefallen. Eben noch Beute, jetzt letzte Rettung: Die Ziellinie. Harter Aufprall, so ändern sich die Zeiten. 4 Sekunden langsamer. Eine lahme Ente zieht von dannen.

Bin ich doch nur ein flügellahmer Mensch? Der Traum vom Fliegen ist geplatzt, jedenfalls vorerst. Schließlich kommt es, wie es kommen muss. Beim Auslaufen "fliegt" mir die Frage um die Ohren: "Und, wie läuft's?" "Danke, es geht." Mir reicht's. Vom Fliegen hab ich erst mal genug. Ich "fahre" nach Hause. 

Doch ein Läufer gibt nicht so schell auf. Ein neuer Tag. Die Gedanken kreisen wie der Adler am Horizont. Es sind genügend Aufwinde da, die mich heute über 20x50 Meter fliegen lassen. Sonne, idealer Flugtag. Bald wird’s wieder regnen. Dann kann ich immer noch als lahme Ente im dunklen Tümpel abtauchen. Tief unten wird’s plötzlich hell - der Traum vom Fliegen beginnt von vorn.

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Der Mensch ist zum Laufen geboren!

von M. Walther (Quelle:meome.de)

"Unsere Gene sind auf Laufen programmiert. Wer schnell lief, der überlebte. Der Laufboom ist letztlich eine Rückbesinnung auf fossile Verhaltensmuster.

Motivation zum Ausdauersport

Der Ausdauersport stellt eine Reaktion des Menschen auf die moderne, technikangepasste Gesellschaft dar, die ihre Mitglieder zur Bewegungsarmut verdammt. Manche Soziologen halten den Sport auch für ein Äquivalent des Krieges, da der Mensch Freude daran hatte, im Kampf seine letzten Leistungsreserven zu mobilisieren. Alle diese Überlegungen mögen Teilaspekte der Popularität des Ausdauersports erklären.

Laufen ist fossiles Verhalten

Der wichtigste Gesichtspunkt dürfte aber sein, dass Laufen eine Art "fossiles Verhalten" darstellt, das prähistorische Lebensbedingungen widerspiegelt.
Noch vor ca. 50.000 Jahren lebten unsere Vorfahren im südlichen Afrika in Buschmann-Lagern zusammen. Das Lager befand sich meist in einem Areal mit üppiger Vegetation. Der Umkreis in dem die Bewohner Früchte sammelten, betrug etwa 1 bis 2 Kilometer. Die Buschmänner bewegten sich zur Jagd in einen Gebiet mit einem Radius von bis zu 10 Kilometern. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Laufstrecke eines Buschmannes zwischen 20 und 40 Kilometer pro Tag lag.

Laufen als Überlebenschance

Während dieser Phase der Menschheitsentwicklung war das Laufen ein zentrales Selektionskriterium. Schnelles und ausdauerndes Laufen bedeutete Vorteile bei der Nahrungs- und Wassersuche, bei der Jagd und bei der Flucht vor Feinden. Schon damals galt, auch wenn die Rahmenbedingungen sich von den unsrigen doch deutlich unterschieden: wer läuft lebt länger und besser. Laufen war damit auch ein entscheidendes Selektionskriterium bei der Fortpflanzung.

Unsere Gene sind auf Laufen programmiert

Die Natur hat den Menschen über Tausende von Jahre als Läufer gezüchtet – dieses genetische Erbe steckt in uns allen. In unserer hochtechnisierten Welt ist aber Laufen gänzlich überflüssig geworden. Allein unser genetischer Code will sich an die neue Situation nicht gewöhnen. Unsere Stoffwechselprogramme sind immer noch auf 20 bis 40 Kilometer pro Tag eingestellt und kommen mit der Bewegungsarmut nicht zurecht. Zeichen der fehlerhaften Anpassung an die modernen Lebensbedingungen sind unsere Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Gicht und erhöhte Blutfette. Besinnen wir uns doch auch zurück auf einen unserer ursprünglichen Lebensinhalte – das Laufen!"

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Leichtathletik

Schon seit es Menschen gibt, geht der menschliche Trieb dahin, sich mit anderen im Rennen, Springen und Stoßen zu messen.

Der früheste Hinweis auf organisierte Wettkämpfe führt nach Ägypten und liegt ca. 3000 Jahre zurück. Selbstverständlich war Leichtathletik ein fester und äußerst populärer Bestandteil der Olympischen Spiele der Antike. Diese Spiele waren im Übrigen nicht nur eine Sportveranstaltung, sondern sie waren auch Nachweis für die griechische Kunst und Kultur.

Von diesem Ideal ausgehend wurden 1896 die Olympischen Spiele der Neuzeit gegründet, bei denen die Leichtathletik von Beginn an eine herausgehobene Stellung einnahm. Bis heute hat sich daran nichts geändert, denn die Leichtathletik-Wettkämpfe sind die Höhepunkte einer jeden Olympiade.

Quelle: www.sport-komplett.de


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Stand: 27.08.12