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01.04.2007

Vom Läufer zum Speerwerfer

"Schmiddi" Jürgen Schmidt beendet seine Läuferkarriere

Seit Jahren anhaltende Muskelprobleme gaben den Anlass, die Laufschuhe an den Nagel zu hängen. Ein letzter Versuch am vergangenen Wochenende scheiterte, seine alte Wadenverletzung ist wieder aufgebrochen.

Doch ganz ohne Sport kann Schmiddi nicht. Bereits vor zwei Jahren versuchte er sich mit dem Speer, damals scheiterte er noch kläglich. 


Der Speer landete unkontrolliert im Fuß einer nur wenige Meter entfernt stehenden Zuschauerin, die jedoch Glück im Unglück hatte und mit dem Schrecken und einer kleinen Stichwunde davon kam.

Schmiddi musste einsehen: "Dieses Geschoss ist nicht mein Ding." 

Bevor es zu weiteren größeren Verletzungen kam, verschwanden seine ehrgeizigen Pläne zunächst in der Schublade. In der Freiluftsaison 2007 will er aufgrund der aktuellen Probleme einen neuen Angriff starten. 

Doch wie kam es zu der entscheidende Wende? Wochenlang wurde Schmiddi von seltsamen Darmbeschwerden mit heftigen Durchfällen heimgesucht. Nichts half. Endlich die Erlösung. 

Darmwinde brachten die Wende

Trockenhefe war das Stichwort. Die Durchfälle verschwanden, dafür gingen nun tierische Winde ab. Da kam ihm die zündende Idee. Schmiddi: "Diese Aufwinde werde ich gezielt nutzen und einsetzen. Ich gehe davon aus, dass der Speer dadurch über 50 Meter weit fliegt."

Erika Keller gibt grünes Licht

Die Frage, ob es sich um unerlaubte Mittel handelt, wurde im Vorfeld bereits geklärt. Kreissportwartin Erika Keller, bekannt für eine enge Regelauslegung, gab grünes Licht. "Wer will ihm da irgendwas nachweisen, der Gestank könnte doch aus irgendeinem Gully in der Nähe kommen."

Wäre Erika Keller nicht einsichtig gewesen, hätte Schmiddi kurzerhand seine bahnbrechende "Windtechnik" bei seiner zweiten Leidenschaft, dem Segeln, eingesetzt. "Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln gehen, sofern die Winde wehen...", hieß eine Zeile in einem alten Schlager. Selbst eine Flaute hätte Schmiddi nichts anhaben können.

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Senioren vom TSV Korbach bekommen Patent auf revolutionäre Aufwärmtechniken

Lockeres Traben, Dehnen, Warmlaufen vor sportlichen Einsätzen war gestern. Wissenschaftler haben festgestellt, dass bewegungslose Methoden eindeutig die besten Techniken zum Aufwärmen sind. Dies klingt revolutionär.

Die Korbacher Senioren hatten schon immer Weitblick, waren oft der Zeit voraus. Eilig wurden Patente auf die Korbacher praxiserprobten Aufwärmübungen beantragt. Heute morgen nun wurden die Patente endlich erteilt. Und das spült ordentlich Geld in die so arg gebeutelte Vereinskasse. Den neuen Geschäftsführer wird’s freuen, muss er doch nun nicht mehr rigoros den Mitgliedern die Beiträge aus der Tasche ziehen.

Die Korbacher Aufwärmtechniken zu verschiedenen Jahreszeiten

Frühjahr

Tief in Glas gucken mit Wilhelm und Uli 

Ein Gläschen Wein lässt Wärme rein

Wettkampftrinken geht aber auch mit Bier

aber bitte nicht vor vier

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Sommer

"Warmfühlen" mit Manni, Winni, Willi und Herbie

Hose hoch und Hemd im Schritt, das bringt dem Sportler "warmes" Glück,

das Ganze gleich im Dreierpack, da wend ich mich mit Grausen ab,

das ist ja wirklich nicht mit anzusehen, "Aufwärmen" geht sogar im Stehen!

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Für Manni vorm Wettkampf ein Muss: 

Essen mit Genuss und Pflaumenmus, macht heiß und bringt den Darm in Fluss

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Herbst 

Kuscheln unter der Decke mit Heidrun

Tee mit Rum und Cola mit Korn, ja Leute, so liegst du im Wettkampf vorn.

Und wenn jetzt auch noch der Udo wüsst, was unter meiner Decke ist?!?

Ja Udo, mir geht's richtig gut, ich sitze nämlich auf der heißen

Glut

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Winter

Meditation unterm Tannenbaum 

Glühen die Kerzen am Weihnachtsbaum, nehm ich 'ne Prise und hab 'nen heißen Traum,

Reiß mir in Ekstase das Hemd vom Leib, während es draußen heftig schneit,

und tanze wie auf heißen Kohlen, im Sommer will ich Titel holen.

 


Stand: Sonntag, 01.04.2007